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Sebbe 08.03.2014 20:24:29

Dreht nicht über 8.000 U/Min
 
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Guten Abend,

habe meine Zylinderfußdichtung gewechselt, die GS ist jetzt wieder komplett zusammengebaut.
Wollte gerade kurz zum Testen eine Runde fahren, allerdings dreht sie ab ca 8.000 U/Min nicht mehr weiter.

Habt ihr eine Idee woran das liegen könnte?

Beim Motoreinbau ist ein kleiner Plastiknippel am Vergaser (Bild Anhang) abgebrochen, sah für mich aber so aus, als ob er nur das "Loch darunter" verschließt, habe nun auch das Loch verschlossen.


Gruß

Basti

gsmattis 08.03.2014 20:27:28

Das ist der Unterdruckanschluss zum Vergasersynchronisieren. Wenn die Kappe oder der ganze Nippel fehlt zieht sie da Falschluft

Sebbe 08.03.2014 20:28:20

Aber der Nippel ansich hat keine Funktion? Wir haben das Loch mit Hitzebeständigem Silikon verschlossen...

Sebbe 08.03.2014 20:34:22

Zitat:

Zitat von Sebbe (Beitrag 530391)
Aber der Nippel ansich hat keine Funktion? Wir haben das Loch mit Hitzebeständigem Silikon verschlossen...

Vielleicht ist es noch erwähnenstwert, dass sie im Stand im Leerlauf mit wenig Choke oder ohne ein bisschen Gas ausgeht..

Saugwurmmensch 09.03.2014 17:51:22

Haste am Vergaser irgendwas gemacht?

Silikon und Co haben am Vergaser nix zu suchen und halten auch selten lange.

Sprüh mal kräftig mit Bremsenreiniger ab, obs dort Falschluft zieht.
Habt ihr die Dichtungen der Ansaugstutzen erneuert?

Stell auch mal bei heißem Motor das Leerlaufgemisch ein.

Nicht über 8000 gehen könnte ein Zündproblem sein, sofern im Vergaser sonst nicht nochmehr im Argen liegt.

Zu wenig Info für genauere Diagnosen.

Sebbe 10.03.2014 07:39:26

Zitat:

Zitat von Saugwurmmensch (Beitrag 530458)
Haste am Vergaser irgendwas gemacht?

Silikon und Co haben am Vergaser nix zu suchen und halten auch selten lange.

Sprüh mal kräftig mit Bremsenreiniger ab, obs dort Falschluft zieht.
Habt ihr die Dichtungen der Ansaugstutzen erneuert?

Stell auch mal bei heißem Motor das Leerlaufgemisch ein.

Nicht über 8000 gehen könnte ein Zündproblem sein, sofern im Vergaser sonst nicht nochmehr im Argen liegt.

Zu wenig Info für genauere Diagnosen.


Dichtungen an den Ansaugstzutzen sind nicht gewechselt worden..

Was für Infos wären für eine genauere Diagnose denn noch hilfreich?

Für was ist dieser kleine Plastiknippel auf dem Vergaser da?

Gruß

gsmattis 10.03.2014 07:52:41

Immernoch
Zitat:

Zitat von gsmattis (Beitrag 530390)
der Unterdruckanschluss zum Vergasersynchronisieren. Wenn die Kappe oder der ganze Nippel fehlt zieht sie da Falschluft


Sebbe 10.03.2014 07:54:05

Oh, Überlesen, sorry.

Haben den Nippel aber Verschlossen..
Also (Falsch-) Luft sollte sie da nicht ziehen..

Rocky 10.03.2014 09:02:41

das ist normalerweise auch kein typisches Anzeichen für Falschluft

eher wahrscheinlich :

Motor

- Steuerzeiten falsch eingestellt
- Ventile oder Kopfdichtung undicht
- Ventilspiel zu gering

Vergaser

- Düse verstopft oder Nadel/Düsenstock ausgeschlagen
- Vergasermembran defekt
- Gasschieber hängt

Zündung

- Kerzen oder Stecker defekt
- Spule defekt

Peripherie

- Luftzufuhr verstopft
- schlechte Benzinzufuhr

P.s.

die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit

Sebbe 10.03.2014 09:17:52

danke für die Auflistung..

