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Alt 18.12.2020, 18:35:46   #9
berndy
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Da ich ja mittlerweile schon etwas älter bin, kann ich auch auf einige Jahre Motorraderfahrung zurückblicken.

Als ich vor 38 Jahren mein erstes gebrauchtes Motorrad gekauft habe, war man mit 250 ccm und ca. 27 PS ganz gut motorisiert. Es gab viele kleinere Motorräder aber auch viele stärkere. Zu dieser Zeit waren die CB750 mit knapp 70 PS und die Z900 mit um die 90 PS noch aktuell. Eine BMW R60 hatte 40 PS. Die damals schon legendäre Horex Regina 350 hatte 20 PS.

Damals gab es eine freiwillige Selbstbeschränkung der Motorradhersteller auf 98 PS.

Mittlerweile zählt auch im Motorradsektor nur noch mehr Leistung, immer schneller, teurer, am besten alle zwei Jahre neu...

Einsteigermotorräder haben 48 PS. Das waren früher mindestens Mittelklasse- wenn nicht sogar Oberklasse-Motorräder. Eine Z750Twin bzw eine XS650 hatte 50 PS.

Mir persönlich macht es keinen Spaß schneller als 140 km/h zu fahren. Da wird es ungemütlich und anstrengend. Außerdem darf man auf der Landstraße eh nur max. 100 km/h fahren. Dafür reicht die GS allemal.

Und es gibt Leute die mit einem Traktor über die Alpen fahren und Spaß dabei haben oder mit dem Mofa nach Monte-Carlo touren und sich dabei unendlich freuen. Oder gestandene Männer, die mit einer Sommer-Diesel mit 12 PS über 200000 km gefahren sind (Wahnsinn).

Wenn man Spaß bei der Tour hat, spielt Geschwindigkeit keine Rolle.

Es muss halt jeder für sich entscheiden, was er will und sich nicht nach anderen richten. Selbst sollte man auch gegenüber jeder Einstellung/Ansicht tolerant und respektvoll sein.
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Man sollte es so oder so nicht übertreiben.
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