Zitat:
Zitat von J.C
"...und fette sie sehr häufig"
Damit wollte ich sagen das ich das sie sehr oft(kleine Intervalle) fette.
Ist die Lebensdauer vlt auch Markenabhängig?Also ich hab eine O-Ring Kette,
Hersteller--->keine Ahnung, hat der Mopedhändler bestellt und ich hab nicht gekuckt was es für eine ist.
Kann ein nicht fluchtendes Hinterrad die Kette eher dahinraffen?Ich messe beim Einstellen immer die Länge der Gewindebolzen.
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Auch häufiges Fetten nutzt nicht viel, wenn mans nicht richtig macht.
Man sollte sich mal den Aufbau einer Kette vor Augen führen und dann fragen, wo nutzt denn das Fett was. Am wenigsten nutzt es außen auf der Kette, da passt aber auch das meiste drauf.
Manchmal hört man, dass sich das Fett von alleine auf der Kette verteilen würde, wenn man es außen aufsprüht. Das stimmt aber nur zu einem kleinen Teil. Das meiste verteilt sich auf der Felge weil es durch die Fliehkraft nach außen abgeschleutert wird.
Am meisten wird das Fett zwischen den Rollen und Bolzen benötigt, bei intakten O-Ringen sollte die Dauerfettfüllung da aber von alleine bleiben. Sind die O-Ringe porös oder rissig (bei alten oder falsch behandelten Ketten) verschwindet das Fett da sehr schnell. Das bedingt, dass der Verschleiß auch sehr schnell zu nimmt.
Zwischen Rollen und Zahnrädern wird auch Fett benötigt. Wenn man es also gleich auf die den Zähnen zugewandte Seite der Kette sprüht, hat man am meisten davon. Nach außen verteilt es sich dann von alleine.
Als Anhaltspunkt soll dienen: wenn die Rollen matt-grau sind, soll noch genügend Fett vorhanden sein, wenn die Rollen metallisch glänzen, ist es höchste Zeit zum Nachfetten.
Die Lebensdauer der Kette ist sehr wohl abhängig von ihrer Qualität. Nicht jeder Kettenhersteller verwendet die Materialien in guter Qualität. Es kommt da hauptsächlich auf die Zugfestigkeit der Laschen und die Verschleißfestigkeit der Bolzen/Rollen und der O-Ringe drauf an. Welche Ringe (O-X-Z oder was auch immer) besser sind, ist oft eine Glaubensfrage. X- und Z-Ringe haben etwas höhere Verschleißreserven, sagt man. Gute Ketten sind leider auch etwas teurer. Hier gilt, wie so oft: If you buy cheap, you buy twice. Man sollte preiswert kaufen, also Qualität zu einem angemessenen/günstigen Preis, nicht überteuert.
Eine schräg laufende Kette verschleißt auch sehr viel schneller als eine gerade laufende. Deshalb sollte man ja auch die Kettenflucht möglichst genau einstellen. Eine sauber eingestellte Kettenflucht führt meistens zu einerm sauber eingestellten Hinterrad (und umgekehrt), was sich bei den Fahreigenschaften auch positiv bemerkbar macht.
Leider sind die Markierungen an den Ketteneinstellern so ungenau, dass man sich nicht darauf verlassen sollte. Wie weit die Schrauben der Einsteller herausschauen ist auch davon abhängig, wie genau die Schwinge gefertigt ist. Wenn eine Seite nur wenige Zehntel Millimeter von der anderen differiert, steht sie Achse schon ziemlich schräg. Es gibt aber auch andere und bessere Methoden das richtig einzustellen (Messlatte oder Kettenfluchtprüfer...). Ist halt etwas mehr Aufwand, der sich aber bezahlt macht.