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Alt 04.09.2009, 18:52:26   #1
mikam23
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Standard Maximale Last auf die Elek.

Moin

ich habe einiges im Forum gelesen was die Belastbarkeit der LIMA/Batt. angeht. 200 Watt max.Nun habe ich heute die Griffheizung eingebaut ( ca. 30 Watt im max Betrieb) Eine Bordsteckdose ist auch verbaut, geplannt ist ein navi anzuschließen. Nun meine Frage hätte ich therotisch noch die Möglichkeit mein handy zu laden oder mein Ipod? Im worst case auch meinen Rückenwärmer zu betreiben? Oder springt mir irgendwann vor Freude die Lima aus der Maschine?
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Alt 04.09.2009, 20:44:16   #2
AmigaHarry
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Zitat:
Zitat von mikam23 Beitrag anzeigen
Moin

ich habe einiges im Forum gelesen was die Belastbarkeit der LIMA/Batt. angeht. 200 Watt max.Nun habe ich heute die Griffheizung eingebaut ( ca. 30 Watt im max Betrieb) Eine Bordsteckdose ist auch verbaut, geplannt ist ein navi anzuschließen. Nun meine Frage hätte ich therotisch noch die Möglichkeit mein handy zu laden oder mein Ipod? Im worst case auch meinen Rückenwärmer zu betreiben? Oder springt mir irgendwann vor Freude die Lima aus der Maschine?
Rausspringen wird sie nicht aber vor Freude abbruzzeln - und zwar gleich mitsamt dem Regler......ist aber, wie so vieles im Leben, eine reine Geldfrage - eine Zeitlang hält sie es ja aus....
Die Dauerlast der Lima liegt etwa bei 200W, die maximale (kurzzeitige!!) Last bei ca. 280W. Allein mit deiner Griffheizung reizt du die Dauerleistung schon ziemlich aus (geht gerade noch mit Bauchweh - die GS selbst braucht durchschnittlich schon um die 180W). Dein Handy wirst du sicher laden können, aber nicht wenn die Griffheizung, der Rückenheizer, dein Eierwärmer und was weis ich noch auch gleichzeitig läuft....
Die GS ist für derartigen Firlefanz nicht ausgelegt - wenn du das alles brauchst ist z.B. ein Honda-Goldwing-Kraftwerk dein Gerät.....oder ein 1KW Stromgenerator am Rücksitz!
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Alt 05.09.2009, 06:50:19   #3
mikam23
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Naja goldwing will ich nicht und ein Stromerzeuger auf der Sitzbank ist mir zu schwer

aber danke dann weiß ich wie ich was betreiben kann . Ach wenn du weißt wo es diese eierwaermer gibt dann sag mir Bescheid
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Alt 05.09.2009, 10:44:47   #4
Laurence
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Naja ich würde dir ein Auto empfehlen, da ist es wärmer, und du sparst die sämtliche wärmer =P
Rückenwärmer, Heizgriffe?
Wenn die GS wassergekühlt wäre, könntest du ja die Schläuche verlängern und dich in den Kreislauf mit einhängen
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Alt 06.09.2009, 07:54:08   #5
AmigaHarry
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Zitat:
Zitat von mikam23 Beitrag anzeigen
Naja goldwing will ich nicht und ein Stromerzeuger auf der Sitzbank ist mir zu schwer

aber danke dann weiß ich wie ich was betreiben kann . Ach wenn du weißt wo es diese eierwaermer gibt dann sag mir Bescheid
http://www.patent-de.com/pdf/DE29910215U1.pdf

Es gibt nichts was es nicht gibt......
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Alt 06.09.2009, 10:31:41   #6
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Moin

ich habe einiges im Forum gelesen was die Belastbarkeit der LIMA/Batt. angeht. 200 Watt max.Nun habe ich heute die Griffheizung eingebaut ( ca. 30 Watt im max Betrieb) Eine Bordsteckdose ist auch verbaut, geplannt ist ein navi anzuschließen. Nun meine Frage hätte ich therotisch noch die Möglichkeit mein handy zu laden oder mein Ipod? Im worst case auch meinen Rückenwärmer zu betreiben? Oder springt mir irgendwann vor Freude die Lima aus der Maschine?


Hmm...

Kommt darauf an. Wie groß ist denn dein Sozius-Plasmafernseher und hat dein Gefrierschrank schon Energieeffizienzklasse A+?

Sorry aber das konnt ich mir jetzt echt nich verkneifen
mfg
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Alt 10.10.2009, 15:21:41   #7
berndy
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Die GS besitzt eine Sicherung von 20 A. Bei Nennspannung wären das 240 Watt (12V x 20A).

Scheinwerfer 60 W, Rücklicht 2x5W=10 W, Blinker 2x21=42 W, Bremslicht 2x21=42 W, Instrumentenbeleuchtung ca. 20 W (alle zusammen)

zusammen: 174 W, etwas wird die Zündanlage auch noch brauchen. Da ist noch etwas Spielraum für die Sicherung, die Lichtmaschine müsste das noch mitmachen. Die Batterie als Puffer ist ja auch noch da.

Aber mehr würde ich dem Ding nicht zumuten.
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Alt 10.10.2009, 19:14:52   #8
mikam23
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Auch hier danke fuer eine praezisse Antwort . Na dann bin ich ja mit den heizgriffen (30watt) ja noch voll im Limit . Koennte mir vorstellen wenn ich parallel noch das navi betreibe wird es eng im Netz
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Alt 10.10.2009, 19:18:36   #9
verbali
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nein, bist du nicht, denn die Größe der Sicherung interessiert in dem fall nicht wirklich, sondern die Nennleistung der Lichtmaschine, und da ist nicht all zu viel Luft.
Und niocht nur die elektrische Leistung der Lima sondern auch und vor allem die thermische Belastung der Lima
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Alt 10.10.2009, 20:24:14   #10
i.doc
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wieso thermische belasung? die ganzen heizklamotten macht er doch nur an, wenns draussen KALT is. ergo is doch wieder alles im lot.
und nu erzähl mir nix von lokalen thermischen spitzen, sowas glaub ich eh nciht, oder erst, wenns kaputt is. aber dann kann ich ja nen thread aufmachen, wo ich darüber weinen kann
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Alt 10.10.2009, 20:55:52   #11
AmigaHarry
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Na, wenn du immer erst alles glaubst, wenn es kaputt ist wirst du in deinem Leben zumindest viel Geld brauchen.......

