Wie schon gesagt wurde, es ist vom Fortschritt des Verschleißes anhängig!
Das planen des zylinderkopfes ist nötig, wenn dieser Verschleißbedingt unterschiedlich abgenutzt ist, LEICHT verzogen oder stark verschmutzt ist. Bei etwas stärkerem Verzug nutzt das planen auch nix mehr, dann muss ein neuer her.
Bei dem TDI Motor den ich zur zeit revidiere bspw. Lass ich den Kopf planen, weil dieser 300tkm auf der uhr hat, schmutzig ist und garantiert auch verschieden abgenutzt wurde.
Wie das bei einer GS ist, wann es da so weit ist das geplant werden muss kann ich nicht sagen, allerdings behaupte ich mal, dass es unter normalen Umständen in einem Motorrad leben nicht nötig ist.
Wenn du den Zustand des Kopfes beurteilen möchtest, musst du den ausgebauten und gereinigten Kopf mit der Zylinder Seite nach oben auf einen Tisch legen. Dann nimmst du ein wirklich GERADEN Gegenstand (bspw ein neues Lineal) und legst es in verschiedenen Positionen auf den Kopf. Kannst du drunter durch gucken an einigen Stellen ist planen angesagt.
Beim Honen ist es wie gesagt entscheidend, ob man den Kreuzschliff noch erkennen kann. Wenn nicht ist es empfehlenswert zu honen. Wenn doch ist es nicht unbedingt nötig. Obwohl einige sagen, lieber ein bisschen honen als gar nicht, steht dem gegenüber dass ein Block nur 2 oder 3 mal gehont werden kann, dann ist er verschlissen.
Sei dir aber bewusst, dass das honen einen langen Rattenschwanz nach sich zieht! Du brauchst neue Kolben mit entsprechenden Kolbenringen, eine angepasste ZKD und auch die Geometrie des Brennraums bezüglich der Positionen der Ventile in Verbindung mit der Verwirbelung etc. Wird u.U. zum negativen beeinflusst. Bei manchen Motoren macht es dann sogar Sinn, einen komplett anderen Kopf zu verbauen. (Beim T3 1,6 TD bspw, da ist es nach dem honen auf das 1. Übermaß sinnvoller, den Kopf des 1,7 SD zu verbauen). Allerdings sollte die GS wohl auch mit dem originalen Kopf ohne Probleme weiter laufen, das War nur zur Info.
So dann kommt noch dazu, dass wenn du den Motor schon (fast) komplett zerlegt hast und so viel Arbeit investierst, es sinnvoll ist gleich den Rest mit zu machen. Also Verschleiß prüfen und ggf. Teile wie Pleuellager tauschen. Was da bei der gs wie genau gemacht wird, dazu gibt es eine sehr gute Anleitung im Wiki. Bedarf jedoch etwas Spezialwerkzeug.
So und dann hättest du einen komplett revidierten Motor. Macht natürlich schon was her, ist nur die frage ob du das willst. Spaß macht das auf jeden Fall! Wenn du da Lust zu hast kann ich dir da nur Mut machen! Allerdings empfehle ich dir, dafür einen anderen Motor zu besorgen, den zu revidieren und dann einzubauen. Sonst stehst du, wenn du was falsch machst oder es länger dauert als geplant nachher ohne Moped da
So ich hoffe ich konnte einen kleinen Einblick geben zu dem, was du vor hast. Ich gebe keine Garantie darauf, dass alles hier beschriebene richtig oder gar vollständig ist, ich selbst lerne auch noch.
Gruß!