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Alt 18.12.2009, 06:21:50   #11
berndy
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So weiter gehts mit Klugscheißern.

Grundsätzlich nimmt der Druck im unteren Atmosphärenbereich, in dem wir leben, relativ linear alle 8 Meter um 1 mBar (hPa) ab, das nennt man barometrische Höhenstufe. Mit zunehmender Höhe nimmt das aber zu, so beträgt diese barometrische Höhenstufe in 5500 m Höhe bereits 16 m.

Die Siedetemperatur nimmt etwa alle 300 m um 1 °C ab. Bei 300 m Höhendifferenz hat man eine Druckdifferenz von ca. 37,5 mBar (300 / . In größeren Höhen natürlich bei anderen Höhenstufen, siehe oben.

Es macht also relativ wenig aus.

Auf der Zugspitze sprudelt das Wasser bereits bei 90 °C.

Aber wer fährt mit der GS schon auf die Zugspitze.

Der Einfluss von Mineralien im Wasser ist noch geringer. Gelöste Mineralien erhöhen die Siedetemperatur wieder geringfügig. Eine gesättigte Salzlösung (da sind immerhin 356 g Kochsalz je Liter gelöst) erhöht die Siedetemperatur gerade mal um 8 ° auf 108 °C. Wenn also 3 g Salz im Wasser gelöst wären, würde sich, wenn ich richtig gerechnet habe, die Siedetemperatur dadurch nur um 0,067 ° erhöhen.

Je nach Wetterlage (Tief- oder Hochdruck) differiert die Siedetemperatur ohnehin um 2-3 °C.

Da ich etwa 100 m über NN wohne, beträgt bei mir der Luftdruck (ohne Wettereinfluss) ziemlich genau 1000 mBar bzw. hPa (1013 hPa - 12,5 hPa). Bei mir siedet reines Wasser also schon bei 99,66667 °C.

Übrigens siedet Wasser im Vakuum bereits bei 40 °C, falls es jemanden interessiert, wie es denn auf dem Mond so wäre.

Es macht also kaum was aus. Mein Einwand oben war ja auch deswegen nicht ernst gemeint.
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