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#1 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 07.06.2017
Ort: Dishley
Alter: 53
Beiträge: 155
Baujahr: 1997
Kilometer: 69666
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Moin,
an unserer GS500E im Wiederaufbau liegt ein Getriebeschaden vor (deswegen wurde sie dem schrottplatz überantwortet und dort von uns gefunden). Der Motor wird zwar jetzt erst mal durch ein Spenderorgan ersetzt, aber da sich der alte noch in einem gutem Zustand befindet, soll er saniert werden. Bitte helft mir mal ganz grob bei der Einschätzung des zu erwartenden Schadens anhand des Fehlerbildes! Fehlerbild äusserlich: - Getriebe grummelt, wenn Motor läuft - Schalten im Stand (Motor aus) geht hoch wie runter butterweich und ohne Kratzen und Klemmen - Durchdrehen des Motors bei eingelegtem Gang (Kerzen raus, Drehen am Hinterrad) ist nicht möglich - Motor läuft seidenweich ohne eingelegten Gang - Kupplung zieht - Motor an + Kupplung ziehen + Gang einlegen - abgestorben (nicht elektrisch, sondern definitiv vom klemmenden Getriebe kommend) Fehlerbild nach (Teil)Öffnung: - keine Späne - zwei etwa 2mm große Brocken (sieht auch wie Zahnflankenteile) - kein größerer Abrieb - Kupplung intakt und fest auf der Welle - Ritzelausgangswelle läßt sich leicht drehen - kein Spiel auf sicht- und fühlbaren Wellen Was denkt Ihr auf den ersten Blick, was mich da an inneren Katastrophen erwartet nach dem Öffnen? Gruß Roman |
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#2 |
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Stammtisch Hamburg
Registriert seit: 16.03.2008
Ort: Extertal
Alter: 37
Beiträge: 8.812
Baujahr: 1999
Kilometer: 158000
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Warscheinlich böse Karies und irgendein Teil, was die Wellen blockiert.
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Bandit 1200 TL1000S weil nur 6 Zylinder Sinn ergeben
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#3 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 07.06.2017
Ort: Dishley
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Baujahr: 1997
Kilometer: 69666
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Die Frage ist nur: In welchem Bereich?
Wäre es im Schaltblock, dann könnte man den Motor nicht laufen lassen und auch keinen Leerlauf einlegen. Auch das Schalten ohne Motor sollte dann nur gelegentlich mal funktionieren und nicht immer so sorgenfrei wie jetzt. Das Rad inklusive der Ausgansgwelle kann man ja ebenfalls nahezu geräuschlos drehen - die Maschine läßt sich im Leerlauf super leicht schieben. Ich bin irgendwie etwas ratlos, weil normalerweise die gezogene Kupplung ja Motor und Schaltblock trennen soll und somit dann auch kein Ausgehen passieren dürfte. Ein Funktionstest der Kupplung bescheinigt ihr aber auch einwandfreie Funktion. Gruß Roman PS: Irgendwie beschlecht mich langsam doch der Gedanke, daß es doch am Schalter des Seitenständers oder der Kupplung liegt...und ich das ganze Ding umsonst rausfleischere... Hat die GS irgendein typisches Getriebeproblem? Wenn ja, wo genau und warum? |
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#4 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.11.2005
Ort: Perchtoldsdorf
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Beiträge: 5.317
Kilometer: 1.1mio
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Was soll der Schalter etwas mit dem klemmenden Getriebe zu tun haben?
