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GS hat Brechdurchfall
:cry:
Habe mir vor zwei Wochen von privat ne GS gekauft, Bj. 92 mit 29.000km. Einziges Manko war: Öl war sehr weit unten. Desswegen nach den 10km Heimfahrt kurz 400ml aufgefüllt und heute wollt ich gleich nen kompletten Ölwechsel machen, da das Zeug schon ne Weile drin ist. Von zu Hause zur "Werkstatt" aufgebrochen, nach 1km fängt sie an zu stottern, ich rette mich noch 300mtr. weiter zu ner Tankstelle und da geht sie aus. Beim Absteigen ne riesige Öllache unterm Motorrad, das ist aus dem Entlüftungsschlauch auf der Kupplungsseite herausgeschossen gekommen. So...und jetzt....!? Habt ihr nen Rat? Ich geh mal von nem Motorschaden aus, nur würd mich interessieren was das war... |
Lief der Motor normal, auch kurz bevor das Öl aus dem Schlauch kam oder machte er unnormale Geräusche?
Der Schlauch müsste der Ablaufschlauch der Airbox sein. In die Airbox endet auch der Schlauch der Kurbelgehäuseentlüftung. War es definitiv Öl oder nen Öl-Benzingemisch? Wie viel ist dort ausgelaufen, hast du danach den Ölstand gemessen? Beim Ölstand messen den Deckel nur auflegen, nicht einschrauben |
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Der Motor hat anfangen zu stottern, eben ab den 300 mtr. vor der Tankstelle, als er dann ausgegangen ist. Es war dem Geruch nach zu urteilen ein Öl-Benzin-Gemisch. Den Ölstand hab ich danach nimmer kontrolliert, hab sie den 1 km heim geschoben, da steht sie jetzt. Geschätzt waren es aber gute 1 1/2 Liter (wenn's reicht). Ölstand messen, den Deckel nur auflegen ist klar.
Gerade noch gemessen und einigermaßen verwundert: Ölstand ist ca. 2mm über Max. ???????? Der Schlauch aus dem das Zeug rauskam ist der rechte der beiden. |
Vergiss nicht, auch mit der Nase zu messen. Wenn Öl im Benzin, vermutlich auch Bezin im Öl.
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Nen halber Liter sieht schon nach verdammt viel aus. Das kann getäuscht haben.
Zum Überlaufen: Wenns Öl aus der Kurbelgehäuseentlüftung ist weiß ich ehrlich gesagt nicht, woran das liegen kann. Dass Benzin in die Airbox läuft kann an hängenden Schwimmernadelventilen liegen. Ergo Gaser raus und nachgucken was da los ist. BTW: Genug Sprit war im Tank? |
Hattest du den Benzinhahn auf Pri?
Öl wird da schon noch drin sein. Aber 1,5 L sind schon sehr heftig. |
Hab oben noch ergänzt. Sprit hab ich gestern mal 2 Liter ausm Kanister (frisches) drauf geleert...sind also mind. 2 Liter drin (war beim Kauf quasi leer). Benzinhahn hatte ich die Nacht über auf Pri, beim losfahren auf Reserve gestellt weil so wenig drin war.
Die 1,5 Liter sind geschätzt, kann auch weniger oder mehr sein. Keine Ahnung wieviel Liter so ne Lache ergeben. |
Dann mach nen Ölwechsel und den Benzinhahn nicht auf Pri stellen. Dann Vergaser raus und am besten Ultraschallreinigen lassen.
Da hing wohl ein Schwimmernadelventil. Dann läuft der Sprit gerne mal in den Motor und in die Airbox. Auf keinen Fall mehr starten mit dem jetzigen "Öl" |
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Ui....das könnte ja u.U. bedeuten dass sie garnicht kaputt ist. Okay, Fehler war dann wohl der Benzinhahn auf PRI...
Vergaser MUSS raus und gereinigt werden? Oder würde mal ein Ölwechsel reichen und anschließend nochmal probieren? Taucht das Problem mit dieser Schwimmernadel nur in der Pristellung auf oder auch auf ON? |
Ich persönlich würde es gleich mitmachen, dann hast du auch in näherer Zukunft keine Probleme mehr mit dem Vergaser. Außerdem kannst du auch gleich schauen ob der richtig ge bzw entdrosselt ist.
Das die Airbox gereinigt werden muss ist klar. Der Luftfilter wird wohl auch voll mit Öl sein. Ob man den reinigen kann weiß ich gerad nicht. Besser wär in dem Fall wohl auch der Neukauf. |
Du solltest das Problem beseitigen, bei hängenden Schwimmernadelventilen wird der Benzinstand in den Schwimmerkammern nicht richtig reguliert.
