Als nächstes ging es daran die linke Verkleidung zu flicken, da das vordere Ende abgebrochen war.
Dazu habe ich auf eine Anleitung aus einer Modellbauzeitschrift zurückgegriffen. Dort wurde anschaulich erklärt, wie recht einfach eine Form mit Styropor rekonstruiert und mit GFK nachgeformt werden kann. Das will ich euch natürlich nicht vorenthalten.
Man braucht:
-ein Stück Styropor
-Holzleim
-Gipsbinden
-wachshaltiges Konservierungsspray
-Glasfasern
-Polyesterharzarz
-einen Pinsel
-einmalhandschuhe
-eine gewisse Toleranz gegenüber Lösungsmitteln
Zunächst habe ich das Styropor so zurechtgeschnitten, dass es an die Verkleidung passt von der Form her (die Bilder veranschaulichen das besser, als ich es beschreiben kann) Danach habe ich den Styroklotz mit Holzleim an der Verkleidung festgepappt. Hält ausreichend, löst das Styropor nicht auf und ist mit heißem Wasser leicht zu entfernen. Den Styroklotz habe ich mit Klebeband fixiert und 2 Tage trocknen lassen.
Anschließend wurde der Klotz mit Teppichmesser und Schleifpapier in Form gebracht und fungiert so als Positiv. Kleinere Löcher und Unebenheiten habe ich mit Kerzenwachs ausgeglichen. Wenn man mit der Form zufrieden ist wird das ganze großzügig mit dem Konservierungsspray eingesprüht.
Jetzt kommen die Gipsbinden ins Spiel, einweichen und gleichmäßig auf der Oberfläche verteilen. Es hat sich bewährt zuerst Streifen von der Rolle zu schneiden und dann anzufangen rumzumatschen.
Wenn die Gipsbinden ausgehärtet und durchgetrocknet sind, ist die Negativform fertig und kann gelöst werden. Dann kann auch der Styroklotz entfernt werden. Nun wird alles mit dem beschriebenen heißem Wasser gereinigt (gibts im Fachhandel

)
Danach habe ich die Innenseite der Verkleidung mit Sandpapier aufgerauht, damit das Harz mal schön halten kann.
Nun die Gipsform zur Hand genommen und schön mit dem Sprühkonservierer eingenebelt, dass das Harz mal nicht klebt, wo es nicht soll.
Die Form habe ich mit einer Leimzwinge an der Verkleidung fixiert. Die Erfahrungen mit den Gipsbinden greifen auch jetzt: zunächst Stücke von der Glasfasermatte schneiden, wenn man einmal mit dem Harz angefangen hat packt man besser nix mehr an. Jetzt nochmal überlegt, ob wirklich alles parat ist, dann kann das Harz angemischt werden. Jetzt kann die Form mit den Glasfaserstücken und dem Harz ausgekleidet werden. Ich habe die Stücke mit einem Pinsel mit dem Harz getränkt, ein stinknormaler 1€ Borstenpinsel aus dem Baumarkt. I.d.R. ist der danach eh Steif wie ein Brett, da die Borsten mit dem Harz auch einen Faserkunststoff bilden
Wenn alles gut ausgehärtet ist (Glasfaser und Pinsel ;P ) kann die Gipsform entfernt werden. Dann ist es eigendlich schon vollbracht. Die eigendliche Form steht, die Endgültige Form wird durch Schleifen und Spachteln erreicht.
So jetzt noch ein paar Bildchen: