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#1 |
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Benutzer
Registriert seit: 13.02.2020
Ort: Düsseldorf - Derendorf
Alter: 25
Beiträge: 52
Baujahr: 1998
Kilometer: 52222
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Hey, ich habe ein kleines Problem mit meiner Suzi. Die meisten würden es eher Feature nennen, jedoch habe ich gelesen, dass das bollern im Auspuff zwar "cool" klingt, meistens aber auf eine schlechte Einstellung vom Gemisch oder zu viel Ventilspiel hindeutet.
Hier im Forum gibt es wirklich viele Experten, daher würde ich mich sehr freuen wenn mich jemand ein wenig aufklären könnte. Das "Fehlerbild" ist, dass bei warmen, als auch kaltem Motor, die Suzi aus dem Auspuff leicht bollert, sprich kleinere Fehlzündungen. Ich selber habe sie am Anfang gar nicht wahrgenommen, allerdings meinte ein Freund dann bei einer Gruppenfahrt, dass die Maschine die ganze Zeit am bollern ist. Primär passiert es beim Abtouren mit der Motorbremse im 3 oder 2 Gang um die 2.000 bis 3.000RPM. Mittlerweile höre ich das blubbern/bollern auch selber, jedoch nur bei offenem Helm (Keine Nachbarschreckkanone). Ich habe überlegt, ob sie evtl zu fett läuft oder die Auslassventile überprüft werden müssen. Danke im voraus an alle und noch einen schönen Abend |
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#2 |
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Super-Moderator
Registriert seit: 16.08.2006
Ort: Schifferstadt/Pfalz
Alter: 63
Beiträge: 10.719
Baujahr: 1995
Kilometer: 66666
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Auspuffpatschen deutet eher auf zu mageres Gemisch hin.
https://www.google.com/search?client...uspuffpatschen Es gibt Motorräder, da ist das völlig normal, z.B. Suzuki LS650. Wenn sonst alles in Ordnung ist, keine Falschluft, die Leerlaufgemischschrauben richtig stehen, Ventilspiel stimmt usw. würde ich es einfach zur Kenntnis nehmen und nicht weiter beachten. Edit: Kann auch auf einen undichten Auspuff hindeuten.
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![]() Man sollte es so oder so nicht übertreiben. |
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#3 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.11.2005
Ort: Perchtoldsdorf
Alter: 64
Beiträge: 5.310
Kilometer: 1.1mio
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Auspuffpaschen beim Abtouren hat jedes Motorrad (jeder Motor) ohne Schubabschaltung. Bei den meisten hört man es auf Grund des Mehrkammerauspuff nur kaum. Wie Berndy schon anmerkte, magert das Gemisch beim Abtouren extrem ab und bildet erst nach ein paar Umdrehungen im Auspuff ein zündfähiges Gemisch und dann knallts eben. Das ist harmlos.
Mit den Ventilen hat das nichts zu tun. Währen deine Auslassventile nämlich so undicht, das sie im Überschneidungsbereich Gemisch durchlassen, wären sie schon längst abgebrannt. Hast du den Originalauspuff oder einen Nachrüsttopf? Bei Nachrüsttöpfen hört man das weit lauter, da dies Resonanztöpfe und keine Mehrkammertöpfe sind. |
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#4 | |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 23.03.2014
Ort: Berlin
Alter: 37
Beiträge: 134
Baujahr: 1995
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Zitat:
Man muss auch beachten, die GS500 hat ja auch kein Kat oder mittelschaldämpfer und sone dumme, alles zerdämpfende Euro-Norm, wie neuere Motorräder....da bollerts halt mal.
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Facebook:Pulverbeschichtung in Berlin |
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#5 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.11.2005
Ort: Perchtoldsdorf
Alter: 64
Beiträge: 5.310
Kilometer: 1.1mio
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Das stimmt nicht ganz: meine Gs500F hat einen Kat und knallt dennoch hin und wieder recht saftig aus der Röhre (Remus Revolution Anlage). Die F ist aber auch von Werk aus schon saumager eingestellt......Allerdings nichts gegen meine Guzzi 1200 Sport 8V (Bj. 2014): wenn die losballert gehen alle Passanten in Deckung - und die ist komplett original!
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#6 |
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Benutzer
Registriert seit: 13.02.2020
Ort: Düsseldorf - Derendorf
Alter: 25
Beiträge: 52
Baujahr: 1998
Kilometer: 52222
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Danke für die ganzen Antworten!