Stellt man die GS ab und der BH ist auf PRI, sperrt der BH den Benzinfluss nicht und das Benzin läuft ungehindert in die Schwimmerkammern, von dort über die Hauptdüse in die Venturi der Vergaser und weiter in die Airbox und Brennräume. In den Brennräumen sickert es an den Kolbenringen vorbei ins Motoröl und verdünnt dieses soweit, dass eine ausreichende Schmierwirkung nicht mehr gegeben ist und erhöht den Ölstand. Was jetzt zuviel ist, wird bei laufenden Motor über die Kurbelgehäuseentlüftung rausgedrückt - was durch den stark ansteigenden Öldruck und sich eventuell bildende hydraulische Anschläge auch nicht gesund für die Mechanik ist. Das Problem ist jedoch nicht darauf beschränkt, wenn die GS steht und/oder der BH auf PRI steht. Denn beim Fahren öffnet der BH ja auch auf ON oder RES, dann können die Schwimmerkammern ebenfalls überlaufen und der Motor stirbt wegen Überfettung ab (merkt man gut, wenn die GS beim Bremsen ausgeht), außerdem läuft das Benzin auch in die Airbox und über die Airbox-Drainage ab. Weil in der Airbox immer Ölnebel von der Kurbelgehäuseentlüftung ist und dort eventuell auch das Öl-Benzin-Gemisch, was jetzt im Kurbelgehäuse zuviel ist, entsorgt wird, ist das Benzin, das aus der Airbox-Drainage ausläuft, auch immer ziemlich stark mit Öl versetzt. |
Verstanden, macht Sinn! Danke!
Könnte im konkreten Fall jetzt aber auch daran gelegen haben, dass wirklich nur PRI Schuld war und auf ON und RES die Schwimmernadeln ganz normal arbeiten, oder!? Den Vergaser reinigen kann aber mit Sicherheit nicht schaden... |
Gut ;-)
Also zusammenfassend, was zu tun ist:
Viel Erfolg! |
OK :)
Danke!!! |
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So....jetzt hab ich trotz der sehr guten FAQ-Links nochmal ne Frage. Ist leider erst der zweite Vergaser an den ich mich wage und der erste in Eigenleistung ;-) ....aber einmal ist immer das erste Mal.
Der rote Kringel mit der 1 ist die Ablassschraube, korrekt!? Also hier aufrehen und der Vergaser läuft leer!? Der rote Kringel mit der 2 ist die Schwimmerkammer, oder!? Also auch hier: Vergaser raus, das Dingens auf den Kopf stellen und dort aufmachen...das müsste dann die Ansicht aus dem FAQ-Link sein, richtig? Was wird zum Reinigen empfohlen? Vergaserreiniger ausm Polo + Bürste? Oder isr Druckluft Pflicht? Ne Ultraschall-Reinigung will ich mir nach Möglichkeit sparen... Weiterhin habe ich jetzt beim Entfernen des Luftfilterkastens festgestellt, dass das Öl/Benzin-Gemisch doch hier raus gekommen ist und nicht aus dem Schlauch weiter unten. Dürfte jedoch keinen Unterschied machen was die Maßnahmen betrifft; auch das richtig!? Und noch was: Da die Ventildeckeldichtung leicht schwitzt und ich den Tank ohnehin schon unten habe, möchte ich diese gleich wechseln. Gibts etwas bestimmtes zu beachten, außer die Schrauben analog den Radmuttern beim Auto "über Kreuz" anzuziehen? Danke für Eure Hilfe!!! |
Brauchst nicht großartig viel reinigen.
Lag an der falschen Stellung am Benzinhahn und mindestens einem hängenden Schwimmernadelventil. Besorg dir einen für jeden VErgaser einen Reparatursatz (16€ bei Louis), da sind Schwimmernadelventil, Schwimmersitz und alle O-Ringe dabei. Alles tauschen (sofern die Schwimmerkammer nicht arge Ablagerungen aufweist), zusammenbauen, fertig. Die Schrauben des Ventildeckels solltest du unbedingt mit nem Drehmomentschlüssel anziehen. Viele bekommen da Probleme mit überdrehten Gewinden. Die Schrauben greifen in Alu...da braucht es nicht viel Drehmoment, schließlich dichtet die Dichtung. Die Dichtung klebst du mit Flächendichtmasse in den Ventildeckel. An den Halbmonden kommt auch etwas Dichtmasse auf Dichtung und/oder Dichtfläche. Um den Deckel rauszubekommen, solltest du die Gehäuseentlüftung (das Kistchen oben auf dem Deckel) abschrauben. Da sitzt einen Papierdichtung drunter. Die solltest du nicht zerstören, sonst brauchst du eine Neue. Wenns nur leicht schwitzt, würde ich das so lassen und zusammen mit der Ventilspielkontrolle (ist eigentlich alle 6000 km dran) wechseln. Tank runter is ja ne Sache von 2 Minuten... |
Hmmm an der Schwimmerkammer fehlt mir irgendwie die Ablassschraube ?!?! Der Nippel ist da wo du's markiert hast, aber die eigentliche Schraube ist nicht da!?
