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Alt 06.12.2014, 14:02:03   #1
Ghostrider
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Standard Petition - Staudurchfahrung für Motorradfahrer

Hallo Gemeinde,

evtl. haben es schon einige mitbekommen, aber damit es in diesem Forum auch drinsteht, hier der Link:

Klick mich

Es geht kurz um darum, dass per Gesetz es erlaubt werden soll, dass Motorradfahrer im Stau zwischen den Autos durchfahren dürfen.
Grund ist Hitze, Kälte, Abgase und und und. Ihr wisst es ja bestimmt selbst am besten.

Es mag dahin gestellt sein, ob diese Petition helfen wird.
Ebenso mag es fraglich sein, wie viele der Ordnungshüter wirklich uns Motorradfahrer rausziehen und uns mit Bußgeld o.ä. bestrafen.
Nichts desto trotz, kann es nicht schaden.

In diesem Sinne wäre es schön, wenn doch alle hier mitmachen würden.

Besten Dank und weiterverbreiten
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Alt 07.12.2014, 08:32:27   #2
buccaneer
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habe zugestimmt (fahre selten Autobahn.... wenn die Petition Erfolg hat, wäre mein bisheriges Verhalten legalisiert)
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Alt 09.12.2014, 04:17:44   #3
tobitobitobi
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Interessant wäre doch mal: Was passiert aktuell, wenn man es tut? Also wofür kann man da tatsächlich belangt werden? Und bitte keine Antwort aus dem Bauch heraus sondern mit etwas offiziellem hinterlegt
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Alt 09.12.2014, 09:52:41   #4
Carausius
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Ich kenne einig, die dann wegen Rechtüberholen belangt worden sind. Weil es da sonst nichts gibt.
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Wenn ich mit Fliegen jagen fertig bin, habe ich dann auch eine an der Klatsche ?
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Alt 09.12.2014, 09:57:05   #5
Thom
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Rechtsüberholen 100 Euro, 1 Punkt.

http://bussgeldkatalog.kfz-auskunft.de/ueberholen.html

Evtl. wird da noch eine Gefährdung hinein interpretiert, dann kostet es 120 Euro.

https://www.bussgeldkatalog.org/ueberholen/

Standstreifen ist billiger, 75 Euro, 1 Punkt

http://www.tz.de/auto/ratgeber/ueber...r-3745860.html
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Alt 09.12.2014, 13:03:00   #6
DonArcturus
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Nun, ab einer Geschwindigkeit von unter 60 km/h und einer Wagenkolonne auf der linken Spur darf man doch offiziell rechts überholen? Das ist doch bei einem Stau definitiv der Fall!

Edit: Diese Fälle gelten scheinbar für die Landstraße, ich sprach aber von der BAB
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Alt 09.12.2014, 16:11:19   #7
Kay73
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Ganz blöde Frage:
Bei welchen Gründen für einen Stau kommt man dann am vorderen Ende auch weiter?

Was nutzt es letztlich, die "Rettungsgasse" zu nutzen, wenn man diese dann als Motorradfahrer vorne blockiert?
Und somit bestenfalls den Rettungswagen nicht ungehindert zum möglicherweise verunfallten Motorradfahrer durchzulassen?
(Bauen ja nicht nur die 4-Radler die Unfälle. Zumindest nach meinem Kenntnisstand.)
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Alt 09.12.2014, 16:17:32   #8
Saugwurmmensch
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Es wird/wurde deshalb ja auch diskutiert (und zB vom ADAC vorgeschlagen), dass nicht die Rettungsgasse sondern der Standstreifen freigegeben wird und der Motorradfahrer an der nächsten Ausfahrt von der Dosenbahn abfahren muss.
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Alt 09.12.2014, 17:15:25   #9
DonArcturus
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Zitat:
Zitat von Kay73 Beitrag anzeigen
Ganz blöde Frage:
Bei welchen Gründen für einen Stau kommt man dann am vorderen Ende auch weiter?

Was nutzt es letztlich, die "Rettungsgasse" zu nutzen, wenn man diese dann als Motorradfahrer vorne blockiert?
Und somit bestenfalls den Rettungswagen nicht ungehindert zum möglicherweise verunfallten Motorradfahrer durchzulassen?
(Bauen ja nicht nur die 4-Radler die Unfälle. Zumindest nach meinem Kenntnisstand.)
Du gehst auch von Staus aus, die durch Unfälle oder dergleichen verursacht werden. Bei Staus, die einfach nur durch viel Verkehr, verengungen, Autobahnenden etc. verursacht werden ist es für den Biker sehr hilfreich, wenn er durch kann. Im Gegensatz zu den Dosen nimmt er auch keinem Auto seine Spur, weil er genauso schnell wieder weg ist, wie er kam. Es gibt also wahrlich gar keinen Grund, einen Biker im Stau vergammeln zu lassen (aber wohl einige Sicherheitsgründe, ihn nicht zwischen Autos durchfahren zu lassen).

Als Biker hat man natürlich immer auch seine eigenen Vorteile im Sinn, aber ich sehe absolut keinen Grund, der für ein Verbot des Durchschlängelns sprechen würde. Und die Sicherheitsbedenken sind soo gering, die Sicherheitsbedenken für einen völlig überhitzten oder durchgefrorenen Biker sind da sicherlich wesentlich höher.
Und die wenigen, die sich wegen den "Vordränglern" ärgern, würde ich getrost ins Gesicht sagen: "Tja, warum fahren Sie denn nicht ein Mopet, anstatt alleine in ihrem fetten Spritfresser zu vergammeln?" (nicht ernst nehmen, den Spruch)
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Alt 09.12.2014, 20:15:15   #10
Kay73
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Okay. Greife ich einmal die Idee des Standstreifens bis zur nächsten Ausfahrt auf: Warum das dann nur für Motorradfahrer?


Und ja, ich gehe von solchen Staus aus.
Wer weiß denn im Stau, wie es vorne aussieht?
Außer den vorne stehenden, aber die schlängeln sich selten durch...


Das letzte Mal, wie ich einen Stau auf der Gegenfahrbahn sah:
Mehrere Autoskreuz und quer über 3 Fahrspuren verteilt, alle Spuren gesperrt.
Was nutzt da das Durchschlängeln?

Das vorletzte Mal, da stand ich dann selbst im Stau:
Opel Astra ausgebrannt.
Alle Spuren gesperrt für die Löscharbeiten der Feuerwehr.
Was nutzt einem da das Durchschlängeln?

Das Mal davor war es ein Unfall, wo die Polizei kurzerhand die Autobahn komplett sperrte und die Feuerwehr auf dem sicher schnelleren Wege von der nächstfolgenden Abfahrt dann "rückwärts" über die Autobahn zum Einsatzort kam.
Hier würde man wenigstens nicht mehr die Rettungsgasse blockieren.....




