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eatthefish 06.02.2017 11:00:28

Neuer Kettensatz, aber welcher?
 
Ich brauche für meine GS500 BJ 2000 einen neuen Kettensatz und hab heut im Louis Newsletter ein Angebot für Regina Kettensätze bekommen.

Ich blick leider mit den verschiedenen Bezeichnungen nicht ganz durch und ob ich jetzt lieber eine Endloskette oder eine mit Schloss nehmen soll etc...
Einbauen lass ich ihn in der Werkstatt, da ich den Hinterreifen sowieso wechseln lassen muss und ich dann gleich beides gemeinsam machen lass.

Hier der Regina Kettensatz: http://i.imgur.com/u9Icpdo.png

Und hier zum Vergleich der DID Kettensatz: http://i.imgur.com/5eVNK6x.png

Bietet der Regina Kettensatz im Vergleich zum DID Kettensatz ein besseres Preis-/Leistungsverhältnis, oder hat der irgendwelche Nachteile?

Weiß jemand von besseren Kettensätzen als diesen, oder besseren Angeboten?

Danke!

Campino 06.02.2017 11:38:06

Da hast du in ein Nest gestoßen....

Es gibt Kollegen hier im Forum die Ketten mit Schloss verurteilen, weil die theoretisch aufgehen können. (soll dem einen oder anderen beim rückwärts schieben schon passiert sein)

Andere bringen das Argument an, dass zur Montage einer Endloskette die Schwinge raus muss was unnötig aufwand macht... (zu denen gehöre ich)

Eine Teilmänge (zu der ich mich auch zähle) gehen den goldenen Mittelweg und nieten ihre Ketten (lassen nieten).

Aus deinen Bildern kann nicht leider nicht entnehmen, bei welcher es sich um die Endloskette handelt....
Persönlich fahre ich aber schon seit langem die DID Ketten (erst an meiner Honda, später an meiner GS und inzwischen an meiner GSXR) weil mein Nietwerkzeug die ziemlich problemlos vernietet. Ich muss aber auch sagen, dass bei mir da ziemlich schnell die Dichtringe flöten gehen.... (kann aber auch an falscher Pflege liegen)

Fazit:
Es ist eine Glaubensfrage! Die Werkstatt wird aber vermutlich für die Montage einer Endloskette mehr verlangen als für die Montage einer Kette mit Schloss / zum Vernieten

Daher mein persönlicher Rat: nimm eine Kette zum Vernieten

Edit: das ging leicht an deiner Frage vorbei. Entschuldige bitte.

gsmattis 06.02.2017 12:35:45

Ich hatte auf der GS eine Kette mit Clipschloss, welches für Moppeds bis 500ccm empfohlen wird. Ich hatte da keine Probleme mit.

Bei meiner Bandit habe ich einen Regina Satz mit Endloskette genommen, aus dem einfachen Grund, weil dafür die Schwinge raus muss (nicht wegen dem Mädel, sondern endlos :grinser2: ) und ich so gleich alle Lager der Umlenkung und Schwinge saubermachen und neu fetten konnte. Das wird warscheinlich bei mehr als 95% der Motorräder vernachlässigt.

Ob Niet- oder Schraubschloss macht mittlerweile wohl keinen großen Unterschied mehr. Wenn sie (ich glaube Enuma bietet das an) das Schraubschloss nicht für gut befunden oder erfolgreich getestet hätten, wäre es woh nicht in Serie gegangen.

Eine Werkstatt baut dir natürlich auch eine Endloskette ein, dauert aber vermutlich ne halbe Stunde länger als eine offene Kette zu vernieten. Lager neu fetten will aber selten jemand bezahlen. Ist auch schnell ne Stunde weg.

Darfst du denn überhaupt eigene Teile mitbringen? Die Werkstätten verdienen ja auch am Teileverkauf.

eatthefish 06.02.2017 14:52:12

Danke für eure Infos!

Die "Werkstatt" ist ein Bekannter der bisserl mehr Erfahrung hat ;)

Daher wäre jetzt eine Endloskette nicht so schlimm denk ich mal.

Beim Regina Kettensatz handelt es sich um den: KETTENSATZ REGINA 520ORT2

Kann jemand aus der Beschreibung rauslesen ob das eine Endloskette ist oder nicht?

Campino 06.02.2017 14:56:20

"E" entspricht einer Endloskette
"C" entspricht einer offenen Kette mit Clipschloss
"N" entspricht einer offenen Kette mit Vollnietschloss


KETTENSATZ REGINA 520ORT2
GS500E 94-08 110/16/39 E

--> Endloskette

Im Zeifelsfall einfach bei Louis anrufen! Die sind recht hilfsbereit!

