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#1 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 21.03.2007
Ort: 79312 Emmendingen
Alter: 44
Beiträge: 277
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Hallo liebes Forum!
Ich habe ein kleines Problem. Es handelt sich dabei nicht um meine GS, sondern um die GS der Freundin eines Arbeitskollegen (jaja, das is etwas kompliziert hier bei uns auf der Arbeit Jedenfalls bat mich ebendiese Freundin, ich solle doch mal ein Blick auf ihre Maschine werfen, sie Springt nicht mehr an. Ich bin hingefahren, hab ne neue Baaterie eingebaut, den Chokezug ersetzt und dann mal mit Choke gestartet, und siehe da, die Kiste läuft! Da hab ich mich schon gefreut und wollte wieder heim fahren. Dann hab ich allerdings am Gas gedreht, nur ein ganz klein wenig, und da ging das Ding aus. Das ging ne Weile so: Motor an, Gas gedreht --> aus! Als das Ölthermometer dann so knappe 30°C angezeigt hat, war plötzlich alles in Ordnung... Sie ging an, lief und drehte hoch, wenn ich am gGas gedreth hab.... Hab das dann auf Dreck geschoben, welcher sich im Vergaser breit gemacht hat. Also hab ich die Versager aufgemacht und reingeschaut: Dreck, und net grad wenig... Also alles gereinigt und wieder zusammengebaut, und: Die Kiste läuft! In kaltem Zustand, mit Choke einmal auf den Anlasser und gut is! Nimmt auch Gas an! Also hab ich das Mädel angeufen, sie könne die Maschine anbholen (die steht mittlerweile bei mir). Als sie dann kam, wollt ich ihr zeigen dass alles in Ordnung ist, allerdings hab ich mich damit kräftig blamiert: gebau die selben Symptome wie vorher auch... Und gnau jetzt kommt Ihr ins Spiel: Woran kann sowas liegen? Kalter Motor: geht aus, sobald man bissl Gas gibt Handwarmer Motor: läuft Problemlos.. Danke schonmal für die Hilfe
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Für die einen ist es Klopapier, für die anderen die längste Serviette der Welt Ich hab 2 Arme, 2 Beine, 2 Hände... wofür braucht mein Motorrad 4 Zylinder?? |
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#2 |
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Stammtisch Hamburg
Registriert seit: 27.06.2008
Ort: Schwarzenbek
Alter: 49
Beiträge: 661
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Moin.
Mir fällt da nur ein was ich kontollieren würde: 1. Nebenluft(wie klärt die SuFu) 2. Standgemischaufbereitung. Also den Vergaser wie in den FAQ`s beschrieben korrekt einstellen 3. Ultraschallbad für den Vergaser. 4. Luftfilter Nicht unbedingt in der Reihenfolge, aber das würde ich mal versuchen bis sich Erfolg einstellt. Wenn ich tippen müßte würde ich sagen der Vergaser ist vermurkst...
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Gruß, Andre. |
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#3 |
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Super-Moderator
Registriert seit: 16.08.2006
Ort: Schifferstadt/Pfalz
Alter: 63
Beiträge: 10.719
Baujahr: 1995
Kilometer: 66666
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Ja, das sind die Tücken eines ungeregelten Vergasers mit Choke.
Die Funktion des Chokes ist es für ein fettes Gemisch zu sorgen. Der Grund dafür ist: Die Vergaserabstimmung kann immer nur ein eng begrenztes Einsatzfeld des Motors abdecken. Entweder kalt oder warm. Wäre der Vergaser nur für kalten Motor abgestimmt, wäre er für einen warmen Motor viel zu fett. Weil man aber öfter und länger mit warmem Motor fährt, sind die Vergaser für warmen Motor abgestimmt, also für kalten Motor zu mager. Bei der GS funktioniert der Choke grob beschrieben so: Durch eine zusätzliche Düse, die bei Betätigung des Chokes freigegeben wird, wird zusätzlich Benzin angesaugt. Bei anderen Vergasern wird der Durchmesser im Vergaser, der die Frischluft durchlässt etwas verengt (deshalb auch Choke von würgen ...). Der Choke wirkt sich hauptsächlich im unteren Drehzahlbereich aus, da hier der Motor am wenigsten Kraft hat und bei unzureichender Verbrennung stehen bleibt. Das soll aber nicht heißen, dass ein kalter Motor bei höheren Drehzahlen besser läuft. Der hat da auch seine Probleme. Wenn man nun Gas gibt, wirkt man dem Prinzip des Chokes entgegen. Es kommt zu dem angereicherten Gemisch wieder mehr Luft und das Gemisch ist wieder magerer. Man könnte versuchen die Leerlaufgemischeinstellschrauben etwas weiter in Richtung fett zu stellen, im Winter den Luftfilter etwas abkleben oder, falls das noch geht, einfach mehr am Chokehebel ziehen. Wenn man das nicht machen will oder (beim Chokehebel) kann, muss man halt warten, bis die Zylinder handwarm sind. Dass ein kalter Motor etwas fetteres Gemisch braucht hängt mit verschiedenen Ursachen zusammen. Zum einen spielt dabei eine Rolle, dass das Benzin, das im Vergaser ja nicht vergast sondern zerstäubt wird, bei Kälte sich wieder zu größeren Tröpfchen zusammenfindet, größere Tröpfchen haben eine kleinere Oberfläche als kleine Tröpchen (im Verhältnis zu ihrem Rauminhalt) weswegen das schon mal schlechter zu verbrennen geht. Dann braucht alles Brennbare eine bestimmte Temperatur ab der es entflammbar ist. Je kälter es ist, um so größer ist die zu überbrückende Temperaturdifferenz. Außerdem beinhaltet kalte Luft mehr Sauerstoff als warme und hat eine höhere Dichte, weswegen das Gemisch zusätzlich nochmal magerer wird. Es ist also, bis zu einem gewissen Grad, normal, dass der Motor ausgeht, wenn er kalt ist. |
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