In der Stadt vor Ampeln würde ich das Durchschlängeln befürworten, wenn danach gefragt würde. Auf Autobahnen bin ich dagegen.
Weil meines Erachtens niemand, der so weit hinten steht, daß er im Vorbeischlängeln eine Möglichkeit des schnelleren Vorankommens sieht, wissen kann, wie das ganze an der Spitze des Stau aussieht.
Kay73 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.12.2014, 09:48:35   #11
Prost
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Zitat:
Zitat von Kay73 Beitrag anzeigen
Auf Autobahnen bin ich dagegen.
Weil meines Erachtens niemand, der so weit hinten steht, daß er im Vorbeischlängeln eine Möglichkeit des schnelleren Vorankommens sieht, wissen kann, wie das ganze an der Spitze des Stau aussieht.
Es mag ja sein, das es letztendlich bei einem gewissen Teil nur wenig Zeitersparnis bringt, weil man dann am Anfang des Staues doch nicht weiterkommt. Da aber ohnehin nur verhältnismäßig wenige Motorradfahrer auf der Dosenbahn unterwegs sind dürfte es äußerst unwahrscheinlich sein, das in diesen Fällen dann die paar Motorradfahrer die Rettungsgasse für Einsatzfahrzeuge derart blockieren, das sie nicht innerhalb kürzester Zeit wieder frei gemacht werden könnte.

In allen anderen Fällen, und meiner Erfahrung nach ist das die weitaus größere Anzahl, da Vollsperrungen nach Unfällen doch eher die Ausnahme als die Regel sind, würden alle angeführten Vorteile durchaus zum tragen kommen.
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Die heutige Gesellschaft wird durch zwei Extreme geprägt : Präzision und Gestammel.
Meine Äußerungen sind ein Hybrid daraus.
Prost ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.12.2014, 11:13:47   #12
Kay73
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Meiner Erfahrung nach reichen 5 Motorräder am vorderen Ende in der Gasse, um diese zu blockieren.

Auch hier kommt immer noch zum Tragen: im Stau sieht dann immer noch keiner, ob vorne voll gesperrt ist oder nur eine Spur. Und erst recht nicht, wie viele Biker dort schon in der Rettungsgasse stehen....

Auch sieht keiner, ob diort ein Biker auf der Fahrbahn liegt.
Aber wenn Biker das Vorankommen der Rerttungsfahrzeuge behindern ist das natürlich nicht den Aufschrei wert, als wenn er davor angefahren wurde...


Ich würde die Petition gerne unterschreiben. Aber nur für STOCKENDEN VERKEHR. Wenn alles rollt, aber eben sehr langsam, so spricht es für eine Teilsperrung. (Da kann man sich auch notfalls noch aus der Rettungsgasse herausmogeln.)
Eine Petition für Stau.


Kein "Vorteil" ist es wert, dafür die Rettung Verletzter zu behindern!
Erst Recht nicht, Wenn DU der Verletzte bist!
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Alt 11.12.2014, 12:06:37   #13
DonArcturus
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Zitat:
Zitat von Kay73 Beitrag anzeigen
Kein "Vorteil" ist es wert, dafür die Rettung Verletzter zu behindern!
Erst Recht nicht, Wenn DU der Verletzte bist!
Wenn dir die Rettungsgasse so wichtig ist (ist sie mir auch), dann würdest du absichtlich durchfahren und JEDEN EINZELEN DOSENFAHRER mal darauf hinweisen, diese Gasse tatsächlich freizuhalten!!!

Ganz ehrlich: Motorradfahrer sind die allerletzen, die eine Rettungsgasse blockieren würden!!! Das sind wohl VIEL VIEL mehr diese Fahrer sogenannter SUVs, die Null Plan vom Fahren haben, aber sich trotzdem so eine Straßenblockade leisten müssen (und sich dann auch noch rechthaberisch geben).

Kay, ich verstehe vollkommen deine Bedenken, ABER ich glaube, du zielst auf eine vollkommen falsche Gruppe.

Aber um mal wieder auf das eigentliche Thema zurückzukommen: Ich verzichte inzwischen jeden Morgen darauf, mit dem KFZ zur Arbeit zu fahren. Mit Auto brauchte ich von München West nach Ost gut 1:30 Stunden. Mit dem Motorrad aufgrund des durchschlängelns gerade mal 45-60 Minuten! Das ist eine Zeitersparnis von bis zu 50%!!!
Sorry, aber diese Problematik solltest du vielleicht erstmal erleben und dir DANN nochmal eine neue Meinung bilden!

So! Nichts für ungut.
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Alt 11.12.2014, 13:07:19   #14
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Also ich weiß ja nicht wie breit die Rettungsgasse / Autobahn so ist,
aber auf denen wo ich unterwegs bin ist meistens immer noch die Möglichkeit sich irgendwo einzureihen mit der GS, ist ja keine Harley :P
(Vorausgesetzt die Rettungsgasse funktioniert mal)
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Alt 11.12.2014, 14:37:21   #15
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Ganz allgemein gesprochen (nicht nur zum Thema Durchschlängeln):

Beim Fahren sollte jeder einfach mal seinen Grips einschalten und selbst überlegen, was sein Tun (bzw. Lassen) für Auswirkungen hat. Meiner Meinung nach tut das Durchschlängeln keinem weh, aber ich verstehe auch Kays Standpunkt.
Wenn ich aber so Idioten sehe, die mit 60 Sachen oder mehr knapp an den Rückspiegeln der Dosen vorbeirauschen müssen, dann wundert mich die Wut derer nicht mehr! Wenn eine beliebte Kurvenstrecke gerne mal mit 200 Sachen befahren wird, braucht man sich auch nicht wundern, wenn diese Gesperrt wird.
Ich persönlich fahre nicht mich dem Gesetz unterordnend, sondern der eigenen Vernunft und Verantwortung. Umgekehrt: Wenn ich mit 100 Sachen aus einer Kurve fliege, mache ich auch nicht den Staat verantwortlich, dass da kein 60er Schild stand!
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Alt 11.12.2014, 15:43:10   #16
Thom
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Das Szenario das Kay beschreibt, ist doch so selten, dass es nicht rechtfertigt, dass Motorradfahrer sich nicht doch nach vorne durchschlängeln. Es gibt oft genug Stau bis zum Stillstand ohne Vollsperrung. Da lohnt sich ein durchschlängeln immer.
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Alt 11.12.2014, 20:09:32   #17
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Es geht ja nicht um das Durchschlängeln um dem Stau aus purer Bequemlichkeit zu entgehen und Erster zu sein, sondern um die Möglichkeit, die Autobahn bei Stau verlassen zu können um nicht den Hitzetod zu sterben (oder anzufrieren).
Und in der Diskussion ist weniger die Rettungsgasse (die von Autofahrern leider viel viel zu selten gebildet wird (waren es 15%?), als um die Freigabe der Standspur um zur nächsten Ausfahrt zu kommen.

Problem bei der Rettungsgasse sind auch etwaige Nachahmer, die einem den Motorradvorteil nicht gönnen (schlimm genug, dass oft mutwillig das Durchschlängeln behindert wird). Da reicht dann einer um die Gasse komplett stillzulegen.
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Alt 12.12.2014, 04:58:47   #18
Thom
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Mich hat noch nie einer daran gehindert, vorbei zu fahren. Ich Reihe mich dann auf der Nebenspur ein und irgendwann bin ich vorbei. Und dann geht's weiter.
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Alt 12.12.2014, 11:23:13   #19
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lol, mich schon. Dumm für ihn: genau als ich bei ihm war, war die Nebenspur frei
Bin dann also auf meiner "eigenen" Spur an ihm vorbei und gleich wieder in die Mitte Hab ihn dann noch im Rückspiegel fluchen sehen

Ich bin ja eigentlich nicht so gerne schadenfroh, aber es gibt Leute, die es wirklich nicht anders verdienen. Wenn jemand willentlich die Sicherheit anderer in Kauf nimmt, nur um sein Ego zu befriedigen, dann ist diese Schadenfreude eine geringe Strafe für sein Verhalten.
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Alt 12.12.2014, 16:56:24   #20
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Also zwischen den Autos durchschlängeln halte ich für zu riskant. Ich bekomme auch immer einen Kotzreiz, wenn sich da ne Gruppe von Moppedfahrer durch quetschen muss. Sei es drum, dass mal einer wirklich sowas nicht sieht und rauszieht. Dann ist das Gejammer groß. Wer ist jetzt der Schuldige? Der Moppedfahrer, weil er ne besondere Position in dem Moment einnimmt, oder der Autofahrer, weil er den rückwärtigen Verkehr nicht beachtet hat, wobei hier wieder die Frage zu sehen ist, als was gilt der Mopped fahrer, da es ja keine Spurt für ihn gibt.