Stell dir folgende Situation vor: GS bei 5°C Aussentemperatur in der Stadt im Go-and-Stop Verkehr: Motoröltemperatur geht trotzdem ziemlich rasch gegen 120°C. Die LiMa wird durch die Überlastung (bzw. kompletten Kapazitätsausreizung) partiell in den Spulen um mindestens weitere 40°C erhitzt (die Wärme kann nicht unendlich schnell an das Motoröl abgegeben werden) - damit treten Stellenweise bereits 160°C auf - da bewegt man sich schon ganz hart am Limit dessen, was der Isolierlack aushält. Jetzt noch Vibrationen und Materialermüdung dazu und die Chance auf einen Kurzschluss ist schon recht hoch. Und vergiss die Batterie als Puffer: bei derart tiefen Temperaturen hat die genug zu tun um den Kapazitätsverlust aus dem Startvorgang wieder aufzuladen. Ausserdem wird die Batterie bei Standgas nicht mehr geladen - dazu reicht die LiMa-Leistung nicht aus - was das im Stadtverkehr bedeutet weis wohl jeder selbst (die GS hält sich "gerade mal noch am Leben")....geht die Drehzahl dann ab und zu mal rauf, wird jedes Quentchen Leistung aus der LiMa gezogen....usw. Zugegeben - im Überlandverkehr sieht die Wärmebilanz da besser aus - hoffentlich gibt es dann dort auch nie einen Stau......

Ich möchte damit nur nochmal sagen: Die LiMa-Leistung der GS ist (gemessen an anderen Bikes) sehr, sehr knapp bemessen und lässt für Experimente auf Grund ihrer Bauart nur wenig Spielraum. Durch die Serienstreuung kann eine GS villeicht 60W mehr vertragen, während die andere schon mit 20W mehr Probleme bekommt. Und: Wenn die LiMa geht, geht auch oft der Regler gleich mit - kein billiges Vergnügen.....
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Alt 11.10.2009, 06:50:36   #12
berndy
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Wenn alle Verbraucher über die Sicherung gehen, dürfte das für die Lichtmaschine nicht zwangsläufig den Tod bedeuten.

Die Sicherung sollte, bevor es der LiMa an den Kragen geht, dem Spuk vorher schon ein Ende bereiten und das ganze Netz lahm legen.

Der Lichtmaschine kann man nicht mehr entziehen, als sie abgeben kann. Zieht man mehr Strom, geht die Spannung in die Knie, dabei sinkt der max. Strom auch wieder, zieht man noch mehr, reichts irgendwann nicht mehr für die Zündung und der Motor bleibt stehen.

Ich wollte mal mit meiner 250er RD meinem Toyota Starlet Starthilfe geben, das ging aus dem o.g. Grund nicht. Die RD ging einfach aus, ohne dass die Sicherung oder die LiMa Schaden genommen hätte. Der Spannungsabfall unter Last war einfach zu hoch. Naja, ich war halt noch unerfahren.

Wie es mit einer Langzeitbelastung, bei der die LiMa ständig an ihrer Leistungsgrenze arbeitet, aussieht, das kann ich nicht beurteilen.

Die LiMa der Gs soll für eine Dauerleistung von 200 W, kurzzeitig 280 W ausgelegt sein.

Bei meiner obigen Rechnung bin ich vom Worst Case ausgegangen, also, dass alles gleichzeitig an ist.

Im Normalbetrieb dürfte die GS so um die 140 - 150 W brauchen. Da wäre dann noch Platz für was anderes, z.B. Heizgriffe oder Navi oder Handylader aber auch nicht mehr und nicht zusammen. Im Stau sollte man die zusätzlichen Verbraucher abschalten, da die LiMa sonst ihre Wärme nicht mehr los wird und die Batterie nicht laden kann. Die Heizgriffe würde ich auch nicht dauerhaft an lassen. Immer nur kurz, wenn die Finger warm sind, dann wieder aus.

Im niedrigen und mittleren Drehzahlbereich darf man sich dann aber nicht wundern, wenns die Batterie leer zieht und die Ladekontrollleuchte glimmt.

Hatte Krafti nicht Heizgriffe an einer seiner GSen?
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Alt 11.10.2009, 08:17:07   #13
AmigaHarry
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Zitat:
Zitat von berndy Beitrag anzeigen
Wenn alle Verbraucher über die Sicherung gehen, dürfte das für die Lichtmaschine nicht zwangsläufig den Tod bedeuten.

Die Sicherung sollte, bevor es der LiMa an den Kragen geht, dem Spuk vorher schon ein Ende bereiten und das ganze Netz lahm legen.

Der Lichtmaschine kann man nicht mehr entziehen, als sie abgeben kann. Zieht man mehr Strom, geht die Spannung in die Knie, dabei sinkt der max. Strom auch wieder, zieht man noch mehr, reichts irgendwann nicht mehr für die Zündung und der Motor bleibt stehen.
......
Umgekehrt: Sinkt die Spannung durch die Last steigt der Strom (bei konstanter Leistung): P= UxI [x cos(phi)]! Die GS selbst läuft auch bei ca. 7-8V noch - sonst könnte man mit einer etwas schwächeren Batterie gar nicht mehr starten - deren Spannung sinkt dabei nämlich bis auf dieses Niveau ab......

Über die ca. 280W hinaus kann man sie tatsächlich nicht belasten - aber ein dauernder Betrieb über der Nennleistung führt eben zu erhöhter Temperaturbelastung, da sie mehr Leistung abgeben muss und damit auch mehr Verlustleistung (cos phi!) zu verkraften hat. Bitte den Unterschied zwischen einer Nennleistung und einer Maximalleistung zu beachten! Genauso wie der GS-Motor eine Belastung bei 11000rpm nicht auf Dauer aushält, kann das auch die LiMa nicht.....

Noch ein bischen Hintergrund:
Der Lichtmaschine kann man nicht mehr entziehen, als sie abgeben kann (logisch!). Die Sicherung aber schützt die LiMa nicht vor dieser "Hochbelastung" und reagiert (träge) erst ab ca. 280W abgezogener Leistung (14Vx20A=280W) im gleichgerichteten Bordnetz, wobei das daher mehr den Regler/Gleichrichter betrifft. Die LiMa selbst kann man so nicht direkt schützen, da die einzelnen Phasen vor dem Regler nicht durch weitere Sicherungen geschützt sind! Das ist ja auch der Grund warum eine LiMa 100%ig stirbt wenn der Regler/Gleichrichter einen Kurzschluss in einer oder mehreren Phasen hat -> der Strom in der LiMa steigt extrem (bis zum thermischen Tod) an: I=U/R bei U=70V und R gegen Null! Die Sicherung schützt also in erster Linie den Regler vor dem Tod und damit indirekt natürlich dann auch die LiMa......

Geändert von AmigaHarry (11.10.2009 um 08:42:49 Uhr)
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Alt 11.10.2009, 12:16:45   #14
berndy
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Stimmt, der max. Strom nimmt bei fallender Spannung und gleichbleibender Leistung zu.

Fällt die Spannung, leisten die Verbraucher aber weniger und ziehen daher weniger Strom.

Haben die bei 12 V 60 W (5 A bzw. 2,4 Ohm) sinds bei 8 V nur noch 26,667 W (8V/2,4Ohm=3,333A, 8Vx3,333A=26,667 W). Somit geht der max. Strom auch runter, wenn ich mit meiner Überlegung nicht falsch liege. Der Widerstand der Verbraucher ändert sich ja nicht, daher muss sich die Leistung bei fallender Spannung auch verringern.