Wenn du da abgebrochene Teile gefunden hast, ist definitv was kaputt und ohne Zerlegen wirst du auch kaum herausfinden was defekt ist. Kann sein das es Klauen abgerissen und verklemmt hat, oder halt was anderes.... Grundsätzlich gibt es keine "typischen" Getriebeprobleme bei der GS. Materialfehler sind natürlich nicht auszuschließen, aber recht unwarscheinlich. Ausser bei völlig "schaltgefühlbefreiten" Fahrern habe ich auch noch keine Probleme damit erlebt (völlige "Vernichtung" der Schaltkulisse der Schaltwalze und verbogene Gabeln). |
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#5 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 07.06.2017
Ort: Dishley
Alter: 53
Beiträge: 155
Baujahr: 1997
Kilometer: 69666
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Schalter ist nur ein Verdachtsfall, weil die Maschine unmittelbar nach dem Einlegen eines Ganges ausgeht. Da ich sie "mit Getriebeschaden abgestellt" gekauft habe, ist natürlich der erste Verdacht tatsächlich Getriebe gewesen (manchmal ist Vorbelastung so gar nicht hilfreich beim Fehlersuchen **ggg**).
Allerdings macht das Vermutete (Getriebeschaden) keinen großen Sinn, wenn eine Maschine mit gezogener Kupplung sofort ausgeht, wenn ein Gang eingelegt wird. Da die Kupplung (nach Prüfung) sehr solide trennt, schließe ich mal einen abwürgenden Ruck aus dem Getriebe nahezu aus. Der Motor müßte eigentlich mit gezogener Kupplung weiterlaufen, selbst wenn schon der Primärantrieb fest wäre. Es klingt auch nichts knirschend oder krachend, wenn der Gang eingelegt wird - einfach Klack + Aus. da schließe ich mal einen Elektrikdefekt parallel zum "Getriebeschaden" erst mal nicht per se aus. Wie gesagt, geöffnet wird sowieso, und so, wie die Getriebeausgangswelle zugerichtet ist, tippe ich mal, da kommt mir noch mehr entgegen als nur ein paar Bröckchen. Ausgangswelle muß schon mal neu (keine Verzahnung für's Ritzel mehr), und der Rest wird sich zeigen, wenn die Herkunft der Zahnspitzen geklärt ist. Es sind definitiv (4) Eckstücke von Schalträdern, die aus dem Ablass kamen. Wer also noch Getriebe oder Getriebeteile aus dem Baujahreszeitraum 95-97 liegen hat und sie loswerden will, da wäre ich sicher alsbald dran interessiert... Danke auch für die Info zum Thema "typische Schäden bei der GS"! Gruß Roman |
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#6 |
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Stammtisch Hamburg
Registriert seit: 16.03.2008
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Beiträge: 8.812
Baujahr: 1999
Kilometer: 158000
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Die GAW sieht wirklich schlimm aus
Komplette GS Getriebe mit guter GAW gibt es schon für um die 50€ Wenn die GS mit eingelegtem Gang nicht startet rückt der Seitenständerschalter in die engere Auswahl.
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Bandit 1200 TL1000S weil nur 6 Zylinder Sinn ergeben
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#7 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 07.06.2017
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Baujahr: 1997
Kilometer: 69666
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Den Test hab ich nicht mehr gemacht, weil der Motor eh raus musste. Aber die Welle spricht schon Bände über den Behandlungszustand. Hab mich im Halbdunkel vorgestern nur schon gewundert, warum ich das Ritzel so weit verdrehen konnte beim Versuch es vom Wellenstumpf zu ziehen. Da sah man die "Frässtelle" noch nicht so gut
![]() Na ja, ist halt ein Projekt für lange Herbstabende... Ein Krümmerbolzen muß auch rausoperiert werden - dank eines findigen Bastlers, der den, zuerst abgerissenen, Bolzen sehr kreativ mit GunGum in die Krümmerschelle eingeklebt hat. Manche Leute kommen auf Ideen ![]() Bei knappen 70.000km werde ich Motor und Getriebe dann gleich mal grundüberholen und im Frühjahr wieder in den sanierten Rahmen pflanzen. Bis dahin wird's der alte Motor so wie er ist tun müssen. Die Elektrik wird eh gleich als Erstes durchsaniert - wie bei jedem Bike aus den "goldenen" 90ern erforderlich, dann funzt auch der Schalter garantiert wieder wie er soll. Danke nochmals für die Tips und Kommentare!!! Gruß Roman |
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