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Alt 12.06.2015, 12:19:12   #1
Timbo
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Standard Kompressionsdruck beunruhigend?!

Hab da mal wat gemessen:
GM51B Bj. 95, 45.000km(?) - irgendwie sowas

Sollmaß ist lt. Bucheli: 10-14 bar, Verschleißgrenze 8.

Meine Messungen und wie ich vorgegangen bin:

Kerzen raus, Gasgriff voll aufgedreht. Keine Drosselung, kann also voll durchatmen, Luffi war dabei aber drin, denke das macht auch keinen großen Unterschied, vllt. max. 0,5Kg/m^3?!

2 mal gemessen bei heißem Motor, zumindest so heiß, dass man sich fast verbrennt:
linker Zylinder: nicht ganz 8bar. Rechter ~10 bar.
Schon mal schlecht, zumindest Verschleißgrenze leicht überschritten, lt. Handbuch bei 200kPa (2bar)

Dann die Ölmethode getestet auf dem linken Pott: 14 bar.
Hatte 10 W 20 Gabelöl genommen, das war dann natürlich wie Wasser -.-

Die ZKD am linken Pott ist ziemlich nass, vermute einfach mal, dass die restlichen 2 bar daraus flöten gehen und nach Reparatur der linke Pott auch auf 10 bar laufen könnte.
Ich glaube mir sogar eingebildet zu haben, dass das Öl aus der ZKD lief, weil so viel wie danach auf dem Boden lag, habe ich nicht daneben geschüttet.

Aber, was indiziert das jetzt, besonders die 10 bar auf dem rechten?
Verschlissene Kolbenringe, Zylinderlauf, ersteres wohl wahrscheinlicher.

Wie relevant ist hierbei die Ventileinstellung, hat die überhaupt was mit dem Kompressionsdruck zu tun, sofern sie nicht ganz pervers daneben ist?

Der linke macht immer Mucken. Im Stand lief sie vor Kurzem nur auf einem, undzwar dem rechten und kurze Zeit später hats die Zündspule links auch nicht mehr gemacht.


Allgemein noch zur GS:
Läuft soweit ganz ok, springt gut an, zieht ganz ok durch, aber anders kennen tu ich es auch nicht. V-Max liegt so bei 160 locker.
Wenn man jetzt 2km länger hätte vollgas gegeben, dann vielleicht auch nen bisschen mehr. Bin ganz normal gefahren, hab jetzt auch nicht am Tank geleckt, wobei ich nicht der breteste bin.

Was sagt ihr? ZKD machen, Ventile checken und dann können wir weiter reden?

Und wenn wir schon dabei sind, gibt es bessere oder schlechtere ZKD?
Würde sonst einfach bei ebay die günstigste nehmen, bzw. gibt es überhaupt Unterschiede in den Baujahren?
http://www.ebay.de/itm/Zylinderkopfd...item35d94ca356

Grüße
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Alt 12.06.2015, 14:17:50   #2
Rocky
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Zitat:
Was sagt ihr? ZKD machen, Ventile checken und dann können wir weiter reden?
__________________
` `

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Alt 12.06.2015, 14:43:13   #3
geko4711
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Mit durchlässiger ZKD messen macht wenig Sinn
__________________
Grüße vom geko4711

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Alt 13.06.2015, 19:53:55   #4
berndy
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Wenn du die ZKD machst, musst du auch die Fußdichtung erneunern. Dabei kannst du dir ja die Kolben, Laufbüchsen usw. ansehen.

Nur die ZKD tauschen ist Murks, danach ist mit großer Wahrscheinlichkeit die Fußdichtung undicht.
__________________

Man sollte es so oder so nicht übertreiben.
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Alt 13.06.2015, 23:36:02   #5
Timbo
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Wieso ist die Fußdichtung danach murks?

Durch den nachlassenden Druck?

Fußdichtung ist nen ganz anderes Kaliber, auch wenns nur 2 Pötte sind.

Es sei du hast ne bomben Begründung, anostonen schieße ich drauf.


Grüße
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Alt 14.06.2015, 06:21:05   #6
berndy
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Nicht die Dichtung ist Murks, sondern die Kopfdichtung zu tauschen und die Fußdichtung nicht zu tauschen ist bei der Motorbauweise der GS Murks. Bei Motoren, deren Zylinderkopf nicht über Stehbolzen mit dem Motorblock sondern an die Zylinderbank geschraubt sind, würde es keine Rolle spielen.

Die Zylinderbank wird von durchgehenden Stehbolzen zusammen mit dem Zylinderkopf auf den Motorblock gezogen. Zwischen Zylinderbank und Motorblock ist die Fußdichtung, eine Papierdichtung, die nur zur einmaligen Verwendung taugt, wie auch die Kopfdichtung.

Wenn du den Kopf abnimmst, löst sich unvermeidbar auch die Zylinderbank von der Fußdichtung. Meistens entstehen dabei kleine Risse in der Dichtung oder sie verrutscht.

Das reicht, dass mit der Zeit Öl durchdringen kann.

Der Mehraufwand für die Fußdichtung ist überschaubar.

