Also das war schon ernst gemeint... geht natürlich nicht bei einem
x-beliebigen Mopedfederbein, aber es gibt im Rennsport sehr wohl
Schraubenfedern mit einstellbarer Federrate.
Ganz kurz zur Erklärung: Federhärte ist umgekehrt proportional zur
Anzahl der federnden Windungen, und durch Variation dieser Anzahl
kann man dann die Härte der Feder verstellen.
Solche Federn sind einseitig "einfach abgeschnitten", also die Windung ist
auf einer Seite nicht angelegt. Der zugehörige "Federteller" ist ein
dickwandiges Alurohr, das über den Dämpferzylinder geschoben wird. Der
Außendurchmesser dieses Rohres entspricht dem Windungsdurchmesser
der Feder und es ist dort eine Wendelnut eingefräst. Querschnitt und
Steigung der Nut entsprechen dem Federdraht, so daß man die Feder auf
das Rohr "aufschrauben" kann(bzw. das Rohr in die Feder hinein).
Dadurch läßt sich die Zahl der außerhalb des Rohres befindlichen freien
Windungen und somit auch die Federhärte einstellen.
Natürlich muß wenn die Federrate verändert wird jedesmal auch die
Vorspannung neu eingestellt werden, weil sich ja die Länge des Pakets
"Feder + Einstellrohr" dabei ändert. Das geht ganz wie gewohnt mittels
Feingewinde auf dem Dämpferzylinder und gekonterten Nutmuttern.
Die Sicherung der Feder in der Nut ist jetzt ohne Zeichnung blöd zu
erklären, das Einstellrohr ist dickwandig genug, um entlang der Nut
alle soundsoviel Grad eine kleine radiale Gewindebohrung zu vertragen.
Dort wird eine Inbusschraube ca. M6 eingeschraubt, ihr Kopf spurt in eine
kleine Aussparung im Federdraht ein und sichert so die Feder
formschlüssig.
Hoffe, das war wenigstens in groben Zügen verständlich.
Daß es die absolute Ausnahme darstellt ist mir übrigens klar!
Gruß
Sven
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