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#1 |
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Hallo!
Ich bin neu hier im Forum und gerade etwas am verzweifeln mit einer "neu" angeschafften gs 500e. Folgendes Problem: Meine Freundin hat sich letzte Woche eine gs 500e gekauft. Baujahr 2002 mit ca. 14.000 km. Laut Vorbesitzer stand die Maschine ca. 9 Jahre weshalb er sie vor dem Verkauf hergerichtet hat u.a. durch dem Einbau eines neuen Vergasers. Bei der Besichtigung sprang sie (im kalten Zustand mit Choke) direkt und ohne Probleme an. Auch die Probefahrt verlief reibungslos. Wir haben das Motorrad gekauft und ein paar Tage später abgeholt. Wieder ließ sie sich problemlos starten. Auch auf der anschließenden ca. 150 km langen Heimfahrt gab es keinerlei Probleme. Sprit wurde frisch getankt. Abends zu Hause angekommen habe ich sie draussen abgestellt (Benzinhahn auf Reserve) und das wars. Am nächsten Morgen wollte ich das Motorrad starten, aber bis auf das Orgeln des Anlassers tat sich nichts, egal in welcher Choke- oder Benzinhahnstellung. Nach einer Weile gab es gelegentlich den oft beschriebenen lauten Knall aus dem Auspuff. Auch diverse Anschiebeversuche blieben erfolglos. Die Batterie schien in Ordung, alle Lichter leuchteten voll und der Anlasser klang kräftig. Daher Zündkerzen untersuch: Kerzen waren/sind leicht braun und es gibt einen Zündfunken. Die Kolben haben sich gedreht, aber aus den geöffneten Zündkerzenlöchern "spritze" nichts. Etwas Bremsreiniger in den Luftfilter brachte kleine, ganz kurze Zündversüchen. Also die Vermutung, dass kein Sprit im Vergaser ankommt. Beim Ausbau des Vergasers waren aber alle Leitungen mit Sprit gefüllt. Die Schwimmerventile schließen und öffnen ordentlich und die Nadeln und der Vergaser an sich sahen ok und sauber aus. Ich habe die Gemisschrauben komplett rein und wieder 2 1/4 Undrehungen herausgedreht und anschließend den Vergaser wieder eingebaut. Auch jetzt ließ sich die Maschine nicht starten. Also doch noch einmal die Batterie überprüft. Die Spannung beträgt beim Ruhen 12V, bei betätigen des Anlassers allerdings nur knapp über 8V -> ist also im Eimer. Doch weder das Überbrücken mit einem Auto, noch weiter Anschiebeversuche brachten ein Ergebnis. Allerdings gab es bisher keine Fehlzündungen mehr und es gibt beim Orgeln ein seltsam saugendes Geräusch, das aber sofort verschwindet, sobald man beim starten leicht am Gas zieht. Wie kann es denn sein, dass ein Motorrad bisher perfekt läuft und am nächsten Morgen keinen Muchs mehr macht? Soo, das ist ein ziemlich langer Text, ich hoffe aber, dass ihn doch jemand liest und mir helfen kann, würde mich sehr freuen. Brox |
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#2 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.11.2005
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Die Batterie ist nicht im Eimer! Der Anlasser braucht zum Losreissen weit über 300A und zum Durchdrehen mindestens 80A - da ist es normal das die kleine Batterie in die Knie geht. Aber 8V sind für den Anlasser völlig ausreichend.