Haben nur am Motor gearbeitet, kann mir nicht vorstellen, dass dadurch am Vergaser irgendetwas passeirt sein könnte..
Haben die Verbindung zw Vergaser und Zylinderkopf eben gelöst und diesen Nippel abgebrochen, aber wieder verschlossen (s.o.)

Das Ventilspiel haben wir eingestellt:
VL: 0,06mm VR: 0,05mm
HL: 0,05mm HR: 0,07mm

Mit eventuell vertauschten Benzinleitungen (am Tank direkt) kann das eher nichts zu tun haben, oder?

Rocky 10.03.2014 09:31:31

Zitat:

Mit eventuell vertauschten Benzinleitungen (am Tank direkt) kann das eher nichts zu tun haben, oder?


wenn man den Vergaser ausbaut kann man aber leicht Verunreinigungen die sich am tiefsten Punkt der Schwimmerkammer angesammelt haben aufwirbeln
oder einer der Züge oder der Chokeschlitten hängt nach dem Zusammenbau

beim Motor wäre eine Kompressionsmessung eine gute Idee um Undichtigkeit auszuschließen

Sebbe 10.03.2014 09:42:44

Die Kompression sollte man in der Werkstatt messen lassen, oder?
Sollte ja Motorradherstellerunabhänig funktionieren?
Bei welchem Betrag liegt man das preislich ca.?

Saugwurmmensch 10.03.2014 11:24:24

Kompressionstester für die GS bekommst du bei Louis für 16€ oder so.
Ist eine Sache von 2 Minuten in der Werkstatt....warmer Motor, Kerzen raus, Gas voll aufdrehen und dann den Anlasser betätigen.

Sebbe 10.03.2014 11:26:25

Hab hier im Foprum vorher gelesen dass der Tester ne Toleranz von 2 Bar hat und daher nix taugt..

Saugwurmmensch 10.03.2014 11:34:46

Wo hast du denn das gelesen?
Das klingt extrem unwahrscheinlich.
Ist schließlich genauso schwer ein Müllgerät zu bauen (mit solchen Differenzen), wie ein vernünftig funktionierendes ;)

Ich bin mit den 2 Messuhren (haben ja leider keine Gewindeadapter) hier sehr zufrieden.


btw:
Die Falschluftgeschichte musst du penibel kontrollieren...

Und zu den Infos:
Dreht sie im Stand nicht über 8000?
In jedem Gang?
Wie gestaltet sich die Leistungsentfaltung? Alles normal und dann cut off bei 8k?
Steuerzeiten habt ihr korrekt eingestellt bekommen (da gabs ja Unsicherheiten)?
Lappen im Luftfilter vergessen? (gabs alles schon...)

Sebbe 10.03.2014 11:40:18

War ein anderes Forum, sorry, kommt man leicht durcheinander :nut:

Hast du einen Link zu dem Tester von Louis?
Finde auf der Homepage nichts..

Saugwurmmensch 10.03.2014 11:54:31

Schade, die einfachen Kompressionstester scheinen sie rausgenommen zu haben. Haben noch ein Set für verschiedene Kerzengewinde (10002889).

Bei Amazon gibts ein paar Tester. Der, der dem von Louis entspricht scheint aber grad nicht in GS-Größe angeboten zu werden (M12 Gewinde).
http://www.amazon.de/Jago-KPTE01-Kom...onspr%C3%BCfer
Das ist günstig!

Sebbe 10.03.2014 12:19:26

Hi, Ich bin ein Kumpel von Basti, und habe ihm geholfen die Dichtungen zu tauschen. Ich schreibe jetzt einfach mal in seinem Account mit :grinser2:

Steffen:
Die Geschichte mit der Frischluft kann es eigentlich nicht wirklich sein, den abgebrochenen Nippel habe ich dicht mit Silikon verschlossen, und der Fehler wirkt auch nicht wie Falschluft..
Der Motor läuft im Stand mit gezogenem Choke ja rund und sauber, da ist nichts von unregelmäßigem Lauf oder hochdrehen zu sehen, wie es bei Falschluft ja normalerweiße auftritt...

