Bei der GS ist der Preisunterschied zwischen 50 und 80k nicht mehr groß, sofern wird sich das kaum lohnen. Bei 40 bis 50k würde ich bedenkenlos zuschlagen, wenn der Preis stimmt.
Wie schon geschrieben, muss der Pflegezustand stimmen. Man kann natürlich das Motorrad und auch die Vorbesitzer nicht durchleuchten und scheckheftgepflegte GS bekommt man relativ schwer, die meisten Nutzer machen vieles selbst. Aber ein genauer Blick auf den Motor und unter die Ritzelabdeckung (Undichtigkeiten, Dreck) sowie nach dem Ölstand und Luftfilter verraten viel über den Nutzer und bringen schon gute Erkenntnisse. Weiterhin sollte man die Lager kontrollieren (Lenkkopf, Schwinge, Umlenkung, Radlager) und nach der letzten Ventilspielkontrolle fragen (alle 6.000 km). Springt dann noch der Motor gut an und läuft auch kalt ruhig (soweit das einem GS-Motor möglich ist), sind die Verschleißteile in Ordnung bzw. preislich berücksichtigt und antwortet auch der Verkäufer bereitwillig auf Fragen und macht einen guten Eindruck, steht nach einer ausgiebigen Probefahrt einem anschließenden Kauf nur wenig im Wege.
Ich rate jedem GS-Neuling, jemanden mit GS Erfahrung (z.B. aus dem Forum) zur Begutachtung mitzunehmen. Vor allem normale von unnormalen Geräuschen zu unterscheiden, bedarf etwas Erfahrung.
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