Das sie nicht anspringt kann mehrere Ursachen haben - Sie ist euch abgesoffen, da zuviel Choke - Sie kriegt auf RES schon zu wenig Sprit (wieviel ist denn noch im Tank) - Der Benzinhahn und die Schwimmernadelventile sind undicht und der Sprit hat sich ins Motoröl verflüchtigt (sofort nachsehen ob deas Motoröl mehr geworden ist und nach Sprit stinkt - siehe auch im Forum nach Benzienhahn Problemen) - Der Not-Aus sollte halt auch an sein Wenn alles OK ist, sprüh Starterspray in die LuFi-Öffnung und starte erneut. Wenn sie dann anspringt ist zumindest elektrisch alles OK und es liegt an der Benzinversorgung. Möglicherweise lässt der Benzinhahn nicht durch - dann auf PRI stellen. Sollte es dann gehen muss der Bezinhahn repariert/getauscht werden..... |
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#3 |
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Erfahrener Benutzer
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2002 und GS500E? Eine der letzten?
Daß die Spannung der Batterie beim Anlassen absinkt ist normal. Und daß die Batterie nach mehreren Orgeleien irgendwann "leer" ist, muß nicht den Tod selbiger bedeuten. Wie sieht der Tank innen nach 9 Jahren Stand aus? Warum starten bei VOLLEM Tank auf Reserve? Unten im Tank sammelt sich Wasser und Rostpartikel, gerade nach 9 Jahren. Wasser sollte kein Thema mehr sein nach der Fahrt und frischem Sprit. Daß sich Rost löst beim Tanken ist nicht ungewöhnlich. Daher lieber auf "Normal" den BH. Ist schon Dreck im Vergaser, mußt die Schwimmerkammer zumindest einmal ausspülen. Ungewöhnlicher wäre ein Membranproblem. Dazu mal den BH auf "PRI" stellen. P.S. Beim "Absaufen" werden Zündkerzen feucht bzw. nass. Waren sie hier nicht. Insofern ist das Thema Nadelventil wenig hilfreich. Und bei Not-Aus "orgelt" sie nicht. Okay. Und mein Lesefehler: Schwimmerkammer sah sauber aus. => Versuch es mal mit "PRI" |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 19.03.2015
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Er schreibt ja dass in allen Benzinhahnstellungen sich nichts tut.
Ich würde es mal mit Tanken versuchen, je nachdem wie viel getankt wurde, Vergasereinstellung, Fahrweise etc. kann nach 150km der Tank leer sein. Gruß Alex |
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#5 |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 15.04.2016
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Moin moin, erst einmal danke für die schnellen Antworten.
Zum Baujahr, es war gestern wohl doch schon zu spät, ich meine natürlich 1992 nicht 2002 ![]() Absaufen schließe ich eigentlich aus, da die Ventile absolut trocken waren und auch bei rausgeschraubten Zündkerzen nichts aus der Öffnung gespritzt hat. Das die Batterie auf 8V absinken kann wusste ich auch nicht, ich bin bisher davon ausgegangen, dass sie kaputt sind, wenn sie beim Startvorgang auf unter 9V fallen. Das ist gut zu wissen Sprit ist noch zu ca. 1/4 im Tank. PRI (und beide anderen Benzinhahnstellungen) haben ich bei allen Startversuchen bereits ausprobiert Die Nadelventile haben beim "Pustetest" durch den Zufuhrschlauch geöffnet und geschlossen. Bzw Luft durchgelassen oder eben nicht. Das Durchpusten bei geöffneten Ventilen kam mir etwas schwergängig vor, aber ich bin wirklich kein Experte auf dem Gebiet... Der Not-Aus war das Erste, was ich überprüft habe, das wäre nicht mein erstes Mal Der Benzinhahn am Tank stand auch auf "on" und hat im abgeklemmten Zustand auch Sprit durchgelassen. Ich werde heute noch einmal das Startspray ausprobieren. Außerdem den Tank füllen und bei den Startversuchen den Tankdeckel offen lassen. Geht dann nichts, überprüfe ich noch einmal, ob auch Sprit in den Schwimmerkammern ist und ob irgendwo Falschluft gezogen wird. Was mich aber weiterhin wundert ist dieser Wechsel von perfektem Start- und Fahrverhalten zu komplettem Stillstand... |
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#6 |
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Stammtisch Rhein - Ruhr
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Es kann schon sein, das wie beschrieben, im Tank sich was gelöst hat und nun den Durchfluss zum Vergaser verhindert. So was kann sich auch erst nach einiger Zeit im Tank lösen. gerade wenn Sprit im Tank während der Fahrt hin und her schwankt.
