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#1 |
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Hallo in die Runde!
Bin dabei, bei einer GS 500 F Bj. 05 das Ventilspiel zu prüfen und muss 3 Shims wechseln. Gibt es einen besonderen Trick bei dem Rausnehmen der Shims? Benutze einen Niederhalter und der Shim ist frei und bekomme ihn nicht gelöst? Oder sollte ich dann doch lieber die Nockenwellen rausbauen? Danke für Hinweise! Gunder |
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#2 |
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Stammtisch Hamburg
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Wie versuchst du ihn denn herauszuholen? Ich meine mich zu erinnern, dass man ihn mit einem kleinen Schraubendreher aus der Tasse hebeln kann.
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Bandit 1200 TL1000S weil nur 6 Zylinder Sinn ergeben
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#3 |
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Registriert seit: 24.04.2022
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Habe ich versucht - mit Schraubendreher als auch gewinkelter Pinzette. Als wären diese festgeklebt.
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#4 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.11.2005
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Sie sind durchs Öl tatsächlich wie "festgeklebt" - in der Tasse angesaugt. Um sie rauszubekommen, drehe den ganzen Stössel, bis du eine Nut am Stösselrand siehst. Dort kannst du vorsichtig mit einem sehr kleinen Schraubenzieher versuchen reinzufahren und den Shimm anzuheben. Sobald er einmal los ist, geht er mit der Pinzette problemlos raus.
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#5 |
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Da schau ich noch mal - danke!
Allerdings habe ich noch ein Problem - bei beiden Auslassventilen ist kein Spiel mehr da (Murks!), so dass ich da die Stößel nicht drehen kann. Liege ich da richtig, dass ich nicht drum herum komme, die Nockenwelle auszubauen? Und gibt es bei diesem Motor Unterschiede zum "älteren" Motor? Ich habe das "Reparaturbuch" für die Modelle vor 2000 zur Hand. Denn die "Zündungsseite" sieht schon etwas anders aus. Gunder |
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#6 |
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Stammtisch Hamburg
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Man kommt echt nicht anders an die Nut, außer die Tasse zu drehen?
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#7 |
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Erfahrener Benutzer
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Der einzige Unterschied (neben der Nockengeometrie) ist, das es da endlich wieder das axiale Anlauflager für die NW gibt, welches das berüchtigte Klopfen verhindert. Etwas, das alle GS-Motoren vor der neueren GS500 (ab Bj. 89) immer hatten.
Der Tassenstößel lässt sich ziemlich sicher trotzdem drehen. Siehst du wo die Nut? Wenn ja, kannst du auch dort schon versuchen durch seitliches Ansetzen den Stößel zu drehen. Solltest aber was weichers als einen Schraubenzieher nehmen - vielelicht einen Messingstab - falls du abrutscht..... Du kannst auch versuchen den Stößel mit dem NiederdrückWZ runter zu drücken. Meist ist dann die Nut auch irgendwo zugänglich. Man kriegt in immer irgendwie raus....ohne die NW ausbauen zu müssen. Noch ein Hinweis: Solltest du tatsächlich die NW ausbauen, dann besorg dir neue Schrauben für die Lagerböcke. Das sind spezielle, hochfeste Schrauben, die bei erneuter Montage recht gerne abreissen (selbst vor erreichen des nötigen Drehmomentes) - und dann muss meistens der Kopf zum Ausbohren runter.... |
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#8 |
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Ich werde es versuchen und danke für den Hinweis!
Gunder |
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#9 |
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Benutzer
Registriert seit: 24.04.2022
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Oh je - will jetzt definitiv die Nockenwellen ausbauen. Da zerbröselt mir doch vom Kettenspanner der Gummistopfen und ich komme nicht an diese Schlitzschraube ran. Kann der Kettenspanner auch ohne das Sperren durch die Schraube demontiert werden oder gibt es da Probleme. Hatte ja gehofft, dass ich den Spanner gar nicht ausbauen muss, sonndern nur "entspannen" - wie ich es von der CB 500 kenne.
Danke schon mal für Hinweise! Gunder |
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#10 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.11.2005
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Den kannst du nicht "entspannen" - der drückt mittels Feder immer drauf. Du kannst mit der Schraube hinten nur den Spannkolben fixieren, damit er bei Demontage nicht ganz rausfährt (und beim Einbau muss man damit den Kolben fixieren).
