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Auspuffstory aus Duc-Forum
Hallo Leute, das hier habe ich eben im Duc-Forum gelesen und fand es nett:
Es geschah am Tage des Herrn, den 3 Samstag nach dem Osterfeste im
Jahre 2007 anno Domini und die Trompeten von Jeri…, verzeihet,
die Trompeten von Sil Motor kündigten wider des Umstandes, dass ihr alles
zerstörender Klang mit dem Schalle fressender Einsätze kastriert war, unser Kommen von weitem hörbar an.
Schon aus weiter Ferne zeigten sich die Verfechter der Bürgerlichen Rechte
in ihren grünen Röcken mit einer rot blinkenden, uns den Weiterweg
versperrenden Streitaxt.
Ein Gefecht mit unwürdigem Ausgang kündigte sich an und nahm seinen
unheilsamen Lauf, eilte der Ruf der rennleitenden Heerscharen zu
Ruhpolding doch weit über die Lande diesen Schergen voraus.
Nur widerwillig ließ sich das italienische Streitross aus voll gestrecktem
Galoppe zum Innehalten zwingen, aber nun waren wir dazu gehalten Größe
in der Niederlage zu zeigen.
Zu Sterben wie ein Held, wie Achilles mit dem Pfeile in der Ferse, hieß es
dem Feinde zu zeigen, dass man in Würde die Niederlage hinnimmt, auf
dass nach dem Tode Lobgesänge sich die Wege in des Netzes weiter Welt
verbreiten, um zu künden von den Taten des Bittlingo und seines edlen
Rosses.
Hinfort mussten meine Trompeten, die Hörner des Triumphes, und ich
musste sie darselbst dem Geschirre meines Streitrosses entreißen.
Mit dem Handgerät, der Boten der Lüfte, schickten wir unsere treuen
Gefolgsleute auf den beschwerlichen Wege, uns mit Trompeten zu Hilfe zu
eilen, deren die grünen Schergen Wohlwollen zu zeigen uns zusicherten.
In den letzten Atemzügen liegend war es nun an der Zeit, dem Führer der
grünen Streitmacht meine, ihm Respekt zollende, Haltung zu signalisieren,
indem wir ihm von unseren Taten erzählten.
Taten, die in seinen Ohren uns zu Helden machen.
Geschichten von dem, den Schalle fressendem Teile in meinen
Schlachthörnern, die unsereiner im Dienste des gepeinigten Volke, der
Siedler am Wegesrande, einbauten.
Sagen des Exerzierens zur Erlangung besserer Sicherheit im Dienste
defensiver Kampftechniken und der über lange Jahre und viele Sommer
erlangten Weisheit, dem Rasertum weder Ohr noch Sinn zu schenken,
eingedenk der Kinder viele, die ihres Vaters bedürfen. Auch eingedenk der
holden Herzensdame, die unsere Heimkehr immer wieder erfreuet gar sehr.
Dies ließ ihn, den grünen Raubritter, erkennen, dass wir trotz des, den
Trompeten entweichenden Kampfgebrülls, in durchaus friedlicher Mission
der Wege zogen und wohlgemerkt, er tat uns kund, dass es ihm
Unwohlsein bereite, einen Endelmann wie uns, an vogelfreier Brut von
Kriegstrompetern statt, in Fängen zu haben.
So konnten wir trotz der Schmach, nur noch säuselndes Geboller zum
Besten geben zu können, erhobenen Hauptes das Schlachtfeld der
Erniedrigung verlassen.
Erst wenn unsere Schuld beglichen, dürfen wir wieder der Donnerhörner
habhaft werden.
Gepeinigt und erniedrigt grüßet euch
Bittlingo Ritter der traurigen Gestalt
Dass mich die Sache mehr belustigt als ärgert kann man dem oben stehenden
leicht entnehmen. Hier noch ein paar ernstere Worte zum Geschehen:
Es ist eigentlich nur noch zum Lachen wie sie sich aufführen. Aber dank
meiner Schleimerei, konnten zumindest ein Kawafahrer der ohne
Fahrzeugschein unterwegs war mit seiner ZXR750 Bj 91 trotz angeblich zu
lauter Serientöpfe weterfahren. Die Messung war eine Farce: Keine 70cm
Abstand und ca 10-15° im Winkel. Noch dazu hatten sie keinerlei Fakten
weil die Papiere fehlten. Ich riet ihm die Messung anzuzweifeln, so konnte
er wenigsten heimfahren.
Eine deutsche Motorradfahrerin war mit abgefahrenen Reifen aus Österreich
nach Ruhpolding mit ihrem Österreichischen Freund rübergefahren und
auch diese wollten sie sofort an Ort und Stelle festhalten. Erst als ich den
Beamten fragte, wie es sich denn mit einer Kombination aus Pilot Sport
und Pilot Power verhielte und ich anbot einen Reifen zur Verfügung zu
stellen sah er ein, dass es zu viele Umstände wären mich 100km fahren zu
lassen um ihn herbeizuschaffen. Ausserdem hatte er keinen Plan, wie er die
Zulässigkeit meines Vorschlags überprüfen konnte. Sie erhielt einen
Aufschub bis zum 10.05. und durfte mit ihrem Freund weiterfahren.
Natürlich bekamen wir alle einen Bußgeld aufgebrummt.
Ich muss jetzt bis spätestens 15.05. den wieder hergestellten, der
Betriebserlaubnis entsprechenden Zustand, beim Tüv vorweisen und mit
dem dort abgestempeltem Wisch zur Zulassungsstelle. Tue ich das nicht,
wird meine Karre entstempelt. Genau das dürfen die Beamten nämlich
nicht mehr an Ort und Stelle, sonst hätt ich keine Steuermarke mehr am
Möpi.
Mit dem Überweisungsbeleg des Bußgeldes (75,- incl Bearbeitungsgeb.)
kann ich mir dann meine Töpfe wieder abholen.
Ich hab nicht lange rumlamentiert und gleich angegeben, dass es sich um
Racingtöpfe mit DB-Eatern handelt.
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