Vielleicht kommt auch zu wenig Sprit aus den Benzinschläuchen? das vlt auch mal testen.
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Gruß, vom schreiner ! Du hast im Leben 3 Möglichkeiten: Nachgeben, Aufgeben oder alles geben |
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#7 |
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Super-Moderator
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Hin und wieder kommt es vor, dass die Schläuche beim Tankabbauen vertauscht werden. Dann passt das mit RES und ON nicht mehr. Dann wäre RES=ON und umgekehrt.
Die Benzinmenge im Tank kann man durch Hineinschauen sehr schlecht schätzen. Meistens ist weniger drin als man denkt. Wenn die Schwimmerkammern erst einmal leer sind, dauert es erfahrungsgemäß, selbst auf PRI, mehrere Minuten, bis genügend Benzin in die Schwimmerkammern gelaufen ist. Ich würde erst einmal die Schläuche kontrollieren, dann, wenn ich mir sicher wäre, dass der RES-Schlauch auch unten am Unterdruckbenzinhahn an der RES Stellung ankommt, auf PRI stellen und die Abläufe der Schwimmerkammern öffnen. Da sollte dann kontinuierlich Benzin laufen. Wäre das der Fall, müsste der Motor auf jeden Fall auf RES laufen. http://forum.gs-500.de/showthread.php?t=16743 http://forum.gs-500.de/showthread.php?t=16744
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#8 |
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Neuer Benutzer
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So, es gibt gibt ein Update.
Ich habe den Vergaser wieder eingebaut und schon mal vorab: Die Spritzufuhr ist kein Problem mehr Im Detail: Alle Schläuche waren richtig angeschlossen. Es kam jetzt sogar zu viel Sprit im Vergaser an, er ist bei diversen Startversuchen (mit Überbrückung) abgesoffen. Auch lief einiges an Benzin in die Airbox. Dabei ist es zu keiner Zeit zu einem ernsthaften Zünden gekommen. Auch nicht, nachdem ich die Zylynder mit herausgeschraubten Zündkerzen "ausgepustet" habe. Auch Bremsreiniger in den Luftfilter zu sprühen brachte kein Ergebnis. Der Zündfunken der Zündkerzen war kräftig und es kam ein mal zu einer Fehlzündung. Außerdem pustete der Auspuff stetig einen schwach sichtbaren Nebel (unverbranntes Gemisch?). Ich habe nebenbei mal die Kompression gemessen und dabei stand die Anzeige bei auf 0.55 auf dem einen und 0.50 auf dem anderen Zylinder (bar). Ich habe gelesen, dass es mindestens 8 bis 10 sein sollten, kann das Problem also auch da liegen, unabhängig vom Vergaser? Auf jeden fall ist der Vergaser jetzt wieder ausgebaut und kommt morgen zu Luis zur Ultraschallreinigung, ich hoffe das bringt dann was. Grüße |
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#9 |
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Stammtisch Hamburg
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0,55 und 0,50 bar??? Das wäre ja so, als wären gar keine Kolbenringe drin.
Wie hast du gemessen?
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#10 |
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Erfahrener Benutzer
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Ist sicher irgendein Messfehler, kann mir kaum vorstellen dass ein Motor mit der Kompression am Vortag noch problemlos gelaufen sein soll
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#11 |
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Neuer Benutzer
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Mit einem digitalen Kompressionstetster von Rothewald. Ja es kommt mir auch komisch vor, aber die Anzeigen waren bei 0.50 und 0.55, sie sind auch immer noch so gespeichert. Die Anzeige ist auf BAR eingestellt.