Ich habe dann direkt die Vergaserschieber gecheckt, da ich den Verdacht hatte das einer von Ihnen hängt, aber auch dort funktioniert soweit alles. Beide Drosselklappen öffnen problemlos und beide Schieber gehen gleichmäßig hoch.

Der Zündfunke erscheint mir ein kleines bisschen Schwach, aber das kann eigentlich nicht das Problem sein. Wie überprüfe ich bei der Kiste denn den Zündzeitpunkt?

Bei der Kompression bin ich fast sicher das sie dicht ist, Kopf und Fußdichtung sind neu, der Motor klingt absolut normal, und dreht im Stand auch problemlos hoch, auch über 8000 1/min (Was ja wieder ein Anzeichen dafür wäre das der Zündzeitpunkt soweit stimmt, oder?)

Ich habe eher die Luft bzw. Kraftstoffzufuhr unter Verdacht...

Saugwurmmensch 10.03.2014 12:33:50

Ohne Zündlichtpistole kannst du den Zündzeitpunkt nicht kontrollieren.
Du kannst ihn auch nicht einstellen, aber er kann bei falscher Position der Steuerkette/Nockenwellenräder verstellt sein. Allerdings weiß ich nicht, wie sich ein Zahn/Glied andere Steuerzeiten auswirkt. Nur Leistung flöten oder gleich Ventilschaden? Keine Ahnung.

Was passiert denn während der Fahrt?
Ist die Leistung bis 8000 Touren OK, oder quält sich die GS bis ihr dann die Luft ausgeht?

Wie oben bereits zu lesen, kann es durch bloßen Ausbau und andere Lagerung Probleme mit dem Vergaser geben. Hängende Schwimmernadeln, aufgewirbelte Ablagerungen und Co.
Luftfilterkastenseitig macht Falschluft auch Probleme. Die GS ist mäkelig, was das Gemisch angeht. Undichter Auspuff kostet auch Leistung. Selbst so eine Kleinigkeit, wie das Weglassen des Schlauches der Airboxdrainage macht sich bei manchen GS bemerkbar.

Wenn Zeit keine Rolle spielt:
Vergaser ausbauen, zerlegen und inspzieren (auch die Düsen, Schwimmernadelventile und die O-Ringe von Schwimmernadelsitz und Schwimmerhalter).
Sollten keine deutlichen Ablagerungen zu sehen sein, Vergaser mal mit Bremsenreiniger durchspülen und wieder zusammenbauen. Sieht man Belag, sollte man ultraschallreinigen (lassen).

Sebbe 10.03.2014 12:41:57

Steffen:

Ich habe die Steuerzeiten wie im Werkstathandbuch auf den rechten Zylinder OT ausgerichtet, den Pfeil an der Auslasswelle fluchtend mit der Ventildeckeldichtung, und den 3. Pfeil an der Einlasswelle auf den 18. Bolzen.

Den OT habe ich mit einem Schraubenzieher durch das ZK Loch gefühlt, das sollte also eigentlich passen..

Wenn du gerade schon die Airboxdrainage anspricht, welche Funktion hat der Schlauch zwischen Zylinderkopfdeckel und Airbox? von dort tropft es nämlich minimal in die Airbox, jedoch wirkt es für reines Öl etwas zu flüssig...


Zur Leistungsentfaltung muss Basti selbst etwas schreiben, ich bin die Kiste weder vorher noch nacher gefahren ;)

Saugwurmmensch 10.03.2014 12:52:14

Auf dem Ventildeckel sitzt die Gehäuseentlüftung.
Die muss seit ein paar Jahrzehnten in die Airbox führen, aufdass der Ölnebel angesaugt und verbrannt wird.
Wenn man etwas viel Öl drin hat, panschen die Pleuel ziemlich stark und es geht viel Öl durch die Entlüftung. Auch hohe Drehzahlen fördern das.