Wenn ich als Moppedfahrer auf die Autobahn fahre oder woanders, muss ich damit rechnen, dass ich auch mal stehen muss. Und wenn ich das nicht kann, dann muss ich das Mopped stehen lassen oder einen sicheren Weg fahren, wo kein Stau ist.

Wenn ich im Stau stehe, dann bleib ich in der Spur und warte, so ist es eben als Verkehrsteilnehmer.

Sehe es mitlerweile auch immer wieder gerne, wie die Leute so die letzten 500-2000m übern Standstreifen fahren, wenn ne Ausfahrt kommt. Schön und gut, aber was soll der Scheiß? Damit gefährden die die Leute, die sowieso abfahren wollen (wer denkt, dass von einem STANDstreifen, etwas angefahren kommt?) und zudem ist es eh nicht erlaubt. Aber sobald es einer macht, machen es alle.
Lustigerweise hab ich es einmal gesehen...der Erste hat es vorgemacht, und 5 sind hinterhergezogen (auch ein Mopped) nur zu dumm, dass da vorne ein Streifenwagen war und alle nett zur Kasse gebeten hatte.

Mal angenommen es ist wirklich ein sonniger Tag und es sind viele unterwegs. Dann hast du demnächst zwischen den Autos ne Gruppe von mehreren Moppeds, die dann irgendwann sich ja wieder im Verkehr integrieren müssen. Damit dauert der Stau dann anstatt 30 min 60 min länger oder sonst was, weil vorne erstmal die Moppeds wieder rein müssen.

Standstreifen für soetwas freigeben in gewissem Maße ja, aber dann für alle und nicht nur für Moppeds.

Und mit dem Thema Zeitersparnis, man sollte mal die anderen Parameter beachten,es ist genauso, als wenn ich sage, dass ich schneller bin, wenn ich schnell fahre. Das Risiko, Bremsweg etc pp ist höher, aber ich bin schneller, genauso wie beim Durchschlängeln.

Stau ist Stau, auch für ein Mopped, im Auto kann es genauso warm sein, wenn man keine Klima hat. Und es ist genauso ätzend die ganze Zeit zu sitzen.

Aber das ist nur meine Meinung.
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Alt 12.12.2014, 17:32:20   #21
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Du sieht DEN Punkt nicht, um den es eigentlich geht:
bei 35° ohne jeden Schatten richtig lange im Stau zu stehen.
Das kann echte Probleme für die Gesundheit geben und ist eben einer der Nachteile vom Moped in Stausituationen.
Gibst du den Standstreifen für alle frei, ist der in Windeseile auch zugestaut...

Und wieder einfädeln geht mit nem Moped immer...die Dosenpiloten stehen schließlich nie alle Stoßstange an Stoßstange...zur Not quetscht man sich diagonal rein.
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Alt 12.12.2014, 21:58:18   #22
Ghostrider
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Habe mich jetzt lange rausgehalten und nur mitgelesen, aber jetzt wollte ich auch noch etwas dazu schreiben:
Erstmal finde ich es erstaunlich, dass es auch Meinungen dagegen gibt.
Man sollte meinen, dass in einem Motorrad-Forum, alle für Maßnahmen sind, die uns Motorradfahrern helfen.

Anscheinend ist dies nicht der Fall.
Eig. schade...

Zum Thema "Einreihen":
Also wenn du (darf sich jeder angesprochen fühlen, wer möchte ) dich als Kradfahrer nicht wieder einreihen kannst, dann frag ich mich wie du Mopped fährst. Wir fahren hier schließlich keine Harley oder Goldwing. Und wahrscheinlich würds mit denen auch gehen
Und dann als Grund zu bringen, dass der Stau 100% länger dauert, find ich nicht realistisch. Der dauert wahrscheinlich nicht mal 1% länger...
So schnell wie jemand mit dem Mopped kommt, so schnell ist er auch wieder weg (wenn ihn keiner behindert).

Überings: Kann dir auch auf der Landstraße ne Vollsperrung passieren. Was machst du dann? Da könntest du auch nur umdrehen und in die andere Richtung fahren. Ist aber wohl auch nicht Sinn der Sache. Also zieht das Argument auch nicht, dass man als Moppedfahrer damit nicht auf BABs soll.

Ach und: Stau ist Stau. Für Autos wie für Motorräder.
Ja ist richtig!
Aber ich wage zu behaupten, dass es bei 35°C Außentemperatur immer noch kühler im Auto (auch OHNE Klima) ist als unter der Lederkombi.
Ich weiß ja nicht wie du im Auto sitzt. Mit Pelzmantel oder wie?


Als Abschluss: Ich wollte hier niemanden persönlich angreifen! Nicht falsch verstehen!!
Ich habe ausschließlich Argumente meiner Vorredner sachlich entkräften wollen. Ob mir das gelungen ist, kann jeder selbst entscheiden.
Ich denke aber dennoch, dass der Grundgedanke dieser Petition ein guter und sinnvoller Ansatzpunkt ist.

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Alt 13.12.2014, 08:38:02   #23
Damui
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Ich muss sagn, dass ich an warmen Tagen in einem leicht stockendem Verkehr mehrere Motorraeder gesehen habe. Wnn sich jetzt wirklich alle durch schlaengeln bis Punkt x, dann stehen dort 10/15 Motorraeder. Und die kommen nicht mal eben alle so schnell weg.

Dazu kommt die erhkehte Gefahr. Auch wenn man langsam faehrt. Ein Autofahrer passt nicht auf, macht nen Schlenker und gibt dir nen Stoss, und dann kippst du, ob du willst oder nicht.

Und das Freigeben des Standsrreifens, wie lange wird es dauern, bis das erste Auto rauszieht mit der Argumentation " Habe gedacht das gilt fuer alle". Das ist immer theoretisch so schon, praktisch aber noch lange nicht.

Und ja, stimmt, kann bi shr warmen Temperaturen schon riskant werden, aber das Beamen koennen wir leider noch nicht.

Und ich fahre wahrscheinlich Auto wie jeder andere auch. Aber irgendwann ist es in deinem Auto auch so warm wie draussn ohne kuehlenden Fahrtwind.
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Alt 13.12.2014, 10:12:46   #24
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Zitat:
Zitat von Damui Beitrag anzeigen

Und das Freigeben des Standsrreifens, wie lange wird es dauern, bis das erste Auto rauszieht mit der Argumentation " Habe gedacht das gilt fuer alle". Das ist immer theoretisch so schon, praktisch aber noch lange nicht.