Aber, wenn du es nicht glauben willst, tausch sie nicht, spar dir die 10 Minuten Arbeit und 10 € für die Dichtung.
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Alt 14.06.2015, 09:31:37   #7
Timbo
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Alles klar, klingt plausibel und sollte gleich mitgemacht werden.

Wie viele Kolbenringe hat die GS denn?

Grüße
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Alt 14.06.2015, 10:05:35   #8
berndy
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Wie die meisten Viertakt-Motoren zwei Kolbenringe und einen Satz Ölabstreifringe je Kolben. Die Ringe gibts aber nur komplett als Satz für > 40 €.

Ich würde die Kolbenringe nur tauschen, wenn die auch Defekte aufweisen.
Ansonsten auf den Kolben lassen. Bei meiner 400er Honda ist mir beim Abziehen ein Ring gebrochen und ich hab keinen mehr im Standardmaß kaufen können.

Also Vorsicht.

Eventuell sollte man die Laufbüchsen honen, wenn kein Kreuzschliff mehr erkennbar ist.
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Alt 14.06.2015, 22:36:42   #9
Timbo
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So meinte ich das auch gar nicht.

Ging mir eher darum, wie viel Nerven ich brauche, die ganzen Ringe nacher wieder zusammen zu drücken und in den Zylinder zu schieben.

Kenne das von damals bei meiner Simme (1x2 Ringe), da war das mit nur einem Zylinder auch nicht immer ganz so einfach.

Naja, die GS wird sich über so eine intensive Wartung freuen und mit schönem Durchzug danken.

Grüße
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Alt 15.06.2015, 05:25:20   #10
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Bei der GS müsste das relativ einfach gehen.

Die Laufbüchsen haben, soweit ich das weiß, unten eine Fase, die es erleichtert die Ringe einzufädeln. War zumindest bei meiner 250er Honda damals so. Ging relativ einfach, auch ohne Kolbenringspannband.

Ich hatte eine Holzunterlage zwischen Motorblock und Zylinderbank gelegt, damit ich die Zylinderbank nicht halten musste, die Kolbenringe mit den Fingern zusammengedrückt und mit der Kurbelwelle den Kolben hochgedreht, dann dasselbe beim anderen Kolben.
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Alt 15.06.2015, 07:38:33   #11
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http://www.gs-500.info/index.php?tit...instandsetzung

hier ist die Instandsetzung gur beschreiben
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Alt 15.06.2015, 12:59:40   #12
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Zitat:
Zitat von berndy Beitrag anzeigen
... Zwischen Zylinderbank und Motorblock ist die Fußdichtung, eine Papierdichtung, die nur zur einmaligen Verwendung taugt, wie auch die Kopfdichtung...
Sorry das ich da reingrätsche, aber bei mir war das genau so eine Metalldichtung wie die Kopfdichtung.

Da könnte man ja auf die Idee kommen die wieder zu verwenden( ich hab sie trotzdem getauscht, hatte ja den kompletten Satz da). Sind die Metalldichtungen auch "Einwegdichtungen" und wenn ja : Warum eigentlich ?
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Alt 15.06.2015, 18:20:28   #13
AmigaHarry
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Weil da bei den Metalldichtungen üblicherweise Oringe für die Ölsteigleitungen eingearbeitet sind und die nach 1x verwenden zusammengedrückt sind! Wenn keine Oringe vorhanden sind (wie bei der GS) wird ein sehr weiches Metall verwendet, welches auch nur einmalig Zusammendrückbar ist - beim 2. mal fehlt die Elastizität....

Papier (Karton) - Dichtungen gibts auch ohne Oringe, dennoch müssen sie (aus selben Grund) auch getauscht werden.
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Alt 16.06.2015, 07:48:45   #14
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Danke Harry, das erklärt alles .
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Alt 16.06.2015, 10:45:52   #15
Timbo
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Gibt's denn da Erfahrungen und Tips zu dern Qualitäten?

Mir schlägt dieser Dichtsatz in den Sinn:
http://www.ebay.de/itm/KR-Motordicht...item2329990d48

Nicht nur dass der Preis genauso hoch ist, wie wenn ich die Dichtungen einzeln kaufe, sondern sind da gleich alle dabei, falls man mal noch mal eine brauch.
Aber Masse ist ja nicht unbedingt der Qualität vorzuziehen, deshalb frage ich einfach mal.

Oder hat jemand einen Link für <60€ für mich?

Grüße
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Alt 17.06.2015, 07:37:49   #16
berndy
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Bei den Dichtsätzen aus dem Zubehör gibt es erhebliche Qualitätsschwankungen.
Da kann man Glück haben und günstig gute Dichtungen bekommen, ebenso kann es aber auch das Gegenteil sein.

Wenn Zubehör, würde ich auch da auf namhafte Hersteller zurückgreifen. Einfach mal Herstellername der Dichtung in Google eingeben und gucken was rauskommt.

Bei den Originaldichtungen weiß man, dass die Qualität gut ist.

Es ist nichts ärgerlicher als festzustellen, dass die Dichtung nicht hält und man wieder von vorne anfangen muss.

Erfahrungsgemäß fliegen die überflüssigen Dichtungen sowieso nur irgendwo herum. Bis man sie braucht, sind die dann unbrauchbar, verdreckt, geknickt...
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