Re: schlechte Gasannahme, keine Kraft
Hallo,
Nochmal von Anfang an: Vor einiger Zeit habe ich meinen Motor neu abgedichtet, inklusive Kopf- und Fußdichtung, Ventilschaftringe erneuern lassen und dabei gleich Ventile neu einschleifen.
Anschließend hatte ich ja dieses Zischen beim Durchdrehen des Motor per Hand, sprich die Ventile waren undicht.
Daraufhin habe ich den Kopf erneut zum Händler geschafft um das Prüfen zu lassen, sie kamen jedoch zu dem Schluss das die Ventile dicht sind.
Also habe ich ihn wieder mit genommen und erneut alles montiert und dabei alles exakt nach dem Service Manual bzw. dem blauen Buch gemacht, sprich:
- Steuerzeiten eingestellt (RT-Marke auf linken unteren Geber gestellt, Markierung 1 nach vorn fluchtend mit der Dichtfläche, Markierung 2 nach oben, Markierung 3 auf der Einlassnockenwelle zeigt auf den 18. Stift der Steuerkette gezählt von Markierung 2)
- Ventilspiel eingestellt (wiederum RT-Marke auf linken unteren Geber und damit Spiel des rechten Zylinders und des linken Einlassventils eingestellt, dann um 360° gedreht so das die Nuten voneinander weg zeigen und damit das Spiel des linken Auslassventils eingestellt)
Ich hab dabei verschiedenste Shims probiert, jedoch alle mit mehr oder weniger den gleichen Effekten, wie später noch beschrieben wird.
Nach der Montage jedoch wieder der gleiche Effekt, es zischt durch die Ventile. Das komische daran: bei einer Prüfung des demontierten Kopfes (mit Nockenwellen) und Spiritus hielten diese dicht?! Eigentlich sollten sie dann ja im eingebauten Zustand, wo zudem noch der Überdruck im Zylinder das Ventil zusätzlich zu drückt, erst recht abdichten.
Jetzt will ich mal zu den Symptomen kommen, die sie beim laufenden Motor erzeugt:
- (manchmal) hervorragendes Startverhalten
- starkes Qualmen aus dem Auspuff, sobald sie warm wird
- keine Leistung im unteren Drehzahlbereich (<4000 U/min)
- meist sehr schlechte Gasannahme, man kann nur sehr langsam und vorsichtig Gas geben, sonst geht sie sofort aus.
- Kerzenbild eher hell (jedoch schlecht zu beurteilen da sie kaum gelaufen ist)
- Abziehen eines Kerzensteckers (egal welchen) bewirkt sofortiges Absterben
- schlägt auf dem Linken Zylinder in den Vergaser zurück (regelmäßig)
- gelegentliche Fehlzündungen im rechten Vergaser
Die Vergaser wurden mehrfach überprüft, Nadeln, Schwimmer, Membrane etc sehen gut aus.
Synchronisieren der Vergaser (notdürftig mit Eigenbau-Synchrontester) verschaffte etwas Besserung bei der Gasannahme, das war jedoch auch nur von kurzer Dauer.
Die Kerzen sind neu, funken und weisen den richtigen Elektrodenabstand auf.
Nebenluft kann ich denke ich auch ausschließen, die O-Ringe an den Vergaserflanschen wurden auch erneuert.
Hoffe ihr könnt mir vielleicht noch einen Tipp geben, was ich ändern kann?!
MfG der Verzweifelte
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