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GS tropft Öl
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Hallo an alle!
Habe mir vor anderthalb Wochen eine GS gekauft, Bj. '90. Das ist mein erstes Motorrad und dementsprechend wenig weiß ich mir selbst zu helfen :( Das Problem ist, dass sie geringe Mengen Öl verliert, nach jeder Fahrt, wenn der Motor noch warm ist 2-3 Tropfen. Wenn sie einfach nur steht verliert sie über Nacht auch evtl einen Tropfen. Das Öl kommt irgendwo vorne oder rechts vom Motor. Es Tropft zumindest erst auf das rechte Auspuffrohr und von da aus auf den Boden, wie man hier hoffentlich sieht: Anhang 17247 Anhang 17248 Anhang 17252 Anhang 17253 Anhang 17254 Da ich keine Ahnung habe, kann ich bis jetzt nur die Vermutung anstellen, dass vielleicht irgendwo eine Schraube locker ist, oder eine Dichtung nicht in Ordnung ist. Bitte drückt euch verständlich aus, ich bin bei dem ganzen Fachjargon im Forum schon einige male ins Stocken geraten :-D |
Naja, lockere Schrauben erkennt man daran, dass sie locker sind. Dann kann man sie a auch festschrauben.
Meistens ist aber eine Dichtung durch. Zuerst muss man mal herausfinden, was undicht ist. Ich würde ganz einfach mal alles ordentlich sauber machen und dann den Motor laufen lassen oder ein kurzes Stück fahren, damit man sieht, wo die Leckage ist. Sauber machen würde ich das indem ich das mit Bremsenreiniger abwischen würde. Dann ist alles entfettet und trocken. Dann sieht man auch schön, wo es rauskommt. Danach muss man dann überlegen, was zu tun ist. |
Servus,
zuerst einmal gründlich reinigen, dann fahren und danach checken, wo es wirklich rauskommt. Am besten mit einem Drehmomentschlüssel die Schrauben nach ziehen. |
Danke für die schnellen Antworten! :)
Dann werd ich das morgen mal machen. Ich werde dann berichten. |
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Danke, gsmattis.
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sieht wie bei mir aus, nur in harmlos. :) ich werde samstag mal die kupplungsdeckeldichtung tauschen, dann sollte das geklärt sein.
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jo, fr!edol!n, deinen Thread hatte ich auch schon gesehen und das kam mir ähnlich vor. Zum Glück scheint mein Problem nicht ganz so ausgewachsen zu sein. :) Hoffe mit der Dichtung hat sichs bei dir dann erledigt.
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achja, werde ich schon sehen. so viele dichtungen gibts ja nicht mehr zu tauschen :-D
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So, ich wollte heute dann mal prüfen, ob die Schrauben auch festsitzen.
Allerdings weiß ich nicht welche Drehmomente die Schrauben des Motordeckels und des Kupplungsdeckels bzw rechten Motordeckels haben. Ich habe zwar in der Liste für die Drehmomente geschaut, allerdings weiß ich nicht welche Bezeichnung hier zutrifft. Oder fallen besagte Schrauben unter die nicht aufgeführten Schrauben? |
Ich denke nicht, dass du den Block damit wieder dicht bekommst.
Die Schrauben bekommen nicht viel Drehmoment: Kurbelgehäuseschraube 6 mm: 9-13 Nm Kurbelgehäuseschraube 8 mm: 20-24 Nm |
Wundert mich, dass das so viel ist. Ich habe vor ein paar Tagen noch ne Tabelle gesehen, wo Anzugswerte für Stahl und Alu aufgeführt waren. Da war für ne Stahl M8 in Stahl 20-24Nm und in Alu nur 15-20Nm angegeben. Da das Motorgehäuse aus Alu ist, hätte ich bei den Werten Schiss, dass da was ausreißt. Ich hatte das grad am Anschraubflansch vom BOS, deswegen der Einwand.
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So, habe mal alles mit Bremsenreiniger abgesprüht und dann den Motor laufen lassen. Mit diesem Ergebnis:
Anhang 17266 Anhang 17267 Anhang 17268 Anhang 17269 Scheint wohl Die Kupplungsdeckeldichtung zu sein, oder? Allerdings sieht man auf dem letzten Bild, dass auch dort, wo die Dichtmasse etwas rausquillt, Öl austritt. Welche Dichtung wäre das denn? |
Zitat:
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Schon klar, deshalb sagte ich auch Dichtmasse. Also wird dort tatsächlich nur Dichtmasse und keine Dichtung verwendet? Ich beziehe mich hierbei auf das letzte Bild und den letzten Post.
