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Zitat von emro
Ich will ja nicht dumm klingen, aber wie misst man das denn? Hatte mal das Messgerät auf Volt und habe beide spitzen an die Lötpunkte gehalten vom starter, da war kein Strom.
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Naja, da fehlt es wirklich sehr an Wissen. Auch mit dem besten Messgerät kann man nur etwas messen was auch da ist. Um eine Spannung (Volt (V), benannt nach dem Herrn Alessandro Volta, kann man googlen) zu messen, braucht es eine Spannungsquelle (z.B. eine Batterie). Zwischen den beiden Batteriepolen besteht im Normalfall ein Ladungsunterschied = Spannung. Die Spannung misst man parallel. Fließt ein elektrischer Strom, den man in Ampere (A, benannt nach Herrn André-Marie Ampère) misst, misst man den in Reihe oder ganz anders, mit einem Zangen-Amperemeter von außen, dazu muss aber auch ein Strom fließen.
Zwischen den beiden Lötpunkten kann man den Widerstand (nicht Wi
ederstand sondern ohne "e" = Wider...von wider = gegen) messen. Dazu muss man das Messgerät auf Ohm (Ω, benannt nach Herrn Georg Simon Ohm) stellen. Damit das Messgerät den Widerstand messen kann, schickt es einen minimalen Strom durch das zu messende Etwas und ermittelt über den Spannungsabfall den Widerstand. Der Widerstand wird ebenfalls parallel (google suche nach Reihenschaltung und Parallelschaltung) gemessen. Nach der Formel U=RxI (Ohmsches Gesetz) dabei ist U=Spannung, R=Widerstand und I die Stromstärke kann man das berechnen. Stellt man die Formel auf R um lautet sie R=U/I nach I umgestellt: I=U/R.
Bei der Widerstandsmessung bitte keine Stromquelle an das zu messende Bauteil anlegen, das kann im schlimmsten Fall das Messgerät zerstören.
Bei einem Relais hat man zwei Seiten, die Steuerseite und die Lastseite. An der Steuerseite sitzt eine Spule, die, wenn durch sie Strom fließt, ein Magnetfeld erzeugt, welches den Schaltkontakt auf der Lastseite schließt. Das Relais klickt dabei. Der Aufbau des Relais ist elektromechanisch, darin bewegt sich etwas. Den Widerstand der Spule kann man messen. Wenn man an die Steuerseite (Spule) eine Spannung anlegt (auf die richtige Polung achten) sollte es klicken bzw. auf der Lastseite der Widerstand von unendlich auf nahezu Null fallen.
Hat die Spule einen sehr hohen bzw. sehr niedrigen Widerstandswert, der außerhalb der Spezifikation liegt, ist sie entweder durchgebrannt oder die Isolierung ist defekt. Gibt es auf der Lastseite keinen Durchgang, kann die Spule defekt sein oder die Schaltkontakte sind abgebrannt. Das kann vorkommen, denn auf der Lastseite fließt ein sehr hoher Strom, wenn das Relais den Laststromkreis durchschaltet. Ein Relais ist eigentlich ein elektrisch betätigter Schalter, der auf der Lastseite sehr hohe Ströme verkraftet.
Wie prüft man nun das Relais? Im ausgebauten Zustand schaltet man das Multimeter auf Ohm und geht mit den Messspitzen auf die beiden Kontaktzungen oder Lötstellen. Im besten Fall zeigt das Messgerät einen Wert an, der im Toleranzbereich (3 - 5 Ohm) liegt. Im schlimmsten Fall unendlichen Widerstand. Um die Kontakte auf der Lastseite zu testen, muss man das Relais auf der Steuerseite (Spule) mit einer Spannung von 12 V beaufschlagen. + Pol an gelb/grünen und -Pol an schwarz/weißen Anschluss klemmen. Das Relais sollte klicken, nun auf der Lastseite (das sind die beiden Schraubanschlüsse) auf Durchgang prüfen oder den Widerstand messen. Der sollte niedrig, nahe 0 sein. Ist er unendlich, ist das Relais defekt. Die Spannungsquelle natürlich während der Messung an der Spule angeschlossen lassen, sonst öffnet der Kontakt ja wieder.
Ich hoffe, es war einigermaßen verständlich.