Krümmer entrosten und neu lacken war meine Wochenendarbeit. Und eine Scheissarbeit dazu. Habe ausgesehen wie ein Gussputzer, und auch so gerochen. Hmmmm! Eau de Graphite!
Habe aber nicht überall bis auf den blanken Stahl runterschleifen können, dazu war die Oberfläche einfach zu narbig.
Mein Sprühlack (Grillfarbe) soll beständig sein bis 690°C. Schaun mer ma! Oben am Krümmer geht die Farbe eher schon wieder ins graue, evtl. steht die gleiche Arbeit gleich nochmal, mit einem 800°C Lack an.
An den Stellen am Sammler wo ich mit Schleifmittel partout nicht hinkam habe ich mal ein Experiment gewagt. Ich habe mit Rostumwandler von Duplicolor vorgrundiert. Bis jetzt sieht es noch erstaunlich gut aus da, also die Grundierung ist nicht gleich hochgekommen.
Die Krümmerbefestigungsschrauben habe ich durch rostfreie Stehbolzen und Hutmuttern ersetzt. Die Längenbestimmung ist wegen der begrenzten Gewindetiefe der Hutmuttern recht trickreich, da ja auch die Krümmerdichtung sich noch um ca 2 mm setzt. Bei mir haben 52 mm Gewindestangenlänge recht gut gepasst (Gewindetiefe der Hutmutter 8 mm). Beim setzen der Stehbolzen wie auch bei den Hutmuttern habe ich Kupferpaste verwendet; so Gott will bekomme ich die Dinger also trotz der bekannten Fressneigung von Rostfreien Schrauben wieder ab.
Alternative zu Farbe am Krümmer: Nach dem letzten Ölwechsel hat sich bei mir die eine Hutmutter am Ölfilterdeckel wieder gelöst (5 Nm war also doch etwas wenig), und unten alles gründlich eingesaut. Das verbrennt auf dem Krümmer zu einer recht widerstandsfähigen braunschwarzen Schicht. Ist vom Prinzip her wahrscheinlich auch nicht viel anders als das Elektropuzzi Zeugs (nur dass das noch schwarz eingefärbt ist.) Wäre also allenfalls einen Versuch wert: Krümmer mit Motoröl einpinseln und dann einbrennen. Stinkt zwar sicher erbärmlich, aber da muss man durch!