Aber wie dem auch sei, mit Heizgriffen dürfte die GS am elektrischen Limit laufen.

Geändert von berndy (11.10.2009 um 12:27:46 Uhr)
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Alt 11.10.2009, 17:49:11   #15
AmigaHarry
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Ich möchte das noch beantworten, da es mir ein Anliegen ist, das die GS-Treiber wissen was sie mit ihrer el. Anlage tun können und warum sie manches besser bleiben lassen sollten - und vor allem warum das so ist (verhindert villeicht fatale Fehlexperimente):

@berndy

Die Spannung fällt aber nicht so einfach, denn der Regler sorgt dafür das sie in einem Toleranzfenster von 13.5-15.5 V bleibt und zwar solange bis die Last das LiMa/Reglersystem überfordert (oder auch "unterfordert")...... Stells dir der Einfachheit halber das nur bei einer fixen Drehzahl vor: Was passiert bei 5000rpm vom Generator (mit seinen 70V) weg über den Regler/Gleichrichter (der eine Spannung von 13.5-15.5V halten muss), wenn du immer mehr Last rauflegst oder wegnimmst?
Im ersteren Fall steigt der Strom solange an bis die Sicherung fliegt oder Regler/Generator nicht mehr mit können und die Spannung schlagartig absinkt bzw. sie den Geist aufgeben. Im 2. Fall sinkt der Strom immer mehr ab und der Regler muss die fehlende Last übernehmen um die Spannung konstant zu halten (deswegen wird er auch so heiss - er muss immer die überschüssige Leistung der LiMa aufnehmen! Würde die Lima ohne Systemlast der GS in den Regler liefern würde der recht rasch abbruzzeln.....)
Um es nochmal klar und deutlich zu sagen: Die Lima läuft immer mit ihrer maximalen DREHZAHLABHÄNGIGEN Leistung. Diese ist bei 5000rpm ca. 200W, was als Nennleistung bezeichnet wird und hat ihre Maximalleistung bei 11000rpm von ca. 280W! D.h. würde man die GS mit immer nur 2-4000rpm betreiben, wären 200W Last bereits zuviel und würden die LiMa überlasten, weil sie in diesem Drehzahlbereich keine 200W liefern kann! Da die GS aber üblicherweise über das ganze Drehzahlband genutzt wird hat sie eine mittlere Leistung von 200W, was ausreicht um eine GS mit 160W Nominallast am Leben zu erhalten. Sinkt die Drehzahl zu weit ab, wird die Batterie nicht mehr geladen und muss u. U. sogar Energie abgeben - ist die Drehzahl hoch wird die Batterie geladen und überschüssige Energie muss der Regler verheizen......
Villeicht auch schon jemanden passiert: Ist das Ladesystem hinüber, schafft man selbst mit einer völlig vollen Batterie keine 9000rpm mehr - das übersteigt auch die Leistung der Batterie......
Baut man jetzt Heizgriffe mit 40W ein, setzt man die Nominallast bereits auf 200W hinauf......was sich in den meisten Fällen eben gerade noch so ausgeht (ausser ein Schleicher sitzt auf der Maschine )

Ich hoffe ich habe das einigermaßen verständlich erklären können - das Ladesystem der GS ist von seinen Komponenten her recht trivial - seine Funktionalität in Hinblick der möglichen Betriebszustände der GS allerdings nicht.......
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Alt 11.10.2009, 17:58:54   #16
AmigaHarry
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Zitat:
Zitat von berndy Beitrag anzeigen
Stimmt, der max. Strom nimmt bei fallender Spannung und gleichbleibender Leistung zu.

Fällt die Spannung, leisten die Verbraucher aber weniger und ziehen daher weniger Strom.
.......
.
Nochwas:

Kausalitätsumkehr: Die Spannung fällt WEIL die Verbraucher soviel rausziehen und nicht umgekehrt.....wäre das so könntest du nicht starten, denn deine CDI würde keinen Zündfunken schaffen, da beim Startvorgang die Spannung sogar auf ca. 5V runtergehen kann (z.B. Matsuba-Anlasser: 5.5V/280A!!). Die CDI liefert (konstruktionbedingt) mit den 5.5V trotzdem ihre Zündleistung - sie saugt entsprechend mehr Ampere aus dem Netz.......(Schwerstarbeit für die Batterie....)
Deine Annahme würde nur für isoliert betrachtete, reine ohmsche Verbraucher gelten....

(Rest siehe vorigen Post)....

Geändert von AmigaHarry (11.10.2009 um 18:01:30 Uhr)
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Alt 12.10.2009, 01:02:36   #17
i.doc
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Zitat:
Zitat von AmigaHarry Beitrag anzeigen
Na, wenn du immer erst alles glaubst, wenn es kaputt ist wirst du in deinem Leben zumindest viel Geld brauchen....... ...
sry, ich sollte immer noch meinen ironie-button drücken. nur stoß ich in letzter zeit immer weider auf äußerst beratungsresistente menschen..
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Alt 12.10.2009, 06:27:18   #18
berndy
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Zitat:
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Deine Annahme würde nur für isoliert betrachtete, reine ohmsche Verbraucher gelten....
(Rest siehe vorigen Post)....
Genau das soll sie auch. Bei den Griffheizungen handelt es sich doch um solche. Soweit ich weiß, sind das Widerstandsheizdrähte, die durch den durchfließenden Strom beheizt werden.

Denen ist es egal warum die Spannung sinkt. Weniger Spannung, weniger Strom weniger Heizleistung.

Das Selbe ist es mit den Lampen und Blinker im Leerlauf: Lampe leuchet, schaltet sich der Blinker an, fällt die Spannung, da mehr Last anliegt, die Lampe und die Blinker leuchten schwächer, weil die LiMa bei 1200 U/min nicht so viel Leistung bietet wie z.B. bei 3000 U/min.

Isoliert an den einzelen Verbrauchern betrachtet.

Die LiMa hat dann natürlich mehr zu leisten, allerdings kann man nicht mehr abverlangen als sie zu leisten im Stande ist.

Wenn du bei 1200 U/min 1500 W verlangst, geht die GS einfach aus weil die Spannung zusammenbricht. Ich denke, dass das schon bei abverlangten 200 W ziemlich eng wird.

Ich vermute mal, der Grund warum die LiMa bei höherer Belastung (mehr als 280 W geht sowieso nicht) das zeitliche segnet, ist einfach die Bauart der LiMa. Die Windungsdrähte sind für die dabei auftretenden hohen Ströme einfach zu knapp bemessen und die Wärmeableitung funktioniert nicht richtig.

Japaner sind halt keine solchen Weicheier wie Europäer, die brauchen keine Heizgriffe

Wenn der Regler bei mehr als 5000 U/min überschüssige Leistung verbraten muss, wäre es dann nicht sinnvoll zusätzliche Verbraucher anzuschließen?


Wie bereits öfter zu lesen war, benötigt die GS im Normalbetrieb zwischen 140und 160 W vll. auch 180 W, kommt drauf an, welche Leuchten brennen.

