ahoi.
irgendwie bin ich da mit dem chemie-zeugs noch nicht ganz einverstanden.
kurze zusammenfassung, was ich noch im hirn hab über polymere:
- et gibt die duroplasten, die (wie du schon geschrieben hast) stark untereinander verketten sind, sodass sie eine sehr feste struktur bilden (duro = hart)
- et gibt die thermoplasten, die von ihren molekülketten her eisenspähnen im magnetfeld ähneln (oder wie nen schichtsalat, ums mal nicht so wissenschaftlich zu betrachten). thermoplasten sind gegenüber duroplasten recht weich.
- da gabs son mittelding zwischen thermo und duro. das war dann son flummi-plastik (hier ja nicht weiter von relevanz) edit: ok, et sind die elastomere
jedes polymer hat einen temperaturbereich, wo die molekülketten sich voneinander lösen können --> der schmelzpunkt (oder besser das schmelzintervall, da nicht alle ketten gleich lang sind usw)
Hier können plaste dauerhaft umgeformt werden
jedes polymer hat einen temperaturbereich, ab dem sich die molekülketten aufspalten. --> zerfall / zersetzungstemperatur
wenn die temperatur erreicht ist, is über kurz oder lang die plaste "matsche" (versetzt, verbrannt, whatever)
vorteil von den thermoplasten: ihr schmelzintervall is eindeutig kälter als ihr zersetzungsintervall.
bei duroplasten überlappen sich diese bereiche fast vollständig --> wenns geschmolzen is, isses auch gleichzeitig inne fritten
um nu zum eigentlichen punkt zu kommen: das schmelzintervall bzw zersetzungsintervall einer plaste is abhängig von den bindungen der atome untereinander.
nun schmeissen wir aus den kochbuch der orbitale und sp-x hybritisierungen die stichwörter pi- / sigma-bindungen der kohlenstoffe in den topf (um die freggels, die hier immer fleissig mitlesen, dann bei wiki fix zwei schlaue wörter nachschlagen und den konsenz hier posten, um auf dicke hose zu machen gänzlich zu verwirren) und siehe da:
wärend bei der erstehung von duroplasten pi-bindungen aufgelöst werden, um mehr als zwei bindungsglieder je molekülkette bereit zu stellen, bleiben (sofern vorhanden) diese bindungen bei thermoplasten erhalten. ein "aufbrechen" dieser bindungen durch energiezufuhr is also mindestens so hoch, wie bei duroplasten ---> zerfallsintervall sollte ähnlich hoch sein
"anfälliger" im sinne von chemisch reaktiv wären demnach also duroplasten (davon ausgehend, dass es thermo- und duroplasten gibt, die ihre molekülketten aus einem identischen pool an atomen zusammen bauen)
wie es mit dem schmelzintervall aussieht und dass jenes wie oben geschrieben ja deutlich unter dem des zerfallsintervall bei thermoplasten liegt, verschwig ich nu einfach. also so gesehen isses schon klar, dass man da am bremssattel keine thermoplasten hinkloppen sollte, da die sich schon irgendwann verflüssigen und alles vollsauen
gruß
chris
__________________
www.idoc4president.de
Hubraum wird in m³ gemessen.
Da einige Menschen die Sprachen "Ironie", "Sarkasmus" & "Zynismus" nicht verstehen: Spätestens, wenn ich mit "Dr.i.nett" unterschreibe, ist mein Beitrag voller Humbuck!
|