Noch eine andere kurze Frage, sollte der Not-Aus Schalter am Lenker, oder am Seitenständer defekt sein, dürfte es doch keinen Zündfunken geben, oder? |
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#12 |
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Erfahrener Benutzer
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#13 |
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#14 |
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Erfahrener Benutzer
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Sorry, aber mir kommen 8 Volt beim Starten zuwenig vor.
Gruß Michael |
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#15 |
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Erfahrener Benutzer
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Hast du beim Kompressionstest Vollgas gegeben?
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Meine Moppeds sind jetzt in einem Alter, sie entscheiden selbstständig ob sie mit Dir eine Ausfahrt machen oder nicht. |
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#16 |
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Erfahrener Benutzer
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Der Kompressionstest ist bei heissem Motor und mit Vollgas zu machen - alles andere ergibt nur Hausnummern....
@Mumpfel: Kann schon sein das es dir zu wenig erscheint, es ist aber ausreichend. Der Starter läuft sogar noch mit 6V an und die Zündung läuft auch (gerade) noch..... Abgesehen davon kannst du dir ja einmal den Spannungsabfall einer 12V/11Ah Batterie bei 300A und bei 80A Last ausrechnen...... Geändert von AmigaHarry (23.04.2016 um 18:02:15 Uhr) |
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#17 |
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Erfahrener Benutzer
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Hallo AmigaHarry,
Respekt vor der GS, meine bayrische GS wäre "beleidigt" bei solchen Werten .Gruß Michael |
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#18 | |
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Erfahrener Benutzer
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Zitat:
Die gesamte Steuerelektronik aller Suzukis (aller Japsen?) ist intern auf 5V ausgelegt. Soweit ich weis ist das auch bei den Fahrzeugen aus dem Piaggio-Konzern, so sie Fiat bzw. Marelli-Komponenten verwenden, auch so. Bei Bosch, etc. weis ich es nicht. |
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#19 | |
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Erfahrener Benutzer
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Zitat:
Bei 12° Außentemperatur liegt keine der getesteten unter 10,2V bei 100A Belastung . Bei 0° sind es 9,9V bei ebenfalls 100A Belastung der schlechteste Wert für eine billige Säure Batterie. Eine Lithium Batterie liegt mit 9,4V bei 0° noch niedriger. Die gemessenen 8V sind daher kein guter Wert,sollte aber noch zum Starten reichen. |
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#20 |
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Wenn die Batterie wegen vieler Startversuche schwach geworden ist, kann man die auch aufladen.
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#21 |
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Neuer Benutzer
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Nein, Vollgas habe ich beim Test nicht gegben
und warmer Motor war ja leider nicht möglich, daher kann man mit dem Messergebnis wohl nichts anfangen...Beim Ausbau der Batterie waren alle Zellen unterschiedlich gefüllt und die Batterie war auch schon 6 Jahre alt, daher habe ich mal eine Neue besorgt. Nach dem Reinigen (zu Hause mit Druckluft) des Vergasers und des anschließenden Zusammenbauens funktioniert wohl das Einlassventil wieder, allerdings ist mir aufgefallen, dass eine der Verschlusskappen für den Anschluss der Unterdruckuhren zur Vergasersynchronisation fehlt. Kann dadurch so viel Falschluft angesaugt werden, dass es das Gemisch nicht mehr zündet? |
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#22 |
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Du bekommst massive Falschluftprobleme und es kann kein Unterdruck aufgebaut werden.
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#23 |
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Stammtisch Hamburg
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Wenn der Motor kalt gute Werte hat, ist es warm noch besser. Das macht denke ich nicht so den Unterschied. Kein Vollgas schon eher. Hattest du beide Zündkerzen raus?
Falschluft beeinflusst den Leer- bzw. Motorlauf enorm, manchmal laufen die Motoren dann trotzdem, nur halt scheiße.
