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starkes blaues qualmen
Tag zusammen,
habe die GS Bj92 mit rund 30.000 Kilometer im Frühjahr gekauft. Während des Sommers nicht allzu oft gefahren, wenn, eher Kurzstrecke. Bei der letzten Fahrt deutliches blaues qualmen und Leistungsverlust. Fahrten über 60 kmh waren kaum möglich. Kam also quasi von jetzt auf gleich. Was wäre euer vorgehen? Instandsetzung von Ventilschaftdichtungen im eingebauten Zustand des Kopfes ist aufgrund der fehlenden Werkzeuge nicht möglich. Das bedeutet kompletter Kopf muss runter, Fuße abbauen, Dichtungen wechseln, alles zusammenbauen? Würde Aus- und Einbau selber machen, das wechseln lassen etc aber einer Werkstatt übergeben. Dichtungssatz 100€ Kolbenringe 100€ Arbeitslohn xxx€ Passen die Preise in etwa? Käme damit über 300€ ?! Oder kann der Ausbau des Kopfes erfolgen, ohne den Fuss anzutasten/auszubauen? Dann würde ich dies selber machen. Bei obigen Preisen ist es fast besser, eine neue GS zu kaufen und meine in Teilen zu verkaufen... |
Also, kaputte Ventilschaftdichtungen ergeben keinen derartigen Leistungsverlust.
Ist es denn auch tatsächlich Ölqualm? Ich befürchte, das ist was anderes. Laufen denn noch beide Zylinder. |
Hi.
Ja, bei dem blauen Qualm, kann es nur Öl sein... Springt super an. Habe aber noch nicht gefühlt, ob beide Krümmer heiß werden. Aber fahr- und geräuschemässig würde ich sagen, ja. Deine Vermutung? |
Wenn die GS nur noch 60 km/h packt, ist entweder der Motor schon ziemlich kaputt oder er läuft nur auf einem Topf.
Wenn ein Zylinder kaputt wäre, z.B. Kolbenringe, Loch im Kolben oder Ventilschaftdichtung, müsste an der Zündkerze auch viel Öl dran sein. Dass bei so einem gravierenden Leistungsabfall beide Zylinder laufen, kann ich nicht glauben. Teste mal. Und guck dir die Zündkerzen mal an. |
Hi.
Ja du hattest recht, der rechte Topf läuft nicht. Zündkerze ist nach Probelauf auch nass, aber zündet. Bedeutet? |
Eventuell nur ein Vergaserproblem, dass der eine Zylinder hoffnungslos überfettet ist.
Man muss halt jetzt herausfinden, warum der Zylinder nicht läuft. Eine häufige Fehlerquelle und Schwachstelle bei der GS sind die Schwimmernadelventile. Ich würde mal gucken, ob das Schwimmernadelventil funktioniert. Dazu durchsichtigen Schlauch passenden Durchmessers auf den Schwimmerkammerablauf stecken, den Schlauch nach oben biegen, die Ablaufschraube öffnen und Benzinhahn auf PRI stellen. Das Benzin darf nicht über die Schwimmerkammerdichtung steigen. Wenn doch, hängt die Schwimmernadel. Ansonsten Zündkerze reinigen, Zylinder eine Weile offen stehen lassen, zum Ausdünsten und dann mal versuchen zu starten. Läuft der Motor dann auf beiden Zylindern, muss man beobachten ob es wieder kommt. Wenn das alles nichts nützt, muss man weiter suchen. Vll. dann mal die Kompression messen lassen. |
Vielen Dank für deine Unterstützung.
Habe leider die Schrauben im eingebauten Zustand nicht gelöst bekommen. Hatte aber noch einen Vergaser da, welcher aber nicht korrekt eingestellt ist. Mit diesem lief der Motor... Aber auch nur auf einen Zylinder. Mit einer Zange habe ich die Schrauben nun gelöst. Werde morgen den "besseren" Vergaser wieder einbauen und dann die Schwimmernadelventile testen. Vermute aber weiterhin böses. :motz: |
Ist die Kerze denn ölig oder nur nass vom Benzin?
Bei einem größeren Schaden am Zylinder müsste sie ziemlich ölig sein. Kann auch sein, dass die Kerze eine Macke hat, hast du mal eine andere probiert? 30000 km ist eigentlich noch keine Kilometerleistung bei der man sich bei der GS Sorgen machen müsste. Kommt halt auch immer drauf an, wie sie gefahren wurde. |
Ölig nicht, nur nass. Hole morgen auch mal eine neue.
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Hi,
Andere Möglichkeiten zu testen sehe ich nicht mehr. Würde als nächstes den Kopf abnehmen. Ist es möglich den Zylinderkopf zu entfernen um die Ventile instandsetzen zu lassen, ohne das ich den gesamten Fuss abnehmen muss bzw. die Fussdichtung auch noch neu machen muss? |
Löst Du die Kopfdichtung, wird auch die Fußdichtung nicht mehr zusammengepresst, "zieht Luft", da gemeinsame durchgehende Gewindestangen. Es kann gutgehen und die Fußdichtung ist hinterher weiter dicht. Ist aber ein Lotteriespiel.
Kein Kunstfehler wäre aber, die Fußdichtung ebenfalls zu tauschen. |
Welche Flüssigkeit spuckt denn der Zylinder?
Ist da vll. ein Schlauch falsch am Vergaser angeschlossen? Es gibt User, die den Tanküberlauf bzw. die Einfüllstutzenentwässerung an den Vergaser angeschlossen haben und sich dann wundern, dass da Wasser in die Vergaser kommt. So viel Arbeit ist das mit der Fußdichtung nicht, das sollte locker in 30 Minuten erledigt sein, wenn der Zylinderkopf sowieso schon unten ist. Du brauchst auch nicht die Kolben auszubauen. Du musst nur die Zylinderbank herunter ziehen, die Fußdichtung tauschen und die Kolben wieder in die Zylinder einfädeln. Das geht sogar ohne ein Kolbenringspannband nur mit den Fingern. Aber nimm bitte die Originaldichtungen von Suzuki, keinen billigen Zubehör-Dichtungssatz. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Qualität der Dichtungssätze aus dem Zubehör zweifelhaft ist. Ach, noch etwas, bevor ich mir die eventuell unnötige Arbeit des Motorenzerlegens machen würde, würde ich die Kompression messen. Ist die in Ordnung, ist es unwahrscheinlich, dass die Ventile etwas haben. Man kann auch mit einem Endoskop mal in den Brennraum gucken, vl. sieht man dann auch ob es da was zu reparieren gibt. |
Zitat:
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Ist ja jetzt doch schon etwas her....
mich würde interessieren wie die Geschichte aus gegangen ist! Gruß Campi |
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