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Keine Gasannahme zwischen 1000-4000 U/Min
Hallo zusammen,
kurze Vorgeschichte: - GS 500 hat ca 10 Jahre gestanden - Vergaser-Ultraschall gereinigt durch Klassikfon (danke!) Nachdem ich den Vergaser wieder eingebaut habe, lief die GS wieder. Toll! Nun mein Problem: Standgas läuft und ab ca 4000 Umehungen ist die Gasannahme ziemlich gut. Auf der Bahn läuft sie locker 160. Nur zwischen dem Standgas und ca. 4000 Umdrehungen läuft sie wie ein Sack Nüsse. Im ersten Gang losfahren ist eine Qual. Ab den knapp 4000 U/Min zieht sie dann plötzlich voll an voll an. Vorher mussman Angst haben, das sie nicht bei zu starkem Zug am Gasgriff ausgeht. Was könnte es sein? Was sagen eure Erfahrungen? Habe ich vielleicht den Vergaser falsch zusammen gebaut? Anmerkungen: - Luftfilter gewechselt, keine Änderung - War vorher gedrosselt, sollte aber laut Verkäufer "offen gemacht" sein. Hauptdüsen konnte ich leider nicht ablesen, was für welche verbaut wurden. Aber genau die sollten doch erst nach 4000U/Min in Betrieb gehen oder? Was ist für die Gasannahme unter diesem Bereich zuständig? Helft mir bitte weiter. Wo könnte ich ansetzen um die Kiste wieder zum (rund)laufen zu bekommen? Dank & Grüße Jens |
Wenn das plötzlich ohne dein Zutun passiert ist, könnte sich im Vergaser was gelöst haben - den hattest du ja vorher komplett zerlegt. Oft zieht man dann z.B. Düsen zu schwach an.....
Zwar weniger warscheinlich, aber auch möglich ist ein el. Problem: Spulen durchmessen! Zündkerzen prüfen. Wenn du nirgends fündig wirst bleibt noch eine defekte Vorzündregelung - deren Funktion kann mittels Stroboskoplampe geprüft werden. Wenn es das ist, ist eine CDI fällig - das tritt aber extrem selten auf! Also erst alles andere checken...... |
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Die Hauptdüsen sind die ab knapp 4000U/Min, oder? Ab dem Bereich geht sie ja ab wie Schmidts Katze. Zitat:
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Ich vermute auch das es am Vergaser liegt, aber weiss nicht welches Teil/Düsen für diesen Drehzahlbereich zuständig sind. Welches ist es denn wohl? Grüße J. |
Das ist nicht so, dass die Düsen ab 4000 U/min zuständig sind.
Vielmehr ist das immer ein Bereich in dem die Leerlaufdüse, dann die Teillastnadel und zum Schluss die Hauptdüse mehr oder weniger Einfluss haben. Das ist ein fließender Übergang. Und das schlimme dabei ist, ändert man eines, hat das auch Auswirkungen auf das andere. Möglicherweise sind schon die Leerlaufgemischregulierschrauben falsch eingestellt. Das hat auch Auswirkungen auf den unteren Teillastbereich. Je höher die Drehzahl wird, um so geringer wird dann der Einfluss der Leerlaufgemischregulierschrauben. Kann auch sein, dass die Teillastnadel zu tief hängt. Versuch mal die Nadeln eine Nut höher zu hängen, also das spitze Ende kürzer machen. Dann sieht man ob es besser oder schlechter wird. Wenn die Drossel ausgebaut wurde, ist es auch unbedingt notwendig die richtigen Teile für die offene Version einzubauen. Meistens sind neben Querschnittverengungen oder Gasschieberanschlägen auch noch andere Federn und/oder andere Düsen verbaut. Wenn da eines nicht passt, tut das nicht. |
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da hab ich ja was vor mir. Wenn ich es richtig herausgelesen habe wären die nächstebn Schritte zum testen: - Leerlaufgemischschrauben mal drehen (aktuell nach Anleitung 2 1/4 rausgedreht) - Nadel eine Kerbe höher hängen Noch eine Frage zur Leeraugemischschraube: Zusammenbau von innen nach aussen: Gummiring, Unterlegscheibe, Feder und dann die Schraube. Richtig? Grüße J. |
Ja, genau so.
Bevor du etwas an den Einstellungen veränderst, sollte erst abgeklärt sein, dass in den Vergasern auch die richtigen Teile verbaut sind. Wenn da falsche Düsen oder Schieberfedern drin sind, kannst du herumstellen was du willst, das wird nie richtig funktionieren. http://forum.gs-500.de/showthread.php?t=10261 In der PDF-Datei findest du die Teile, die zu den verschiedenen Vergaservarianten gehören. |
Der Vollständigkeit halber zu deinen oberen Fragen bez. Zündung:
Spulen können auf Grund thermisch/vibrations beeinflusster Mikrorisse vollkommen selektiv ausfallen - ich hatte schon Spulen die nur bei 5000-6000rpm durchgedreht haben.... CDI: Das ist ein Kapitel für sich.....die kann so ziemlich jedes denkbare und undenkbare Verhalten zeigen.... Bei den alten CDI ist die Vorzündregelung elektronisch diskret aufgebaut und es kann tatsächlich sein das nur die Vorzündregelung bis ca. 3000rpm ausfällt und alles andere normal läuft. Bei den neueren CDI, die eigentlich MPUs (CPU-gesteuert) sind, kann alles vorkommen - selektiv mehrere Bereiche die nicht gehen, abhängig von 2. oder 3. Gang, oder überhaupt nur im Leerlauf, oder abhängig von der Drosselklappenstellung, und, und, und........ Zur Ehrenrettung der CDI/MPU muss man aber sagen das Fehler dort nur extrem selten auftreten - die sind schon ziemlich robust gebaut (was man leider auch am Preis merkt....)... |
danke für die bisherigen Antworten.
