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Auf der Suche nach dem Druckpunkt...
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long story short:
-Bremszylinder überholt (Kolben, Dichtringe etc) -neue Stahlflex rein -Bremspumpe überholt -System entlüftet letztes Jahr neue Bremsscheibe rein, neue Beläge rein. all das hat keine Besserung gebracht, vorher kein sauberer Druckpunkt, nachher kein sauberer Druckpunkt.Zusätzlich knackt es im Bremszylinder, wenn man die Bremse drückt. Die Frage ist a) wo kommt dieses Knacken her und b)welche Teile können es denn überhaupt noch sein? Eine mögliche Erklärung wäre: da der eine Bremsbelag ungleich abgeschliffen ist hängt einer der Kolben fest. Dadurch wird die Bremsscheibe in die Zange genommen und "federt" jedes Mal den Kolben zurück. Aber eigentlich...waren die Kolben gut zurückzudrücken. Und es war auch nur der eine Belag einseitig abgeschliffen. Bei der hinteren Bremse habe ich ebenfalls alle Teile getauscht und da hat alles super geklappt. sauberer Druckpunkt, keine Probleme... Gibt´s von eurer Seite vielleicht noch Ideen, was da Probleme machen könte? ich bin ehrlich gesagt ziemlich ratlos. Video: https://vimeo.com/333601314 |
Bei ungleich abgenutzen Bremsbelägen ist fast immer die Lagerung des Schwimmsattels schwergängig.
Bewegt sich dein Radbremszylinder leicht seitwärts wenn Du bremst? Ja, tut er wohl wenn ich das richtig gesehen hab aufm Video. Und nach dem Verschmutzungszustand der Staubmanschetten, hast Du diesen Teil bei deiner Generalüberholung ausgelassen. Die Führungsbolzen des Schwimmsattels scheinen schon etwas ausgeschlagen zu, ich würde die mal auseinander ziehen , sauber machen und neu einfetten |
Es müssten eigentlich beide Beläge schräg abgenutzt sein.
Das ist oft ein Zeichen für verschlissene Führungsstifte / Löcher in denen die Führungsstifte gleiten. https://static.motorcyclespareparts....CE_26926_1.JPG hier die stifte am Teil 11 meine ich. Da hilft dann ein anderer Bremssattel, der das Problem noch nicht hat. |
Das stimmt, aber die Schräge an den Belägen ist schwerer auszumachen, verglichen mit dem Spiel an den Stiften...
Naja, und ich sag mal wenn die ein bisschen Spiel haben ist das nicht so sicherheitsrelevant, die Bremse geht ja trotzdem, und die Bremswirkung leidet auch nicht darunter. Aber spätestens wenn die Bremse aus diesem Grund nicht mehr richtig löst, weil ein zeimlich einsietiger Druck auf die Bremsscheibe kommt, sollte man die Sache angehen.... Ich würde mich allerdings gleich nach guten Bremssätteln umschauen, besonders, da ja sonst die Bremse komplett neu gemacht ist. dann ist erstmal Ruhe:) |
Zitat:
Alternativ dachte ich noch, ob wohl die Belagfeder etwas damit zu tun haben könnte :kopfkratz2: |
Hallo , mit Belagfedern meinst Du die Federn welche den Belag festhalten, in Position halten?
Die haben damit nichts zu tun. |
Also neuer Stand:
Ich habe die Stifte in Augenschein genommen (ja etwas verschlissen, aber noch okay) und gereinigt und gefettet wieder eingesetzt. Keine Besserung. Um den Fehler genau zu lokalisieren, habe ich anschliessend den Bremssattel im von der Scheibe abmontierten Zustand "vor die Wand" Pumpen lassen. Also Beläge reingelegt und noch ein Stück Metall um die Scheibe zu simulieren. Die Stifte waren also nicht dran. Ergebnis: Druckpunkt immernoch mies. Was man beobachten konnte: wenn man die Bremse löst, bewegen sich die Kolben wieder um die Strecke zurück, die sie sich beim Drücken der Bremse rausbewegt haben. Dabei sind die Kolben allerdings gängig, dicht und so weiter. Also auch wenn man die Kolben weiter rausdrückt bewegen sie sich relativ um den Punkt. Erste Idee: Kann da noch versteckt Luft im System sein? *grübel |
Die Kolben sollen sich genau so verhalten, wie du es beschreibst. Das ist also normal.
