Hallo i.doc!
Was möchtest du sagen?
Daß deine Vermutung(!), das Öl in der GS werde unter Umständen heißer als in jedem beliebigen wassergekühlten Motor ein Beleg für die Untauglichkeit von Autoöl in Motorrädern generell sei? Daß etwas also schon deshalb besser ist, bloß weil du das für angebracht hälst?
Nicht wirklich, oder?
O.k., weiter unten in deinem Beitrag wünschst du dir ...
Zitat:
|
Zitat von i.doc
...den Einsatz eines Motoröls, das in derart hohen Temperaturbereichen immernoch eine ausreichende Schmierung aufweist und nicht aufgrund der zu niedrigen Viskosität einen Abriss des Schmierfilm verursacht. Beispiel: 10W30 vs. 10W60
|
Das trifft doch mal den Punkt! Du stellst eine konkrete Anforderung an dein Öl (so hab ich jedenfalls dein Beispiel mit VI SAE 10W 60 verstanden) und kannst es danach beim Kauf gezielt auswählen, der VI steht ja als so ziemlich einzige technische Angabe auf der Verpackung.
Das ist aber neben der Klassifikation auch das Einzige, wonach du verschiedene Öle sinnvoll vergleichen kannst (und hat im Übrigen mit der Einteilung Motorrad- vs. Autoöl erstmal noch gar nichts zu tun) Über alle anderen Eigenschaften findest du eben keine konkreten Angaben, und kannst doch eigentlich nur hoffen, daß es beim Motorradöl schon passen wird.
Nur so als Beispiel: irgendwo weiter oben im Thread war die Rede von 10W40 Moppedöl vom Polo. Du weißt sicher, daß es Autoöle gibt in 10W60. Welches ist besser für deine GS beim Autobahnbrennen im Sommer? Das vom Polo, weil's ein "Motorradöl" ist? Das Autoöl, weil's 10W60 ist? (Jetzt sag' aber bitte nicht, daß sich die Frage für dich nicht stellt, weil du sowas
nie tun würdest!)
Wenn dir das Beispiel zu extrem ist (das Autoöl oben ist wahrscheinlich dreimal so teuer wie das Moppedöl) und ich dich damit nicht zu sehr langweile, unsere XT500 läuft seit über 100.000km prima mit Autoöl. Da kommt sommers normalerweise 20W50er rein, aus Italien hab ich mir vor Jahren mal billigst einen 20l Kanister SAE 20W 60 teilsynthetisches "Motoröl" (also nicht speziell für Motorräder) mitgebracht, das war auch gut. Nachdem das alles prima funktioniert hat, warum sollte ich da'n 15W40 reintun, bloß weil's laut Packungsaufdruck besonders für Motorräder mit Ölbadkupplung und vom Motoröl geschmierten Getriebe geeignet ist? Offensichtlich ist das mein Autoöl doch auch!
Woraus schließen eigentlich die "Autoöl-Gegner", daß dieses nicht zur Verwendung in Motorrädern geeignet sei? Steht das irgendwo? Nein, tut es nicht, darauf wird nur indirekt (aus der Existenz von Motorradölen) geschlossen. Daß andere gegenteilige Erfahrungen gemacht haben, interessiert dabei wenig...
Und damit du mich nicht für völlig verbohrt hälst (tust du wahrscheinlich sowieso):
Ich bin sofort bereit, meine Meinung zu ändern, wenn du mir Meßwerte, die einen signifikanten Vorteil beim Motorradöl belegen, nennen kannst.
Gruß
Sven