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#1 |
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Benutzer
Registriert seit: 28.06.2015
Ort: Braunschweig
Beiträge: 32
Baujahr: 1991
Kilometer: 58000
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Hi,
meine GSE war ja Anfang des Jahres in der Werkstatt, wo der Vergaser gereinigt wurde, war mal wieder zugesifft wg. zu langer Standzeit. Zeitgleich habe ich eine neue Batterie gekauft, da die alte zu wenig Leistung hatte und eh veraltet war. Man merkt, dass sie auch "mehr Power" beim Anspringen hat. Trotzdem gibt es ein paar Problemchen, wenn es denn welche sind: Mir kam es die letzten 2, 3 Fahrten so vor, also brumme sie etwas die ersten 2, 3 Kilometer. Der Choke ist da voll aufgedreht. Starte ich sie dann so um 11:30 wie heute (steht in der Garage), springt sie öfter nicht sofort an, vielleicht erst beim 4. mal. (Sound muss ich mal aufnehmen). Es hört sich so an als ob die Batterie gut powert, Anlasser hört sich auch schön an.. aber als ob sie Probleme hat. So nach dem vierten mal geht es. Beim zweiten und dritten mal geht sie an, aber umgehend wieder aus. Zündkerzen sahen auch gut aus, können aber durchaus wegen Alter mal getauscht werden. Choke ist übrigens komplett gezogen. Ist sie erst einmal an, lasse ich sie etwas tuckeln, ziehe mich gemütlich an, schließe die Garage... bis ich dann los fahre (nach ca. 3 Minuten). Je nachdem wie warm sie dann ist, zieht sie mehr oder weniger gut. Ich spreche dabei von den ersten 200 Metern... Danach nimmt sie super Gas an, alles kein Problem. Nach ca. 3-4 km nehme ich bei den aktuellen Temperaturen (so 20 Grad) den Choke wieder komplett raus. Sie fährt sich dann traumhaft. Vorhin hatte ich es, dass ich 12 km gefahren bin. Aktuell sind es 18 Grad und ich musste baustellenbedingt kurz anhalten. Sie dreht dann auf 2000 Umdrehungen hoch - für Stand zu hoch. Das hat sie die letzten male aber nicht gemacht, eventuell war es da aber auch kälter. Ich hatte es schonmal, dass sie im 45 minütigen Stau auf 3-4k hoch ging... ist natürlich viel zu hoch. Habe dann immer Kupplung gezogen, da ich erstmal nix am Standgas ändern wollte. Dies habe ich dann heute aber gemacht. Bei der Arbeit angekommen, habe ich erstmal an der Schraube unterm Vergaser das Standgas auf 1.5h runter gedreht. Ich hoffe, sie springt nachher dann auch gut an. ![]() Dann sollte ich sie vllt wieder etwas rein drehen...Man soll ja beim Starten kein Gas geben. Wenn das Standgas nun zu hoch ist - kann das die Anlassprobleme erklären? Ich glaube nicht an versiffte Leitungen o.ä., da sie warm sehr gut fährt und gut Gas annimmt. Ansonsten läuft sie warm super, ein Traum. Und auch nicht immer dreht sie an der Ampel o.ä. so hoch. Nur manchmal.... Verstehe ich auch nicht. Gibts da sonst noch Ideen? Vergaser sollte nicht wieder zu sein. Dafür fährt sie zu gut und ich achte auch nach dem letzten Werkstattbesuch drauf, sie min. alle 3 Wochen zu bewegen. Ansonsten würde ich das Benzin ablassen. Musste ich aber noch nicht. Kann mir aber aus den Symptomen keinen Reim bilden. |
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#2 |
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Super-Moderator
Registriert seit: 16.08.2006
Ort: Schifferstadt/Pfalz
Alter: 63
Beiträge: 10.720
Baujahr: 1995
Kilometer: 66666
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Keine Angst, auch wenn du die Drosselklappenanschlagschraube ganz herausdrehen würdest, da kann kein Benzin auslaufen.
Ja, mit dieser Schraube öffnest du die Drosselklappen etwas. Wenn das zu viel ist, kann es tatsächlich Startschwierigkeiten geben. Das Standgas wird bei warmem Motor eingestellt. Da sollte es 1200 +/- 100 U/min betragen. Also 1100 - 1300 U/min. Kann sein, dass es bei kaltem Motor dann unter 1000 U/min liegt. Wenn es sich über die Drosselklappenanschlagschraube nicht niedriger einstellen lässt, stimmt etwas nicht. Den Symptomen nach denke ich, eher zu mager als zu fett. Ich würde auch mal auf Falschluft prüfen. Wenn daran rumgeschraubt wurde, können sich die Gummiteile und Schraubschellen nach einiger Zeit noch setzen und leicht undicht sein. Hast du genügend Leerweg im Gaszug? Chokezug auch mal prüfen, ob der Choke auch ganz zurück geht. Ich möchte jetzt nicht empfehlen, dass du an den Leerlaufgemischschrauben herumschraubst, es könnte aber sein, dass die etwas zu mager stehen. Möglich ist auch immer, dass Schmutz zu Problemen führt. Man kann darüber denken wie man will, seit einigen Jahren schütte ich immer vor der Winterpause Kraftstoffsystemreiniger in den Tank und fahre meine GS ins Winterquartier. Die Schwimmerkammern lasse ich nie ab. Bisher hatte ich nur einmal Probleme und das war bevor ich das Zeugs in den Tank geschüttet habe. Ob es was hilft, kann ich nicht sagen, geschadet hat es aber nicht.