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Da musst du nochmal saubermachen und eine kürzere Zeit abpassen.
Wenn es wirklich bei der Dichtmasse raussifft, wird das eine sehr sehr aufwändige Reparatur. Also hoffe, dass es nur die Kupplungsdeckeldichtung ist und du nicht den kompletten Motor zerlegen musst. |
Das hoffe ich auch.
Habe eben gerade den Ölstand gemessen, um zu sehen, wieviel Öl ich denn bisher so verloren habe. Daber ist mir aufgefallen, dass mein Öl nach Sprit riecht. Ich hatte die Spritleitung eine Nacht mal auf "Res". Aber eigentlich sollte dabei doch nichts ins Öl sickern?? Könnte Sprit im Öl etwas mit meinem Problem zu tun haben? Der Geruch war jetzt nicht so stark, aber wahrzunehmen. |
Verdünntes Öl läuft natürlich schneller raus. Aber mit 100% intakter Dichtung wäre der Motor auch noch dicht, wenn er nur mit Sprit befüllt wäre.
Wenn das Öl komisch riecht, mach nen Ölwechsel. Das ist allemal günstiger als einen Lagerschaden zu beheben und eh alle 6000 km dran. |
So, die neue Dichtung ist da.
Mit was sollte ich die alte Dichtung denn entfernen. Ich lese überall man soll die rausschaben, die Frage ist nur mit was. Weil an gleicher Stelle immer wieder erwähnt wird, dass das Aluminium sehr anfällig für Macken ist. |
Ich nutze einen Ceranfeld-Schaber als Dichtungsschaber.
Wenn du vorsichtig bist, kannst du auch mit nem Cuttermesser die alte Dichtung abschaben. |
Ich würde mal dichtungsentferner kaufen. Ich hab mir mit schabern und cutter mind. Eine stunde rumgequält. Auch die ein oder andere macke reingemacht. Aber habe noch hylomar dünn benutzt und es hält dicht
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Dichtungsentferner frisst dir die Farbe vom Deckel und hilft bei festgebackenen Papierdichtungen nicht.
Schließlich bekommt die Kupplungsdeckeldichtung keine Dichtmasse (wegen der Ölkanäle und weils unnötig ist). |
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Zitat:
Aber ohne zu jammern...gut! ^^ |
Ja, am SKS. Schön abgerutscht und in den Zeigefinger! :)
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Das Dichtzeugs hält eigentlich ganz gut, wenn man es laut Anleitung verarbeitet. Schrauben nachziehen, selbstverständlich mit dem richtigen Drehmoment, ist auch mal eine Option, die man versuchen sollte. |
Danke, Berndy. Hat sich aber schon herausgestellt, dass es "nur" die Kupplungsdeckeldichtung ist, die Probleme macht. Werde also nicht den gesamten Motor zerlegen :)
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Na, das ist eine gute Nachricht und verhältnismäßig einfach zu reparieren.
Verwende aber keine Dichtmasse, wo keine hingehört. Ein User hat seinen Motor zerstört weil er dort die Ölkanäle mit Dichtmasse verstopft hat. Deswegen ist da auch eine Papierdichtung. Ich würde die originale von Suzuki nehmen. Die Schrauben schön langsam gleichmäßig anziehen. Nicht eine fest, dann die nächste ... Am besten über Kreuz. |
Eigenes Dichtpapier zuschneiden ist keine Kunst, man muss nicht unbedingt vorgeschnittenes kaufen, was entweder teuer ist oder nicht gut passt. Es gibt z.B. bei Louis Dichtpapierbögen. Du nimmst einfach den (Kupplungs-)Deckel und beschmierst die zu dichtende Fläche mit (altem) Öl. Den Deckel legst du einfach auf den Bogen Dichtpapier und durch den "Aufdruck" erkennst du, wo du entlangschneiden musst. Schneide dabei lieber etwas großzügig aus (lass einfach ein mm Rand). Die Schraubenlöcher kann man mit nem Locher machen (wenn man treffsicher ist :grinser2: ).
