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Alt 28.09.2021, 18:49:41   #46
berndy
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Zitat von Tzwen Beitrag anzeigen
Servus, also die Jute hat heute TÜV bekommen, HU alles Bestens und bei der AU hatte ich einen CO2-Wert von 0.961 Prozent, falls das jemanden interessieren sollte.

Ich hatte übrigens die O-Ringe für den Ansaugstutzen zwischen Gaser und Zylinder gewechselt, seitdem läuft sie sehr ruhig.

Da dies nun meine erste Längere Fahrt war, nachdem ich das Ding aus dem 7 Jahre langen Winterschlaf geholt habe, konnte ich jetzt erst testen, ob sie in allen Drehzahlbereichen durchzieht, wie sie soll.

Bei ca. 6000 Umdrehungen, Berg hoch, 5er Gang, ist sie bei Vollgas nicht mehr vorwärts gekommen, sie hat sich nur einen zurecht geruckelt, ganz komisch, wahrscheinlich zu wenig Sprit.. Meine Vermutung.
Der Vergaser war in 2 Monaten zwei Mal im Ultraschall, also den würde ich als Übeltäter endlich Mal ausschließen, zumindest was die Verschmutzung angeht.
(Hab mir n Ultraschallbad für 400€ gegönnt und den damit nochmal gereinigt, kann man sicher immer gebrauchen)

Sollte ich die Nadeldüse Mal eine Kerbe höher setzen oder hab ich da ein anderes Problem?

Also bis 5000 Umdrehungen etwa, ist übrigens wenig Durchzug vorhanden, denke aber das liegt einfach an der Vergaser Technik, dass die Jute einfach was mehr Drehzahl braucht. (Korrigiert mich falls ich falsch liege)


Und eine wichtige Frage noch, ist es normal, dass ich den Motor nach 10 Minuten Fahrt nicht mehr anfassen kann, weil ich mir sonst die Pfoten verbrenne? Der Gesamte Motor ist dann nicht mehr anfassbar.
Ja. Die Betriebstemperatur liegt zwischen 80 und ca. 120 °C. Der GS-Motor hat eine relativ kleine Masse und kein Kühlmittel, das erhitzt werden muss, erwärmt sich daher auch relativ schnell. Außerdem hat der GS-Motor keine geregelte Kühlung wie etwa flüssigkeitsgekühlte Motoren, bei denen ca. 90 °C Betriebstemperatur gehalten werden.
Was bei einem Verbrennungsmotor an Wärme entsteht ist Verlustleistung. Je höher die abgegebene Leistung des Motors ist, um so mehr Verlustleistung produziert er dabei auch. Der Wirkungsgrad liegt im optimalen Arbeitsbereich bei etwa 40 %. Also vom eingesetzten Kraftsoff verpuffen ca. 60 % als Wärme. Bei einem Verbrauch von 4 Litern werden 2,4 L einfach nur in Wärme umgesetzt, das beinhaltet auch die innere Reibung. Der durchschnittliche Wirkungsgrad eines Otto-Motors soll bei nur 20 % liegen.
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Man sollte es so oder so nicht übertreiben.
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