+1
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Alt 13.12.2014, 16:47:46   #25
Thom
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Auch wenn es erlaubt werden würde, man muss es ja nicht machen. Wer Angst um seine Sicherheit hat, bleibt halt hinter den Autos.
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Alt 13.12.2014, 20:49:51   #26
DonArcturus
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Sagt bloß, ihr würdet euch sicherer fühlen, wenn das Durchdrängeln erlaubt wäre?! Ihr fahrt sicherlich auch Vollgas an jeder unübersichtlichen Kreuzung vorbei, weil ihr ja Vorfahrt habt!? Sagt mal, ist euch eigentlich bewusst, was für ein Hobby wir hier alle haben?

Es ist mir vollkommen Wurscht, wie erlaubt das Durchfahren einer Autogasse ist, ich rechne IMMER (!!!) damit, dass irgendein Trottel rauszieht!

Für mich ist die Petition nur dafür, dass ich im Falle eines Rechtsstreits zumindest einigermaßen im Recht bin und die Polizei mich nicht deswegen anhält.

Zum Thema, ob das Durchschlängeln fair ist oder nicht:
Im Falle von Regen, Hitze oder anderen konzentration- oder gesundheitsschädigenden Ursachen ist es mMn sicher i.O. sich durchzuschlängeln.
Um nur schneller voranzukommen: Fair ist es denke ich nicht unbedingt, aber man richtet im Gegensatz zu einem vordrängelnden Dosenfahrer einen wesentlich geringeren "Schaden" an. Wie geschrieben ist man als Biker so schnell wieder weg, dass man die anderen wenn überhaupt nur sehr kurz aufhält. Da sind viele Trödler, Gaffer oder Vordrängler in Dosen wesentlich schlimmere Ursachen.

Egal ob erlaubt oder nicht: das Durchschlängeln ist für uns Biker ein Vorteil - gar ein Privileg - der mMn auch mit Verantwortungen verbunden sind. Rücksichtnahme gegenüber den Wartenden ist für mich dann das oberste Gebot. Soll heißen: ich quetsch mich nicht mit Hängen und Würgen irgendwo durch! Ich sause nicht mit 80 km/h an den Autos vorbei! Für mich ist der Standstreifen Tabu. Der würde Autos genausoviel Platz bieten, um vorfahren zu können, wieso sollte er das also nicht dürfen und ich schon?

Seid einfach auch freundlich gegenüber den Dosentreibern, dann kommt auch viel mehr Verständniss zurück.

Sorry für den Roman
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Alt 14.12.2014, 02:18:11   #27
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Zitat:
Zitat von DonArcturus Beitrag anzeigen
Sagt bloß, ihr würdet euch sicherer fühlen, wenn das Durchdrängeln erlaubt wäre?! Ihr fahrt sicherlich auch Vollgas an jeder unübersichtlichen Kreuzung vorbei, weil ihr ja Vorfahrt habt!? Sagt mal, ist euch eigentlich bewusst, was für ein Hobby wir hier alle haben?

Es ist mir vollkommen Wurscht, wie erlaubt das Durchfahren einer Autogasse ist, ich rechne IMMER (!!!) damit, dass irgendein Trottel rauszieht!

Für mich ist die Petition nur dafür, dass ich im Falle eines Rechtsstreits zumindest einigermaßen im Recht bin und die Polizei mich nicht deswegen anhält.

Zum Thema, ob das Durchschlängeln fair ist oder nicht:
Im Falle von Regen, Hitze oder anderen konzentration- oder gesundheitsschädigenden Ursachen ist es mMn sicher i.O. sich durchzuschlängeln.
Um nur schneller voranzukommen: Fair ist es denke ich nicht unbedingt, aber man richtet im Gegensatz zu einem vordrängelnden Dosenfahrer einen wesentlich geringeren "Schaden" an. Wie geschrieben ist man als Biker so schnell wieder weg, dass man die anderen wenn überhaupt nur sehr kurz aufhält. Da sind viele Trödler, Gaffer oder Vordrängler in Dosen wesentlich schlimmere Ursachen.

Egal ob erlaubt oder nicht: das Durchschlängeln ist für uns Biker ein Vorteil - gar ein Privileg - der mMn auch mit Verantwortungen verbunden sind. Rücksichtnahme gegenüber den Wartenden ist für mich dann das oberste Gebot. Soll heißen: ich quetsch mich nicht mit Hängen und Würgen irgendwo durch! Ich sause nicht mit 80 km/h an den Autos vorbei! Für mich ist der Standstreifen Tabu. Der würde Autos genausoviel Platz bieten, um vorfahren zu können, wieso sollte er das also nicht dürfen und ich schon?

Seid einfach auch freundlich gegenüber den Dosentreibern, dann kommt auch viel mehr Verständniss zurück.

Sorry für den Roman
+1
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Alt 14.12.2014, 19:20:16   #28
pelle136
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Hallo, ich habe das auch unterschrieben, aber mehr als Solidarität. Im Grunde ist mir das egal. Erstmal fahre ich selten BAB und zweitens entscheide ich das ja nach Situation. Wenn ich gefahrlos vorbeifahren kann, ohne jemanden zu behindern, dann mache ich das auch jetzt und wenn mich dann wirklich mal jemand anhalten sollte, habe ich eben Pech. Mit dem Boxer ist mir das im Sommer schon passiert das er fast gekocht hat, dann habe ich ebend versuche mich langsam vor zu schieben, das gab noch nie Probleme....
Grüße pelle
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Alt 14.12.2014, 23:03:21   #29
Damui
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Ihr geht immer davon aus, dass es sich um 1, 2 Moppeds handelt. Sei es mal erlaubt, dann sammeln sich in so nem Stau sicherlich einige Moppeds. und wenn die alle vor fahren dürfen...dann dauert es eben nicht mehr nur ne Minute, bis alle eingeordnet sind.

Am schlimmsten wäre es ja dann noch, wenn es einspurig wird von 3 Spuren. Dann muss man beide Spuren PLUS die Moppeds reinlassen....

Zudem muss wirklich nur mal ein Auotfahrer den Arsch aufhaben und sich denken "dem hau ich eine rein" und haut dir die Tür vorm Mopped auf. Selbst wenn du super vorsichtig fährst und langsam, im richtigen Moment hast du keine Chance. Und dann viel Spaß bei der Frage, wer der Schuldige ist.

Ich hab es in so nem Maß (vorbeischlängeln, zwischen den Autos durch huschen) noch nicht gemacht.

Und mal ehrlich, wer verzichtet auf etwas legales? Jeder wird es machen und am Ende rumjammern, wie gefährlich es doch ist, wenn etwas passiert.

Das Ganze wird nur noch mehr die Gemüter erhitzen, sei es, dass 90% es einem gönnen, die restlichen 10% werden versuchen es dir so schwer wie möglich zu machen...