Gerade wenn es sich bei der "Werkstatt" um einen Bekannten handelt frag den doch mal was Ihm am liebsten wäre...
Evtl. hat der auch wenig Lust deine Schwinge auszubauen...(so würds mir gehen)
Aber hat ein gutes Kettennietwerkzeug (ich empfehle das von Kellermann) zur Hand.

DonArcturus 06.02.2017 16:27:19

Zitat:

Zitat von Campino (Beitrag 582954)
Evtl. hat der auch wenig Lust deine Schwinge auszubauen...(so würds mir gehen)

Wenn die sich überhaupt noch entfernen lässt.
Die kann sich manchmal sowas von festgammeln, dass ohne maschineller Hilfe gar nichts mehr geht. Dann ist aber schon sehr lange keine Pflege an der schwinge vorgenommen worden.

eatthefish 06.02.2017 16:28:43

Ah, das E da hinten wars, danke!

Kennt noch zufällig grad jemand bessere Angebote oder ist das bereits ein sehr vernünftiger Preis für den Kettensatz? :)

seife 06.02.2017 16:49:41

Nur ein Hinweis, ohne Wertung:

Regina 520 ORT-2 Zugfestigkeit 3440kg
DID 520 VX2 Zugfestigkeit 3720kg

Ich habe eine DID drauf (weiß aber nicht genau welche... :oops:) und in zweieinhalb Jahren knapp 14000km drauf gefahren, und noch nie den Durchhang nachstellen ("nachspannen") müssen.

Das heißt aber nicht, daß das mit einer anderen Kette anders wäre.
Ich habe auch die Kette bei ausgebautem Federbein so eingestellt, daß sie beim Einfedern nie spannt. Wenn man den im Handbuch empfohlenen Durchhang einstellt, dann sollte man das Hinterrad besser nicht ganz durchfedern ;)

gsmattis 06.02.2017 17:53:07

Die 280kg mehr Zugfestigkeit machen keinen großen Unterschied, eher, ob die Glieder vorgedehnt sind oder nicht.

fw2842 06.02.2017 18:58:36

Bei mir kommt nur noch Did vx2 x ring endlos rein vl. Ein bisschen übertrieben für die Gs , aber die Kette ist hammer.

gsmattis 06.02.2017 19:45:28

Das hört sich an, als hättest du schon 20 Sätze anderer Hersteller von neu bis Ende gefahren und für Schrott befunden.

fw2842 06.02.2017 19:50:08

Nö , aber wenn ich was gescheites gefunden hab bleib ich gern dabei.

Scirocco 06.02.2017 20:57:50

Ich hab von Enuma ein Schraubschloss. Die Enuma Ketten kosten zwar etwas mehr aber dafür ist die Montage sehr einfach :)

Ich hab nur positive Meinungen dazu finden können. Zwar auch sehr viele Skeptiker, aber keine negativen Meinungen von Leuten die die Kettenschlösser wirklich hatten :)

Bin aber auch erst ca 100-200 km damit gefahren... Meine SV steht mit neuem Reifen+ Kettensatz bereit für den Frühling :D

Campino 06.02.2017 21:19:41

Zitat:

Zitat von Campino (Beitrag 582947)
Da hast du in ein Nest gestoßen....

Hab ichs nicht gesagt?!

Knotenfrosch 08.02.2017 23:05:31

Louis hat gerade 30% auf die AFAM-Ketten (kennt die jemand?).

http://www.polo-motorrad.de/de/kette...110-16-57.html

Nachteil / Vorteil wäre, dass eine offene Kette geliefert wird.

gsmattis 09.02.2017 08:20:04

Die Kette hat eine Zugkraft von 33 bin 36kN, liegt also im Bereich der DID wenn ich mich nicht täusche. Die Frage ist, und das kann wohl keiner genau beantworten, wie haltbar Ritzel und Kettenblatt sind.

fw2842 09.02.2017 17:53:00

Mein Händler ist so billig wie ebay. Also egal was louis an Prozenten hat man muss nur wissen wo. Bei der gs hat die kette mit ritzel js 65euro gekostet did xv bla bla . Für die honda 600er ob 530 oder 525 grade mal 100. Und Did ist halt top da brauch man nicht drüber streiten.

Knotenfrosch 09.02.2017 18:23:30

Zitat:

Zitat von gsmattis (Beitrag 582997)
Die Kette hat eine Zugkraft von 33 bin 36kN, liegt also im Bereich der DID wenn ich mich nicht täusche. Die Frage ist, und das kann wohl keiner genau beantworten, wie haltbar Ritzel und Kettenblatt sind.

