Chapter VIII – Fertig
Vor einer Woche bin ich dann auch fertig geworden.
Der letzte Arbeitsschritt war eigentlich nur noch alles mit Klarlack zu versehen. Das ist im Großen und Ganzen recht unproblematisch. Wäre da nicht der Staub.
Wer nicht grad nen sterilen OP zu Hause hat (meine Garage ist für Herztransplantationen leider nicht ausgelegt) wird sich wohl zwangsweise damit auseinander setzen müssen.
Während beim normalen Lackieren ein Staubkorn nicht auffällt (vor allem wenn man mit matten Tönen arbeitet) oder diese sich fix mit 1000er Nass-Schleifpapier entfernen lassen, so verzeiht einem der Klarlack nix. Also absolut garnix. Jedes Staubkorn, jede Flocke oder Spinnenbein was sich verirrt hat wird gnadenlos unter dem Klarlack versiegelt. Also wenn unser Bike irgendwann mal neben Ötzi steht, dann nur, weil wir historisches unterm Lack konserviert haben.
Ok, ein bisserl gegensteuern kann man schon. Nach jedem Lackiervorgang die Plastik nach Staubeinschüssen untersuchen. Sollten welche gefunden worden sein gaaaanz vorsichtig mit 1000er Nass-Schleifpapier wegmachen. Anschließend eine neue Klarlackschicht. Ned so wild, denn wir brauchen ja generell mehrere Schichten. Die Aufkleber und das Weiß sollen ja lange halten.
Kleiner Lackier-Tipp. Wer es wie ich in den heimischen Gefilden macht, sollte (wenn er die Möglichkeit besitzt) vorher alles befeuchten. Also Wände, Decken und Boden. Ich habe mir eine kleine „Lackierkabine“ aus großen Kartons gebastelt. Wenn man diese von innen befeuchtet gibt es wesentlich weniger Staub!
Mopped ist zusammengeschraubt, aus der heimischen Werkstatt entlassen und darf ab sofort wieder in die freie Wildbahn. Bis zum nächsten Winter. Dann geht’s an den Rahmen ….
|