Naja, die neue trockene Leitung braucht schon viel Zuspruch, bis man die Luft los ist.
Aber das ist nur eine Frage der Geduld/Ausdauer.
von unten befüllen...davon hab ich noch nie gehört...wenn das praktikabel und gut wäre, würde das alle so machen.
Besser keine Experimente an der Bremsanlage

Die herkömmliche Methode ist wirklich nicht kompliziert oder aufwändig.
Einfach neben die GS hocken/auf nen Hocker setzen, einen passenden Ringschlüssel auf´s Ventil am Bremssattel stecken, Plasteschlauch drauf, Vorratsbehälter auf (die Kleinteile wie Dichtung und Co herausnehmen nicht vergessen) und los geht´s.
Du ziehst den Bremshebel (linke Hand) und öffnest mit ner halben Umdrehung das Ventil (rechte Hand). Der Bremshebel gibt nach und Flüssigkeit/Bläschen fließen gut sichtbar durch den Schlauch (zu Beginn passiert da erstmal nicht viel, weil die viele Luft wenig Druck aufbaut, also zu Beginn ein paar mal Pumpen (nicht zu hastig, sonst gibt´s zu viel Schaum, der die Prozedur unnötig hinauszögert)).
Jetzt das Ventil wieder zu (nicht zu fest sonst machst du´s dir nur unnötig schwer), Bremshebel loslassen und wieder von vorn.
Ziehen, öffnen, schließen, loslassen,...
Dabei alle paar Mal den Bremsflüssigkeitsstand im Behälter checken. Der darf nicht leer werden, sonst musste die reingepumpte Luft den gaaanzen Weg durch´s System schicken.
Also lieber immer in kleinen Schüben und dann einen Schluck nachfüllen.
Aber vorsicht: die Bremsflüssigkeit ist ziemlich aggressiv. Die mag weder Lack noch Haut.
Ein Tipp um den Anfang nicht so langwierig zu gestalten:
besorg dir in der Apotheke die größte Einwegspritze die sie haben (mindestens 20ml) und verbinde die möglichst dicht mit dem Ventil am Bremssattel.
Wenn du das jetzt öffnest kannst du mit der Spritze schon sehr viel Luft heraussaugen.
Und: ruhig ab und an die neue Leitung und den Sattel abklopfen um evtl. festsitzende Luftblasen zu lösen.