Sebbe 10.03.2014 13:09:01

Naja, die Leistung ist nicht so wie vorher...
Ab 6k mueht sie sich schon ganz schoen ab um auf die 8k zu kommen.
Unter 6 hat sie meiner Meinung nach weniger Leistung als vorher.

Rocky 10.03.2014 13:18:22

also wenn sich bei dem schönen Wetter der letzten Tage nicht in einem unbeobachteten Moment zufällig eine Drossel in deiner Vergaserbatterie eingenistet hat , tippe ich mal schwer auf falsche Steuerzeiten

Sebbe 10.03.2014 14:33:02

Steffen:

Sie stand in einer absolut Drosselsicheren Garage, sowas kommt mir nichtmehr ins Haus :motz: :-D

Die Steuerzeit wäre am naheliegendsten, aber wie kann das sein?...
Wir werden den ventildeckel wohl nochmal aufmachen und nachschauen, und direkt das Ventilspiel nochmal prüfen...

Wenn da nichts ist muss der Vergaser eben raus...

Saugwurmmensch 10.03.2014 14:42:29

Ein Kompressionstest könnte auch Klarheit bringen.

Sebbe 10.03.2014 17:21:24

Haben jetzt nochmal geschaut, Steuerkette usw passt alles!

Unter dem rechten Vergaserdeckel war die Feder irgendwie falsch eingesetzt oder verklemmt. Hierdurch wurde die Membrane ein wenig gequetscht.
Nach dem Beheben ist sie eigentlich gefahren wie sonst immer.

Außer:

zw 6 u 8k U/Min müht sie sich schon ein wenig ab, ab 8k dreht sie dann wieder normal weiter und zieht gut.

Das Problem mit dem Ausgehen im Stand besteht weiterhin.

Weitere Ideen zu dem "verbessertem" Problem?

Gruß

Saugwurmmensch 10.03.2014 17:29:18

Erzähl mal was zum Ausgehen im Stand.

Und check gründlichst auf Falschluft.

Nach so argen Ventilspielunterschieden vorher/nachher schadet eine Vergasersynchronisation nicht. Leerlaufgemisch nach Gehör einstellen auch nicht.

Sebbe 10.03.2014 18:02:13

Habe gerade mal mit Bremsenreiniger rund um den Vergaser etwas gesprueht. An der drehzahl hat sich nichts verändert.

Wenn ich die Leerlaufdrehzahl erhöhe geht sie ohne Choke zwar nichtmehr aus, kommt beim Gasgeben aber nicht mehr runter.

Kann ein geknikter Ablaufschlauch an der Airbox solche Sypmthome hervorrufen?

Saugwurmmensch 10.03.2014 18:06:18

Nö.

Aber kontrollier mal das Leerlaufgemisch.
http://forum.gs-500.de/showthread.php?t=33313

Rocky 10.03.2014 18:06:59

Zitat:

Zitat von Sebbe (Beitrag 530621)
Kann ein geknikter Ablaufschlauch an der Airbox solche Sypmthome hervorrufen?

nein

der macht höchstens Probleme wenn er fehlt und dort Luft reinkommt

AmigaHarry 10.03.2014 21:34:34

Für dieses Verhalten kommen nur folgende Punkte (gereiht nach Warscheinlichkeit) in Frage:

1. Steuerzeiten und Kompression
2. Vergaser Hauptdüse, Schwimmerstand, Luftfilter und Auspuff
3. Vergaserschiebermembrane
4. Zündspule/Kerze (produziert normal Fehlzündungen)
5. Zündeinheit (CDI oder Hallgeber) und Leistung der LiMa

Fehlerhafte Spritversorgung (Hahn, Schlauch) führt in der Regel zu ruckartigem aussetzen. Gemischreguliereinstellung hat damit nichts zu tun. Theoretisch könnte ein falsche Nadel und/oder falsche Hauptdüse eingebaut sein - ist aber in dem Fall wohl auszuschließen. Falschluft müsste sich auch im unteren Drehzahlbereich auswirken.

