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Alt 13.07.2017, 22:34:19   #1
Din
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Standard GS 500 F Kaltstart

Hallo liebes Forum,

mein 2tes Thema und ich möchte folgendes nachfragen:

Mein Vater fährt wie im Titel erwähnt eine GS 500 F und ich kümmer mich um die Instandhaltung.
Er sagte mir vermehrt, dass er beim Kaltstart Probleme hat.
Beim drücken des E-Starters hört man das typische rödeln, und die gute geht nur langsam an oder gar nicht.
Erst nach der Zugabe des Choke Hebels fängt sie an zu blubbern.

Meine Idee hinter dem Problem.
Ich selbst fahre eine Yamaha XJ 650 und habe unten im Schwimmerkasten solch Bohrungen, die für den Kaltstart da sind.
Bild davon im Anhang.

Gibt es solch ähnlich Bauliches Teil wo ich ansetzen kann oder hat der Eine oder Andere eine Anregung für mich.
Umso wärmer es draußen ist desto leichter springt sie an. Bei Garagentemperatur um die 15 Grad gehe ich von einem sauberen Start aus, aber dem ist nicht so.

Ich hoffe auf eine interessante Lösungsfindung bei der ich interessiert mit diskutieren kann.

Liebe Grüße von einer Susi, die es euch danken wird.
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Alt 14.07.2017, 05:34:37   #2
Wipf
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Hi

Ich würde meinen das ist ein normales Startverhalten. Bei meiner Gs muss ich auch ungefähr bis ca 25 Grad Aussentemperatur beim Kaltstart 1/4 Choke zugeben. Nach ca. 1 bis 2 km eaus damit und gut is

Grüsse
__________________
Egal wies aussieht. Wenns fährt is gut!!!
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Alt 14.07.2017, 05:52:43   #3
berndy
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Ähäm.

Der Sinn und die Funktionsweise des Choke sollte schon bekannt sein.

Die GS besitzt einen relativ einfach aufgebauten Vergaser ohne automatische Kaltstartanreicherung oder irgendwelche Regelkreise.

Einen Vergaser kann man zudem nur auf einen Betriebszustand sinnvoll abstimmen.

Der Motor läuft überwiegend im warmen Betriebszustand, daher macht man die Abstimmung logischer Weise für diesen Betriebszustand.

Dadurch läuft der Motor im kalten Zustand zu mager.

Dafür ist der Choke gedacht. Mit dem Choke wird das Kaltstartgemisch mit Benzin angereichert bzw. die Luftzufuhr gedrosselt.

Deswegen läuft der Motor kalt auch mit Choke besser.

Ich würde sagen, das Verhalten des Motors deines Vaters GS ist normal.

Aber der Choke ist bei den GS individuell verschieden. Meine mag den gar nicht.
__________________

Man sollte es so oder so nicht übertreiben.
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Alt 14.07.2017, 11:09:51   #4
RomanL
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Wenn das Verhalten vorher nicht war und jetzt schlimmer wird und vor allem nach längerer Standzeit auftritt, dann kann es auch ein abgerutschter Entlüftungsschlauch sein, der zum Ausdunsten des Benzins führt. Bei E10-Verwendung kann dann schon nach 1 Tag signifikanter Zündverzug eintreten. Kommt das noch mit alten Zündkerzen, erlahmenden Zündspulen und schwacher Batterie zusammen, dann reicht das für jede Menge Startärger.
Rest steht weiter oben schon.

Gruß
Roman
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Alt 14.07.2017, 12:35:55   #5
AmigaHarry
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Die Motoren ab 2004 sind sehr mager abgestimmt (KAT!). Ich kenne keine F die ganz ohne Choke starten will (auch nicht bei sommerlichen Aussentemperaturen).
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Alt 14.07.2017, 17:32:22   #6
snailie
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Meine 2004er F springt auch "nur" mit Choke an, egal welche Außentemperatur. Nach weniger als 1km kann ich den Choke dann rausnehmen, und im warmen Zustand schnurrt der Motor, wie eine gesunde GS eben schnurren soll.
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Alt 14.07.2017, 17:53:43   #7
Din
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Das deckt sich mit meinen Erfahrungen mit der lieben GS 500 F.
Ist übrigens Baujahr 2004.

Ok, hätte sein können, dass es da sowas ähnliches gibt wie bei meinem Motorrad.

Dennoch danke für die Rückmeldungen.
Dann weiß ich schon mal Bescheid, dass es bei anderen Susis auch so ist.

Im warmen Zustand ist es auch dann kein Problem mehr vom Motorverhalten her.

Liebe Grüße
Din ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.07.2017, 18:13:44   #8
Din
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Heute mal die Zündkerzen rausgedreht.
Die waren Kreidebleich, Weiß.

Sollte trotz magerer Einstellung doch das übliche Rehbraun sein?
Mal einstellen lassen?

Im Ort haben wir kein Suzuki Händler daher die Frage an euch.
Liebe Grüße
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Alt 15.07.2017, 18:15:51   #9
Wiedereinsteiger
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Rehbraun ist zu fett. Deine Kerzen haben den richtigen GS-Status.
__________________
Einen Organspendeausweis halte ich für ebenso selbstverständlich, wie die Typisierung als Knochenmarkspender bei der DKMS; Ihr auch?
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Alt 15.07.2017, 22:37:50   #10
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Ich weis nicht wie oft das hier schon geschrieben wurde: Rehbraun kommt aus der 2-Takter-Zeit! 4-Takter müssen grauweiss sein (nicht hellweiss - das ist dann wirklich zu mager).
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Alt 17.07.2017, 09:27:06   #11
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Na ja, rehbraun ist auch nach wie vor anzutreffen - vor allem bei älteren Bikes, wo die Kolbenringe nicht mehr die besten sind oder halt der Sprit nicht gerade europäischem Standard entspricht. Letztlich ist das Bräunliche nur der Abbrand der Ölanteile.
Alles, was trocken ist und grau bis gelblich braun aussieht, ist ok.
Weiß, "Schweißperlen" oder flockig bzw. sumpfig schwarz ist neben der Spur - ob 4-Takter oder 2-Takter.

