Also ich habe mal wieder ein Update. Zwei neue Dichtungen für die Ansaugstutzen sind verbaut, sowie ein neuer gebrauchter Luftfilterkasten mit dem besagten Entwässerungsschlauch. Das Motorrad läuft und fährt in Ordnung, allerdings sinkt die Drehzahl nach einem Gasstoß immernoch zu langsam bzw. wenn der Motor warm ist bleibt die Drehzahl manchmal bei 3000 U/min stehen. Da ich eine Undichtigkeit am Vergaserdeckel festgestellt habe, habe ich diesen von außen mit Dichtmasse bearbeitet. Nun scheint der Deckel dicht zu sein. Das Motorrad läuft auch seitdem besser. Allerdings habe ich im Leerlauf einen CO-Wert von 0,5Vol% und ein Lambda von 4,0. Ein weiterer unzähliger Versuch mit Bremsenreiniger eine Undichtigkeit festzustellen hat ergeben, dass vermutlich die Drosselklappenwelle in der Mitte zwischen den beiden Vergasern nicht ganz dicht ist. Soweit ich weiß, gibt es dafür keine Dichtungen im Zubehörhandel oder?
Nun bin ich am überlegen, ob ich mir einen kompletten (revidierten) Vergaser besorgen soll. Falls einer einen guten Vergaser hat gerne anbieten
Nach meiner Probefahrt habe ich die Gelegenheit genutzt einen Kompressionstest zu machen. Ich bin nach Handbuch vorgegangen und habe am linken Zylinder einen Kompressionsdruck von 7,5 bar und rechts von 8,5 bar gemessen. Nachdem ich etwas WD40 an die Zylinderwände gesprüht habe, ergab sich im linken Zylinder ein Kompressionsdruck von 7,5 bar und rechts von 8,8 bar. Somit sind meiner Meinung nach die Kolbenringe nicht ursächlich für meinen geringen Kompressionsdruck. Laut Handbuch könnten die Ventilführungen verschlissen sein. Was meint ihr? Ich habe noch zwei Ersatzköpfe hier, allerdings weiß ich nicht ob die besser sind
Da mir mein extrem hoher Lambdawert komisch vorkommt und ich eigentlich kaum eine Undichtigkeit mit Bremsenreiniger feststellen kann, habe ich mich gefragt, ob mein Problem auch von einer defekten Zylinderkopfdichtung kommen könnte. Hat jemand diesbezüglich Erfahrungen?