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Motorenöl wird verbrannt
Hi zusammen!
Ich habe mir eine gs 500e Bj.92 mit 8000km gekauft. Das gute Stück ist 6 Jahre gestanden. Gelaufen ist sie nach den 6 Jahren gleich wieder!!! 8O Jetzt verbrennt sie das Motorenöl. Kann mir jemand weiterhelfen??? Ist das nur der Siemerring??? Oder gibt es noch andere Stellen wo das Öl durch kann? Gruß Andi |
Hallo erstmal...
Was für ein Simmerring??? :roll: Da wird wohl die Kopf- oder Fußdichtung undicht sein. Öl gelangt in die Brennkammer und wird verbrannt. Wenn die wirklich nur 8TKm runter hat schließe ich mal Kolbenringe aus. Michael |
Hallo zusammen,
ohne Xenosch zu nahe treten zu wollen: Mit der Kopf- und/oder Fußdichtung hat das nix zu tun.... Wenn die so platt sind, das das Öl von den Orifies in den Brennraum gelangt, müßte es schon außen am Zylinder langlaufen. Nach 6 Jahren Stillstand tippe ich mal eher auf spröde bzw. gerissene Ventilschaftdichtungen. Die Dinger sind nunmal nur aus gummiähnlichem Material. 6 Jahre keine Schmierung, eh schon spröde (sind ja schon 10 Jahre alt) - und du wirst dir wohl kaum die Mühe gemacht haben, vor der Wiederinbetriebnahme den Ventildeckel abzunehmen und ne Ladung Öl auf Nockenwellen etc zu gießen, oder?! Gruß, Ingo (nicht eingeloggt, deswegen Gast) |
... eine weitere Ursache kann noch sein, daß sich mit den Jahren die Kolbenringe festgesetzt haben. :roll:
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Hallo erstmal...
@INGO No Problem... ;o) An die Ventildichtungen hab ich garnicht gedacht. Verstehe allerdings folgende Aussage nicht: Zitat: Wenn die so platt sind, das das Öl von den Orifies in den Brennraum gelangt, müßte es schon außen am Zylinder langlaufen. Michael |
Moin-Moin *gähn*
Kaum iss man mal ein paar Tage nicht da, wird hier gleich geantwortet :) @Xenosch: Zwischen Kopf und Zylinderblock sind Ölkanäle, in letzerem sitzen außen die Öldüsen bzw. Orifies (weiß den genauen deutschen Begriff nicht). Die Teile setzen sich nach einer Reparatur übrigens gerne zu.... Die GS hat ja keine Wasserkühlung, dafür aber ziemlich große Dichtflächen. Wenn nun die Kopf- und Fußdichtungen so undicht sind, das das Öl verbrannt wird, dann müßte vorher schon außen was zu sehen sein. Der Abstand von außen zu den Öldüsen ist nämlich weitaus geringer als vom Brennraum aus. Aber wie gesagt: Das war bisher bei keinem meiner Schrottmotoren die Ausfallursache ;). Meistens war es billiges Öl im Verbund mit zu scharfer bzw. unangebrachter Fahrweise und damit ein getötetes linkes Pleuellager im Verbund mit angefressener KuWe. Übrigens, ist euch schonmal aufgefallen, dass die GS-Motoren immer das linke Pleuellager von sich werfen?? Nur mal so als Anmerkung.. Gruß vom shoemaker/Gast (ich sollte mal mein Passwort ändern, damit ich mich auch hier einloggen kann...) |
Hallo erstmal...
AHA... :wink: Laß ich gelten, man muß aber trotzdem nicht unbedingt was sehen... :wink: 8O :roll: |
Hat es schon einer gemacht
Hallo zusammen
Hat von euch schon mal einer die Ventilschafdichtungen gewechselt? Hat jemand ne gescheite Anleitung? Wird Spezialwerkzeug benötigt? Gruß Andi |
Hallo Andi,
für die Schaftdichtungen selber nicht, da brauchts nur etwas FIngerspitzengefühl und ne Tube Molybdän-Fett :) Allerdings mußt du zum Wechsel der Dinger den Kopf abbauen und die Ventile ausbauen, welche widerum mittels eines geteilten Keiles gehalten werden. Ist aber am besten in den einschlägigen Schrauberhandbüchern zu sehen bzw. nachzulesen. Manche behaupten übrigens, man könnte die Dinger auch ohne Demontage des Kopfes wechseln, indem man Druck auf den Zylinder gibt damit die Ventile nicht in den Brennraum fallen können - Versuch es nicht, soviel Druck kannste da garnicht draufgeben, leider :( Übrigens könnte es wirklich auch was mit den Kolbenringen zu tun haben. Dann muß eh der Kopf runter. Du könntest es vorab auch mit ner Kompressionsmessung versuchen. Den passenden Adapter für die Zündkerzenbohrungen gibt es im Zubehör. Sollte der Druckunterschied der beiden Zylinder mehr als 1 bar betragen, haste ein Problem, genuaso sollten beide Zylinder nicht unter 9 bar liegen. Übrigens schreiben die Bücher was von 10 bar. Naja, läuft nachweislich auch noch prima mit 7 oder 8.... So, genug des Romans, bis denne, |
und es geht doch
Ich hab die Ventilschaftdichungen zusammen mit dem Werkstattmeister gewechselt (Motor war ausgebaut) jedoch ohne den Kopf zu demontieren!!! Und es hat funktioniert. Man braucht halt sehr viel Kraft beim Einbau der Ventile! Aber leider war dies nicht der Grund für das Verbrennen des Öles und so ärger ich mich mit meiner "guten" gs halt weiter rum.
Andi |
Verdammt. Mit der linken Seite hat er verdammt recht...
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Ventile oben halten mittels Luftdruck
@shoemaker
"Versuch es nicht, soviel Druck kannste da garnicht draufgeben, leider" Sorry, da liegst du leider etwas daneben. Soo viel Druck ist da gar nicht nötig. Mittels eines (ausgeliehenen) kleinen (fahrbarem) Hobby-Kompressor (8 bar, wovon aber 2 Bar locker ausreichten) und einem (selbstgebasteltem!) entsprechenden Adapter in das Zündkerzenloch, hat ein Bekannter von mir sämtliche Schaftdichtungen an einem Motorrad gewechselt, ohne dabei die Ventile entfernen zu müssen. Da ich dabei gestanden habe, kann ich dir garantieren das er anschließend niemandem einen Bären mit der Story aufgebunden hat :wink: Es handelte sich übrigens bei dem Möppie um ein Modell mit Schlepphebeln und nicht mit Shims. Ich denke aber, das dies kein großer Unterschied ausmachen dürfte / sollte ?! An den anderen Tip(p)s von dir, gibt es aber meinerseits ausser DANKE zu sagen, nichts auszusetzen... 8) |
tippe auf ölkanäle - setze 5 euro auf 1. platz
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