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Sorry bin jetzt erst quer in das Thema eingestiegen und mir unsicher, wie der aktuelle Status bei dir ist.
Ich hab am Wochenende für die Schwester meiner Freundin auch eine GS aus einem 8 Jährigen Schlaf erweckt und bin selbst über ein paar Punkte gestolpert die du beachten kannst. Wir haben auch im Vergaser nach Problemen gesucht.... und letztendlich war es einer der Benzinschläuche der verstopft war. Nach Austausch sprang sie problemlos an.... Prüf doch mal ob du Spritt in der Schwimmerkammer hast.... so kannst du den Fehler schon mal ausschließen.? Einfach mal die Ablassschrauben auf machen und gucken ob da was raus kommt. Wenn ja dann mach mal die Zündkerzen aus und lass die Zylinder ordentlich auslüften.... es muss nicht unbedingt spritzen, damit sie nicht anspringt... Wenn kein spritt in den Schwimmerkammern ist... bevor du die Schläuche wechselst prüf noch ob der Haupthahn am Tank evtl noch geschlossen ist... (ich vergesse den regelmäßig...
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Als dein Anwalt rate ich dir, mit Höchstgeschwindigkeit zu fahren. Es wäre ein Wunder, wenn wir ankämen, bevor du dich in ein wildes Tier verwandelst. |
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#25 | |
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#26 |
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Ich habe heute alles wider eingebaut, nachdem ich den Vergaser nochmals gesäubert habe, besonders die Schwimmernadelventile. Der "Pustetest" hat die Funktionsfähigkeit bestätigt.
So jetzt der aktuelle Stand: Das Motorrad "orgelt" wie zu Beginn, macht aber keine Anstalten in irgend einer Art zu zünden, egal in welcher Benzinhahnstellung. Sie säuft immerhin nicht mehr ab. Hin und wieder gibt es Fehlzündungen mit Flamme aus dem Auspuff. Auch Bremsreiniger in den Luftfilter bringt keinerlei Unterschied, nicht einmal einen leichten Zündversuch. Aus dem Auspuff pustet sie beim Starten etwas, dass wie ganz feiner weißer Nebel aussieht. Vermutungsweise unverbanntes Gemisch, da es sich eben gelegentlich auch entzündet. Die Batterie ist brandneu, ebenso die Zündkerzen und der Luftfilter. Zündfunke ist vorhanden. Sprit kommt in den Schwimmerkammern an, überprüft anhand der Auslassventile. Benzinhahn am Tank ist offen. Choke scheint zu funktionieren, lässt sich am Vergaser leicht zurückziehen und geht auch wieder in die Ausgangsposition zurück. Die Standgasschraube stand auf Kontakt plus zwei Umdrehungen. Es fühlt sich so an, als wäre alles Notwendige zu einer Zündung vorhanden, aber, aus welchem Grund auch immer, will sie einfach nicht starten... |
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#27 |
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Wenn schon aus dem Auspuff unverbranntes Benzin kommt, dann wird der Motor hoffnungslos abgesoffen sein.
Zündfähig ist das Gemisch aus Benzin und Sauerstoff nur in eng begrenzter Konzentration. Zuviel von dem einen oder anderen und es zündet nicht mehr. Dann bringt es nichts noch zusätzlich Kraftstoff oder Bremsenreiniger in die Vergaser zu spritzen. In einen solchen Fall hilft es, die Zündkerzen herauszuschrauben und die Zylinder einige Zeit ausdünsten zu lassen. Kannst du Wasser im Benzin ausschließen?
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#28 |
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Die Zündkerzen waren bei der Sichtkontrolle trocken, weshalb ich eigentlich ein zu mageres Gemisch erwartet habe. Daher auch der Versuch mit dem Startspray.