Ventilspiel habe ich bei gut 53.000 km mit Takoda eingestellt. Aktueller Tachostand ist 55.000 km, das sollte also alles sitzen. Falschluft ist fast unmöglich; Habe der Suzi einen kompletten neuen original Ansaugstutzen Satz gegönnt (gut 100€), neuer Ultraschall gereinigter Vergaser, alle Ansaugstutzen mit trocken-gummi-schmier-mittel installiert, sowie mehrfach auf richtigen Sitz geprüft. LL Gemisch über zwei Wochen, ausgehend von der Werkseinstellung (Baujahr 98, 2 Umdrehungen), fein eingestellt. Verbaut ist der Serien-Endtopf, Serienbedüsung, serien Luftfilter + Airbox. Einziges "Tuning" wären 0.5mm im Durchmesser größere Benzinleitungen. Mit dem Auspuff-patschen beim abtouren klingt logisch. Mir ist es wichtig das ich dem Motor nicht unnötig schade. Die 70.000km wollte ich schon noch voll machen Ich spiele mit dem Gedanken in der Zukunft einen Zubehör-Endtopf von Barracuda zu montieren (Der bis jetzt günstigste mit E-Nummer); Soweit ich gelesen habe sollte man danach ja die Bedüsung anpassen, bzw LL Gemisch anpassen. Hat hier jemand Erfahrungen? Kann ich ihn auch erstmal so fahren oder wird der Motor damit zu mager und damit heiß laufen? Vielen dank wieder im voraus und schönen Abend noch; Grüße aus Düsseldorf Geändert von Gressqy (07.09.2020 um 21:01:20 Uhr) Grund: Habe Vergaser- statt Auspuffpatschen geschrieben |
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#7 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.11.2005
Ort: Perchtoldsdorf
Alter: 64
Beiträge: 5.310
Kilometer: 1.1mio
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Das Knallen beim Abtouren tut dem Motor nichts. Nur Katalysatoren der Anfangszeit mochten das nicht, aber das ist schon lange Geschichte.
Noch ein Wort zu den Leerlaufgemischschrauben: Hier im Forum und auch anderswo wird immer die Werksangabe im Werkstättenhandbuch als das Maß aller Dinge angegeben. Das ist es aber nicht! Es ist nur eine Grundeinsteillung für ein best. BJ + Vergasertype und hängt vom ganzen Zusammenspiel von Airbox-Zylinder und Auspuffsystem ab. Diese Grundeinstellung stimmt daher nur in den seltensten Fällen befriedigend (genau sowieso nie). Um das richtig einzustellen braucht man entweder die Strömungsmessgeräte von Suzuki oder einen CO-Tester. Nicht umsonst waren diese Schrauben früher versiegelt (bei meiner F waren sie das auch - bis zur Montage der Remus). Hat man keine Messgeräte kann man nur die "Waage" zwischen Abtouren und Standgas einstellen. Das geht so: Kurz am Gas zupfen und sehen wie sie abtourt auf Standgas. Das muss zügig gehen. Wenn nicht müssen die LL-Gemischschrauben eingestellt werden - in welche Richtung muss probiert werden. In einer Richtung wird das Standgas höher werden - das ist die Richtige. Dann Standgas nachstellen auf 1100 +/- 100 Rpm und wieder am Gas "zupfen". Die Prozedur wiederholt man so lange, bis sich durch Verstellen der LL-Gemischschrauben nichts mehr ändert und sie zügig abtourt. Das macht man in kleinen Schritten (1/4 Schraubenumdrehungen) und immer bei beiden Vergasern gleichzeitig (nur bei Motorrädern mit 2 Auspuffen oder Krümmersondenöffnungen kann man das mittels CO-Tester gerennt einstellen). Man bekommt dabei auch recht rasch ein Gefühl dafür, wo sich der Motor "wohlfühlt" und ob man schon zu weit ist. Aufzuschreiben wieviele Umdrehungen in welche Richtung man gemacht hat, hat sich auch schon als äusserst hilfreich erwiesen. Wenn man jetzt einen neuen Auspuff montiert kann es sein (muss aber nicht), das das LL-Gemisch auf Grund des veränderten Rückstaues, nicht mehr passt - dann muss man nachstellen. Aber Aufpassen: Falschluft, undichter Auspuff(Krümmer), falsche Ventileinstellung und ein verdreckter oder falscher LuFi müssen vorher explizit ausgeschlossen werden, denn das verfälscht das Verhalten komplett. Besonders der LuFi ist bei der GS sehr heikel, da sein Strömungswiderstand den Düsenunterdruck und die Membrane auf Grund der Vergaserbauweise (Gleichdruck!) stark beeinflusst. Der Auspuff wiederum beeinflusst im Ventilüberschneidungsbereich ebenso die Strömungsgeschwindigkeit der Gassäule. Deswegen ist es auch nicht einfach einen "besseren" Auspuff als den Originalen zu konstruieren. Ich habe meinen damals bei Remus in Voitsberg selbst am Prüfstand abstimmen dürfen - mehr als 1 PS war aber nicht rauszuholen. Diese "von Hand" Einstellung kann natürlich auch immer nur eine Annäherung an den Idealbereich sein und man wird auch kaum den optimalen Lambdapunkt (Gemischsättigung) erreichen. Die Abgaswerte bei der GS bis 2004 werden wahrscheinlich einhaltbar sein, aber ab 2004 sollte man das dann schon noch mit einem CO-Tester überprüfen, damits später beim TÜV keine Überraschungen gibt......... |
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| Stichworte |
| bollern, einstellung, gemisch |
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