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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 07.06.2017
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Baujahr: 1997
Kilometer: 69666
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Moin,
beim Wiederaufbau einer -vom Schrottplatz geretteten Suzi- wird nun ein Umbau des Motors fällig. Dazu mal die Situation und ein paar Fragen an die Experten: Maschine 1 (das Restuarierungsobjekt): GS500E, Fgst.Nr. GM51B-141844, gedrosselte Variante laut Schein, getriebeschaden, sonst intakt Maschine 2 (der Spender): GS500, Fgst.-Nr. GM51B-122294, nix Papiere weil abgeschriebener Totalunfaller, Motor und Umgebung noch ok, aber sonst kaum noch was Gutes dran Wegen eines Getriebeschadens der neueren Maschine muß nun der Motor der verunfallten Spenderin umziehen. Dabei ist folgendes aufgetreten: Beim Ausbau des alten Motors fielen 2 Drosselscheiben aus den Ansaugstutzen - keine Markierung, nix beschriftet, Look&Feel wie eine normale Unterlegscheibe und etwa 18mm offen. Die Vergaser will ich wiederverwenden, weil sie beim Spender komplett verrottet sind. Leider sind die Tabellen zur Baujehresbestimmung nicht für meine Fgst.-Nummern, also zuerst die Frage, aus welchen Jahren stammen Spender und Empfänger? Der Schein der Empfängerin nützt da wenig, da das EZ-Datum definitiv später liegt als der bauzeitraum. Sie wurde erst 2002 erstmalig angemeldet, dürfte aber eher aus 1998 oder so sein (die mit 141xxxx). Für die Spenderin gibt es keinen schein, da der bereits nach der Sicherstellung beim Amt vernichtet wurde. Weitere Fragen: Gab es bei diesen Baujahresunterschieden auch Entwicklungen an Motor und Elektrik, die ich beachten muß? Was ist bei der 141xxxx alles noch an Drosseln zu erwarten und ggfs. zu verändern? (Drosselungs-PDF hier aus dem Forum hab ich schon parat.) Gab es auch noch Veränderungen an der Übersetzung, Bereifung etc.? Nun hoffe ich auf Eure Hilfe und warte gespannt ab... Gruß Roman PS: Thema TÜV etc. ist kein Problem, das machen wir nahezu wöchentlich mit den Jungs ab - Umbauten, Wiederzulassungen, Restaurierungsneuzulassungen...also keine Sorge bezüglich Gutachten etc. Ich brauche hier vor allem die technischen Hinweise zu den möglichen Problemen des Umbaus.
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#2 |
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Erfahrener Benutzer
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Baujahr: 1993
Kilometer: RIP
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Bau rein funktioniert. Die unterschiede können höchstens in der Kettenflucht sein. Das merkst du dann, sonst sind die alle gleich. Wenn du ganz genau sein willst, kannst du ja vom Spender den Motor und den Kabelbaum nehmen, dann kannst du von außgehen das alles läuft.
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Susi 2012-2016 11000-35000km RIP Honda 2016- ... |
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#3 | |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 07.06.2017
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Zitat:
Danke für die "Freigabe"! Hätte mich auch sehr gewundert, wenn der maßlich gleiche Motor elektrisch verändert gewesen sein sollte. Aber am Ende weiß man bei den Japanern ja nie, was sie so in 2-3 Jahren optimiert haben... Da die anschließenden Baugruppen am Rahmen gleich sind, riskier ich's einfach mal p&p. Vergaser werde ich wohl doch mal öffnen müssen - zwecks Entdrosselung. Erstaunlich, wie viele Varianten man da für ein und denselben Zweck erfunden hat ![]() Kettenflucht hatte ich schon an den Motoren selbst nachgemessen, aber da sind die Systemmaße zum Rahmenanschluß identisch. Sollte also auch p&p passen. Nur bei der Elektrik war ich mir nicht sicher. Gruß Roman |
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#4 |
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Public-Relations-Manager
Registriert seit: 19.07.2004
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Alter: 42
Beiträge: 24.180
Baujahr: 1998
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Schau mal unter den rechten Motordeckel (Zündgeberdeckel...der mit dem Suzukilogo). Die älteren Motoren haben dort 2 Pickups, die neuen nur noch einen.