Sehr selten kommt ein Defekt an der CDI vor. Könnte sein das die Vorzündregelung ausgefallen ist. Kann man nur mit Strobsokop (bis max. 4000rpm) bzw. dem Suzuki-Revolution-Tester (ganzer Drehzahlbereich + Leistung) testen. Eine defektes Ladesystem kann die CDI ebenfalls derart ausserTritt bringen, das sie bei höheren Drehzahlen versagt.

Habe das BJ jetzt nicht nachgesehen: Wenn es eine GS mit PVLS ist, kann auch dieses defekt sein (würde genau zu dem Verhalten führen)

Sebbe 11.03.2014 07:38:40

Zitat:

Zitat von AmigaHarry (Beitrag 530672)
Für dieses Verhalten kommen nur folgende Punkte (gereiht nach Warscheinlichkeit) in Frage:

1. Steuerzeiten und Kompression
2. Vergaser Hauptdüse, Schwimmerstand, Luftfilter und Auspuff
3. Vergaserschiebermembrane
4. Zündspule/Kerze (produziert normal Fehlzündungen)
5. Zündeinheit (CDI oder Hallgeber) und Leistung der LiMa

Fehlerhafte Spritversorgung (Hahn, Schlauch) führt in der Regel zu ruckartigem aussetzen. Gemischreguliereinstellung hat damit nichts zu tun. Theoretisch könnte ein falsche Nadel und/oder falsche Hauptdüse eingebaut sein - ist aber in dem Fall wohl auszuschließen. Falschluft müsste sich auch im unteren Drehzahlbereich auswirken.

Sehr selten kommt ein Defekt an der CDI vor. Könnte sein das die Vorzündregelung ausgefallen ist. Kann man nur mit Strobsokop (bis max. 4000rpm) bzw. dem Suzuki-Revolution-Tester (ganzer Drehzahlbereich + Leistung) testen. Eine defektes Ladesystem kann die CDI ebenfalls derart ausserTritt bringen, das sie bei höheren Drehzahlen versagt.

Habe das BJ jetzt nicht nachgesehen: Wenn es eine GS mit PVLS ist, kann auch dieses defekt sein (würde genau zu dem Verhalten führen)


Haben gestern nochmal die Steuerkette überprüft;
Die 18 Bolzen von Punkt 2 auf Punkt 3 passen, sowie die zwei Kerben und die Markierung Nr. 1

Hätte jetzt als nächstes vielleicht den Vergaser ausgebaut und diesen von Hand gereinigt (evtl. Ultraschall wenn ich jemanden finde der ein Ultraschallbad in der Größe hat)

Die Vergaserschiebermembrane war ja eingeklemmt, sah aber nicht beschädigt aus...

Saugwurmmensch 11.03.2014 12:15:21

Haste denn mal probiert, obs vielleicht nur an der Vergasergeschichte lag?

Verklemmte Membran = Schieber geht nicht ganz hoch = fehlende Leistung im Volllastbereich. Könnte passen.

Sebbe 11.03.2014 12:20:33

Ja klar, habe ich ja geschrieben (Post #26)...

Sebbe 12.03.2014 18:57:16

Servus,

habe den Vergaser jetzt auseinandergenommen weil ich noch auf den Kompressionsprüfer warten muss..

Hat alles soweit geklappt, habe es nach der Anleitung von klassikfon gemacht.

Allerdings sind bei meiner Leerlaufdüse nicht die von ihm beschriebenen Federn, Scheiben und Dichtringe drin.
Die Düse an sich sieht auch anders aus:

http://abload.de/img/Leerlaufdseyprtr.jpg

Liegt das nur am Baujahr oder muss ich da doch noch irgenwie die Teile rauspfriemeln?

Gruß

Saugwurmmensch 12.03.2014 19:02:11

Du verwechselst Leerlaufdüse mit Leerlaufgemischregulierschraube.

Die Schraube (mit Feder, Scheibe und O-Ring) sitzt jeweils außerhalb der Schwimmerkammer (von unten, in Fahrtrichtung vor der Schwimmerkammer, versenkt (man sieht nur den Schlitzkopf)).