Hatte ich bei meiner GS früher so gemacht und hat wunderbar geklappt/gedichtet. Von Dichtmasse würde ich auch eher abraten. Altes Dichtpapier habe ich relativ einfach mit nem Cutter wegbekommen. Zuviel Kraft solltest du dabei sowieso nicht aufwenden, da neben der Verletzungsgefahr der Motorblock beschädigt werden kann. Lieber mit Gefühl und Geduld. |
Danke für die Tipps. Hab aber schon eine Athena-Dichtung bestellt.
Ich denke die wirds auch tun. Mit was soll ich denn nach dem entfernen der alten Dichtung den Kupplungsdeckel am besten reinigen? |
Wichtig ist, dass keine alten Dichtungsreste mehr auf den Dichtflächen sind. Die Dichtflächen dürfen aber auch nicht verletzt sein. Das Entfernen der Dichtungsreste dauert oft am längsten weil das so eine Fitzelarbeit ist und sorgfältig gemacht werden muss.
Zum Entfetten einfach etwas Bremsenreiniger auf einen fusselfreien Lappen geben und abwischen. |
Zitat:
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Was ein Mist.
War gerade dran mich an den Dichtungswechsel zu machen und dachte mir, bevor ich den Kupplungsdeckel abschraube kann ich ja doch noch testen, ob die Schrauben denn überhaupt richtig gesessen haben. Also den Drehmomentschlüssel auf 20 Nm für die 8mm Schrauben eingestellt, und tatsächlich schienen da einige recht locker zu sitzen. allerdings könnt ihr auf den 2 Fotos sehen was dann passierte: eine Schraube bricht ab. Jetzt bin ich gerade mal etwas ahnungslos, wie ich denn den Rest der Schraube raus bekomme. Und abgesehen davon auch ganz schön frustriert. Anhang 17335 Anhang 17336 |
Die Kupplungsdeckelschrauben sind M8?
Hab grad keine zur Hand, hätte die aber dünner (M6) geschätzt. Die wirst du wohl ausbohren müssen. Glaube nicht, dass da noch genug Gewinde aus dem Motor schaut, um den Rest zu greifen. |
Denke auch dass da nichts rausschaut, hab aber nicht geguckt, da ich erstmal aus Frust alles hingeschmissen habe. Habe keine Ahnung was fürs ausbohren nötig ist.
Vielleicht kann sowas ja auch die Autowerkstatt um die Ecke erledigen. Werd um sowas wohl nicht drumherum kommen. |
Ohne KnowHow und Ausrüstung ist das auf jeden Fall ein Job für eine Werkstatt.
Viel Glück! |
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Also hab mal bei nem Schlosser angerufen.
Der will jetzt wissen ob die Schraube denn in Aluminium oder in Stahl steckt. Anhang 17337 Ihr wisst da doch bestimmt Bescheid. Dass der Kupplungsdeckel aus Alu ist weiß ich schon, aber da steckt sie ja nicht drin. Und googeln hat erstaunlicherweise nichts gebracht. |
Der Block ist auch Alu.
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8er Schlüsselweite kann sowohl M5 als auch M6 haben. Das Motorgehäuse ist auch aus Alu.
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Mit Motorgehäuse aus Alu hab ich wohl ein Problem, da die Schraube nicht so einfach ausgebohrt werden kann. Wenn das Ausbohren nun unverhältnismäßig teuer wäre konnte ich zumindest probieren ob der Deckel auch mit einer Schraube zu wenig dicht hält :?
Zum verzweifeln. |
Wenn es erstmal dicht hält, dann lass es so wie es ist und hebe dir die Arbeit für den Winter auf. Man kann solche Schraubenreste erodieren lassen, Kosten ca. 20 bis 50 Euro je nach Betrieb. Nachteil an der Geschichte: Du musst den kompletten unteren Teil des Motorgehäuses ausbauen und reinigen. Eine schöne Winterarbeit, wo man dann gleich den gesamten Motor überholen kann (Ventile einschleifen, Ventilspiel einstellen, Steuerkette, Lager und Getriebe überprüfen usw.). Bedenke, dass du dann einen kompletten Motordichtsatz benötigst (ca. 80 Euro).