Aber wie schon gesagt wurde, es muss jeder selber wissen und die Konsequenzen tragen
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Alt 15.12.2014, 02:13:42   #30
Che
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Ich habe während meiner Einsätze die letzten 30 Jahre gut eineinhalb Millionen km zwischen München, Bremen und Luxemburg auf der BAB verbracht. Ich kenne Staus zu allen Tag- Nacht- und Jahreszeiten und in allen erdenklichen Variaionen. Die wenigsten waren unfallbedingt.
Meine Erfahrung: führt vom Stau eine Ausfahrt weg, haben wir dort sofort Verkehr auf der Standspur, ob erlaubt oder nicht. Mopeds tauchen in diesem Szenario nur selten auf, eher noch auf Stadt-ABs. In Staugassen habe ich sie selten gesehen, und schon gar nicht in Gruppen. Und von 10 - 04 sowieso nicht.
Ich habe niemals erlebt, das Biker einen Staukopf durch Gassen- oder Standspurfahren blockiert hätten. Die haben sich vorher wieder eingefädelt, oder sind die nächste Ausfahrt bzw. Raststätte raus oder haben sich bei Schietwetter unter eine Brücke verkrümelt.

Trotzdem glaube ich nicht, daß es legalisiert wird. Zu komplex, zu viele
Grauzonen, zu wenig Rechtssicherheit,...zuviel Arbeit für die Gerichte.
Da ist doch ein Knöllchen viel bequemer
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Alt 15.12.2014, 08:04:33   #31
pelle136
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Hallo, Du hast auf jeden Fall recht. Trotz Pedition, das wird auf keinen Fall legalisiert. Und eigentlich auch als Problem überbewertet. Wer hat den wirklich mal eine Gruppe Biker im Stau gesehen? Als Gruppe fahren sie andere Strassen. Wenn, dann sind es meist ein bis zwei Biker und die schlängeln sich in der Regel recht diszipliniert durch. Ich fahre seit 1972 Motorrad und habe noch nie ein Problem in einer solchen Situation selbst erlebt oder gesehen, also für mich lohnt die ganze Aufregung nicht. Und schon gar nicht deshalb Horrorbilder zu malen.....
Grüße pelle
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Alt 15.12.2014, 13:06:42   #32
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Zitat:
Zitat von Che Beitrag anzeigen
Mopeds tauchen in diesem Szenario nur selten auf, eher noch auf Stadt-ABs. In Staugassen habe ich sie selten gesehen, und schon gar nicht in Gruppen. Und von 10 - 04 sowieso nicht.
Ich habe niemals erlebt, das Biker einen Staukopf durch Gassen- oder Standspurfahren blockiert hätten. Die haben sich vorher wieder eingefädelt, oder sind die nächste Ausfahrt bzw. Raststätte raus oder haben sich bei Schietwetter unter eine Brücke verkrümelt.
Meine Worte. Außerdem wird hier kaum bedacht, dass in anderen Ländern diese Regelung bereits herrscht und es allem Anschein nach auch funktioniert.

Nur mal so nebenbei: Krass, was für ein Diskussionspotenzial dieses Thema hat
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Alt 13.02.2015, 01:53:44   #33
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Die Argumente sind großartig, wie die Autofahrer sich dagegen sträuben, dass jemand an ihnen vorbei fährt was für sie selbst keinen Unterschied macht, dem Motorradfahrer aber an einem Sommertag einem Orgasmus gleichkommt. Aber das soll den Motorradfahrern vergönnt werden, weil sie dadurch schneller ans Ziel kommen. Schön war dazu der Kommentar, dass Autofahrer im Gegenzug bei Hitze die Klimaanlage ausschalten und die Fenster schließen müssen und entsprechend bei Regen alles aufreißen, aber nein das ist ja dann was anderes

Ich stand bisher nur ein mal im Stau, der war zäh fließend, irgendwie zu schnell um dran vorbei zu fahren, aber auch zu langsam um ohne schleifende Kupplung zu fahren, da bin ich dann mit meinem Gewissen ringend mal ein Stück zwischendurch gefahren und hab mich ab und zu mal eingereiht. Beim nächsten mal wird eiskalt dran vorbei gefahren, keinen Bock mir oder dem Material zu schaden, bleibt nur die Angst vor austickenden Autofahrern. Wenn ich Auto fahre und im Stau stehe freue ich mich meist, dass ich bis auf die Zeit nichts verliere, es fällt leider so vielen Menschen schwer sich in die Lage anderer hinein zu versetzen.
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Alt 13.02.2015, 07:42:49   #34
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Naja, was will man erwarten, wenn man in einem Land lebt, in dem man einen Notarzt, der mit Blaulicht und Martinshorn zu einem verünglückten Kind(!) fährt, wegen überhöhter Geschwindigkeit den Prozeß macht....

Edit: Link
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Alt 13.02.2015, 10:42:47   #35
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Völliger Schwachsinn diese Petition! Wehrt euch lieber gegen Tempo 80 auf Landstraßen.
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Alt 16.02.2015, 09:23:25   #36
derbekloppte
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Hallo,
irgendwie muss ich jetzt auch einmal meinen "Senf" zum Besten geben.
So viel vorweg:
Auch ich komme aus Wuppertal - wie damui - und vlcht. sehe auch ich deshalb - obwohl wir hier tagtäglich Stau haben auf der A 46 - die Sache ähnlich wie er:

Denn ich halte gerade aus Verkehrssicherheitsgründen gar nichts davon. Und habe genau deshalb so einen Scheiss - sorry, was anderes fällt mir dazu wirklich nicht ein - noch nicht gemacht. Weder mit Motorroller (fahre ich auch) noch mit dem Möp.
So, nach diesem emotionalen Ausbruch ein paar sachliche Argumente dazu:

- Ein Autofahrer, der im Stau steht, rechnet nicht und muss auch nicht damit rechnen, dass links oder rechts an ihm vorbei ein Motorrad mit teils reichlich überhöhter Geschwindigkeit und manchmal nur ein paar cm Abstand zu den Außenspiegeln (habe ich selbst häufig auf zwei und auf vier Rädern im Stau stehend beobachtet) vorbeizieht. Ich habe auch schon mitbekommen, wie manche Möpfahrer sich mit ihrem Dickschiff (fahren ja nicht alle so was zierliches wie ne GS) geradezu zwischen den Autos verkeilt hatten und nur wegkamen, weil die Autofahrer links und rechts von diesen Idioten Platz machten (nei, die Autos standen so und haben nicht vorher zugemacht - kein Auto muss in Spurmitte fahren!).
So etwas freizugeben kann nicht im Sinne der Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer sein.

- Auch im Auto ist es bei 35 Grad heiss - ich fahre nen vierrädrigen Oldie ohne (da wirds schon ab 20 Grad draußen scheisse warm drin) und was Moderneres mit Klima. Mit Klima ist es Klasse, ohne Klima gehste auch im Auto ein. Die Autofahrer steigen dann aus weil auch bei Klima braucht man mal Luft und will sich die Beine vertreten und.....
Selbst wenn ich dann als Möpfahrer im Recht sein sollte nützt mir das nichts, beim Auto ist die Tür hinne oder falls ein Kollonnenspringer plötzlich vor der Karre ist auch mehr, bei mir sind es minimal blaue Flecken unds kaputte Möp, bei mehr Pech meine Knochen, bei ganz viel Pech....
Das wäre und ist es mir nicht wert.

- Wir reden als Motorradfahrer immer davon, dass ein Motorrad genauso viel Platz braucht wie ein Auto und regen uns zu recht auf, wenn mal zu eng an uns vorbeigedüst wird. Im Stau stimmt das nicht mehr?

