Vorwort: Ich werde diesen Thread so als eine Art Blog weiterführen. Auch mit Bildern, wenn ich ein neues Kabel für meine Kamera habe. Ihr müsst das nicht lesen, und auch nicht anworten, das dient gleichermaßen der Dokumentation für mich selbst, wie der Kommunikation mit dem Forum.
Soo, heute ging es dann mal los.
Nochmal das Öl angesehen, mit frischem verglichen. Jo, ist zu viel drin, jo, riecht gut gebraucht, ist aber nicht zu arg mit Benzin verdünnt, tropft nur minimal schneller ab als Frisches. Wird natürlich trotzdem samt Filter getauscht.
Das ganze Geraffel ab, Tank, Sitz, Verkleidung.
Iiiieeh. Alles was man von außen nicht sieht mit som komischen pelzigen Dreck überzogen. Hat wohl mal staubig gestanden und der Staub ist dann iwann verschimmelt. Bäh.
Airbox raus.
Vergaser raus. Der kommt mit auf den Schreibtisch und wird nu über die Ostertage durchgesehen. Ein Kollege hat auch ein Ultraschallbad ausreichender Größe.....
Vergaserflansche ab.
Aus dickem Blech zwei Blindflasche geschnitten und mit gefettetem Papier auf den Motor geschraubt. Ist gar nicht soo viel Aufwand und ich hab da ein wesentlich besseres Gefühl als einfach nur n Lappen reinzustopfen, vor allem weil ich das ganze evt. erst in 2-3 Wochen wieder alles Zusammenbaue.
Dann erstmal geputzt. Nicht mehr Ieh! Besser !
Nächste Beobachtung: Die Ventildeckelentlüftung hat gesabbert. Im Nachherein betrachtet: Die Pappdichtung da drin ist nicht besonders toll. Mal sehen.
Ventilspielkontrolle: Schrauben raus. Eine ging sehr schwer.Da hat jemand weder Dremomentenschlüssel noch vernünftiges Gefühl in den Händen gehabt.
In der Schraube war auch ein kleines Stück Alu-Gewinde, zum Glück aber nur ein Gang oder so.
Ab ging der Deckel trotzdem nicht. Leichte und auch nicht so leichte Schläge sanfter Gewalt brachten garnichts. Als ich bei Fäustel und Fichtenholz angekommen war, war klar: So nicht. Noch stärkere Schläge hätten mich in Sorge versetzt, etwas kaputt zu machen. Vorsichtig einen großen Schraubendreher unter die nicht dichtende Fläche vor einer der zwei äußeren Ventildeckelschrauben geschoben, tock tock tock. Kommt.
Pfui deibel! Die Dichtung war sowohl mit etwas dauerelastischem in den Deckel geklebt, wie auch mit etwas aushärtendem auf den Zylinderkopf. Sö bröselige, spröde Rückstände, Konsistenz wie trockenes Harz.
Sinnvolle Verwendung von Flächendichgtmasse war wohl auch nicht seine Stärke - doof bleibt doof - da helfen keine Pillen und auch keine Medizin.
Das Gummi is total alt und trocken. Sowas gehört nicht festgekleistert sondern getauscht....
Erstmal schön die ganzen Brösel rausgefischt und alles davon befreit, notdürftig. Leider kleben die ganzen Dichtflächen immer noch mit Resten voll.
Nur Hauchdünn, aber definitiv unschön. Werd das wohl mal mit Staubsauger und Messingblech abschaben oder so.
Ventilspiel 08/08/04-05/02, Nockenwellen sehen gut aus,keine Riefen etc., alle Tassen lassen sich frei drehen.
Also Ventilausheber beschaffen. Da wurde schon genug dran gepfuscht, ich werd mich da nicht mit Schraubendrehern vergehen.....
Auch wenn das eher ein Niederhalter ist, bei Louis heisst es Ausheber
Mit einer Messingbürste die Schrauben vom Deckel von Korrosion und Dreck und Flächendichtmasse und Alu Splittern befreit.
Die Deckel erst einmal wieder aufgesetzt, da ich nun die Vergaser machen werde. Ouuuuu. Die Schraube die nicht raus wollte....will auch nicht rein. Drei oder vier mal von Hand angesetzt bis sie gerade und ohne zu verkanten reinging. Das Gewinde lebt noch so gerade eben noch......
Hoffentlich muss ich da nicht mit Helicoil bei