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Schwimmerkammern vertauscht montiert...dann schauen beide Ablassschrauben unsinnigerweise nach innen.
(solltest du bei der Montage ändern, damit du in Zukunft von außen den Sprit ablassen kannse ;) ) |
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Sodele...hab den Vergaser nun auseinander, kann aber beim Besten Willen keinen Defekt finden. Im Gegenteil: Meiner Ansicht nach ist das Ding super sauber, die Schwimmernadeln sehen für mich hervorragend aus und sind auch frei beweglich, die Schwimmerkammern weisen keinerlei Verschmutzungen auf, einzig die Dichtungen der Schwimmernadelhülse (falls das Ding so heißt) machen mir einen etwas verhärteten Eindruck. Könnt Ihr anhand der Bilder etwas erkennen, was mir verborgen geblieben ist?
Ich hab jetzt mal ein bisschen Vergaserreiniger in die Hülsen getröpfelt....aber wie geschrieben: Da ist nichts was zu reinigen wäre. |
Noch was: Wie kann ich einen Test machen ob die Schwimmernadel wirklich nicht abdichtet bzw ob die Dichtung evtl. nicht dicht macht? Gibt's da ne Methode?
Kann ich z.B. über den Schlach, der normalerweise vom Benzinhahn kommt Benzin einfüllen und das müsste dann irgendwann überlaufen (am Schlauch) anstatt aus der Hauptdüse rauszudrücken? |
Ich hatte auch mal das Gefühl das eine Nadel hängt. Hab den Vergaser damals vorsichtig eingespannt in dem Winkel in dem er auch in der GS hängt. Dann (ich glaub 1L) Flasche mit Benzin angeschlossen und in etwa 30 cm über dem Vergaser aufgehangen.
Und dann laufen lassen. Falls eine Nadel nicht schließt läuft es halt über und man sieht genau welche es ist. Das ganz bitte nur in gut belüfteten Räumen oder eben draußen machen, nicht rauchen oder offenes Feuer. Sollte klar sein aber ich schreib es trotzdem ;) |
Um mal vom Vergaser Thema abzuschweifen. Was mach ne GS wenn zu viel Öl eingefüllt ist? Irgendwo muss sie ja hin damit. Vermutlich zu irgendeiner gehäuseentlüftung raus oder? Ich kenne das prob nur von KTM, da wir das Öl in den lufikasten geblasen, und läuft von da über nen Schlauch ins freie.
Kann das die Ursache für deine inkointinente GS gewesen sein? Ölstand kalt gemessen, 400ml draufgekippt und los gefahren. Klingt für mich nach 200-300ml zu viel Öl im Bock. |
Zitat:
@ Willow Geht der Versuch Deiner Meinung nach auch mit Wasser damit das keine so große Sauerei wird? Klaro: Danach den Vergaser schön ausblasen und trockenen. Vom Prinzip her sollte das ja aber genauso gehen, oder!? |
Nö, da Benzin und Wasser verschiedene Dichten haben, und da wo Benzin durch oder raus läuft macht Wasser das noch lange nicht.
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Zitat:
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Für mich sieht das eine Schwimmernadelventil aus, als wäre da ne Setzmarke im Gummikonus
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Zitat:
Danke! |
Die sind einzeln sehr viel teurer, als wenn du dir ein Vergaserreparaturkit bei Louis kaufst. Da sind für 32€ (2 Kits), alle O-Ringe, Schwimmerkammerdichtung, Schwimmernadeln und Schwimmernadelventilsitze dabei.
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Da hast Du Recht! Jetzt bräucht's nur noch nen Gutschein über 5 oder 10€ und gut ist ;)
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Käse....jetzt weiß ich nimmer weiter!
Habe geprüft welche Vergaserseite leckt (siehe Versuchsaufbau in Bild 2) ...es ist die rechte. Also neue Schwimmernadel und Führungshülse inkl. Dichtung eingebaut, nochmal probiert und er leckt immernoch!? Das Benzin kommt aus einer der beiden Düsen zum Luftfilterkasten hin raus....möglicherweise auch aus beiden (siehe Bild 1). Gibt es noch einen anderen Grund für nen leckenden Vergaser außer der Schwimmernadel und der Dichtung der Hülse? |
Ist der Vergaser außen nass?