- Die Schuldfrage wenn es kracht ist immer eine Teilschuld - ich war lange genug in einer Verkehrsbehörde tätig, habe dabei sehr viel mit den Herren in inzwischen blau zusammengearbeitet (das geht Klasse, auch die haben grundsätzlich (Ausnahmen bestätigen die Regel) die Verkehrssicherheit von allen Verkehrsteilnehmern im Blick) und kann das dem entsprechend so sagen: Dem Autofahrer wird dann vorgeworfen den rückwärtigen "Verkehr" nicht beachtet zu haben (das ist pervers, weil im Stand keiner mit Verkehr (außer anderem zum Zeitvertreib) rechnet) und der Mopedfahrer hatte da nix zu suchen. 70/30 oder 50/50 (hängt vom Geschick der jeweiligen Anwälte ab) - für vielleicht ne Stunde gespart? Wenns kracht stehen Ärger und Zeitaufwand in keinem Verhältnis zur Zeitersparnis.

Unterm Strich macht das keinen Sinn. Wir alle wollen sicher ankommen, Stau ist Stau ist ärgerlich, gehört aber mit dazu. Und wenn mir zu warm ist kann ich im Stau ja auch den Helm abnehmen und es gibt auch Schutzkleidung, die einen nicht so braten lässt. Und wenn mir zu kalt ist muss ich halt was warmes anziehen. Wobei ich mich in solchen Situationen schon gefreut hab, denn im Stand wärmt der Susuimotor doch recht schön

Und wenn ich die Temperaturen, die entstehen können, partout nicht abkann sollte ich mir überlegen ob Möpfahren noch das richtige ist (bin auch 54).

Im Interesse von mehr Sicherheit für Alle würde ich dem also nicht zustimmen, auch wenn es natürlich begrüßenswert wäre, (Spaßmodus an) weil wir dann per Gesetz zumindest vorne in der ersten Reihe mit gaffen dürften (Spaßmodus aus).
Und bei nem Stau wegen zu viel Verkehr (scheiss A 46) sehe ich keinen Grund Motorradfahrer zu bevorzugen - das schreibe ich bewusst als Auto- und leidenschaftlicher Zweiradfahrer.

Und im Falle einer Freigabe ist bei der Mentalität vieler Möpfahrer damit zu rechnen, dass dann locker mit 40 bis 50 zw. den Autos hergefahren wird - es ist ja dann erlaubt.
Für mich geht aber die Verkehrssicherheit vor - ich habe zu häufig an Unfallkommissionen nach tödl. Motorradunfällen teilgenommen. Was das für die Angehörigen bedeutet....

Das nützt keinem.

Gruß

Ludger

Ps.: Wenn ich emotional irgend Jemand hier auf die Füße getreten haben sollte dann entschuldige ich mich bereits jetzt.
Ich will hier keinen persönlich anmachen.
derbekloppte ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.02.2015, 09:42:35   #37
Pedi
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Ich finde es Klasse Ludger!

Genau so mach ich es auch. Wer bewusst auf die Autobahn fährt, muss einfach mit Staus rechnen. Ich hab mich mal ganz gut mit einem Speed Triple Fahrer im Stau unterhalten, auch er blieb an seiner Position (aber seine ging bei über 30 Grad immer wieder aus ).

Nicht mal im strömenden Regen würde ich mir das Recht herausnehmen.
Wer nasser als bis auf die Haut wird ist eh nicht ganz "dicht".

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Alt 16.02.2015, 09:50:19   #38
Thom
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Ob die Staudurchfahrung nun erlaubt wird, oder nicht, ist mir eigentlich egal, so oft stehe ich nicht im Stau und wenn, fahre ich nur selten durch, weil es mir doch recht gefährlich ist. Was aber einige Bedenkenträger als Argumentation heranführen, fragt man sich doch, warum die überhaupt Motorrad fahren. Das ist auch total gefährlich.
Wenn es erlaubt sein sollte, wird es auch entsprechende Regeln geben, an die man sich zu halten hat. Zur Zeit gibt es keine Regeln, wird aber trotzdem gemacht!

(Wollte keinen persönlich angreifen.)
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Alt 16.02.2015, 10:10:09   #39
Kay73
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Klar kann man das mit "Bedenkenträger" abtun.
Oder aber frustrierte Dosenfahrer vermuten.
Das ist aber alles nur Ausrede, wenn man die Argumente nicht mehr entkräften kann.

Zum Thema zurück:
Wenn kein Motorradfahrer die Autobahn benutzt, wie man anhand einiger Posts hier vermuten kann, dann ist die Petition ohnehin sinnlos.

In Norddeutschland fahren Biker aber sehr wohl auf der Bahn.
Schon alleine, um schneller hier wegzukommen.
Und das auch gerne in Gruppen. Den "iron butts" ist auf Landstraßen das Tagespensum auch zu schwer erreichbar. (1000miles the day)


Stundenlang im Stau stehende Motorradfahrer brauch schon eine Lösung.
Die dürfte m.M. eher im Benutzen des Standstreifens für Motorradfahrer ( mit reduzierter Geschwindigkeit, möglicherweise max.30km/h) bis zur nächsten Abfahrt liegen. Mit der Auflage, den Standstreifen sofort zu räumen, wenn sich ein Fahrzeug mit Sondersignalen wider Erwarten auf dem Standstreifen nähert. Das ist aber derzeit leider auch verboten.
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Alt 16.02.2015, 10:11:20   #40
ZRX-Man
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Tja, Kinder, DENKT mal einen Schritt weiter:

Wenn nicht mal mehr ein Mopped durchkommt, weil die Dosentreiber hirnrissig rumstehen, wie soll dann der Rettungswagen bzw. ein Abschleppwagen durchkommen?

Ich finds traurig, dass neuerdings bei uns überall Banner mit "Rettungsgasse!" hängen müssen, weil das keinen Arsch hier interessiert!
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Alt 16.02.2015, 10:13:35   #41
Pedi
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Ich fahr schon Autobahn, sicher ca 2000 km im Jahr, so ist es nicht.
Man darf nur hoffen, dass durch dieses Sinnfreie Gedrängel nicht noch mehr zu Schaden kommen wie schon passiert.

Horst hat vollkommen recht. Das müsste mehr Sorge bereiten.
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Alt 16.02.2015, 10:20:59   #42
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@Ludger:
Du gehst aber auch von den Extremfällen aus. Nur wenige Biker donnern mit überhöhter Geschwindigkeit und zu geringem Abstand an den Dosen vorbei, die meisten verhalten sich zum Glück rücksichtsvoller.

Den Vergleich "wenn Biker knapp vorbeifahren ist das ok, wenn Autofahrer es tun, ist es nicht ok" halte ich für unüberlegt. Erstens ist es (sicherlich nicht nur meiner Meinung nach) NICHT ok, wenn ein Biker zu knapp an jemanden vorbeidonnert und zweitens ist es absolut inakzeptabel, wenn ein Auto jemandem bei hoher Geschwindigkeit zu nahe kommt und sein Leben gefährdet! Stell dir vor, das würde einer (egal ob Auto oder Bike) bei einem Fußgänger machen (mit 80 km/h oder mehr cm nahe vorbeizischen), wie würde da die Reaktion sein?
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Alt 16.02.2015, 11:10:46   #43
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@donarcturus

Ich habe nicht geschrieben, dass es ok sei, wenn Möpfahrer mit zu wenig Abstand überholen - das ist genauso falsch und in meinen Augen sogar verwerflich.

