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Alt 10.07.2008, 17:30:13   #1
gplchris
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Standard kurzer Bericht freies Fahren Nordschleife

Hallo allerseits.

Gestern war auf der Nordschleife freies Fahren vom Verein aus. Nur mit Anmeldung, Autos und Mopeds getrennt, wer will konnte in verschieden schnellen Gruppen mitfahren.

Meine dürfte so die ziemlich einzigste GS 500 gewesen sein. Die nächst schwächeren Fahrzeuge waren eine Sevenfifty und eine Monster 900M. Ansonsten waren da nur =>98 PS mopeds. Die meisten verkleidet (ok, dazu zählt auch eine FZ 6 Fazer)

Die Strecke ist im Vergleich zu einer Landstraße sehr breit. Die Curbs sind sauhoch. Der Belag ist gut. Die Kurven sind nur blind, wenn man allein fährt. Ansonsten sieht man zwar nicht die Kurve aber den Fahrer vor einem. Und das reicht ja oft.

Es gab Freifahrer, schnelle, mittlere und langsame Gruppen.

Bin also in der Gruppe "Neulinge" mitgefahren. Tempo max. 180 km/h (an der Fuchsröhre), der Instruktor bremste nur mit der (doch recht starken) Motorbremse. Ich habe jeweils beim rausbeschleunigen richtig Meter verloren, weil ein Firebladefahrer vor mir die Kurven nicht mochte und dadurch den Schwung genommen hat. Das hatte dann zur Folge, dass er auf der Geraden weggefahren ist und ich manchmal sehr befreit durch die dann folgenden Kurven brettern konnte. Aber alles im Rahmen. Einer von den Freifahrern ist in eine Leitplanke eingeschlagen und der Spaß war nach 2 Runden vorbei. Erstmal 2 Stunden Pause mit dem ganzen offziellen Unfallprogramm.

In Turn 2 war das Tempo etwas schärfer. Ich habe mit Absicht auf bestimmten Geraden nicht Vollgas gegeben und hatte dafür sehr viel Spaß in den Kurven beim ranfahren. Für die hinter mir war es auch kein Problem, da sie in den Kurven nicht geparkt haben und es auch genug Geraden gab. Die haben sich hinterher nur erstaunt gezeigt, dass man mit einer GS so schnell durch die Kurven kommt.

Für den dritten Turn habe ich mich gleich hinter dem Instruktor eingeordnet. Naja. Er hat sich schon in der Pause über so ein Mini-Motorrad gefreut und ist dann eine Runde mal flüssig schnell gefahren. Dann habe ich die GS auch eine Runde mal konsequent ausgedreht (BSM-Krümmer ist jetzt eine Stück weit lila). Also die R 6 ist drangeblieben (ziemlich locker), die anderen nichtmehr.....(da stand wohl eine Fireblade im Weg).
Die letzte halbe Runde des Turns war dann im Regen. Wegen warmer Reifen ging das.

Insgesamt zur GS nach 200 km Nordschleife: Was für ein Spaß. Bei dem Tempo, war die Fahrwerksunruhe der GS noch nicht so tragisch, obwohl sie schon manchmal ganz schön gepumpt und gezittert hat. Mit 20 PS mehr, wäre meine GS lebensgefährlich wie eine alte Goldwing. Die miese Seriengabel ist wegen zarten Anbremsens und doch recht ebenen Belags auch nicht störend. Die Leistung reicht für die Neulinge-Gruppe locker und sollte wirklich nicht höher sein. Mit Ausdrehen des Motors gab es manchmal ein kleines Loch nach vorne, mit zu hohem Gang ein größeres. Verbrauch so 6 l, weil ich eben nur eine Runde mal richtig gedreht habe.

Eine GS sticht zwischen über 100 starken Motorrädern ziemlich heraus. Also wer auf dicke Hose machen will: GS fahren und für erstaunte Gesichter sorgen. Dabei ist es wahrscheinlich sehr viel einfacher damit sauber zu fahren als mit einem Supersportler.
Mit einer schnelleren Maschine fährt man in der mittleren Gruppe vielleicht mal auf der Geraden schnell, aber ob man in den Kurven dann mehr Spaß hat? Gefahr: übermotorisiert für das Fahrkönnen.

Nordschleife: Das Ab und Auf und Ab der Fuchsröhre ist mit 180 schon geil. Offens freies Fahren für jedermann will ich nicht machen. Das Fahren vom Verein ist gut organisiert und die Einteilung ist gelungen. Beim richtig freien Fahren würde ich mich auch nicht trauen.

Was sonst noch: Einer aus der Gruppe hatte eine BWM K 1200 für 19.000 €. Er hat nur geschimpft. Motorschaden (laut ihm kein Einzelfall) bei 18 tkm, Konstantfahrruckeln, dies und das....BMW hat wohl einfach eine wohlgesonne Presse.

PS: Meine alte Schwimmernadel habe ich behelfsmäßig wieder reingemacht, da die neue noch nicht da ist. Ich habe versucht sie so reinzusetzen, dass die glatte Seite der Nadel an der kritischen Stelle ist, wo sie verkanten kann. Bis jetzt funktioniert das Provisorium.
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