Es gibt verschiedene Systeme um eine Bremse zu entlüften. Man kann, wie üblich, unten an der Schraube entlüften. Dabei besteht nur das Problem, dass man die Luftblasen entgegen ihrem Bestreben nach oben zu steigen, nach unten pumpen muss. Meistens wird nur diese Methode beschrieben. Aber es geht auch anders. Man kann auch den umgekehrten Weg gehen und die Bremse von unten befüllen. Dabei muss man aber aufpassen, dass der Vorratsbehälter nicht überläuft. Dazu baut man sich einen Tank in Höhe des Ausgleichsbehälters und schließt diesen Tank mit einem Schlauch an die Entlüftungsschraube an. Danach füllt man den Tank mit ausreichend Bremsflüssigkeit, mindestens so viel, wie in das Bremssystem und den Schlauch passt, und öffnet die Entlüfterschraube. Die Bremsflüssigkeit läuft dann vom Tank nach unten durch die Entlüfterschraube in das Bremssystem. Dem Prinzip der kommunizierenden Röhren folgend, steigt im Bremssystem die Bremsflüssigkeit bis zu dem Pegel der im Tank herrscht. Die Luft kann sowohl auf der Tankseite wie auch im Bremssystem nach oben entweichen. Man muss nicht pumpen und schont so die Bremspumpe. Das geht auch mit einer großen Spritze, in die aber so viel Bremsflüssigkeit gehen muss, wie in die Bremsanlage geht. Dann kann man einfach durch die Entlüfterschraube die Bremsflüssigkeit mit leichtem Druck in die Bremsanlage drücken. Die Luft kann da auch nach oben weg. Man sollte aber auspassen, dass man mit der Spritze keine Luft in das Bremssystem drückt. Man kann auch die Bremse über Nacht offen stehen lassen, dann entlüftet sie sich von selbst. Einfach den Deckel und den Gummibalg entfernen. Das kann man auch unterstützen indem man den Bremssattel und die Leitungen hin und wieder leicht abklopft damit sich eventuell vorhandene Luftblasen lösen. Man sollte nur aufpassen, dass kein Schmutz in die Bremsanlage gerät. |
Na das klingt mal nach einer Idee. Dann werd ich mir mal so eine Konstruktion zusammenstellen.
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Hatte auch mal ein Problem mit einem Luftblässchen das einfach nicht raus wollte. Durch Zufall dann den Hebel schnippen lassen und ,, Blüb". Noch paar mal schnippen lassen und kamen noch zwei Blässchen. Es kann auch helfen den Hebel zu ziehen und fixieren, über Nacht so lassen. Hat mir bei der V-Max das Quentchen Mehr gebracht.
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@Jrider Luft im Bremssystem erklärt aber nicht die schräg abgenutzen Bremsbeläge.
Zum Bremsenentlüften könnte man auch den Ausgleichsbehälter mit einem leichten Unterdruck beaufschlagen. Dadurch würden die Luftbläschen größer und würden besser aufsteigen. Das ist das selbe Prinzip das auch zur Taucherkrankheit führt. Es ergibt sich nur die Schwierigkeit eine Vorrichtung zu bauen und den Unterdruck hinzubekommen. Eventuell ginge es mit einem aufgeschnittenen Luftballon, den man über den Ausgleichsbehälter stülpt und einer großen Einwegspritze deren Kolben man nach hinten zieht. Natürlich muss man alles luftdicht verbinden. |
Die schräg abgenutzten Beläge würde ich jetzt nicht überbewerten - sowas habe ich bei verschiedensten Maschinen schon gesehen. Die Aufhängung der Beläge in den Sätteln, sowie der Sattel selber hat ein gewisses Spiel. Zudem halten sich Beläge-Nachrüster nicht immer genau an die Maße. Da reichen schon ein paar Zehntel und die Beläge können sich verschieben. Ist an und für sich alles innerhalb der Toleranz und problemlos. Das Knacken kann durchaus auch davon kommen.
Druckpunkt: Das obige hat damit nichts zu tun. Da ist schlicht und einfach noch Luft im System. Ich hoffe, das beim Überholen der Bremspumpe auch die Lauffläche des Zylinders und sein Durchmesser überprüft wurde. |
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