Denn Gummistopfen kannst mit kleinem Schraubendreher rauskratzen. Wenn du den ohne sperren aufmachst musst du nur aufpassen das dir der Kolben+Feder nicht abhaut (v.a. nicht in den Zylinder hinein!!). Mit ein bischen Gefühl und Vorsicht gehts aber. Warum willst du die NW rausnehmen - man kann den Tassenstößel IMMER drehen - so stark kann die Nockenwell gar nicht draufdrücken, denn sonst wäre die Kiste schon lange keinen Meter mehr gefahren - da wäre das Ventil immer offen. Siehst du denn die Nut auch nicht beim Runterdrücken (vielleicht machst einmal Bilder). Ich würde da nicht so schnell aufgeben...... Und bitte: Besorg dir das Suzuki Werkstattmanual (findet man in den Tiefen des Netzes) bevor du da herumschraubst - es ist wirklich sehr hilfreich. |
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#11 |
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Benutzer
Registriert seit: 24.04.2022
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Danke dir für die Hinweise - auch betreffs "Manual" - doch wenn es nur in Englisch ist, dann komme ich auch nicht viel weiter.
Vielleicht muss ich mir auch einen anderen Niederhalter besorgen - arbeite gegenwärtig mit Louis-Werkzeug (?). Melde mich wieder - schönen Abend noch! |
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#12 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.11.2005
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Das WZ vom Louis ist nicht unbedingt das Gelbe vom Ei, aber es geht, wenn man halbwegs geschickt ist.
Manual gibts nat. auch in Deutsch. |
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#13 | |
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Erfahrener Benutzer
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Zitat:
Ich war damals bei SWM und wir haben ca. 3h gefummelt um den Shim da raus zu bekommen. Es geht definitiv, aber die Tasse ließ sich nicht drehen! Mein Tipp: Such dir noch einen Helfer der mit unterstützen kann. |
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#14 |
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Benutzer
Registriert seit: 24.04.2022
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Ich werde dann gleich noch mal schauen.
Andererseits sehe ich jetzt nicht das als ganz große Aktion an, die Nockenwellen auszubauen. Mir ging es nur um den Kettenspanner. Oder ist das bei der GS doch nicht so ohne (gegenüber der CB 500 zum Beispiel). Und wenn ich da was von 3 Stunden lese - naja. Außerdem sehe ich bei dem Ausbau der Nockenwellen das geringere Übel bzw. "Verletzungsrisiko" von Maschinenteilen und da die Shims womöglich über 10 Jahre und länger unberührt sind, hoffe ich sehr, dass dann die Entnahme der Shims wenig Schwierigkeiten bringt und ich auch den "Untergrung" besser optisch kontrollieren kann. Ich melde mich wieder. Beim Spiel der Auslassseite gehe ich mal von "0" aus. Gunder |
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#15 |
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Registriert seit: 24.04.2022
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Also - Nockenwellen sind runter. Dadurch konnte ich feststellen, dass die Auslassseite Null Spiel hatte - vermutlich Glück gehabt
![]() Selbst jetzt hatte ich mit 2 Shims kleine Sorgen wegen rausbekommen. Aber jetzt warte ich auf die neuen Shims und dann wieder Einbau - habe beim Susihändler bestellt. Er meinte, die Schrauben sollten halten - da kommen wohl eher die Gewinde im Alu.Ich lass mich mal überraschen. Soweit der aktuelle Stand. Gruß Gunder |
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#16 |
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Erfahrener Benutzer
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Hast du die Shimms nachgemessen? Die angegebene Dicke muss nicht unbedingt stimmen - die sind oftmals schon etwas abgearbeitet.
NW-Schrauben: Hoffentlich! Dein Händler scheint jedenfalls noch nicht viele Suzuki NW von GS-Motoren umgebaut zu haben..... |
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#17 |
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Registriert seit: 24.04.2022
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Die Shims messe ich grundsätzlich mit der Micrometerschraube aus.