Dabei fließen in der Wicklung bereits 180 W/15V=12A. Bei 280 W/15V=18,67A. (Ja ich weiß, der Einfachheit halber hab ich das als ohmschen Widerstand betrachtet.)

Der Laderegler erwärmt sich vom Ladestrom der Batterie (nicht von der Spannung und aus einem anderen Grund, siehe unten), bei meiner 150er Emme war das mal so extrem, dass bei dem mechanischen Regler die Lötstellen geschmolzen sind. Ist die Batterie voll, fließt fast kein Strom mehr.

Zugegebener Maßen sind meine Betrachtungen sehr vereinfacht, man muss es aber auch nicht komplizierter machen als es ist.

Da ich nicht genau weiß, wie der Laderegler funktioniert, lese ich jetzt nach.

So nachgelesen, vieles was ich geschrieben habe, hab ich wieder gelöscht, weils doch anders ist.

Tatsächlich verbrät der Laderegler fast die ganze Leistung der Lichtmaschine in der Lichtmaschine selbst. Dass man so etwas unsinniges baut, hätte ich nicht gedacht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Laderegler

Edit:
Eigentlich wäre es dann ja egal, ob man Verbraucher anschließt oder nicht. Und wer immer schön langsam und verhalten fährt, tut seiner LiMa wirklich was Gutes.

Geändert von berndy (12.10.2009 um 07:13:48 Uhr)
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Alt 12.10.2009, 10:16:40   #19
berndy
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Ich glaube, das wird etwas längeres es muttiert zu einem Expertenstreit (Wobei ich anführen möchte, dass ich kein Experte bin.)

Weil es mir einfach keine Ruhe lässt, hab ich mir mein Buch über Motorradelektrik vom Motorbuchverlag, Autor Martin Fischinger, ISBN 5-613-02126-9 geholt und nachgelesen.

In dem Buch sind verschiedene Bauarten von Lichmaschinen und die dazugehörigen Regler/Gleichrichter abgehandelt.

Die GS verfügt über eine sogenannten Sternlichtmaschine, laut dem Buch die einfachste Bauart.

Auf Seite 18 beschreibt der Autor die Funktionsweise des Reglers.

Ich war selbst erstaunt, dass der Regler, um die Batterieladespannung auf max. 14,7 V (15,5 V) zu begrenzen die einzelnen Phasen der Lichmaschine kurzschließt. Durch den vorhandenen Strom, werden dabei die Wicklungen heiß. Die entstehende Wärme wird dann ans Motoröl abgeben.

Weiter schreibt Herr Fischinger ...

Daraus folgt übrigens, dass solche Lichtmaschinen thermisch am höchsten belastet sind, wenn sie keinen Strom liefern müssen.

Etwas weiter oben schreibt er ...

Bei manchen Betriebszuständen des Motorrades, bespielsweise mit einer 320 Watt liefernden Lichtmaschinem, bei voller Drehzahl, schon aufgeladener Batterie und nur der Zündung als Verbraucher, sind das gut und gerne 250 Watt, die verbraten werden müssen!

Daraus folgere ich, dass es der LiMa an der GS eigentlich Wurscht ist, ob zusätzliche Verbraucher angeschlossen sind oder nicht. Der Grund: Man kann nicht mehr Leistung von der LiMa ziehen als sie abgeben kann, zieht man mehr, gehts über die Batterie. Zieht man weniger, wirds in der LiMa wieder in Hitze umgewandelt.

Ich würde sogar vermuten, dass es besser für die LiMa ist, wenn sie keinen überschüssigen Strom verbraten muss sondern dieser von zusätzlichen Verbrauchern umgesetzt wird.

Fakt ist, dass die LiMa-Bauart, wie sie in unserer GS verbaut ist, hitzeanfällig ist. Anscheinend aber nicht, weil man sie überlastet, sondern weil man sie nicht auslastet.
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Alt 12.10.2009, 12:12:52   #20
AmigaHarry
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Das stimmt grundsätzlich für solche Drehstromgeneratoren, aber nicht ganz für die GS. Ganz so daneben waren die Japse ja nun doch nicht - sie spendierten der GS einen lastabhängigen Regler/Gleichrichter, der niemals die Spulen kurzschließt sondern die fehlende Last übernimmt (deswegen der große Kühlkörper) - schrieb ich auch schon vorher. Er könnte aber nicht die ganze Last übernehmen, wenn gar kein weitere Verbraucher dran hängen würden - so "stark" ist er dann auch wieder nicht...man schiesst die GS-LiMa daher sicher nicht durch "Unterforderung" - in dem Fall würde der Regler aufgeben....... Nochmal: Diese Type von Regler sorgt dafür, daß die LiMa immer am optimalen (drehzahabhängigen) Arbeitspunkt arbeitet, zumindest solange bis seine Regelgrenzen über(unter)schritten werden......
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Alt 12.10.2009, 12:58:29   #21
cha0s
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es ist kein kurzschluß im herkömmlichen sinne. es werden über einen thyristor zwar 2 spulen "kurzgeschlossen", dies sorgt aber dafür, dass der erzeugten energie ein widerstand in form eines magnetfeldes in den spulen entgegegesetzt wird. die wirbelstromverluste im leiter steigen zwar an wenn keine leistung abverlangt wird, aber ein nicht unerheblicher teil wird im magneten umgesetzt. der regler wird soviel energie nicht in wärme umsetzen können, dafür ist der kühlkörper einfach viel zu klein. schaut euch mal den kühlkörper in einen (höherwertigen) 2x 100W hifiverstärker an. konstruktionsbedingt muß dieser ca. 1/4 der abgegebenen leistung verheizen- der kühlkörper ist von der fläche her um einiges größer als der reglerkühler der gs. verheizen tut der regler nur energie aufgrund der übergangswiderstände der gleichrichterdioden und thyristoren.

Geändert von cha0s (14.01.2011 um 19:18:35 Uhr)
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Alt 12.10.2009, 15:25:28   #22
berndy
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Der große Kühlkörper ist aber ein kleines Kühlkörperchen. Dass der Kühlkörper des Reglers dafür zu klein ist, denke ich auch. Immerhin müsste der ca. 200 bis 250 W umsetzen können. Das ist schon eine Menge Wärme. Der Kühlkörper an meinem alten Lade-/Entladegerät für 30 NC-Zellen ist etwa doppelt so groß, obwohl er gerade 10 W beim Entladen umsetzt. Und der wird auch schon ziemlich warm.

Ich denke eher, eine kleine Menge Wärme wird im Regler umgesetzt, der weitaus überwiegende Teil jedoch in der LiMa, die dadurch natürlich heiß wird.

Meiner Meinung nach ist es jedenfalls besser die überschüssige Energie sinnvoll zu gebrauchen als sie nutzlos in heißes Öl umzusetzen.

Ich gehe, nachdem ich jetzt in dem Buch nachgelesen habe, davon aus, dass die Lichtmaschine warm wird, wenn sie die Leistung erzeugt und noch wärmer wird, wenn sie zusätzlich dazu auch noch die Leistung in Wärme umwandeln muss.

