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Michael558 22.05.2014 09:58:46

Kette an der Verschleißgrenze - Konsequenzen
 
Hallo Leute!

Meine Kette hat mit 321 mm die Verschleißgrenze von 319,4 mm knapp überschritten.
Hab bereits eine neue Kette daheim (DID, endlos) und werde mal versuchen die in den nächsten Tagen selbst einzubauen. Anleitung im gs-wiki und youtube videos dazu gibts ja, sollte also klappen.

Interessanshalber möchte ich gerne wissen wie strikt diese Verschleißgrenze einzuhalten ist. In meinem Fall sinds keine 2 mm, das könnt man mMn fast als Messtoleranz schönreden.
Welche Gefahren bestehen wenn man mit einer verschlissenen Kette weiterfährt?

Hab zwar das Forum durchsucht aber bisher nichts dazu gefunden.

LG

Michi

DerCain 22.05.2014 10:08:57

Wenn die Kette irgendwann mal reisst wickelt sie sich um dein Kettenrad und blockiert den Hinterreifen.(Ist eine Möglichkeit)
Da sie höheren Belastungen ausgesetzt wird bzw. die Belastungen denen sie ausgesetzt wird nichtmehr aushalten kann wird sie immer weiter und gibt irgendwann mal nach-hat sie ja auch schon wie du gemessen hast. ;) Einfach wechseln dann ist alles wieder i.O.

Zum Thema Anleitung ausm Forum:
Ich habe als erstes und ohne Vorerfahrungen das Kettenkit mit Hilfe der Anleitungen ausm Forum gemacht und es hat 1A geklappt!

Grüße

Multiman 22.05.2014 10:28:38

Ist bei DID nicht auch immer son Messblatt dabei?
Dann siehste wie schlimm die 2 mm sind.

Michael558 22.05.2014 10:39:39

hab die packung ehrlich gesagt noch nicht geöffnet ^^ und bin derzeit nicht zuhause. Also keine Ahnung ob soetwas dabei ist...

aber gut zu wissen, dass man das mit dem Wechsel durchaus selber schaffen kann. Spart mir immerhin 100 € durch 2-3 Stunden Zeitaufwand. Theoretisch wären noch die Gabelsimmeringe zu wechseln (schaut etwas brüchig aus) aber das schaut laut Anleitung etwas komplizierter aus... Muss noch überlegen ob ich mich da drüber trau.

Ein paar Tage Stadtbetrieb wird die Kette schon noch aushalten bis ich zum einbauen komm. Ausfahrten und damit größere Belastungen sind bis zum Kettenwechsel eh nicht geplant.

... hab die Maschine erst seit gut 5.500 km/1,5 Jahren aber die 10 Jahre die's am Buckel hat machen sich bei der Instandhaltung doch irgendwie bemerkbar. Hab zwar viel Freude mit der Maschine, aber ich hoffe das ich nach den Gabeldichtungen mal Ruhe von den Reparaturen habe.

DerCain 22.05.2014 10:45:24

Also ich habe an der Gabel zwar noch nichts gemacht aber ich stells mir nicht sonderlich schwer vor. Solltest du das noch nicht kennen - auf Youtube gibts jemanden "BaltimoreGS" der da Schritt für Schritt zeigt wie man die Gabel zerlegt und zusammensetzt. Sieht nicht sonderlich wild aus. Such einfach mal nach: Suzuki GS500 Fork Seal Replacement.
Habe jetzt nicht geschaut aber vielleicht ist auch im FAQ oder im Wiki was dazu. Nich das sich hier Leute die Arbeit gemacht haben das zu erstellen und ich verweise hier nur auf YT :D

Grüße

Michael558 22.05.2014 10:51:25

Zitat:

Zitat von DerCain (Beitrag 539095)
Also ich habe an der Gabel zwar noch nichts gemacht aber ich stells mir nicht sonderlich schwer vor. Solltest du das noch nicht kennen - auf Youtube gibts jemanden "BaltimoreGS" der da Schritt für Schritt zeigt wie man die Gabel zerlegt und zusammensetzt. Sieht nicht sonderlich wild aus. Such einfach mal nach: Suzuki GS500 Fork Seal Replacement.
Habe jetzt nicht geschaut aber vielleicht ist auch im FAQ oder im Wiki was dazu. Nich das sich hier Leute die Arbeit gemacht haben das zu erstellen und ich verweise hier nur auf YT :D