Mh Wasser im Benzin kann ich eigentlich ausschließen, ich wüsste zumindest nicht wann/wo welches reingekommen sein sollte. Der Sprit ist ca. 2 Wochen alt. Kann zu fettes Gemisch an der Einstellung der Gemischschrauben am Vergaser liegen. Ich habe die beim ersten Ausbau hinein und wieder 2 1/4 Umdrehungen herausgedreht. Geändert von Brox (29.04.2016 um 07:34:10 Uhr) |
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#29 |
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Kann schon sein.
Du kannst mal versuchen mit der Drosselklappenanschlagschraube, die große in der Mitte der beiden Vergaser, die Drosselklappen etwas zu öffnen. Möglich, dass sie dann anspringt.
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#31 |
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Erfahrener Benutzer
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... Kurze Zusammenfassung:
- Zündfunke Funke ist da, - Sprit ist da (in den Schwimmerkammern - Anlasser dreht Ganz dumme Frage .... die Zündkerzenstecker sind auch nicht links rechts vertauscht?
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#32 |
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Nicht ausgeschlossen, aber auch nicht wahrscheinlich, Seit sie gelaufen ist war immer jeweils nur eine der Zündkerzen abgesteckt/ausgebaut. Sind die Stecker irgendwie markiert, damit man leicht erkennen kann welcher wo hingehört?
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Public-Relations-Manager
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Der rechte Stecker von der rechten Zündspule kommt auf die rechte Zündkerze.
Links das gleiche mit links. Kann man quasi nicht vertauschen.
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#34 |
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Neuer Benutzer
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Ok. Ich werde es überprüfen, auch wenn ich nicht glaube, dass hier der Fehler liegt. Außer irgendjemand hat sich im Vorbeilaufen einen schlechten Scherz erlaubt.
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#35 |
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Neuer Benutzer
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Soo, nach langer Zeit wollte ich dann doch mal durchgeben was eigentlich Sache war/ist
Nachdem ich die Ursache einfach nicht ausmachen konnte, haben wir das Motorrad zu einem privaten Händler unseres Vertrauens gebracht. Das Ergebnis waren verbogene Ventile im Zylinder mit einem Ventilspiel von über 1mm. Dadurch wars natürlich nix mit Kompression. Wie das so plötzlich passieren konnte, kann der Händler mir auch nicht sagen. Haben schließlich für 100€ einen Ersatzmotor besorgt und eingebaut. Jetzt läuft die Kiste endlich. ![]() An dieser Stelle erst einmal vielen Dank für die Hilfe!!! ![]() ![]() ![]() Leider ist das nicht das Ende vom Lied. Der Tank ist dermaßen rostig und versifft, dass der Sprit eine reine Brühe ist und der Vergaser regelmäßig verstopft und das Motorrad meistens nur auf einem Zylinder läuft.
Geändert von Brox (22.06.2016 um 20:50:54 Uhr) |
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#36 |
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Erfahrener Benutzer
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Hallo Brox,
Das ist ja alles ein Trauerspiel, dann waren deine Messwerte bei der Kompression vermutlich näher an der Wahrheit als angenommen. ![]() Beim Tank gibts zwei Möglichkeiten tauschen oder versiegeln. Wenn der Tank noch dicht ist und nicht durchgerostet ist kannst du natürlich die Versiegelung ins Auge fassen. Einfach mal im Forum die Suche bemühen. Ansonsten halte Ausschau nach Ersatz, auch hier im Forum wird öfters mal ein Tank verkauft. Hast du den alten Motor noch? Wenn ja kann man den vielleicht noch retten von einem geübten Schrauber wenn der erst 14000 gelaufen ist wärs ja schade drum... |
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#37 |
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Neuer Benutzer
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Ja das kannst du laut sagen
![]() Ich dachte auch, dass die Nullwerte nur ein Messfehler sein können, aber sie waren wohl korrekt... Ja, hab mich auch schon etwas umgeschaut. Aber wenn ich das richtig verstanden habe, ist eine Versiegelung selbst zu machen recht aufwändig und es machen zu lassen recht teuer... Nach einem Erstztank habe ich auch schon Ausschau gehalten, bisher aber nichts passendes Gefunden. Ich werde mal noch hier im Forum anfragen. Ja den alten Motor habe ich noch. Ja wäre wirklich schade drum bei der Laufleistung. Rein optisch macht er auch noch einiges her, sieht fast aus wie neu. Um den werde ich mich aber erst richtung Winter kümmern, bzw. wenn die Maschine (hoffentlich) sauber läuft. |
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#38 |
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Erfahrener Benutzer
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Google mal nach Tankentrostung mit Zitronensäure.Kostest nicht viel und bekommt jeder selbst hin.