Energetisch gesehen ist das absoluter Humbug, aber offenbar hat da der Rotstift des Zahlmeisters einer besseren Effizienz im Wege gestanden.

So, jetzt müssen wir nur noch zwei Kandidaten suchen, die ihre GS jeweils zur Verfügung stellen. Einer baut die Heizgriffe an, der andere fährt immer ohne zusätzliche Verbraucher (auch ohne Licht) und immer Vollgas. Der, dessen LiMa zuerst abraucht, hat verloren.

Ich bin jetzt noch mehr der Meinung, dass es der GS-LiMa nicht sonderlich schadet, zusätzlich mit Heizgriffen belastet zu werden. Es ist einerlei, ob die Wicklung durch die Bereitstellung oder die Wärmeumwandlung des Stroms heiß wird.

Allerdings kann es passieren, dass der dann noch zur Verfügung stehende Strom nicht mehr zur Batterieladung ausreicht.

Man kann nicht mehr rausholen als drinsteckt.

Herr Fischinger schreibt auch noch, wie man dem Dilemma entgehen könnte:

Man müsste einen Regler bauen, der den Lichtmaschinenstrom hochfrequent taktet. (Tiefsetzsteller genannt). Dabei soll durch das Varieren der kurzen Einschaltphasen die Spannung auf 14,1 V eingeregelt werden, egal welcher Strom gerade gezogen wird. Das sei aber für die Großserie zu aufwändig und lohne sich nur bei Modellen deren LiMas regelmäßig durchbrennen.

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass die GS sowas nicht hat.

Edit:

Nun weiß ich nicht mehr weiter, wie bereits erwähnt, bin ich kein Experte. Wie der Regler der GS aufgebaut ist, weiß ich nicht, ich denke mal der ist Standard, also so wie von Herrn Fischinger als Einfachstausführung (mit Thyristoren und Phasenkurzschluss) beschrieben. Ich diskutiere gerne weiter, werde dann aber aus dem schlauen Buch zitieren.

Geändert von berndy (12.10.2009 um 15:40:30 Uhr)
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Alt 12.10.2009, 15:31:13   #23
mikam23
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Moin Freunde der gs

es ist Klasse fuer die vielen antworten . Ich weiß nun es geht nicht so einfach, ich muss aufpassen wenn ich alles gleichzeitig betreibe. Vielen dank dir Diskussion wird auf einem hohen Niveau gefuehrt wo man auch teilweise schon in das phlosophische abschweift. Ich muss mich teilweise aus dem Thema geistig ausloggen da ich sonst nichts mit elec ak Hut habe. Auch nicht ironisch gemeint ist das ich bis vor kurzem das Forum fuer mittelmaessig gehalten habe wegen den teilweise nicht antworten. Das hat sich aber grundlegend durch die beide threads geaendert. Vielen dank an Amiga und brandley und natuerlich an die anderen Schreiber .
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Alt 12.10.2009, 15:36:00   #24
mikam23
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Berndy meine natuerlich
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Alt 12.10.2009, 17:01:59   #25
AmigaHarry
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Einen letzten Senf noch dazu:

Wie kommt ihr auf die Idee der Regler müsste 200W vernichten? Es sind übers ganze Drehzahlband nie mehr als 40-60W !! Den Rest frisst die GS ja selber! Und nicht vergessen: Die GS benötigt bei höheren Drehzahlen auch selbst mehr als 160W - die gelten nur bei 5000rpm! Deswegen schrieb ich ja, daß der Regler das ohne Systemlast der GS nicht aushält! Er wird so schon brennheiss! Und bitte einen groben Industrieregler nicht mit einer empfindlichen, hochlinearen HiFi-Endstufe vergleichen......
Diese 40-60W sind die tatsächliche noch mögliche Leistungsreserve der GS! Und unter 5000rpm sind es sogar noch weniger, weil der Stromverbrauch der GS nicht wirklich linear mit der Drehzahl läuft....

@chaos: Wirbelstromprinzip stimmt für andere Generatoren, aber nicht so für die GS. Diese hat keine Thyristorbrücken sondern eine einfache 6-Puls-Brücken-Gleichrichtung deren Ausgang zusätzlich mittels Zenerdiode auf einen Leistungswiderstand geschalten ist....

Ob die GS nun Zusatzlast aushält? Rein rechnerisch natürlich (genau das was der Regler an Mehrleistung vernichtet) - nur muss man sich bewusst sein das man bereits mit +40W am Leistungslimit fährt und die Bauteile auch Toleranzen haben. Ich würde mal sagen, Heizgriffe mit 35W killen die LiMa nicht - ob das auch für welche mit 50W gilt......?
Garantie gibts dafür keine - oder hat jemand schon mal bei Suzuki den Hinweis gefunden: "Sie dürfen bedenkenlos xxW mehr anhängen?" - wie heist das so schön: "Sie machen das auf eigenes Risiko"....

So und jetzt ist Schluss!
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Alt 12.10.2009, 17:06:20   #26
AmigaHarry
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Zitat:
Zitat von mikam23 Beitrag anzeigen
Berndy meine natuerlich
Bist du sicher dass du nicht "brandy" meintest...hmm? Prost! Ich geh jetzt jedenfalls einen Trinken.....
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Alt 12.10.2009, 17:34:23   #27
Psychorex
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Zitat:
Zitat von berndy Beitrag anzeigen
So, jetzt müssen wir nur noch zwei Kandidaten suchen, die ihre GS jeweils zur Verfügung stellen. Einer baut die Heizgriffe an, der andere fährt immer ohne zusätzliche Verbraucher (auch ohne Licht) und immer Vollgas. Der, dessen LiMa zuerst abraucht, hat verloren...

...Ich diskutiere gerne weiter, werde dann aber aus dem schlauen Buch zitieren.

Hey ich mag deine Ironie (soll jetzt keine anmache sein!)
Habe herzlichst gelächelt!

Dieser Treat ist schon nen fetter Wälzer geworden. Bin zwar gelernter Energieelektroniker und versuche mich gerade am Elektrotechniker, aber das ist teilweise schon hart. Denke aber, das die spekulationen zum Teil nichts bringen...
Bei Heizgriffen. Lampen etc. handelt es sich (meiner Meinung nach) lediglich im "Startforgang" um mischlasten. Wenn sie "warm" sind denke ich schließe ich mich einem der zahlreichen Vorredner an, das es sich hier nun ausschließlich um Wirkwiderstände (Ohmische Verbraucher) handelt. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

Liebe Grüße an alle die meine Meinung Teilen und natürlich auch an diejenigen, die überhaupt nicht verstehen wie ich so einen quatsch schreiben kann...

Gruß
Daniel
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Alt 12.10.2009, 18:50:29   #28
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Zitat:
Zitat von AmigaHarry Beitrag anzeigen
@chaos: Wirbelstromprinzip stimmt für andere Generatoren, aber nicht so für die GS. Diese hat keine Thyristorbrücken sondern eine einfache 6-Puls-Brücken-Gleichrichtung deren Ausgang zusätzlich mittels Zenerdiode auf einen Leistungswiderstand geschalten ist..
du bist sicher der letzte bei dem ich es wagen würde, eine aussage ich in frage zu stellen- aber im whb ist das anders beschrieben.

