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Alt 05.10.2007, 09:41:34   #58
Jenso
Stammtisch Rhein - Ruhr
 
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@cba: Jaja, so ist sie, die subjektive Wahrnehmung. Wenn Dir bei dem Manöver nicht wohl ist, lass es lieber. Zumal wir beim Sicherheitstraining wesentlich intensiver drauf vorbereiten können als jetzt hier.

Zitat:
Zitat von Saugwurmmensch
Ab wievielen Metern stehenden Hinterrades sollte man wegen dem Bremsplatten den Reifen tauschen?
Bei mir waren es damals ca. 85 km/h. Bis auf ein neues Hinterrad musste ich aber nichts weiter erneuern. Die Autos vor mir schon eher, aber das regeln ja oft die Versicherungen...

@BW: Was die Kreiselkräfte damit zu tun haben: Wenn Du mit geringer Geschwindigkeit (<15 km/h) das Hinterrad blockierst, passiert nix. Wenn Du die Geschwindigkeit um sagen wir mal das Doppelte erhöhst, wird mehr passieren. Weil die Kreiselkräfte am Hinterrad mit der Geschwindigkeit höher geworden sind.

Ich hab ferner beim MotoGP auch noch keinen das Hinterrad blockieren sehen. Wahrscheinlich deswegen, weil die Jungs und Mädels dort schlicht und ergreifend ihre Bremsen kennen - im Gegensatz zu uns Straßenfahrern.

@gplchris: Bremsen nach bestem Wissen und Gewissen lasse ich ja auch durchgehen. Nur wenn einer weiß, dass er suboptimal bremst, sollte er doch allein schon für seine persönliche Sicherheit etwas dafür tun.

Ich persönlich finde die vermeintlich "bessere" Variante des nicht blockierten Hinterrades nicht so toll. Wie schon geschrieben, gibt es sicherlich Situationen, wo es auch zutrifft. Deswegen habe ich es ja im Vorfeld eingegrenzt, wo ich mit blockiertem Hinterrad der Einfachheit halber bremsen würde.

Täte ich es nicht, wäre bei mir immer der Zweifel, ob aus der Hinterradbremse noch ein paar Meter mehr rauszuholen gewesen wären. So weiß ich, dass es bremst und widme mich der Vorderradbremse. Reflexe sind manchmal kacke. Ein Reflex kann sein, die Arme schützend vors Gesicht zu halten. Ein Reflex kann sein, zu verkrampfen. Ein Reflex kann sein, stocksteif zu werden. Nicht gut, wenn man gerade auf dem Mopped sitzt.

Für den Menschen ist es allein schon nicht natürlich, auf dem Mopped zu sitzen und schneller zu fahren als er jemals drauf reagieren könnte. Da muss einfach trainiert werden, und zwar die richtigen Bewegungsbläufe, gegen rudimentäre Schreck-Reflexe.

Nach dem Besuch eines Sicherheitstrainings biste noch lange nicht perfekt, aber Du bist auf einem guten Weg, ein besserer Moppedfahrer zu werden. Wenn Du das Geübte weiter verfolgst und Dich nicht im Sessel zurücklehnst. "Übung macht den Meister" ist hier mal wieder anwendbar. Auf der Straße geht das Üben weiter. Wobei Bremsen da nur eine von vielen Dingen ist. Aber auch beim Fahren kann man weiter an seinen Bewegungsabläufen feilen. Bis zum nächsten Training.

Sicherheitstrainings haben andererseits für viele Moppedfahrer den Charakter eines Sturz- oder Moppedwegschmeisstrainings. Kann ich nich für. Wer sowas behauptet, hat zuviel stille Post gespielt. Eigentlich ist der Sinn klar. Jeder Anbieter hat seinen Stempel, somit wir auch unseren.

Wir könnten uns jetzt im Chat verabreden oder auch das Wochenende damit durchdiskutieren, wie ein Training sein soll oder auch nicht, mit Erwartungshaltungen, deren Erfüllungen, Worst-Case-Szenarien mit Super-DAU-Teilnehmern usw. Aber hilft das hier weiter?

Fakt ist, dass extreme, sturzgefährlichere Situationen der Gesundheit des Teilnehmers zuliebe nicht geübt werden. Man weiß ja auch nicht, wie er beim Sturz reagieren würde. Klammern? Loslassen? Abrollen? Stocksteif sein?

Ein Sicherheitstraining macht meiner Meinung nach immer Sinn. Ob es nun ums Grundsätzliche geht oder ums Verfeinern von Bewegungsabläufen oder darum den Moppedfahrer einfach mal auf verschiedene Themen einfach mal zum Grübeln zu animieren. Dass er mal übern Tellerrand rausschaut.
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In Übereinstimmung mit der Prophezeihung sagt Jenso mit sein Hondamon...
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