Thema: Luftfilter
Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 08.03.2022, 19:55:51   #16
AmigaHarry
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von AmigaHarry
 
Registriert seit: 13.11.2005
Ort: Perchtoldsdorf
Alter: 64
Beiträge: 5.313
Kilometer: 1.1mio
Standard

Warum man das macht? Sicher nicht aus wirtschaftlichen Gründen - da wäre eine 600er billiger....

Man macht es, weil man es kann, weil es Spaß macht und eben genau deswegen, weil es eine GS500 ist (der niemand was zutraut). Frag einmal Jim zu dem Thema...

Ich glaube ich habe das allses schon einmal hier im Forum geschrieben, aber dann halt nochmal:
Es gibt noch einen anderen Grund (zumindest bei mir): Wir sind mit unserem Enduranceteam Anfang der 90er mit der GS500 Rennen gefahren (bevor die GSX750 zu uns gekommen ist und wir in die "Oberklasse" aufgestiegen sind) und sie entsprechend getunt. Einige Teile aus der Zeit sind im 2. Motor verbaut. 1992 war die GS aber bei uns wieder Geschichte - das bessere ist des Guten Feind - die neuen 750er sind in im Team hoffähig geworden - wir hatten in der Klasse mit den 500ern jetzt natürlich keine Chance mehr - und bei den "kleinen" wollten wir nicht mehr weiter herumkrebsen. Übrigends wurden wir ab den 750ern von Suzuki direkt unterstützt und bekamen die Motoren direkt von ihnen.

Allerdings ist der oben genannte 2. Motor nicht aus der Rennzeit, sondern erst 2006, mit Teilen von damals, hergerichtet worden und ziemlich zivil geblieben (~60 PS), denn meine Frau wollte eine "etwas" stärkere GS500F haben, die noch zuverlässig fahrbar ist und ein "halbwegs" elastisches Motorverhalten /Drehmoment) hat - deswegen auch die größeren Kolben. Die Kosten halten sich in Grenzen, wenn man die Teile sowieso noch hat. Würde man das heute machen und bei Null beginnen, kostets natürlich schon ein Stange Geld.

Und irgendwie wars damals auch geil (und absolut nicht legal auf der Straße - hehe!):
Was glaubst du, wie da manche 1990 geschaut haben, wenn sie auf ihrer 750er oder 1000er von einer GS auf die Sobot (Bergstrecke bei uns) hinauf verblasen wurden - mit blauer Nummerntafel (Werkstattkennzeichen) - zulassungsfähig wären unsere Renngurken nie gewesen - die hatten um die 72PS und waren laut wie ein Düsenjet. Allein das war's mir schon Wert gewesen, wobei - ich war ja nur der Werkstattboy (Tuner), Fahrer war mein Coussin, dem das Team auch gehört(e). Inzwischen sind wir für den Blödsinn schon beide (und auch der Rest des Teams) viel zu alt.

Zur KW: Wir haben viele KW-Schäden so repariert (aufschweissen/flammspritzen) und es hat zig-tausende KM gehalten - warum sollte dann ein azentrischer Schliff, bei dem der Zapfen gleich stark bleibt, nicht gehen? Klar, die Drehzahl sollte man 1000-500rpm früher begrenzen und Feinwuchten ist Pflicht.
AmigaHarry ist offline   Mit Zitat antworten