Ich habe mir neulich für sehr kleines Geld ne alte Originalanlage zum "Pottabsägen und neu bestücken" geholt. Die sah ganz schön "befallen" aus (schlimmer als die meisten üblen Anlagen auf den Fotos hier im Forum). Hab mächtig geschliffen, bis das Schleifpapier alle war
Dann habe ich die gute alte Stahlwolle rausgeholt. Und festgestellt, dass man mit dem Zeug den vermeintlich ach-so-schlimmen Rost fantastisch wegbekommt, ohne dass der Lack leidet. Im Gegenteil: der stumpfe graue Lack wird wieder schwarz. Genauso schwarz, wie ich mich jetzt ärgere - weil ich die Krümmer mit dem groben Schleifpapier schon zur Hälfte blank geschrubbt hatte.
Meine (zugegeben ketzerischen) Thesen:
1.) Das was die meisten hier als "böse vergammelt" ansehen, sind in Wahrheit nur ganz kleine Rostpickelchen mit viel "Drumherum". Wenn man den "Krater" wegpoliert, bleiben nur kleine, kaum sichtbare Macken.
2.) Es ist
viel mehr guter Lack am Krümmer als man glaubt.
2.) Bis auf's nackte Blech schleifen ist Schwachsinn, weil jeder nachträglich aufgebrachte Lack darauf nie so gut haften kann wie der Originale vom Werk. Und wenn schon neu lackieren, dann mit maximal viel Originallack darunter.
3.) Wer nur bei schönem Wetter fährt, braucht keine Komplettkonservierung (sprich Neulack). Einfach gelegentlich mal Rost vorsichtig mit Stahlwolle wegputzen, etwas Öl drauf...
Leider hab ich mir beim Zerreißen der Stahlwolle bös' in den Finger geschnitten und musste mit dem Entrosten erstmal aufhören. Ich werde das aber weiter verfolgen...
Falls jemand von Euch vorhat, eh seine Anlage abzuschleifen: Probiert's doch erstmal "sanft". Würde mich interessieren, ob ich mit meiner Meinung allein dastehe.