An einem Motorrad sind aus gutem Grund zwei voneinander unabhängige Bremsen vorgeschrieben. Alleine schon, dass man wenigstens noch etwas Bremsen kann, wenn eine ausfällt.
An allen Motorfahrzeugen und Fahrrädern sind zwei unabhängig voneinander aufgebaute Bremsanlagen (Zweikreisbremsanlagen) vorgeschrieben. Beim Auto meistens rechtes Vorderrad, linkes Hinterrad und linkes Vorderrad, rechtes Hinterrad jeweils zu einem Bremskreis aufgebaut. Falls in einer Leitung eine Leckage auftritt, funktioniert der 2. Kreis weiter. Durch die Verteilung auf die beiden Seiten kann man wenigstens annähernd noch die Spur halten und hat auch noch die Bremskraft eines Vorderrades.
Wegen der dynamischen Achlastverlagerung ist die Verteilung der Bremskräfte auf Vorder- und Hinterrad unterschiedlich. Wieviel % ist auch davon abhängig, wie schnell man ist und wie stark man bremst. Wenns Hinterrad in der Luft ist, ist dort die Bremskaft 0. Wenn man einfach nur rollt, düfte es fast ausgeglichen sein, vll. 60/40 oder 70/30 ist aber auch egal.
Im Fall der Fälle hat man nichts zu verschenken, schon gar keinen Bremsweg.
Deshalb sollte man tatsächlich vorne und hinten bremsen. Muss ich mir auch wieder angewöhnen.
Es gibt sogar Motorräder mit Integralbremsanlagen z.B. von Moto Guzzi oder Honda.
Wens interessiert:
http://www.motorradonline.de/lexikon/sc ... e.4506.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Honda_CBS
Die kommen dem Optimum schon sehr nahe.
Trotzdem oder gerade weil es beim Bremsen viel auf die Gewohnheiten ankommt, muss das jeder für sich selber entscheiden und das so machen, wie er am besten damit zu recht kommt.