Habe alles wieder zusammen und der Motor tuckert ganz ordentlich. Muss nun noch den Vergaser neu syncronisieren, wobei auch hier der Zugang zu den Anschlüssen sehr umständlich ist - meine vor allem die linke Seite. War auch unangenehm, dass genau in "Höhe" des rechten Auslassventils die ganzen Steckverbindungen sind - da hätte es bestimmt wartungsfreundlichere Varianten gegeben. Wenn man nur eine Nockenwelle rausnimmt, reicht es auch, den Steuerkettenspanner zu spannen. Außerdem erspart man sich so das neue "Einstellen" der Nockenwellen. Nun noch das Moped komplett zusammenbauen und es kann wieder losgehen - nein - losfahren. Nochmals danke für eure Hinweise! Gunder |
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#18 |
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Erfahrener Benutzer
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Vielleicht noch den Tipp hinterher:
Kontrolliere das Ventilspiel vielleicht schon nach 3000km, kann sein das sich das Spiel noch weiter verringert weil sich da schon was am Ventilsitz angesammelt hat und du das jetzt am Auslassventil wieder frei fährst. War zumindestens bei meiner GS so... |
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#19 |
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Registriert seit: 24.04.2022
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Danke dir für den Hinweis!
Gunder |
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#20 | |
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Stammtisch Hamburg
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Zitat:
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#21 |
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So - gleich ab zur Proberunde.
Gunder |
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#22 | |
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Erfahrener Benutzer
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Zitat:
Das wirst du auch dort nicht finden. Das sind Infos, die nur die Werkstätten in ihren Bulletins bekommen (das sie hoffentlich auch lesen). Meistens kommt sowas erst, wenn schon mehrfach was passiert ist. Da sind aber die Manuals schon lange gedruckt und am Markt. Diese kam übrigends erst 1986. Das mit den Schrauben der NW-Lager hat dann aber für alle GS-Modelle jeglichen Hubraumes gegolten. Ich denke nicht, das es bei der recht spät produzierten 2-Zyl.-GS500 da eine Änderung gab. Wenn ja, wurde es nie kommuniziert. Da uns in der Werkstatt das schon bei einer alten GS500, sowie einer GS1000 und GS450 passiert ist (mit Dehmomentschlüssel natürlich), sind wir da lieber vorsichtig und geben die neu - kostet ja nicht die Welt. Man kennt ja die Vorgeschichte dieser Schrauben nicht. Leider lesen die MA von vielen Werkstätten diese Bulletins nur oberflächlich oder gar nicht oder vergessen es wieder. Manchmal verlässt auch der MA, der es weis, die Firma....uns so alte Papiere hebt keine auf. |
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#23 |
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Registriert seit: 24.04.2022
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Ich kann es trotzdem auch nicht ganz nachvollziehen - wie eine "härtere" Schraube in Alu einfach wegbrechen kann.
Ein Gedanke fällt mir dazu ein: Wenn es Sacklöcher sind (weiß ich jetzt nicht genau) und da "fällt was rein", dass es dann zu Problemen kommen kann. Moped rollt und die Startwilligkeit ist etwas besser nach meinem Empfinden als vorher. Gunder |
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#24 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.11.2005
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Das sind harte Spezialschrauben, da sie nicht nachgeben dürfen (Lagerschalen!). Allerdings haben sie am Gewindeansatz produktionsbedingt eine Verjüngung - und wenn sie brechen, dann genau da mit sprödem Bruchbild (keinerlei duktile Zonen!). Das hat nichts mit dem Fügepartner aus Alu zu tun - das kann z.B. ganz einfach durch Ermüdung über die Jahre passieren und es entstehen Mikrorisse in dem Bereich. Und wenn man sie dann neu anzieht, reissen sie. Deswegen habe ich ja auch gesagt, das man die Vorgeschichte dieser Schrauben meist nicht kennt. Wenn ich weis, das die schon 4x montiert wurde oder schon 100000km am Buckel hat, fliegt die auf jeden Fall raus.
Ich habe jetzt noch in den alten Unterlagen nachgesehen: Es gab in Ö auch bei unserer GS 2 Fälle - und zwar an der ganz ersten Serie mit den steilen Nockenwellen. Diese NW wurden ja von Suzuki bei einem Rückruf gegen "zivilere" getauscht und dabei sind beim Wöhrer (damalige Suzuki Generalvertretung) 2 Maschinen betroffen gewesen. Wenn die reissen muss man sie erst einmal herausbekommen - meisst reissen sie im Zylinderkopf (beim voll Anziehen). Das heisst dann Kopf runter und ausbohren (was wegen der harten Schrauben eine Sche...ßarbeit ist). |
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#25 |
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Registriert seit: 24.04.2022
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Maschine schnurrt wieder und die ersten 1200 km erfolgreich absolviert.
Danke für eure Hilfe und Ratschläge! Gunder |
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#26 |
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