Zitat:
Zitat von berndy
Man müsste einen Regler bauen, der den Lichtmaschinenstrom hochfrequent taktet.
bei 70V eingangsspannung wird das mit nem step-down regler ohne trafo nicht so einfach.

Geändert von cha0s (14.01.2011 um 19:18:46 Uhr)
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Alt 13.10.2009, 03:53:13   #29
berndy
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Nun, das wird auch der Grund sein, warum Herr Fischinger geschrieben hat, dass es sich für Großserien nicht rechnet, weils eben nicht einfach wird.

@AmigaHarry In dem Buch sind auch Schaltpläne für den Regler/Gleichrichter abgebildet. Der Gleichrichter besteht aus 6 Dioden, der Regler aus 3 Thyristoren, 2 Widerständen und einer Zehnerdiode.

Das kommt, bis auf die Thyristoren, schon ziemlich deiner Beschreibung gleich. Bist du dir sicher, dass die GS keine Thyristoren hat. Ich glaube fast, ohne Thyristoren klappt das mit dem Regler nicht so.

Laut dem Buch haben die Thyristoren die Aufgabe bei einer Spannung von 14,1 V die Phasen kurzzuschließen, damit die Ladespannung der Batterie nicht überstiegen wird. Ich verstehe die Thyristoren, die beiden Widerstände und die Zehnerdiode als den eigentlichen Regler, so ist es auch im Schaltbild gezeichnet.

Noch was zu dem Kühlkörper: Dem Kühlköper an sich ist es doch egal, welche Elektronik vorne dran hängt. Der muss nur gucken, dass er die Wärme ableitet. Den meisten elektrischen Bauteilen geht bei etwa der gleichen Temperatur der Gar aus.

Im schlimmsten Fall, also nur Zündung, sonst keine Verbraucher und Höchstdrehzahl, die LiMa der GS stellt 280 W zur Verfügung, die Batterie ist bereits geladen. Nehmen wir mal an, die Zündung braucht 50 W, der Regler schafft 30 W (was meiner Meinung nach schon ziemlich viel ist) bleiben noch 200 W, die verbraten werden müssen. Nehmen wir weiterhin an, die Phasen setzen nichts in Wärme um, müsste der Regler 230 W umsetzen (das war mein Gedanke). Je mehr Wärme die Phasen umsetzen um so weniger muss der Regler umsetzen. Da der Regler nicht viel umsetzen kann, bei dauerhauft 200 W würde der vermutlich schmelzen, muss die Lichtmaschine einen Großteil (wenn auch nur bei Bedarf, nämlich wenn keine Verbraucher zugeschaltet sind) den Rest in heißes Öl verwandeln.

Wir nähern uns langsam an, glaube ich.

Hat jemand ein Schaltbild der Regler/Gleichrichtereinheit der GS?
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Alt 13.10.2009, 11:21:22   #30
AmigaHarry
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Hmm - ich habe die Unterlagen nicht vor mir (sitze zur Zeit in der Nähe von Kuala Lumpur) und habe das aus dem "Gedächtnis" geschrieben (irgendwie muss man sich dort in der Nacht ja beschäftigen... )....Da ich mir sämtliche Schaltungen seit der GT380 schon mal aus irgendwelchen Gründen "einverleiben" musste, will ich mir auch gar nicht anmassen hier nicht villeicht falsch zu liegen oder die Schaltung zu verwechseln......ich meine jedoch im Kopf ein Bild zu haben indem für die GS eine normale Diodenbrücke abgebildet ist........falls nicht jemand vorher die Schaltung posten kann, werde ich am Wochenende, wenn ich wieder zurück bin, nachsehen.....

@Chaos: Achja: du kannst dir natürlich immer "Anmassen" mich zu verbessern - ich kann mich schließlich genauso irren wie jeder andere auch - also bitte keine falsche Rücksicht nehmen - auch ich lerne immer wieder gerne noch was dazu.....

Geändert von AmigaHarry (13.10.2009 um 11:23:35 Uhr)
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Alt 13.10.2009, 12:08:02   #31
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Habe im Netz was gefunden - von einer GR650, die aber denselben Ladekreislauf haben dürfte:

Du hast recht, die früheren (fest eingestellten) Zehnerdioden sind hier vom Regler selbst angesteuerte Thyristoren (der Rest arbeitet nach wie vor als normale Gleichrichterbrücke)! Sie leiten die Überspannung in die Spule zurück und zumindest lt. diesem Schaltplan nicht auf einen Begrenzungswiderstand. Allerdings ist lt. dem Bild der zurückgeleitete Strom ein gepulster Gleichstrom (kein Wechselstrom), welcher entgegen dem von dem Generator erzeugten Wechselstrom wirkt. Dadurch brechen beide Spannungen sofort ein und der Thyristor schließt wieder und das Spiel beginnt von vorne. Das kann aber nicht die ganze Wahrheit sein, denn der Gleichstrom kann in der Spule kein Gegenfeld errichten bzw. muss ich noch nachrechnen ob der ohmsche Widerstand der Spule selbst ausreicht um ihn zu vernichten....zumindest das extreme Heisswerden des Reglers selbst deutet darauf hin, daß ein beträchtlicher Teil nicht von der Spule vernichtet werden kann...... Wieweit dieses Schemabild die Realität abbildet lässt sich so nicht eindeutig beantworten - werde wohl einmal einen Regler "zerlegen" müssen um Gewissheit zu haben......
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Alt 13.10.2009, 13:06:20   #32
berndy
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Laut der Schaltskizze sind die Thyristoren parallel zum Gleichrichter geschaltet. Es müsste dort also Wechselspannung anliegen.

http://www.gs-classic.de/download/recreg_d.pdf

So in etwa müsste das aussehen.

Die Skizze in dem Buch ist stark vereinfacht aber prinzipiell dem Aufbau entsprechend.

Edit:

Was machst du in Malaysien, Urlaub? oder Rennen?

Geändert von berndy (13.10.2009 um 13:18:26 Uhr)
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Alt 13.10.2009, 15:58:10   #33
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hab die zeichnung ausm whb mal nachgemalt.

der selbstbauregler arbeitet anders. hier wird im gegensatz zum gs- regler die überspannung tatsächlich verheizt da die kathode der thyristoren auf masse liegt. der gs- regler leitet die überspannung einer spule auf eine andere. die zeichnung im whb ist mehr als unvollständig, immerhin muß der regler ja wissen, welche phase grad saft führt und auf welche spule das dann umgeleitet werden muß. ich werd mich die tage mal mit nem dipl.ing über die sache unterhalten, magnetismus ist nicht gerade mein fachgebiet.
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Alt 13.10.2009, 16:04:05   #34
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Zitat:
Zitat von berndy Beitrag anzeigen
Dem Kühlköper an sich ist es doch egal, welche Elektronik vorne dran hängt.
das ist richtig. der elektronik ist es aber nicht egal, an was für einen kühlkörper sie hängt. wenn der wärmewiderstand -der direkt von der fläche abhängt- des kühlers zu klein ist, heizt er sich stärker auf als es den halbleitern lieb ist.