Grüße

vielen dank jedenfalls =)
werd mir das video mal anschauen und dann entscheiden. Ich wills grundsätzlich eh lieber selbst machen, weil's Schrauben ja auch einfach Spaß macht. Meine Horrorvorstellung ist, dass ich mich dann irgendwann nicht mehr auskenn und ich das Motorrad in Einzelteile auf unseren Anhänger in die Werkstatt fahren muss :hammer:

DerCain 22.05.2014 10:54:44

Ich glaube diese Vorstellung kannst du getrost verwerfen, was hier an kompetenten Forenmitgliedern unterwegs ist wird dir jedes noch so große 3D-Puzzle lösen :D

gsmattis 22.05.2014 10:59:28

Ich würde die Kette dann wechseln, wenn Glieder steif sind oder ich alle 500km nachspannen muss oder wenn ich sie mehr als 5mm vom Kettenrad abheben kann.

Multiman 22.05.2014 11:24:46

Zitat:

Zitat von Michael558 (Beitrag 539094)
Theoretisch wären noch die Gabelsimmeringe zu wechseln (schaut etwas brüchig aus) aber das schaut laut Anleitung etwas komplizierter aus... Muss noch überlegen ob ich mich da drüber trau.

Was du meinst sind die Staubkappen, die Simmerringe siehst du nicht ohne die Staubkappen abzumachen.

Simmerring einfach mitn Schraubenzieher hoch hebeln und von der Gabel abziehen.
Dabei nicht dem Holm zerkratzen.

Gabel muss dazu ausgebaut werden, aber nicht zerlegt.

Michael558 22.05.2014 12:56:35

Zitat:

Zitat von Multiman (Beitrag 539105)
Was du meinst sind die Staubkappen, die Simmerringe siehst du nicht ohne die Staubkappen abzumachen.

Simmerring einfach mitn Schraubenzieher hoch hebeln und von der Gabel abziehen.
Dabei nicht dem Holm zerkratzen.

Gabel muss dazu ausgebaut werden, aber nicht zerlegt.

okay, werd mich da mal mit der anleitung vertraut machen und das auf meine to-do liste setzen.
danke jedenfalls!

DonArcturus 22.05.2014 13:17:08

Mir wurde vor längerem mal ein wichtiger Tipp gegeben: Nimm keine Ketten, die Frauennamen tragen :lol:

Klingt erstmal lustig, ist aber ernst gemeint. Bspw. sind Kettenkits von Regina nicht so empfehlenswert wie die von DID

Saugwurmmensch 22.05.2014 13:48:10

Stadtbetrieb verringert die Last für die Kette nicht.

Rad blockieren oder Loch in den Motorblock schlagen - ist alles möglich.

Ein Kumpel hatte Glück und seine Kette bei Schritttempo verloren - ohne Schäden am KRAD.

Michael558 22.05.2014 14:01:08

Zitat:

Zitat von Saugwurmmensch (Beitrag 539136)
Stadtbetrieb verringert die Last für die Kette nicht.

Rad blockieren oder Loch in den Motorblock schlagen - ist alles möglich.

Ein Kumpel hatte Glück und seine Kette bei Schritttempo verloren - ohne Schäden am KRAD.

najo meine überlegung ist, dass sich bei 140 km/h die kette weniger oft im kreis bewegt als bei 50 km/h und daher die wahrscheinlichkeit dass sie reißt auch geringer ist.

lg

DerCain 22.05.2014 14:03:18

Ich denke mal die größte Belastung ist aus dem Stillstand in die Bewegung für die Kette.
So oder so, einfach bald wechseln ist am sichersten!

Saugwurmmensch 22.05.2014 14:05:15

Die Lastwechsel sind das, was der Kette auch stark zusetzt.

Tausch das Kettenkit und gut ist. Irgendwo in der Pampa bei < 50 km/h liegen zu bleiben macht auch keinen Spass ;)

Sei froh, dass die GS nur eine schmächtige 520er Kette braucht, wo ein komplettes wirklich gutes Kit für 80€ zu haben ist.

Gut gepflegt hast du dann locker 20000-30000 km Ruhe.

Michael558 22.05.2014 14:06:16

Zitat:

Zitat von DerCain (Beitrag 539142)
Ich denke mal die größte Belastung ist aus dem Stillstand in die Bewegung für die Kette.
So oder so, einfach bald wechseln ist am sichersten!

ja das mach ich so oder so spätestens nächste woche.

