Zitat:
Zitat von KVGS
Soweit ich weiß nicht.
Das steht aber morgen als erstes auf der Checkliste, ob das Phänomen auch im warmen Zustand auftritt.
Gruß
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Denk erstmal darüber nach. Wenn der Motor noch kalt ist, geht er natürlich aus, sobald man den Choke komplett rausnimmt. Ist er warm, kann das Gemisch mit Choke komplett überfetten, dann geht der Motor auch aus.
Der Choke ist eine Starthilfe, bestehend aus einer zusätzlichen Benzindüse, die direkt am Vergaserausgang zu den Ansaugstutzen des Motors sitzt.
Bei kaltem Motor kondensiert Benzin aus dem Luft-Benzin-Gemisch an den Zylinderwänden und dem Kolben, im restlichen Gemisch ist nicht mehr genügend Benzin (es magert ab) und es ist nicht mehr zündfähig. Deshalb reichert man mit dem Choke das Gemisch zusätzlich mit Benzin an, damit trotz Kondensation noch genug Benzin im Gemisch ist. Steigt nun die Motortemperatur an, kondensiert immer weniger Benzin und man muss den Choke allmählich zurücknehmen - solange, bis der Motor warm genug ist, dass keine Kondensation mehr stattfindet. Erst dann kann man den Choke komplett zurücknehmen. Wann man den Choke wieder etwas zurück nehmen kann, merkt man an einer hohen Leerlaufdrehzahl. Dann solange zurückregeln, bis diese wieder auf Normalniveau angekommen ist.
Bei der GS ist das Gemisch von Haus aus ziemlich mager eingestellt, d.h. es ist ohnehin relativ wenig Benzin im Gemisch. Das senkt Verbauchswerte und Schadstoffemissionen,
verstärkt aber auch das Kaltstartproblem. Den Choke sollte man bei der GS also feinfühlig bedienen.
Im Stand erreicht der Motor nur sehr langsam Betriebstemperatur, das dauert also ewig bis man den Choke ganz zurücknehmen kann. Sofern ist es auch normal, dass der Motor sofort ausgeht, wenn man es doch tut.
Bleibt also die Erkenntniss, dass dein Mechaniker wohl eher wenig Ahnung von Vergasertechnik hat.