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#39 |
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Erfahrener Benutzer
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Ich hab ein Set von Wagner, entrosten mit versiegeln. Recht einfach in der Anwendung
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Meine Moppeds sind jetzt in einem Alter, sie entscheiden selbstständig ob sie mit Dir eine Ausfahrt machen oder nicht. |
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#40 |
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Du hast ja geschrieben das das Ventilspiel größer 1mm war, aber müsste das Ventilspiel nicht kleiner < 0.03 mm sein. Dann würde nämlich wie bei meiner GS das Ventil ständig "offen" stehen und könnte durch den Kolben beschädigt werden. Oder hab ich da jetzt einen Denkfehler drin?
![]() Wenn das Ventilspiel größer 1mm ist, dann würde doch das Ventil nicht genug öffnen und je nach Ventil, also beim Auslass absaufen und beim Einlass zu mager laufen. Bitte um Aufklärung zu meinem besseren Verständnis, so tuts ja erstmal nichts zur Sache. Danke euch schonmal |
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#41 |
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Wenn der Vebtilschaft verbogen ist, bleibt das Ventil auch offen UND das Spiel ist zu groß.
Passiert bei verstellten Steuerzeiten, wenn der Kolben das offene Ventil trifft.
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#42 |
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Neuer Benutzer
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Soo, ein neues Update:
Kurz zusammengefasst: Der alte Tank war dermaßen verrostet und verdreckt, dass eine Reinigung mit Spax und Waschbenzin zwar etwas gebracht hat, der Tank aber immer noch Roststellen hatte und in absehbarer Zeit wahrscheinlich wieder Probleme machen würde. Also einen rostfreien Gebrauchten gekauft und eingebaut. Dazu gleich noch alle Benzinleitungen ausgetauscht (die Alten waren mit ca. 2mm dicken Ablagerungen versehen). Das Motorrad läuft jetzt endlich rund, Allerdings nur auf PRI. Ist der Benzinhahn auf RES oder ON verhält es sich, als ob es zu wenig Sprit bekommen würde. Vor allem beim Anfahren und Gas geben würgt der Motor fast ab. Ich vermute, dass etwas mit dem Unterdrucksystem nicht stimmt, auf der PRI Stellung ist das Fahren ja problemlos möglich. Jetzt habe ich zwei Fragen: - Kann ich längere Strecken auch auf PRI fahren, wenn ich nach Abstellen des Motors den Schalter auf ON oder RES stelle? - Woran kann das beschriebene Verhalten liegen? P.S. Der Unterdruckschlauch ist richtig angeschlossen. |
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#43 |
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Wenn in den Leitungen schon so viel Dreck war, sieht es im Hahn vermutlich nicht viel anders aus.
Investier die 52€ und besorg dir nen neuen Hahn. Man kann auf PRI fahren, aber die Gefahr, dass einem die Maschine absäuft, wenn eins der Schwimmernadelventile nicht richtig schließt ist hoch. Und dann stehste erstmal da... Vergessen, nach der Fahrt wieder auf ON oder RES zu stellen sorgt auch oft für Benzinverdünntes Motoröl und Pfützen. Das mag auch niemand.
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#44 | |
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Erfahrener Benutzer
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Zitat:
Gruß Alex |
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