DonArcturus 22.05.2014 14:21:03

Zitat:

Zitat von Michael558 (Beitrag 539140)
najo meine überlegung ist, dass sich bei 140 km/h die kette weniger oft im kreis bewegt als bei 50 km/h und daher die wahrscheinlichkeit dass sie reißt auch geringer ist.

lg

Äh, tschuldigung, wie meinen? :confused::kopfkratz2:

Die Übersetzung findet ja nicht in der Radnabe statt (wie bei nem Radl), sondern im Motorblock im Getriebe. Also völlig egal, im welchem Gang: wenn das Bike schneller fährt, macht auch die Kette schneller eine Runde.

Oder hast du etwas anderes gemeint?

Damui 22.05.2014 14:27:40

Ich glaube, das was er meint ist die Entfernung, nicht die Geschwindigkeit^^.

Wenn ich 140 Fahre, dreht sich die Kette schneller, nicht häufiger.
Es kommt auf die Distanz an, die ich fahre, oder irre ich mich?

Rocky 22.05.2014 14:49:24

Zitat:

Zitat von DonArcturus (Beitrag 539123)
Mir wurde vor längerem mal ein wichtiger Tipp gegeben: Nimm keine Ketten, die Frauennamen tragen :lol:

Klingt erstmal lustig, ist aber ernst gemeint. Bspw. sind Kettenkits von Regina nicht so empfehlenswert wie die von DID

das ist Blödsinn

ist lediglich ein leicht chauvinistisch angehauchter Spruch den sich jeder(mann) gut merken kann , und der in jedem Kettenthread mindestens einmal zum Besten gegeben wird

Ich hab meine Regina Kette auf über 10000 km erst einmal minimal nachgespannt und bin absolut zufrieden mit dem Produkt

der Vorgänger (eine RK) war da bei weitem wartungsintensiver

Kettentest:

http://www.motorradonline.de/motorra...version/132238

falls aber meine "Regina" doch einmal das zeitliche segnen sollte werde ich mir halt eine Tzubaki-Kette besorgen ( Sigma XRG ) - das ist übrigens ebenfalls ein Frauenname (jap. für Kamelie )

DonArcturus 22.05.2014 14:51:02

Ok verstehe.

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Kette reißt, hängt aber eher mit der Belastung (Zug) und der Bewegung (Umdrehung pro min) zusammen. Mehr Bewegung und Belastung heißt auch größerer Verschleiß.

:meinung:

Michael558 22.05.2014 16:21:11

Zitat:

Zitat von DonArcturus (Beitrag 539154)
Ok verstehe.

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Kette reißt, hängt aber eher mit der Belastung (Zug) und der Bewegung (Umdrehung pro min) zusammen. Mehr Bewegung und Belastung heißt auch größerer Verschleiß.

:meinung:

jo vielleicht hab i mi bisl patschat ausgedrückt aba grundsätzlich mein ich's eh auch so ^^

wie scho öfters erwähnt, i wollt mi nur interessenshalber informieren. der kettensatz liegt ohnehin schon in der werkstatt ;).

heypunk 03.06.2014 21:21:23

Also nach meiner Kenntniss sind verschiedene Faktoren für den Verschleiß einer Kette verantwortlich:

  • Umschlingungswinkel um das Kettenrad und das Ritzel - Je größer desto schlimmer.
  • Belastung der Kette - Hochdynamisch heißt höchstbelastung. Hohe Beschleunigungen und hohe Motorbremskräfte heißen höchstbelastung für die Kette und trägt zum erhöhten Verschleiß bei.
  • Schwingungen der Kette - Die Kette wird, bedingt durch die Ritzel- und Kettenradgeometrie, drehzahl, Drehmomentungleichförmigkeit zum Schwingen angeregt und erfährt dementsprechend zusätzlich zur Zugbelastung noch Bewegung innerhalb der Kettenglieder durch die Schwingungen.
  • Schmutz und Wasser - Auch die beste X-Ring-Kette ist nicht 100% dicht. Durch schmale Spalte dringen Wasser und Dreck in die Lauffläche und lassen diese Verschleißen. Das macht auch die Längung der Kette.

Rocky 03.06.2014 23:08:05

+



- zu geringer Durchhang und dadurch auftretende einseitige Belastungen bei Bewegungen der Schwinge/Hinterradfederung was häufig zu ungleichmäßiger Längung und damit auch zu nachfolgend erhöhtem Verschleiß führt

- auf die Fahrzeugzuladung nicht angepasste Federvorspannung ( siehe auch vorheriger Punkt )

- schlechte oder fehlende Außenschmierung aufgrund von seltener Wartung/Reinigung oder widrigen Bedingungen ( Spülverlust durch Regen /Staubbelastung durch ungeteerte Straßen )


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