Gruß
Roman
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Alt 17.07.2017, 10:46:24   #12
gsmattis
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Wie definiert sich "ältere Bikes"?
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Alt 18.07.2017, 21:28:40   #13
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Frag mich auch aus welcher Epoche "ältere Bikes" sein sollen. Meine auch schon etwas angejahrte 94er XJ900 hat grauweiße Färbung, ebenso die 96er GS500. Und meine alte RD250 aus 1979 n. Chr. hat als 2-Takter rehbraun.
Vielleicht vor 1950
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Alt 24.07.2017, 14:18:29   #14
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Jenseits der 60Tkm zeigen viele Vergasermaschinen aus den 70er/80er und 90er Jahren statt hellgrau/weiß einen gelblich-braunen Belag. Es hängt weitaus mehr am Sprit und Zustand der Zylinder/Kolbenringe als an der Einstellung des Vergasers. Bei Maschinen, die wenig Wartung und viel Kurzstrecke bekommen, sind die Kolbenringe oftmals schon weit vor der 100tkm-Marke durch, meist schlichtweg verkokt und dadurch abgerieben.
Ich hab da nahezu jeden Monat so ein Exemplar vor der Nase, was nur noch rußend und stinkend anspringt oder beim Abbremsen blau qualmt - über alle Fabrikate und Marken gleich verteilt.
Gut gepflegt kann so ein Bock auch nach 100tkm noch auf den ersten Turn anspringen und laufen wie am ersten Tag, eher gefoltert endet das gute Leben häufig schon unter 50... Hängt halt alles vom Fahrer und seiner Pflegeeinstellung ab.

Was mein Vorpost aussagt ist nur, daß es AUCH ein rehbraunes Bild geben kann und trotzdem alles paletti in Sachen Vergasereinstellung ist...not more

Gruß
Roman
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Alt 24.07.2017, 17:00:09   #15
AmigaHarry
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Ja, aber dann hat diese Kiste bereits ein ordentliches Problem mit den Kolbenringen oder Ventilschaftdichtungen und qualmt beim Runterschalten wahrscheinlich schon wie ein alter Ozeandampfer. Egal woher die Kerzen braun werden - die Ursache gehört behoben....
AmigaHarry ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.07.2017, 05:25:06   #16
gsmattis
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Zitat:
Zitat von RomanL Beitrag anzeigen
eher gefoltert endet das gute Leben häufig schon unter 50... Hängt halt alles vom Fahrer und seiner Pflegeeinstellung ab.
Goo hat seinen Motor bei 19.000km komplett überholt. Der Vorbesitzer war nach der Devise "ist der Motor kalt, gib ihm neuneinhalb. Ist der Motor warm, kannste schneller fahr´n" gefahren.
Zitat:
Zitat von AmigaHarry Beitrag anzeigen
Ja, aber dann hat diese Kiste bereits ein ordentliches Problem mit den Kolbenringen oder Ventilschaftdichtungen und qualmt beim Runterschalten wahrscheinlich schon wie ein alter Ozeandampfer
Da haben wir ja regelmäßig 2 Kandidaten am Jahrestreffen dabei. Horst und Iris´ GSen qualmen seit Jahren, egal ob voll durchgeladen oder runtergeschaltet wird
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Alt 26.07.2017, 13:19:58   #17
RomanL
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Zitat:
Zitat von AmigaHarry Beitrag anzeigen
Ja, aber dann hat diese Kiste bereits ein ordentliches Problem mit den Kolbenringen oder Ventilschaftdichtungen und qualmt beim Runterschalten wahrscheinlich schon wie ein alter Ozeandampfer. Egal woher die Kerzen braun werden - die Ursache gehört behoben....
Nee, das muß ich leider verneinen -zumindest abseits der GS. Da gibt es so einige Exemplare, die sogar ordentlich Kompression hatten und gut abgestimtm waren. es ligt oft einfach am schwefelgehalt des Sprits und an den Ölen, die man fährt. Auch Oktanzahlen unterhalb 88 oder ausgedunsteter E10 bringen solche Verfärbungen der Kerzen und manchmal sogar der Kolbenböden mit sich.

Aber wie schon geschrieben: Alles, was keine Perlen auf den Isolatoren hat oder weggebrannte Elektroden ist definitiv nicht zu mager einsgetellt
Der optimale Leistungspunkt liegt bei allen Benzinmotoren nahe der Abmagerungsgrenze, der Sicherheitspunkt eher bei etwas unterhalb von stöchiometrisch - also leicht fett. Abgastechnisch ist mager auch immer die bessere Lösung. Das Einzige, was zu mager Streß macht, ist die erhöhte Brennraumtemperatur, die Auslassventile und Zylinderwand stark angreift.
Ist aber bei der GS eher kein Problem, weil die eh auf recht moderate Kühlleistung optimiert wurde - luftgekühlt halt
Insofern ist eine "weiße" Kerze hier weniger bedrohlich als bei anderen Kandidaten.

Gruß
Roman


PS: Wenn es wirklcih zu mager eingestellt wäre, dann würde die Maschine sehr vernehmlich mit dem Nachknallen/Patschen anfangen. Erst dann muß man anfangen, mal an fetteres Gemisch zu denken.
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