@Amon:
Positive Verstärkung ist ja gut und schön, aber ich kann nicht jedem Autofahrer gratulieren, der z.B. an einer roten Ampel anhält anstatt weiterzufahren. Umsetzbarkeit gleich Null.
Außerdem: Woher weiß ich, wie wirksam meine Präventionsmaßnahmen waren? Wären meine (z.B. Unfall)zahlen ohne Prävention gestiegen? drastischer gestiegen? oder gar ohne Prävention trotzdem gefallen? Statistiken - seien es Unfallstatistiken oder solche über Verkehrsvergehen - werden von soooo vielen Faktoren beeinflusst, dass es schlicht nicht möglich ist, einzelne Faktoren (zB. präventive Maßnahmen) herauszufiltern um diese zu bewerten. Und wo eine Bewertung nicht möglich ist, spart der Staat das Geld. Könnte ja ohne den Einsatz dieser Gelder trotzdem eine positive Entwicklung auftreten. Wer weiß das schon!?
Übrigens frage ich mich, woher Du Dein Psychologiewissen beziehst, denn positive Verstärkung bzw. positive Bestrafung ist sehr wohl ziemlich wirksam. Vergleiche hierzu mal die Theorien von Skinner oder Grice zu operander Konditionierung bzw. "Theorie der Strafe im demokratischen und sozialen Rechtsstaat" von Callies.
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