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#5 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 28.06.2014
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122294 ist Modell P (1993)
141844 ist Modell V (1997) Woher ich das weiß? http://www.gs-500.info/index.php?tit...nd_Motornummer Soweit ich weiß ist da noch nichts mit Sekundärluftsystem, Katalysator oder ähnliches. Spätere Modelle haben auch eine Drehzahlbegrenzung im 3.oder 4. Gang (vermutlich wegen Lärmvorschriften), das würdest du aber sehen, wenn der Spendermotor am Leerlaufschalter mehr als ein Kabel dran hat (um die CDI vom eingelegten 3. oder 4. Gang in Kenntnis zu setzen). Das sollte also passen, die Zündung ist vermutlich auch noch identisch, ansonsten baust du die Zündgeberplatte vom kaputten Motor an den funktionierenden. => Sollte alles kein Problem sein. |
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#6 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 07.06.2017
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Baujahr: 1997
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Moin,
danke für Eure schnelle und kompetente Hilfe! Pickups hatte mein neuerer Motor (der defekte) auch noch zwei - die sind zwischen 93 und 97 offensichtlich also noch gleich geblieben. Werte stimmten auch, also blieb das alles ungeöffnet. Der Motor ist gestern umgezogen - mit etwas Fluchen und Schwitzen aber eigentlich problemloser als der Ausbau aus dem Unfallrahmen. Das Ritzel paßt natürlich nicht ohne Bearbeitung der Ausgangswellenhülse (die 93er hat das schmale Ritzel ohne Bund und somit die lange Hülse, die defekte 97er das breite mit Bund). So kommt erst mal das alte/schmale aber fast nagelneue Ritzel drauf. Kette und Blatt der Restaurierungsmaschine sind auch noch halbwegs neu, somit sollte sich da kein größerer Verschleiß zeigen. Für Probefahrten etc. reicht's so. Im Winter wird dann eh total zerlegt und grundsaniert. Der Defektmotor liegt jetzt schon auf dem Seziertisch und wird die Tage mal aufgemacht. Elektrisch gab's nur den Kabelbaum an die Lima neu anzucrimpen und fertig. Der Rest paßt 1:1. Jetzt geht's noch an die vergaserabstimmung, dann sollte die GS wieder zulassungsfähig sein. Rest ist Schönheitskur und Altlastenbeseitigung aber nix wirklich Dickes mehr. @seife: Speziellen Dank für den Threadlink! Genau das hatte ich gesucht aber leider nicht gefunden...weil nur im Forum und bei Google gesucht und nicht in der Wiki Ich gelobe Besserung! Gruß Roman |
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#7 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 07.06.2017
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So, Suzi läuft wieder - mit altem Motor aus 93 und Vergaser + Rest aus 97. Frage nun noch zur Grundabstimmung.
