Ich habe jetzt grade erst die Erfahrung gemacht, dass Hubraum und Leistung nicht alles ist. Große Motorräder wiegen auch viel mehr. Ich bin 2012 von der GS direkt auf meine Bandit 1200 umgestiegen. Nach 9 Monaten Fahrpause nur noch 600 GS-Km, weil es mich so gejuckt hat.
Die Bandit hat 98 PS und 235kg auf den Rippen. Am WE bin ich ne SV650S "Knubbel" gefahren und ich war erstaunt, dass ein (auf dem papier) so viel schwächeres Motorrad so viel Spaß machen kann. Ob ich mit der Bandit hinter ihm auf der SV, oder mit der SV hinter ihm auf der Bandit gefahren bin, machte vom Fahren her keinen großen Unterschied. Ok, er 25kg weniger, Mopped 40kg weniger ist schon mal ne Nummer, aber wenn ich die Bandit mal über 4000upm gedreht habe kam ich ganz gut mit
Vmax ist eh uninteressant, außer du fährst regelmäßig Autobahn oder gehörst zu den Geistesgestörten, die mit 250+ auf der Landstraße fangen spielen.
Die Bandit fährst du im 5. Gang durch den Ort und machst am Schild einfach den Hahn auf. Das kannst du mit der SV zwar auch machen, aber da passiert viel weniger unter dir. Dafür hört sich die SV viel geiler an, wenn du sie hoch drehst.
Ich bin aktuell schwer am überlegen, den Schritt rückwärts zu wagen und mir ne Knubbel S zu kaufen.
Daher mein Rat: Kauf dir erst was kleines leichtes, Moppeds gibt es genug. Wenn es dir nach 2 Jahren wieder langweilig wird, kannst du dich immernoch steigern.
Achso, noch was: Auch wenn die Joghurtbecher in deinen Augen schick sind, bedenke, dass sie wirklich gedreht werden müssen, damit Leistung anliegt. Ich hätte am Ortsausgang keine Lust, links unten immer erst 3 Mal drauf treten zu müssen, um anständig vorwärts zu kommen. Bruders GSXR750 SRAD braucht mindestens 6000upm, damit sich da was tut, und das bei 135PS.