Hab das auch im Winter vor mir, bei mir hat allerdings eine Krümmerschraube versagt. |
Zitat:
Eine so dünne Schraube ausbohren geht ohne Bohrführung sehr schwer. Such dir einen Motoreninstandsetzungsbetrieb in deiner Nähe, die können so was. Wo hast du denn die 20 Nm Drehmoment her, das ist ja viel zu hoch. Du darfst Schlüsselweite 8 mm nicht mit M8 verwechseln. Die Gehäuseschrauben haben Schlüsselweite 8 mm aber Gewinde M6 und ein Anzugsdrehmoment von 9 - 13 Nm. Du kannst alle Schrauben, die du mit 20 Nm angezogen hast tauschen, die sind jetzt alle gestreckt und dadurch geschwächt. Hoffentlich gehen die alle noch auf ohne dass das Gewinde kaputt ist. Eine Gewindereparatur kostet normalerweise ca. 25 - 30 € bei höherem Aufwand auch mehr. Nur hinbringen musst du das Teil. Müsste aber am ausgebauten Motor und abgenommenen Kupplungsdeckel gehen. Edit: Wenn du Glück hast, ist die Schraube bündig mit der Dichtfläche abgerissen, das macht es etwas einfacher. Wenn das Gewinde nichts hat, kann man die eventuell sogar mit einer Reißnadel drehen. |
Nachdem die Schraube abgerissen ist war mir dann auch klar dass ich wohl was falsch verstanden hatte. Habe die Schrauben auch direkt wieder gelockert und auf 12Nm angezogen. Morgen geh ich mal zum Schlosser, mal sehen was der dazu sagt.
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Wäre das eine Möglichkeit?
Pelike hatte sich ja auch eine Schraube am Motor abgerissen. Er hat sie mit einem sehr dünnen Bohrer von Innen aufgebohrt und die Schraube mit einem Torx entfernt. Schau hier mal in seine Bilder rein vom Wiederaufbau. Klick Mich, ich bin Google Plus Ansonsten viel Glück :au::apl::apl: |
Zitat:
Schrauben die mit zu hohem Drehmoment angezogen wurden, sind wahrscheinlich schon weit aus der elastischen Verformung draußen im Bereich der plastischen Verformung. Deswegen ist auch die Schraube gerissen. Ich würde sicherheitshalber neue Schrauben rein machen. Die Gefahr, dass die Schrauben gedehnt sind, wäre mir zu groß. Übrigens reißt die Schraube nicht in dem Gewinde im Gehäuse sondern in dem Teil, der über dem 1. Gewindegang des Innengewindes liegt. Da ist die Dehnungseinschnürung infolge der Materialschwächung durch das Gewinde am höchsten. Da das Gewinde weder eingerostet ist noch das Gewindestück irgendwo eingeklemmt sein dürfte, müsste das ohne Bohren zu entfernen sein. Das Gewindestück müsste relativ locker zu drehen sein. Aber das wird der Schlosser ja feststellen. |
Jo, danke für die Info.
Bin aber doch nicht zum Schlosser, sondern gehe morgen in die Werkstatt eines Bekannten, bei dem ich dann unter seiner Anleitung schön alles erledigen kann. Heute kaufe ich dann auch neue Schrauben. Ich denke wenn alles klappt, dann kann das Thema hier morgen geschlossen werden. Ich gebe aber natürlich nochmal einen Bericht :) |
Also, nach einigen Stunden in der Werkstatt inklusive dem Martyrium des Dichtungsschabens scheint alles wieder in Ordnung zu sein. Es tropft nicht und alle Schrauben sind ersetzt.
Ich bedanke mich für eure Hilfe und hoffe diese nicht so schnell wieder in Anspruch nehmen zu müssen! :-D |
Viel Spaß beim fahren ;)
Möglichst lange ohne Panne :kult: |
Und, wie habt ihr das abgebrochene Stück Schraube herausbekommen?
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Achso ja, war ganz einfach. Hat noch ein Stückchen rausgeguckt und konnte ganz einfach mit ner Zange rausgedreht werden, hehe.
Hab mir ganz grundlos einen Kopf gemacht. Die Gewinde sind auch noch alle gut. |
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