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Alt 04.08.2019, 11:11:27   #1
baervers
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Baujahr: 2007
Kilometer: 12000
Unglücklich GS ist beleidigt. Geräusche im Motorbereich

Hallo Community.
Ich habe ein Problem mit meinem treuen Ross. GS500 F 2007, 13000km. Seit kurzem merke ich beim Anfahren ein jaulen, klingt wie ein Radlager beim Auto aber ohne den mahlenden knirschenden Anteil(Geschwindigkeitsabhängig) und störende Vibrationen beim fahren ab 6000 Touren welche ich seither versuche zu vermeiden. Als wäre das nicht schon schlimm genug fallen mir im Bereich des linken Zylinders ein konstantes helles Klackern(Wenn ich es beschreiben müsste würde ich sagen Nähmaschinen ähnlich)

Da ich schon 7k km draufgefahren bin dachte ich mir ich mache gleich einen Komplett-Check. Folgende Teile habe ich bestellt:
Ventilkopfdichtung, Öl, Ölfilter, Ritzel, H4 Lampe XenonLook.

Öl und filter wären bald fällig gewesen. Ventilkopfdichtung aufgrund von Ventilspielüberprüfung (mögliches klackern). Ritzel (Altes hatte Axial Spiel).

Gestartet habe ich natürlich mit dem auslassen des Öls und entfernen des FIlters. Typisch abgenutztes Öl Bräunlch/Schwarz (ich hoff das gibt keine Missverständnisse), keine Klumpen oder Metallspäne. Nachdem das Öl ausgeronnen ist habe ich mit der Taschenlampe mal da unten reingeläuchtet und mir fiel ein längliches schwarzes Plastik entgegen. Gut fingerlang, sah aus wie eine Dichtung. Querschnittsform war nicht ganz rund. Genauer gesagt sag es irgendwie aus als wäre sie der länge nach aufgerollt bzw die Form durch den "Ausflug" deformiert worden. Hab sie mit einer Spitzzange hinausgezogen und nochmal reingeleuchtet. Jetzt wurde es gruselig. Durch die Öffnung im Ölwannendeckel sah ich ein orangenes Plastikstück welches ich auch herausbekommen habe. Nagut hilft nichts, von oben nach unten arbeiten ->

Tank runter, Ventildeckel freigelegt, Entlüftung ab und Ventildeckel aufgemacht. Seitlich die Verdeckung des Pickup auch entfernt. Habe die Ventile kontolliert. Alle 4 kratzten an meinem 0,05er Spaltmaßblättchen. Danach die Steuerkette gemessen, war auch ok. Die Positionen laut R T Makierungen haben alle so ausgesehen wie im Forum beschrieben. Habe dann die Dichtflächen sauber gemacht, alte entfernt, neue rein, zu gemacht.

Aus Angst vor dem fehlplatzierten besagten orangenen Plaststücks habe ich auch die Ölwanne abgenommen und darin noch mehr Plastik gefunden. Foto ist im Anhang! Natürlich alles schön gesäubert, Dichtmasse dünn aufgetragen und die Ölwanne wieder montiert da die Dichtung wie neu aussah.

Dann hab ich mich um mein Vibrationsproblem gekümmert. Das Ritzel habe ich getauscht da ich vermutet habe das es das Axialspiel war. Ausschlussverfahren und Forumbeiträge Kette neu ausgerichtet und auf 30-40 mm Spiel im entlasteten Zustand eingestellt. Weiters gleich ein neues Lamperl da es wieder mal kaputt ging(Ich gehe von den Vibrationen und oder Bodenunebenheiten aus. Ruckartige Bewegung am Scheinwerfer - Drahtriss) Ich habe die LIMA gemessen: Leerlauf: 13.x V, ~5000 Touren: 14.x V, ziemlich am Ende bei geschätzten 8-9 000 Touren: unter 15V. Die Messung ist schon 1 Woch her als das Lamperl kaputt ging. Werte aus dem Gedächnis. Spannungswandler regelt auf 12 V und ein paar zerquetschte herunter.

Gabelfedervorspannung laut dieser Seite nachkontrolliert und am mein gewicht angepasst da ich vorne einen RGV Umbau habe und hinten ein R6 Federbein habe. (Mein Gedanke: noch weniger Vibrationen von nicht angepasster Federung wegen kaputter Lampe).

Nachdem ich dann alles zusammengebastelt habe, alles kontrolliert habe und langsam mit 3-4 Unterbrechungen (dazwischen auch ÖL saugen lassen und ablaufen lassen) das Öl aufgefüllt habe wurde natürlich zuerst auf vollständige Dichtheit überprüft bei 10-15 minuten Leerlauf. Schnurrte brav und wirkte fast agiler, jedoch dieses Nähmaschinen ähnliche klackern fiel mir sofort wieder auf.

Nach der ersten Probefahrt nochmal auf Dichtheit überprüft, alles sauber. Die Vibrationen waren das Ritzel mit dem Axialspiel denke ich, weg sind sie jedenfalls. Jaulen habe ich sie beim wegrollen auch wieder gehört. Tippe immernoch auf Radlager, wurden aber im Winter alle neu gegeben. Hinten versucht Axial zu wackeln sah gut aus, vorne hätte ich jetzt auch kein Axialspiel entdeckt. Was ich entdeckt habe ist allerdings ein bisschen ein Spiel im Lenkkopflager. Um eine viertel Umdrehung nachgezogen. Gabelbrücke gelockert, ausgerichtet und befestigt.

Das Spiel im Lenkkopflager wurde deutlich weniger ist aber nicht komplett weg. Ich merke es auch beim fahren das meine Spur etwas schwammiger als sonst wirkte. Obs an den Rad oder Lenkkopflagern liegt kann ich nicht sagen. Lenkkopflager habe ich vor ca 2 Jahren getauscht. Habe beide Reifen nacheinander angetaucht und genau hingehört aber nichts bemerkt ausser ein leichtes Bremsschleifen.


Ich bitte um Hilfe weiß nicht mehr weiter.
Wo könnte dieses orangene Plastik her sein? Ist irgendwas im Motor(Abdeckung) aus orangenem Plastik?
Kann mein Lenkkopflager wirklich in so kurzer Zeit schon durch sein oder gehört das immer mal wieder nachgezogen?
Wie kann ich noch meine Radlager auf Funktion testen?
Und warum hat mein linker Zylinder aufeinmal Nähkenntnisse

Danke jetzt schonmal für eure Zeit und ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
Grüße Baervers
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