Wenn, dann ginge es mir persönlich eh nur um das Kettenblatt, da ich noch ein 15er Ritzel hier habe.

Ich frage mich eher: Will ich zum Nieten in ne Werkstatt? Oder nutze ich die Gelegenheit einer (Regina) Endloskette und fette mal alle Lager, die man sonst eh nie sieht?!

Scirocco 09.02.2017 18:43:37

Bei der GS gehts doch eig ganz gut die Schwinge auszubauen.
Bei meiner SV650 braucht man ein Spezialwerkzeug um die Schwingachse auszubauen und da hatte ich keine Lust drauf :D
Dachte mir entweder Spezialwerkzeug für Schwinge + Endloskette
oder Kette zum Nieten mit Nietwerkzeug und Schwinge drin lassen
oder teure Kette und kein Spezialwerkzeug und weniger Arbeit :D
Habe kein extra Werkzeug gekauft sondern einfach die teurere Kette...

Bei der GS hab ich die Schwinge ausgebaut und eine Endloskette besorgt...
Ich glaub dass man sowieso eigentlich nicht so viel falsch machen kann egal welche Kette man kauft... Solange es ein halbwegs namenhafter Hersteller ist mit XYZ Ring (...) sollte es OK sein. Zumindest bei einer GS500 und auch vielen anderen Motorrädern. Hängt natürlich auch etwas vom persönlichen Fahrer ab.

Da spielen so viele Faktoren eine Rolle wie lange eine Kette "hält".
Je nachdem
wieviel Leistung das Motorrad hat
und wie man diese nutzt,
wie oft man durch Regen/Schlamm fährt,
wie oft man die Kette putzt,
wie regelmäßig an die Kette fettet
usw usw.
Und natürlich wie lange man eine verschlissene Kette noch "ausreizen" will.(daher das "hält" oben in Anführungszeichen) Ich bin meine Kette auf der SV sehr lange gefahren bis mich einige angesprochen haben dass sie echt fertig aussieht :D Auch mit Nachspannen war da nichts mehr zu machen. Irgendwann hat ich dann Schiss da man sie ab und ab gehört hat und hab sie neu gemacht.(Kettensatz komplett natürlich) Der Satz war da ca 23 00 km alt (war der erste)

Ich pflege/putze meine Ketten gefühlt wenig, sprüh nur (etwas unregelmäßig) Kettenspray drauf und hab daher auch niedrige Erwartungen. :razz:
Gerade bei bei der GS was ja nun keine High Tech Maschine ist braucht man da nicht so eine Wirtschaft von machen finde ich.

Aber so denkt man halt erst wenn man was "größeres" besitzt. Dann denkt man sich wie simpel doch das "kleinere" Gefährt ist/war. So gings mir bisher immer :D Früher schon einen Kopf gemacht als es nur ums Mofa ging... Ich bastel heute immernoch an 50ccm Mofas/Mokicks aber bin da bei manchen Sachen einfach entspannter weil ich eben auch schon ganz andere Dinge an meinen "großen" Motorrädern gemacht habe :D

Campino 09.02.2017 22:55:59

Ich nehme mir mal die Freiheit und fasse die allgemein überwiegende Meinung zusammen:

Nimm ne anständige DID Kette... (zumindest lese ich diese Meinung aus dem Großteil der Kommentare raus)

Auch wenn für die GS mit sicherheit andere Ketten auch ihren Dienst gut tun sollte man im Kopf behalten, das es ausschließlich die Kette ist welche die Motorkraft aufs Rad überträgt und damit gilt da für mich die selbe Regel wie bei Helm, Schutzkleidung und Reifen! --> Hier sollte man nicht sparen

gsmattis 10.02.2017 12:10:52

Zitat:

Zitat von Scirocco (Beitrag 583009)
Bei der GS gehts doch eig ganz gut die Schwinge auszubauen.
Bei meiner SV650 braucht man ein Spezialwerkzeug um die Schwingachse auszubauen und da hatte ich keine Lust drauf :D
Dachte mir entweder Spezialwerkzeug für Schwinge + Endloskette
oder Kette zum Nieten mit Nietwerkzeug und Schwinge drin lassen
oder teure Kette und kein Spezialwerkzeug und weniger Arbeit :D
Habe kein extra Werkzeug gekauft sondern einfach die teurere Kette...