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![]() Man sollte es so oder so nicht übertreiben. |
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Benutzer
Registriert seit: 28.06.2015
Ort: Braunschweig
Beiträge: 32
Baujahr: 1991
Kilometer: 58000
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Hi und danke für die Infos.
Zitat:
Oder habe ich jetzt total was verstellt?? War aber wirklich nur bei der Schraube bzgl. Leerlauf dran, keine Vergaserschraube oder so. Habe auch das Handbuch zur Hand. Der Chokezug ist komplett draußen Fahre die Maschine seit 13 Jahren - da bin ich mit dem Choke vertraut. Oder kann es vielleicht sein, dass er sich mit der Zeit "verstellt"? Sodass der Schalter zwar wirklich komplett zurück ist durchs Drücken, aber iwie "mechanisch" doch nicht und man das als Laie nicht mitbekommt? Weils an den Zügen liegt oder so? (Ich hoffe ihr wisst was ich meine). Wie prüfe ich den Leerweg im Gaszug? Was heißt das genau? Gruß |
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#4 |
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Super-Moderator
Registriert seit: 16.08.2006
Ort: Schifferstadt/Pfalz
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Mh, da gibt es anscheinend kleine Wissenlücken.
Die GS besitzt Vergaser ohne irgendwelche Regelungen. D.h. die Vergaser sind fest eingestellt, nicht so wie bei elektronisch geregelten Vergasern oder Einspritzanlagen, die je nach Betriebszustand, Wetter, Temperatur, Luftdruck usw. nachgeregelt werden. Kalte Motoren bzw. bei kaltem Wetter braucht der Motor ein fetteres Gemisch, warm oder bei warmem Wetter ein magereres Gemisch. So einfache Vergaser wie die der GS kann man nur für einen Betriebszustand, kalt oder warm, halbwegs vernünftig abstimmen. Das macht man über die Vergaserdüsen, die Düsennadel und deren Stellung auch über den Luftfilter. Da die Motoren überwiegend im warmen Bereich laufen, stimmt man die natürlich dafür ab. Das hat zur Folge, dass die Motoren wenn sie kalt sind, eigentlich zu mager laufen. Um das auszugleichen bedient man sich einer Kaltstartanreicherung des Gemischs. Dafür hat man bei der GS den Choke (von englisch "to choke" = würgen, drosseln, hemmen, verstopfen). Je nach System verringert der Choke die Luftzufuhr oder mischt mehr Treibstoff bei, das Gemisch wird fetter. Bei der GS ist der Choke so ausgestaltet, dass auch die Leerlaufdrehzahl leicht angehoben wird. Aber nur solange der Motor auch mit dem fetteren Gemisch läuft. Wird das Gemisch nun bei warmem Motor zu fett, z.B. wenn du den Choke voll ziehst, gibt es kein zündfähiges Gemisch mehr und der Motor geht aus. Das ist das was man (echtes) Absaufen des Motors nennt. Ein Benzin-Luft-Gemisch ist nur in engen Grenzen überhaupt zündfähig. Zu viel Luft, und es brennt nicht, ebenso bei zu viel Benzin. Das Verbrennungsluftgemisch nennt man Lambda (daher auch Lambda-Sonde im Auspuff bei KAT-Fahrzeugen) Optimal (vollständige Verbrennung, ohne dass Treibstoff oder Luftmoleküle übrig bleiben) ist Lambda = 1, darunter ist das Gemisch zu fett, darüber zu mager. Die Zündgrenzen liegen beim Otto-Motor bei (fett) 0,6 < Lambda > 1,6 (mager). https://de.wikipedia.org/wiki/Verbre...erh%C3%A4ltnis
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![]() Man sollte es so oder so nicht übertreiben. Geändert von berndy (02.09.2017 um 13:06:04 Uhr) |
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#5 |
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Super-Moderator
Registriert seit: 16.08.2006
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Leerweg bedeutet, dass du den Gasgriff etwas bewegen kannst, bevor sich an den Drosselklappen etwas tut.
Der Leerweg ist notwendig, damit man nicht ungewollt beim Einschlagen des Lenkers Gas gibt. 5 mm sollten reichen. Du vertraust deiner Werkstatt blind? Meinst du, die haben alles wieder so eingestellt, wie es war, bevor die an den Vergasern gewerkelt haben? Ich würde die GS wieder in die Werkstatt bringen und sagen, dass der Leerlauf zu hoch steht. Die sollten wissen, was zu tun ist. Wenn nicht, mh, dann wüsste ich was ich täte.
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![]() Man sollte es so oder so nicht übertreiben. |
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