Zitat:
Zitat von majestic_morpheus
Das Gemisch kann beim Gasgeben ja nur dann anfetten, wenn der Schieber mit der Düsennadel weiter öffnet und somit mehr Querschnitt der Hauptdüse freigibt.
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Nö. Beim Öffnen der Drosselklappe steigt zunächst mal die Strömungsgeschwindigkeit der Luft, weil mehr Unterdruck auf den gleichen Querschnitt wirkt, während die Luftmenge, die den Vergaserquerschnitt passiert, weitgehend gleich bleibt. Durch die höhere Strömungsgeschwindigkeit wird aber mehr Sprit durch die Hauptdüse angesaugt, das Gemisch wird fetter. DANN erst geht der Gasschieber nach oben und nimmt die Nadel mit, jetzt geht mehr Luft durch den Querschnitt und das Gemisch magert wieder ab.
Deswegen denke ich bei Schwierigkeiten bei der Gasannahme auch zuerst an die Membran, weil wenn der Gummi verhärtet, ändert sich natürlich die (Feder-)Steife der Membran und das ganze System arbeitet nicht mehr wie vorgesehen. Zweite Möglichkeit wärn dann poröse Ansaugstutzen: aber das lässt sich ja mithilfe eines Gasfeuerzeugs in einer Minute ausschließen, so das ich davon ausgehe dass das gecheckt wurde. Restliche Möglichkeiten s.o.
Eine Frage grad noch: wie soll den ein Endtopf beim Viertakter zu einem fetteren/mageren Gemisch führen? Das Gemisch wird vergaserseitig aufbereitet, verdichtet und verbrannt und beim letzten Arbeitstakt nach hinten rausgedrückt. Nur beim Zweitakter hat der Auspuff, nach meinen bisherigen Kenntnissen, signifikanten Einfluss auf das Geschehen im Zylinder. Aber ich lern immer gern dazu.