Dann musst du doch aber das ganze Mopped zum Kette Nieten in die Werkstatt bringen. Da kaufe oder baue ich mir aus ner alten Nuss die Spezialnuss und habe weniger Aufwand bei der ganzen Sache. Ich stehe den per Hand vernieteten Schlössern eh skeptisch gegenüber, egal wie viele derjenige schon vernietet hat oder wie idiotensicher das Werkzeug ist. Ein my zu fest und du hast von Anfang an ein steifes Glied in der Kette. Optimal ist das nicht. Daher Schwinge raus, Lager saubermachen und neu fetten und neue Kette drauf.

fw2842 10.02.2017 13:23:43

Zitat:

Zitat von gsmattis (Beitrag 583027)
Dann musst du doch aber das ganze Mopped zum Kette Nieten in die Werkstatt bringen. Da kaufe oder baue ich mir aus ner alten Nuss die Spezialnuss und habe weniger Aufwand bei der ganzen Sache. Ich stehe den per Hand vernieteten Schlössern eh skeptisch gegenüber, egal wie viele derjenige schon vernietet hat oder wie idiotensicher das Werkzeug ist. Ein my zu fest und du hast von Anfang an ein steifes Glied in der Kette. Optimal ist das nicht. Daher Schwinge raus, Lager saubermachen und neu fetten und neue Kette drauf.

Man kann sich auch einfacht ein Nietwerkzeug kaufen, daraus muss man jetzt keine Wissenschaft machen.

Campino 10.02.2017 14:36:06

Dann aber bitte ein anstädiges!

http://www.polo-motorrad.de/de/kette...FeEp0wodDM0KYA

Es hat seinen Grund warum das so teuer ist... (es Funktioniert und ist gut!)

Campino 10.02.2017 14:42:50

Zitat:

Zitat von gsmattis (Beitrag 583027)
Ein my zu fest und du hast von Anfang an ein steifes Glied in der Kette. Optimal ist das nicht.

Stimmt nicht ganz...
Wenn du das Schloss aufs Kettenglied aufpresst bestimmst du wie steif das Glied ist. Und nach dem Aufpressen hast du noch die Möglichkeit es wieder zu lockern und ein Stückchen zurück zu drücken.
Das Vernieten spreizt nur die Stifte auf und sorgt dafür, dass das Schloss nicht mehr runter kann...

https://youtu.be/QUa_uAUVW8w?t=240

Hier siehst du erst wie man das Schloss aufbringt und dann im Anschluss das Vernieten.
Nach dem Schloss aufbringen kannst du noch korrigieren und erst wenn das passt vernietest du die Kette!

gsmattis 10.02.2017 15:00:36

Ok, überzeugt. Aber trotzdem schadet es nicht, alle 5 Jahre, wenn der Kettensatz neu kommt, die ganzen Lager zu reinigen und neu zu fetten oder, bei dem ersten Kettensatz nach 20 oder mehr Jahren (was bei Laufleistungen von 20-25.000km nicht ungewöhnlich wäre) auszutauschen. Daher, solange erhältlich, nur Endkosketten.

Ede 22.03.2017 21:36:23

Did und Regina klingen top...
Jemand Erfahrung mit Yaban (Kettenschloss geklipst)?

Cardillac 24.04.2017 20:34:41

Standardketten
 
Clipschlösser würde ich nie wieder nehmen, nachdem mir zweimal der Clip weggeflogen ist. In beiden Fällen ist die Kette zusammen geblieben. Da hat man dann bei jeder Fahrt ein mulmiges Gefühl. Oben lese ich, dass sowas beim Rückwärtsschieben passieren kann. Jetzt ist eine vernietete drin.

Wenn es mal wieder soweit ist, will ich mal schauen, ob es für die GS auch noch Standardketten gibt, also solche ohne O- oder X-Dichtungsringe. Ich habe mit Standardketten nur gute Erfahrungen gemacht, denn

- sie laufen wesentlich leichter. Schubst man das Hinterrad an, läuft es ne ganze Zeit weiter.
- ich pinsel sie regelmäßig mit Getriebeöl ein. Einen teil davon schleudern sie ab und damit auch den ganzen Dreck. Sie sind dann immer sauber und sehr leichtgängig. Habe sie noch nie reinigen müssen. Felgen und Ständer fangen allerdings auch abgeschleudertes Öl ein
- sie halten mit Getriebeöl vergleichbar lange wie O-,X-Ring-Ketten und sind viel billiger. Eine Standardkette läuft bei mir schon seit 43000km und es ist noch kein Ende in Sicht.

Man spart sich auch das teure Kettenspray und wenn man will kann auch mit gebrauchtem Motoröl ölen. Das gibts für lau. Der entscheidende Grund für mich ist aber der leichte, widerstandsarme Lauf.


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