Sebbe 12.03.2014 19:08:04

Ahh ja klar, danke!!

Müssen die Leerlaufluftschrauben nacher wieder genauso tief eingedreht werden wie jetzt?
Meine sind nicht bis zum Anschlag eingedreht..

Saugwurmmensch 12.03.2014 19:43:20

Nö, die kontrollierst du (die Spitzen müssen echt spitz sein, plattgedrückt ist deren Funktion beeinträchtigt, O-Ring muss auch IO sein), schraubst sie erstmal soweit rein wie sie waren (also vorsichtig reindrehen und mitzählen, dann ausbauen) und wenn die Maschine dann läuft und der Motor heiß ist, stellst du das Leerlaufgemisch einfach nach Gehör ein.
Das wirkt oft Wunder, was die Gasannahme im Drehzahlkeller angeht (nicht immer ist die Werkseinstellung optimal für´s aktuelle Setup).
http://forum.gs-500.de/showthread.php?t=33313

Sebbe 13.03.2014 07:21:09

Okay, danke!

Muss jetzt noch den Vergaser reinigen.

Gibt es da Alternativen zum Ultraschallbad? Habe schon von Essig oder Zitronenwasser gehört..

Nächste Frage; kann man die Kompression ohne Vergaser messen?

Rocky 13.03.2014 08:22:52

Zitat:

Gibt es da Alternativen zum Ultraschallbad?
klassisch nimmt man Petroleum oder Diesel und Druckluft

Zitat:

Nächste Frage; kann man die Kompression ohne Vergaser messen?
ja

Sebbe 13.03.2014 08:25:09

Zitat:

Zitat von Rocky (Beitrag 531004)
klassisch nimmt man Petroleum oder Diesel und Druckluft

Dann einfach mit ner Bürste in Diesel abschrubben?

Rocky 13.03.2014 08:29:30

Pinsel ;-)

Sebbe 13.03.2014 08:30:36

Okay, kann man auch erstmal lauwarmes Wasser mit Spülmittel nehmen?
Und wieso nimmt man Diesel und kein Benzin?

Saugwurmmensch 13.03.2014 10:29:14

Mit Bürste und Pinsel bekommst du aber nur das "sauber", was du siehst.
Die Stellen die Probleme machen erreichst du damit nicht.

Online findet man Anbieter, die für 10-15€ ultraschallreinigen.

Sebbe 13.03.2014 17:20:07

Okay..
Habe ich keinen Anbieter gefunden der für so einen niedrigen Preis reinigt.

Der Kompressionstester ist gerade gekommen.
Wie messe ich jetzt bei ausgebautem Vergaser die Kompression?

Zündkerzen raus, Tester rein, Starter drücken bis druck nicht mehr steigt und fertig?

Kann mir irgendwie nicht vorstellen dass das Ganze ohne Vergaser funktioniert da der Motor an den Stutzen ja offen ist..??

Gruß

Saugwurmmensch 13.03.2014 17:34:55

Ja, genau so funktioniert das.
Du misst ja die Kompression des Motors. Da hat der Vergaser üüüüberhaupt nichts mit zu tun. Ist eher im Weg, deshalb misst man ja während man die Drosselklappen öffnet, damit genug Luft reinkommt, die es zu komprimieren gilt.


Schau mal bei den Ebay Kleinanzeigen. Da bieten viele Ultraschallreinigung an.

Sebbe 13.03.2014 19:08:09

Ja klar macht Sinn..

Also habe gerade nachgemessen:

beide Zylinder 6 Bar

Ist das ok?

Rocky 13.03.2014 19:17:59

na da ham wir ja den Übeltäter

Saugwurmmensch 13.03.2014 19:20:29

Nope, das ist gaaanz schlecht und passt gut zu den mangelhaften Fahrleistungen.

Ein gesunder GS-Motor hat kalt 10-14 bar, Verschleißgrenze liegt bei 8 bar.

Sebbe 13.03.2014 19:37:39

Na toll :/
Und jetzt?


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