In der litauischen UAB Pemco Kuras (heute SCT Lubricants) werden schon längere Zeit Öle und Ölderivate aufbereitet und veredelt. Das Werk ist ebenso modern und neu wie die Ölaufbereitungsanlage der Veolia in Rotterdam (wo z.B. viel Liqui Moly und noch das halbe Regal anderer Preiswertsorten herkommt) und produziert diverse Schmierstoffe aus gereinigten Vorölen (sprich Altöl bzw. neudeutsch Bestandsöl) und Frischraffinaten + Zusätzen.
Wenn wir jetzt über "Ölgüte" reden, dann stelle man sich nur mal die Frage, was wohl langzeitstabiler funktioniert: Ein Frischraffinat einer definierten Kettengröße und Zusammensetzung + definierte Stabilisierer und Antioxydantien oder ein Zweit- und Drittraffinat mit einem gewissen Anteil von Frischraffinat + Fließverbesserer?
Bei Neubefüllung funktionieren die Öle alle gleich, über lange Zeiten und bei widrigen Umweltbedingungen hingegen trennt sich irgendwann das aufbereitete "Bestandsöl" vom Frischöl. Aber bei den heutigen Ölwechselintervallen ist das in Mitteleuropa allerdings sowas von Schnurz.
Das Einzige, was bei billigeren Ölen vorkommt, ist, daß der undefinierte Altbestand gelegentlich zum verkoken neigt, wenn z.B. Rückstände von Schaumbremsen aus dem früheren Leben als Hydrauliköl oder Gabelöl mit in der neuen Motorölsuppe landen. Ist wie beim Schrott: was ein Mal versehentlich mit reingefallen ist in den Ofen, kriegt man nie wieder raus aus dem neuen Stahlguß...
Beim Öl heißt das rein sachlich, daß der verkokte Dreck dann irgendwo im Mtor rumvagabundiert und am Ende auf Ventiltrieb und Ölwannenboden landet. Das und nur das ist der wirkliche Negativeffekt von Billigöl. Man kann den Motoren nach einigen Jahren sehr gut ansehen, welche Ölphilosophie ihr Fahrer hatte - allerdings macht das rein funktionstechnisch absolut gar nix aus.
Mannol ist die Marke aus dem Hause SCT, die den höchsten Anteil an aufbereitetem Bestandsöl hat...daher auch der gute Preis. Den Rest darf sich jetzt jeder dazu denken und schlußfolgern...
Gruß
Roman