Geändert von cha0s (14.01.2011 um 19:18:59 Uhr)
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Alt 13.10.2009, 17:29:30   #35
berndy
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Edit:

Was verbirgt sich unter der Blackbox "Steuerung"?
Bis auf die Blackbox, sieht die Schaltung so aus wie in dem Buch. Im Buch ist allerdings noch ein 2. Widerstand und eine Zehnerdiode eingezeichnet. Ich hoffe mal, dass da in der Blackbox etwas mehr drin steckt.

Geändert von berndy (13.10.2009 um 17:49:36 Uhr)
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Alt 13.10.2009, 18:03:42   #36
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hab ich so aus dem whb übernommen, genaueres ist dort nicht eingezeichnet. es werden aber z-dioden und r-c glieder sein welche die thyrisotren bei entsprechender spannung zünden.
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Alt 13.10.2009, 20:09:30   #37
Psychorex
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Zitat:
Zitat von cha0s Beitrag anzeigen
hab ich so aus dem whb übernommen, genaueres ist dort nicht eingezeichnet. es werden aber z-dioden und r-c glieder sein welche die thyrisotren bei entsprechender spannung zünden.
Möchte ja nicht pingelich sein, aber diese "Blackbox" benötigt statt 2 mal z.B Plus auch einmal Masse. Kann mir nicht vorstellen das die zweimal mit dem gleichen Potential arbeitet, denn dann hätteste dir einen Anschluss auch sparen können...
Psychorex ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.10.2009, 22:14:37   #38
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Zitat:
Zitat von cha0s Beitrag anzeigen
hab ich so aus dem whb übernommen.
...
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Alt 14.10.2009, 02:07:35   #39
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Möglicherweise will sich Suzuki (oder der eigentliche Hersteller der Regler/Gleichrichtereinheit) nicht in die Karten schauen lassen, damit man das Teil nicht einfach nachbauen kann.

Immerhin verlangen die für das bissel Elektronik ca. 180 $. Die Bauteile gibts für ca. 20 € im Elektronikhandel und die Platine kostet auch nicht die Welt in der Herstellung.
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Alt 14.10.2009, 08:46:48   #40
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sry blöde frage als elektrik leihe kann man das nich einfach nachmessen was dat is ob masse oder nicht ? nur mal ganz blöd gefragt weil ahnung davon hab ich nicht und ich find ihr macht das hier echt gut mit der diskusion
Ich mein den Regler also diese blackbox wo psychorex meinte das der einmal masse benötigt und berndy das suzuki sich bei dem bauteil nicht in die karten glotzen lassen will. einfach nur blöd gefragt. wenns keiner versteht einfach ignorieren XD ihr macht das schon hier ^^
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Alt 14.10.2009, 09:08:25   #41
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versteh die frage nich....
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Alt 14.10.2009, 14:26:14   #42
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Auf dem Schaltbild von cha0s fehlt irgendwas. Es ist unüblich, dass zwei Anschlüsse eines elektronischen Bauteils an einer Zuleitung und keine Leitung an Masse oder Minus angeschlossen wird.

Außerdem kann man nicht sehen, was in der Blackbox drin ist.

Schau dir im Gegensatz dazu die von mir verlinkte Schaltung an. Da kann man sehen, was wie und wo geschaltet ist. Links neben dem Gleichrichter gibts auch noch die Batterie und die Last. So gehört sich das. Aus dem Schaltbild aus dem WHB wird man nicht schlau.

Und man kann das leider nicht nachmessen. Wenn kein Strom drauf ist, bekommt man keinen Wert. Wenn Strom drauf ist und man hats falsch angeschlossen, raucht das Ganze einfach ab.

Man kanns auch nicht mit dem Originalbauteil vergleichen, weil in dem Schaltbild nichts benannt ist, außer den eindeutigen Symbolen für Spulen, Dioden, Thyristoren.
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Alt 14.10.2009, 15:24:08   #43
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Zitat:
Zitat von berndy Beitrag anzeigen
Auf dem Schaltbild von cha0s fehlt irgendwas. Es ist unüblich, dass zwei Anschlüsse eines elektronischen Bauteils an einer Zuleitung und keine Leitung an Masse oder Minus angeschlossen wird.

Außerdem kann man nicht sehen, was in der Blackbox drin ist.

Schau dir im Gegensatz dazu die von mir verlinkte Schaltung an. Da kann man sehen, was wie und wo geschaltet ist. Links neben dem Gleichrichter gibts auch noch die Batterie und die Last. So gehört sich das. Aus dem Schaltbild aus dem WHB wird man nicht schlau.

Und man kann das leider nicht nachmessen. Wenn kein Strom drauf ist, bekommt man keinen Wert. Wenn Strom drauf ist und man hats falsch angeschlossen, raucht das Ganze einfach ab.

Man kanns auch nicht mit dem Originalbauteil vergleichen, weil in dem Schaltbild nichts benannt ist, außer den eindeutigen Symbolen für Spulen, Dioden, Thyristoren.
Die Zeichnung im WHB ist tatsächlich nur eine sehr einfache Schemazeichnung und unvollständig - sie soll dem Mechaniker ja auch nur die grundlegende Arbeitsweise verdeutlichen. Einzig die Funktion der Diodenbrücke kann man nachmessen. Für den Rest müsste man eine LiMa + Last am Regler simulieren.....
Ich habe mal den Regler einer GS500M bj1980 zerlegt (schichtweise abgetragen). Darin befand sich eine ganz einfache 6-Punktschaltung mit Zehnerdiode und Lastwiderstand am Gleichstromkreis - keine weitere Schaltung wie sie die neuen Regler haben (BlackBox). Hier fehlen im Schaltbild des WHB essentielle Teile. Wie ich schon sagte: Gewissheit hat man erst wenn man einen neuen Regler zerlegt. Wenn also jemand mal einen zerschiesst bitte für Analyse aufheben......
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Alt 14.10.2009, 17:29:13   #44
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Dann wird die Schaltung (mein Link) ein Nachbau des Regler/Gleichrichters von 1980 sein. Sowas steht ja auch dabei.

Übrigens kostet der Regler/Gleichrichter der GS 550 L von 1980 mehr als der der aktuellen GS, fast das Doppelte sogar.