Hintergrund: Die Maschine war ursprünglich eine 25kW-EU-Version mit dem Eintrag, daß 23mm-Lochblenden eingesetzt werden. Besitzer 2 hat sie dann entdrosseln lassen, was im Brief vermerkt wurde mit "ohne Lochblenden und mit Hauptdüse #115". Der übernächste Nachfolger hat sie dann wieder drosseln lassen - mit dem Vermerk "mit Lochblenden im Ansuagstutzen d=23mm". Soweit so gut. Das Kerzenbild des jetzt defekten Motors war eher "suboptimal" bis zu fett. Lufi war ohne Rohr und unbekannter Herkunft. Wir wollen sie jetzt wieder komplett aufmachen. Der Zustand der Gaser ist nun wie folgt: HD #115, Nadel auf Mitte, keine Unterleger, kein Löcher etc. in den Schiebern, keine Anschläge, Feder 105mm. Lufi: Modell ohne Rohr. Modell mit Rohr ist geordert (ggfs. zum Testen der Einstellungen). Ist die Maschine nun in der Konfiguration #115 + 105er Feder + Lufi MIT Rohr im offenen Zustand? Und wenn ja, welche Grundeinstellung hat die LLGS in dieser Konfiguration? Derzeit reagiert sie auf Gasstöße sehr sauber, fällt aber nach dem Stoß langsam bzw. mit kurzem Drehzahlanstieg ab. Das deutet ja darauf hin, daß die LLGS nicht stimmt. Auch das kurzzeitige Zuhalten der LLGS-Zugänge im Leerlauf zeigt ein verzögertes Ansprechen - ebenfalls ein Indiz für LLGS-Fehlstellung. Chokefunktion ist einwandfrei, Anspringverhalten auch, kein Patschen, kein Nachschlagen, solider und runder Sound... Keine Nebenluft, Filter vorgeschaltet und etwa 25% der Mantelfläche abgeklebt (nur als Übergang, bis der Rohrfilter da ist, was im Leerlauf und in der Teillast aber eh ohne relevante Funktion wäre). Also noch mal die konkrete Frage: Was ist die korrekte Grundeinstellung der LLGS einer 97er Modell V im offenen Zustand? 2 + 1/2 Umdrehungen? 2 + 5/8? Nur 2?... Im Drossel-PDF stehen da leider nur drei Punkte und die Einstellung für gedrosselt. Wer hat Erfahrungswerte mit genau dieser Vergaserbestückung? Gruß Roman |
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#8 |
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Public-Relations-Manager
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Hier in der PDF ganz oben im Post stehen die Einstellungen.
http://forum.gs-500.de/showthread.php?t=10261 Langsames Abtouren kann auch an Falschluft (da ist die GS besonders empfindlich) oder zu hoher Leerlaufdrehzahl liegen (1200 +/- 50 Touren).
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#9 |
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Erfahrener Benutzer
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Die Grundeinstellung steht im drosslung.pdf nicht drin für das Modell 1997 (oder ich find's nicht).
Aber im WHB 2 Umdrehungen raus. Das WHB gibts übrigens unter anderem bei carlsalter.com. |
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#10 |
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Erfahrener Benutzer
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Ja, das PDF hab ich durchforstet, aber irgendwie bin ich dann zu blöd zum Lesen.
![]() Unter Bj. 1996-2000 (also für meine Gaser) steht unter Punkt 6: 6. Die Gemischregulierungsschraube (siehe Bild) muss wie folgt eingestellt sein… 6. Keine Änderungen. Sollte von Werk richtig eingestellt sein. Ansonsten 2 Umdrehungen rausdrehen. Der erste Satz gilt für das Entdrosseln. Aber wie bitte stell ich denn die Schraube auf "..."? Falschluft kann ich ausschließen, das ist alles abgedrückt und abgesprüht. Hier korrelieren ganz offensichtlich LLGS und Leerlaufanschlag noch nicht miteinander. Da ich aber von 1 + 7/8 bis 2 + 5/8 Umdrehungen alles Mögliche in den Vorgaben finde, war meine Frage, ob es nicht für die 97er EU auch eine eindeutige Aussage gibt. Wie gesagt, vielleicht steht sie irgendwo im PDF, aber ich hab sie halt nicht gefunden...zumindest nicht da, wo ich sie erwartet habe - siehe Zitat oben. Gruß Roman |
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#11 |
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Erfahrener Benutzer
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@seife: Danke! Hatte sich mit meinem Post eben überschnitten, aber ich hab's auch so gelesen.
Das heißt im Klartext, daß bei 1996-2000 die Grundeinstellung LLGS in beiden Fällen glatte 2 raus ist - gedrosselt wie ungedrosselt. Schön einfach Dann tipp ich mal, daß mindestens ein Vergaser Dreck im Leerlaufkanal hat oder die LLGS nicht sauber stimmt. Hab ich ne Hausaufgabe für heute ![]() Gruß Roman PS: Mit etwas Kreativität und Good Will (und dem Wissen, daß es auch genau so gemeint ist) kann man das auch tatsächlich so aus den beiden Sätzen lesen - oder eben auch anders. |
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| Stichworte |
| entdrosselung, motortausch, vergaserumbau |
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