Vergasergemischschraube habe ich heute morgen probiert. Man hört das sie im Standgas etwas anders läuft, aber generell ändert sich nichts. Nun dachte ich mir nun, das man es mit einem Video recht gut darstellen kann. Man sieht, das sieim Standgas noch prima läuft. Ab ca 4000 Umdrehungen zieht zieht sie erst voll an. Dahin muss man mit bisschen höher gedrehten Standgas aber erstmal kommen :apl: Video: http://www.youtube.com/watch?v=58AZ7yo6hyk Würde mich freuen, wenn ihr weitere Ideen habt, was ich nachschauen könnte. Grüße J. |
Da läuft nur ein Zylinder.
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Auch wenn das recht wenig mit deinem momentanen Fehler zu tun hat, kann ich mir nicht verkneifen zu fragen, ob du das Öl schon gewechselt hast.
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Das einzige was noch offen ist ist das Problem aus dem Video :-( |
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Nimm doch mal den Luftfilter raus, und schau bei laufendem Motor durch die Airbox in die Ansaugstutzen. Beim Gasgeben müssen die Scheiber gleichmäßig hochgehen. Oft hat man beim Zusammenbau dort eine Feder/Unterlegscheibe/Kunststoffscheibe vergessen oder falsch eingebaut, oder die Membranen "gefaltetet" oder die winzigen O-Ringe unter den schwarzen Vergaserdeckeln vergessen. Dann gehen die Scheibe ungleich hoch, und das Gestottere fängt an.
VG HWK |
Das gestotter hätte man dann aber auch über 4k. :kopfkratz2:
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Nach dem Frühstück baue ich den Vergaser mal aus. Bin sehr gespannt, denn dann könnts endlich losgehen :moped: |
Zwischenstand:
Das ganze Gedöns auseinandergebaut und die vermutete Leerlaufdüse ausgebaut. Da konnte man nicht wirklich durchsehen... Nach ein wenig probieren mit einem dünnen Draht (ich weiss, das soll man nicht), bröselte bräunliches Pulver raus... Gleichnoch die andere Düse ausgebaut und auch diese bei meinem Nachbarn mit dem Kompressor ausgeblasen. Eben liegen die beiden Düsen nun nochmals im eigenen kleinen Ultraschallbad. Werde weiter berichten. Ob ich es heute noch mit dem Zusammenbau schaffe, kann ich noch nicht genau sagen. Grüße J. |
Ich glaub das waren Deine Gaser, bei denen ich die Leerlaufdüsen fast 20 Stunden geschallt hatte, bis sie frei waren. Wenn die jetzt wieder zu sind, dann kontrolliere doch bitte mal den Tank auf Rost.
Gruß Ric |
Guck halt mal, ob es jetzt besser ist. Wenn ja, weißt du das nächste mal, wo du nachsehen musst.
Musst halt dann auch mal abklären, warum sich die Düse wieder zugesetzt hat. Kann sein, dass Rost oder irgendwelche anderen Ablagerungen irgendwo im System stecken. Ja, die Leerlaufdüse hat ihren größten Einfluss im unteren Drehzahlbereich. Kommt man da drüber, läuft dann der Zylinder mit weil dann die Teillastnadel für ausreichend Gemisch sorgt, aber das hast du dir ja selbst schon beantwortet. Übrigens, wenn du mit dem Gedanken spielst dem Problem mit einem Benzinfilter zu begegnen, das funktioniert nur eine kurze Zeit. Der Filter lässt feinste Partikel durch, die sich dann wieder in der Leerlaufdüse sammeln. Hatte ich bei meiner 100er Zündapp auch. Das hielt immer nur ein paar Wochen. Ein rostfreier Tank oder eine professionelle Tankspülung und Versiegelung sind das einzigste was dauerhaft hilft. |
Zitat:
glaub meine warens nicht. Ich hatte dich am Tag vor deinem Urlaub drum gebeten mir den zurück zu schicken bzw den Status angefragt. Vielleicht gingen die in der Hektik unter. Nicht schlimm. Eine Düse war auf jeden Fall trocken, bzw der Schmodder der da rauskam war trocknes Pulver, da die komplett zu war. Messingfarben, nur etwas heller. Eben von dem Zylinder, der vorher nicht lief. Grüße J. |
Zitat:
Vielen Dank nochmal wegen deinem Tipp! Da ich nicht wusste, wie sich die GS auf nur einem Topf anhört, für mich Gold wert! Zitat:
Grüße J. |
Na, dann hat sich das ja gelohnt.
Im Teillastbereich kannst du ja noch die Nadel eine Raste höher hängen. Must halt gucken, ob es besser wird. Das kann aber auch mit den Leerlaufdüsen zusammen hängen. Ist eben ein Bereich mit fließendem Übergang in dem die einzelnen Düsen und Nadeln wirken. Zum Dreck: Möglicherweise hat da noch was in den Schläuchen gehangen. Ich würde das mal beobachten. |
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