Na da lohnt sich ein Nachbau.
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Alt 15.10.2009, 21:37:29   #45
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So - der Vollständigkeit und der Interesse wegen habe ich jetzt ein bischen gekramt und folgendes gefunden:
1. die erste Schaltung wie sie in den ersten GS verbaut wurde (GS400/500/750) von 1977 und 2. dann die Weiterentwicklung 1980 in der 650er Katana (Man sieht schön die Weiterentwicklung..)
Diese 650er Schaltung dürfte prinzipiell ähnlich der jetzigen Schaltung der GS, zumindest bis Bj 1999 sein. Habe da noch Infos bei Freunden eingeholt, woraus sicht ergibt, daß es ab 2000 eine grundlegende Änderung dieses Reglertypes gegeben hat (nicht nur für die GS500) und zwar nicht nur in der Funktionalität sondern auch in der Art wie das realisiert wird: Die jetzige Blackbox im Schaltplan des GS500-WHB enthält angeblich wesentlich mehr Elektronik als nur die Funktionalitätsabbildung des 650er-Schaltbildes - leider konnte ich darüber auch nicht wirklich was rausfinden (ausser das Schaltungen zur Glättung und Filterung von Oberschwingungen sowie eine Steuerung zur I-Begrenzung(!) für die Batterieladung eingebaut wurde - dürfte auch mit der Umstellung von CDI auf Kennfeld-MPU zu tun haben....) - NipponDenso hält sich da sehr bedeckt (von Suzuki erfährt man da sowieso nichts...)
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Alt 16.10.2009, 08:10:44   #46
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Die 2. Schaltung sieht der Schaltung von meinem Link verdammt ähnlich, wenn ich mich nicht irre.

Was mich nur wundert ist, dass Alpha Sports für den Regler der K6 nur ca. 100 $ und für den Regler der GS 550 C fast 200 $ haben will.

Naja, warum soll modernere Technik nicht auch mal billiger werden.
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Alt 16.10.2009, 10:56:38   #47
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Zitat:
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Die 2. Schaltung sieht der Schaltung von meinem Link verdammt ähnlich, wenn ich mich nicht irre.

Was mich nur wundert ist, dass Alpha Sports für den Regler der K6 nur ca. 100 $ und für den Regler der GS 550 C fast 200 $ haben will.

Naja, warum soll modernere Technik nicht auch mal billiger werden.
Ich denke das hängt mehr mit der noch nachgefragten Stückzahl zusammen - der alte GS500/550-Regler ist ja schon ein "Fossil" und wird dementsprechend in nur sehr geringen Mengen und vermutlich auch noch mit teureren Komponenten produziert werden. Vermutlich ist ein mind. 1000%er Aufschlag für Altersatzteile auch noch darauf - das wäre nicht ungewöhnlich.......
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Alt 16.10.2009, 14:34:45   #48
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wie gesagt, der nachbauregler verheizt die überschüssige energie selbst, der gs-regler verheizt sie zum größten teil in der lima.
beim "kurzschluß" der limaspulen über den thyristor kommt der ohm'sche widerstand der spulen zum größten teil zum tragen. der wechselstromwiderstand spielt da zwar auch mit rein, ich bin mir aber nicht sicher, ob man ihn vernachlässigen kann. die induktivität ist durch die 9 oder 12 spulen schon recht groß und die frequenz liegt immerhin im bereich um 10kHz. da der ohm'sche widerstand der spulen grad mal bei ein paar ohm liegt, ist der blindwiderstand sicher nicht ohne. aber genau das ist für die genaue berechnung der zu verheizenden leistung wichtig weil der scheinwiderstand größer werden kann als der wirkwiderstand. beispiel: nehmen wir an, eine spule hat 4 ohm. der wechselstromwiderstand auch. es gilt Z=sqrt(R²+XL²)= 5,7ohm. der widerstand an dem die leistung verheizt wird, ist somit um 30% gestiegen. demnach wird bei 200W verlustleistung eben nicht mehr 200W in wärme umgesetzt sondern nur noch 140W. der rest sind wirbelstromverluste. ich hab leider keine rlc- meßbrücke hier, aber nun will ich es genau wissen. ich werd die tage mal fachbücher durchschauen um mit hausmitteln die induktivität messen zu können.

Geändert von cha0s (14.01.2011 um 19:19:22 Uhr)
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Alt 16.10.2009, 18:41:47   #49
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Ich fürchte die Schaltbilder sind echt nicht viel mehr als Prinzipskizzen. Dahinter steckt sehr viel mehr, denn diese Regler müssen 2 Seiten regeln: Eine variable Last und eine variable Eingangsspannung. Daher vermute ich sehr stark, daß dies villeicht in Form eines Schaltspannungsreglers (oder sehr ähnlich) realisiert ist - die "BlackBox" enthält dann wahrlich viel mehr an Elektronik als wir Eingangs dachten. Ein Blick aufs Oszi bestärkt mich da, denn ich sehe wie glatt der Saft da über den ganzen Drehzahlbereich rauskommt und zweitens die Kollektorverlustleistung bei starken Eingangsspannungsänderungen weit geringer als erwartet zu sein scheint......Ausserdem tut sich bei extremer Eingangsspannungsänderung am Ausgang so gut wie gar nichts. Der alte GS-Regler aus der GS500 von 1977 macht da richtige "Bocksprünge".....

Um jetzt zu zeigen, daß der Regler die Energie über die Spulen verheizt müsste ich an den LiMa-Phasen ausgelöschte negative Halbwellen messen können, da der Regler lt. Schaltbild ja gepulsten Gleichstrom in die Spulen zurückschickt - habe ich bis jetzt aber noch nicht gefunden....wobei ich noch nicht weis obs nicht auch an meiner Messmethode liegt (ich betreibe ihn gänzlich ohne Last um maximales Ausregelverhalten zu erreichen - verflucht wird der heiss - kühle ihn mit Wasser!) oder das Schaltbild echt für die "Wurscht" ist...na mal sehen....
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Alt 29.03.2010, 16:19:46   #50
cha0s
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Beiträge: n/a
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n paar theoretische überlegungen zur verbratenen leistung in der lima, da brauch ich mal die meinung eines tauglichen e- technikers.
nehmen wir an, die lima erzeugt 200W und das netz verbraucht gerade 120. 80W müssen dann wieder in der lima verbraten werden, der regler ist ideal. die 80W werden nicht nur in wärme umgesetzt, ein teil geht in blindleistung auf. Z=sqrt(xl²+r²). L hab ich so bestimmt: hab bekannte C's genommen, die an 2 limaspulen parallel geklemmt und f(res) bestimmt. das ganze hab ich mit 3 verschiedenen C's gemacht, raus kamen werte zwischen 0,5 und 1,5mH . wieso bei den 3 messungen nicht das selbe raus kam versteh ich nicht, also mittel ich auf 1mH/2 spulen = 500µH/spule. xl=2pi*f*L= 314mOhm bis 1,47Ohm, R(dc) incl. leitungen = 400mOhm, ergibt Phi= 38 bis 74°. bei 80W scheinleistung bzw 26,7W pro spule, ergibt sich die tatsächlich verheizte wirkleistung von 21W bei 2kU/min und 7,4W bei 9kU/min pro spule. der rest geht am blindwiderstand verloren. jetzt kommt aber der knackpunkt: die formeln gelten für normale wechselstromwiderstände. darf ich das im generator so überhaupt berechnen?

Geändert von cha0s (14.01.2011 um 19:19:28 Uhr)
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