Anders ausgdrückt: Mich regt es geradezu auf, wie manche Möp fahren. Als hätten die ein zweites Leben unterm Heckspoiler. Und dann noch mit einer knackigen 20-Jährigen hinten drauf im knappen Röckchen mit Nahkampstiefelchen (Stiefeletten oder wie die dinger heissen) bei 25 Grad - sorry, aber ich bekomme regelmäßig Anfälle wenn die so bei schönem Wetter mit > 140 durch die Kohlfurt (mal googeln, eine der schönsten Möpstrecken hier) düsen (90 erlaubt, die Fahrbahn hat fiese Querwellen), vor den Starenkästen ne halbe Vollbremsung hinlegen (gekonnt, man muss dem Mädel ja was bieten) und danach wieder Stoff geben, um im Tiefflug möglichst schnell an der Müngstener Brücke zu sein.
Letztes Jahr haben Sie wieder den einen oder anderen aus dem Gebüsch geholt - der eine düngt jetzt den Friedhof.

Aber ich komme vom Thema ab.

Ich denke jeder sollte sich einmal bewusst machen warum er fährt und wie er fährt.

Wenn es darum geht möglichst schnell unter Missachtung vieler Verkehrsregeln (die Schilder stehen da nicht zum Spaßvertreib - es gibt da so Deppen wie mich lange Zeit, die sich zu jedem Schild vor dem Hintergrund, die Sicherheit zu erhöhen, lange Gedanken gemacht haben (Achtung: Ich will hier jetzt keine Schilderdiskussion vom Zaun brechen)) zu düsen - fahrt doch bitte auf eine Rennstrecke, (Sarkasmusmodus an) da kann man sich dann mitunter bei youtube anschauen wie ihr Euch breit macht (Sarkasmusmodus aus) und ihr gefährdet nicht noch Andere.

Als so etwas - Gefährdung Anderer - sehe ich auch das Fahren zw. im Stau stehenden Kfz. Denn auch wir laufen Gefahr dabei Jemand anzufahren, der nicht mit einem Möp rechnet und uns vor die Karre hüppt.
Ich sehe einfach keinen gerechtfertigen Vorteil darin das Freizugeben - gleiches Recht für Alle: Wenn ich mit dem Auto führ würd ich mir darüber gar keine Gedanken machen.

Ansonsten gelten für Alle die gleichen Regeln - nicht um den Möpfahrern den Spaß zu nehmen, sondern damit wir den in zwanzig Jahren auch noch haben. Und macht Euch bitte als Möpfahrer einmal so richtig bewusst, dass wir immer zweite Sieger sind - auch wenn wir Vorfahrt hatten oder sonstwie im Recht waren bevor es krachte.

Sorry - ich habe wirklich zu viele Tote gesehen bzw. war bei der Aufarbeitung der Unfälle beteiligt. Immer hat den unschuldigen Toten ihre Unschuld leider nichts genutzt.

Als Motorradfahrer muss ich mit der Dummheit anderer Leben und fahren und mich bei meinem Fahrstil drauf einstellen. Und die Sache mit der Vorfahrt hab ich hinter mir - die hat mir außer nem kaputtem Handgelenk, kaputten Möp usw. nicht geholfen.

Man muss da nicht noch mutwillig Situationen heraufbeschwören (indem man z. B. im Stau wo fährt wo man nicht hingehört).

Gruß

Ludger

Geändert von derbekloppte (16.02.2015 um 11:57:19 Uhr)
derbekloppte ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.02.2015, 12:43:46   #44
Thom
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Wo wir bei gleichen Regeln für alle sind, muss ich gleich an die Überholverbotsschilder denken. Da bekomme ich Brechreiz. Ein mehrspuriges Irgendwas darf sich irgendwie an mir auf dem Mopped vorbeiquetschen, weil es vor 100 Jahren mal Motorräder gab, die womöglich langsamer und vom Fahrwerk schlechter waren als damalige Autos. Heutzutage könnte ich auf Strassen, die von lahmen Autos zugeparkt werden, mit eine kurzen Gaslupfer davon eilen, der vor sich hinträumende Opa würde es noch nicht einmal mitbekommen, ausser er wird aus seinem Dämmerschlaf geweckt, darf es aber nicht, weil der Streckenabschnitt ist ja sooooo unübersichtlich.

Es gibt noch spurtstärkere Motorräder als die GS...
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Alt 16.02.2015, 13:13:41   #45
derbekloppte
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Wie bereits geschrieben - was bringt´s wenn ich statt mit 80 mit 100 über die Landstraße düse?
Ich kenne einen Landwirt, der genau so einen Möpfahrer für immer vom Möp geholt hat.
Ja, der Möpfahrer, der einen Trecker mit zwei Hängern überholte, verhielt sich vorschriftsmäßig, als der Landwirt aus einer Zufahrt von links auf die Landstraße fuhr.

Und weil sein Möp so spurtstark war flog der Möpfahrer auch entsprechend weit. Mit dem entsprechend beschissener Landung.

Ich weis, ich habe da eine sehr extreme Ansicht. Wie schon beschrieben, ich war zu häufig in die Nacharbeit nach solchen Unfällen beteiligt. Immer mit der Fragestellung was man tun kann um so was zukünftig zu vermeiden.
So was kann man nicht vermeiden mit Schildern etc. Man muss im Kopf umdenken und überlegen was man tut. Als Autofahrer werde ich in so einer Situation von z. B. so einem Landwirt ggf. beim Überholen noch gesehen. Als Möpfahrer bin ich zu schnell und zu schmal. Das muss ich als Möpfahrer auch in solchen Situationen im Kopf haben sonst komme auch ich irgendwann nicht oder nur in Einzelteilen - dann aber nicht mehr zu Hause - an.

Wir sind alle Menschen und machen Fehler.
Auch der Landwirt - er hat nach links geguckt weil er nach rechts raus wollte. Da kam keiner und er fuhr (Info aus dem Unfallbericht der Polizei). Ja, er hätte auch nach rechts schauen müssen - das hat er zu spät. Und keiner kann so schnell abschätzen, das da ein beschleunigendes Möp immer schneller auf einen zukommt.

Ich überleg mir fünfmal ob ich das sicherlich verbesserungswürdige Beschleunigungsverhalten der Susi in so einer Situation (überholen) voll ausnutze.
Wie gesagt, der Möpfahrer hatte zu 100 % Recht und der Landwirt 100 % Schuld.

Und nochmal: Ich bin da kein Massstab, ich kann nur davor warnen sich mit zu leichtsinigem Verhalten sinnlos in Gefahr zu begeben. Sinnlos deshalb weil es einem rational häufig nichts bringt einen der geringfügig langsamer fährt zu überholen. Und wenn dann lieber zügig - aber nicht volle Pulle - vorbei, dann kann man selbst auch noch reagieren und besagter Möpfahrer würde wahrscheinlich noch leben (der hatte so am Hahn gedreht dass er den mit 40 fahrenden Trecker mit 100 überholte - zu schnell dass der Landwirt das erkennen konnte....).

Unabhängig davon fahre ich trotz meiner Erfahrungen noch Möp und werde es auch niemals aufgeben - dafür fahr ich zu gerne.

Gruß

Ludger

Geändert von derbekloppte (16.02.2015 um 13:31:52 Uhr)
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Alt 16.02.2015, 20:21:22   #46
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Was du schreibst, sollte jedem Biker eigentlich vom Vorhinein klar sein (was leider nicht der Fall ist). Man verlässt sich nicht auf andere Verkehrsteilnehmer (sonst ist man verlassen)!