Auf dem Bild schlecht zu erkennen. Vielleicht hat der rechte Vergaserkorpus nen Haarriss? Schwimmerstand kontrolliert bzw. nen durchsichten Schlauch an den Schwimmerkammerabfluss, hochbiegen und den Benzinpegel checken (sollte knapp unterhalb der Schwimmerkammerdichtung liegen). |
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Das Benzin fließt aus den beiden Düsen auf Bild 1 raus - hab's grad mal markiert....klar, dann wird auch die Schwimmerkammer außen nass.
Zum checken des Benzinstands in der Schwimmerkammer fehlt mir grad der richtige Schlauch... Schwimmerstand, also ob die Nadel richtig arbeitet, habe ich so gemacht dass ich einfach geschaut hab ob sie sich gleich bewegt wie die andere...das passt. Meßschieber zum Einstellen der 16,4mm hab ich gerade nicht parat. |
So...das ist jetzt peinlich :oops:
Ich habe doch nach dem Versuch den Vergaser auf den Kopf gestellt und tatsächlich den falschen aufgeschraubt und alles gewechselt. Festgestellt, alles wieder geändert und beim "richtigen" Vergaser den Tausch vorgenommen und: Alles dicht, es kommt kein Benzin mehr raus :-D Morgen abend wird wieder alles eingebaut, Öl- inkl. Filterwechsel gemacht und dann stelle ich hoffentlich fest, dass der Motor nichts abbekommen hat und alles wieder läuft wie es soll. Vielen Dank für Eure Hilfe!!! |
Passiert, bist da nicht der Erste, der den Vergaser verdreht ;)
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Soooo....habe heute den Vergaser wieder eingebaut und das "Öl" gewechselt.
"Öl" in Anführungsstrichen weil es sage und schreibe 4, in Worten VIER Liter waren, die dünnflüssig rausgeschossen sind. Waren auch ein paar Metallspäne dabei :? KTM-Owner würden jetzt sagen "alles normal", ich fand's nicht so lustig. Hab sie dann angeworfen und sie ist auch ohne Geräusche gelaufen und hat das Gas schön angenommen. Da's jetzt ein bisserl zu spät war wird's erst morgen oder übermorgen was mit der Probefahrt. Evtl. bekommt sie noch neue Zündkerzen spendiert wenn sie die Probefahrt durchsteht. Ich hoff jetzt einfach dass sie das Ganze ohne gravierende Spätfolgen überstanden hat und wieder ihren Dienst verrichtet :moped: Drückt mir die Daumen! |
Heute eine 10km Probefahrt gemacht, ohne auffällige Geräusche die irgendwie auch noch Drehzahlabhängig wären. Schön rund gelaufen und ohne Mucken.
Bin dann mal noch im Stand ne Minute nebendran gestanden und hab gelauscht und meinte ein unregelmäßiges Klopfen zu hören...vll. irgendein Metallteil irgendwo drin!? ...oder das wachsende Gras auf der Wiese nebendran. Naja....Härtetest folgt mit ner 500km Tour am Wochenende. Dann wird sich's zeigen! |
Anhand von Beschreibungen kann man nie sagen ob das gut oder schlecht ist. Die GS klingt einfach anders als andere Mopeds. Am besten wärs wenn sich das einer anhört der sich mit der GS auskennt ;)
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Ich weiß, ich weiß ;-) Vom Gefühl her war's jetzt nicht penetrant, eher fast nicht hörbar....bin mir eben nichtmal sicher ob's überhaupt da war.
Ich werd evtl. das Öl nochmal ablassen und schauen ob sich nochmal Späne angesammelt haben. Oder aber einfach fahren und die Daumen drücken ;-) |
Fahr deine GS weiter.
Im Motor nachsehen zu lassen, ob was kaputt ist, lohnt sich nicht, das kostet wesentlich mehr als ein guter gebrauchter. Vll. hast du ja Glück gehabt und es ist nichts passiert. Ich würde die erste Zeit dem Motor aber nicht allzuviel abverlangen. Schön langsam warm fahren und generell hohe Drehzahlen (>6000 U/min) meiden. Wenn was kaputt ist, merkst du das über kurz oder lang. |
;-) So ist der Plan...aber wie geschrieben: Evtl. nur nochmal Öl ablassen und Metallspäne, die sich jetzt noch freigeschwommen haben rausholen....gleiches Öl dann wieder rein.
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Unregelmäßiges Klopfen kann auch völlig unbedenkliches Axialspiel der Nockenwellen sein. Davon wird früher oder später fast jede GS heimgesucht.
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