Aber um mal auf das Thema Durchschlängeln zurück zu kommen: "gleiches Recht für alle" würde ich mir in vielen Bereichen auch wünschen. Da man es aber niemals allen recht machen kann, stelle ich mir aber eher die Frage: wie sehr schade ich andere durch meine Aktionen? Und bei rücksichtsvoller Fahrweise halte ich das Durchschlängeln eben für akzeptabel (umgekehrt: bei rücksichtsloser Fahrweise finde auch erlaubte Sachen nicht in Ordnung).

Ich denke, man bildet sich seine Meinung auch durch die Erfahrungen. Wenn du jeden Tag einen Stau durchfahren musst, wirst du sicher schneller selbst auf die Idee kommen, dich durchzudrängen. Wenn der Stau nur mal eine Ausnahme ist, würde ich selbst wahrscheinlich auch eher stehenbleiben.

PS: Wenn ich in den Staus in jedem Wagen nur eine Person sitzen sehe, verringert sich mein Mitleid den Leuten gegenüber.
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Alt 17.02.2015, 08:36:13   #47
GS_Lessor
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Moin,

ich persönlich finde die Petition gut. Für mich wäre es nur eine Legalisierung dessen, was ich eh schon seit Ewigkeiten mache!
Ich mache das aus mehreren Gründen, hauptsächlich aber wegen der Zeitersparnis. Wenn Platz da ist fahre ich durch, wenn nicht, warte ich bis sich Platz ergibt. Es ist SO EINFACH! Und dass man nicht mit 40+ km/h an einem anderen Auto vorbei fährt sagt einem der Verstand. Sicherlich sagt er das nicht jedem, aber das ist nicht mein Problem. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Ich bin jederzeit in der Lage zu bremsen wenn ich mich irgendwo durchschlängel.

Ich rege mich nicht über die Autos auf, kann nur manchmal nicht verstehen, wenn sich jemand absichtlich auf "meine Spur" stellt bzw. die Lücke dicht fährt. Da muss ich immer Grinsen weil ich 2 Sekunden später doch vorbei bin. Da muss ich nur statt zwischen linker und mittlerer durch mittlerer und rechter Spur durchfahren. Die meisten Autofahrer machen allerdings brav Platz. Da bedanke ich mich auch gerne. Diejenigen, die wie bekloppt hupen ignoriere ich gekonnt.

Ganz ehrlich Leute: Was soll die Diskussion? Ob man es für sinnig hält oder für dumm und ob es erlaubt wird oder nicht, es wird weiterhin so gemacht. Es wird sich durch die Legalisierung NICHTS ändern!!! Die meisten wissen es sicherlich nicht einmal, dass es dann legal ist und verfahren so wie vorher auch, sprich sie schlängeln sich durch oder lassen es.

Ich werde es so oder so auch weiterhin tun, denn mir ist die Zeit einfach zu schade, als sie im Stand zu verbringen. Und wenn man an so mancher Stelle dann sieht WARUM sich überhaupt ein Stau entwickelt hat, dann würde ich mich noch mehr ärgern, dass ich da gestanden habe. Nur weil nämlich irgendein Spacko oder eine Tussi zu dumm war irgendwo dran vorbei zu fahren oder Lust hatte auf einen Unfall auf der anderen Seite zu gaffen, soll MEINE Lebenszeit verschwendet werden? Sehe ich nicht so. Und wenn ich dann mal deswegen angehalten werden sollte bezahle ich gerne und tu es weiter! Ein Tropfen auf den heißen Stein...


Noch mein Standpunkt zum Thema "Gleiches Recht für Alle":
Gesperrte Straße für Motorradfahrer? Finde ich ungerecht. Ich zahle genauso Steuern wie jeder Autofahrer. Sicher, dass Verbot wurde sicherlich durch Fehlverhalten von Motorradfahrern erwirkt. Denke dennoch, dass sowas nicht auf alle Ewigkeit gelten darf. Man bestraft damit ja grundsätzlich ALLE.
Genauso sehe ich das übrigens auch in Bezug auf 70 Zonen inmitten einer wunderschön ausgebauten Landstraße! Da hat sich IRGENDWANN mal ein Jugendlicher oder Opa (mit Auto oder Motorrad) tot gefahren. Warum? Er war besoffen und hat noch 3 andere mit in den Tod gerissen. Klischee sagt aber noch, dass er selbst überlebt hat. Logo, war auch am besten geschützt. So und zack wird aus der gesamten Landstraße eine 70 Zone. Da man (zumindest ich) als Motorradfahrer sowieso 20 schneller als erlaubt fährt, bekommt man nun schon ein Fahrverbot aufgebrummt, wenn man erwischt wird. Wo ich sonst 120 gefahren bin und mit Abzug der Toleranz vlt 15€ hätte zahlen müssen, bin ich dann im Bereich von 1 Monat Fahrverbot und 80 oder wie viel €. Und das finde ich sehr schade.
Jetzt soll doch bald die 100er Grenze auf Landstraßen auf 80 gesenkt werden. Na klasse! Wo bitte darf man denn überhaupt noch 100 fahren? Und die jetzigen 70er Zonen werden dann bei 70 bleiben. Was für eine Wohltat, wenn man dann mal 10km/h mehr fahren darf... yeah! Wer kommt auf so eine Scheiße?

Geändert von GS_Lessor (17.02.2015 um 08:50:00 Uhr) Grund: Nachtrag
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Alt 17.02.2015, 09:44:17   #48
DominikD
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Morgen,

ich stimme da total mit GS_Lessor überein.

Staudurchfahrung gehört für mich einfach zum Motorrad fahren dazu, wenn man denn seinen Kopf dabei eingeschaltet lässt, aber das gilt ja generell beim Motorrad fahren.

Ich sehe einfach keinen Sinn dabei, mich mit in den Stau zu stellen, wenn genug Platz da ist, um mit geringen Risiko die Autobahn zu verlassen, bzw. bis zum Reißverschluss vorzufahren.

Der Großteil der Autofahren zeigt ja auch vollstes Verständnis dafür und macht einem bewusst Platz, wenn man sich ordentlich (angepasste Geschwindigkeit) durchschlängelt.

Den wenigen Cholerikern die versuchen aggressiv den Weg zu versperren, könnte man mit einer generellen Erlaubnis fürs durchfahren den Wind aus den Segeln nehmen, da der Motorradfahrer damit nicht in einer Grauzone, sondern einfach im Recht wäre.

Geändert von DominikD (17.02.2015 um 11:16:07 Uhr)
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Alt 17.02.2015, 10:41:46   #49
GS_Lessor
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Servus Dominik.
Dass du damit d´accord bist liegt vielleicht daran, dass du nur 5 Jahre jünger bist und wir damit beide noch recht jung sind. Das sehen meist die älteren Herrschaften etwas enger...

Was aber die Choleriker angeht: Die werden durch die Legalität weniger cholerieren ^^
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Alt 17.02.2015, 11:30:31   #50
DominikD
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Hi Lessor,

daran wird es vermutlich liegen...

Der Vorteil, bei einer angepassten Gesetzgebung wäre aber, dass wenn dich ein cholerierender Choleriker vom Moped holt, du eine gewisse Rechtssicherheit hättest. Andererseits sollte es erst gar nicht soweit kommen, wenn man aufmerksam auf seinem Bock sitzt.
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