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Stammtisch Franken
Registriert seit: 26.07.2009
Alter: 54
Beiträge: 8
Baujahr: 1993
Kilometer: 18000
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Hallo Leute,
sorry mein zweiter Versuch - der Erste ist irgendwie plötzlich weg, hab zu lange gebraucht und wurde ausgeloggt. Nun vielleicht etwas kürzer. Habe nun auch eine GS und hatte folgendes Problem, welches mittlerweile behoben werden konnte: Fehler: Stottern und fast Ausgehen bei ab ca. 80 km/h Lösung: Es war der Luftschlauch des Vergasers, der am Luftfilter normalerweise vorbei ins Leere geht. Der war einfach schlecht verlegt bzw. eingeklemmt. Mein momentanes Problem ist aber, dass nach meiner letzten Fahrt (vor ca. 3 Wochen), die GS nicht angesprungen ist. Normalerweise Kaltstart mit halben Choke und einmal starten und losfahren - war da leider nicht möglich. Erst nach unzähligen Startversuchen ist sie angsprungen (Batterie dann natürlich fast am Ende) und ich bin zu meinem Kumpel im Ort gefahren, dort ist sie sofort wieder ausgegangen. Die Schwimmerkammer war voll mit Sprit und ist dann auch aus dem Schlauch zum Boden gelaufen. Ich habe die Schwimmerkammern entleert, hat aber nicht wirklich geholfen, die ist wieder vollgelaufen. Benzinhahn auf ON nicht auf PRI. Also wieder heim und abgestellt. Folgendes möchte ich nun tun (Batterie habe ich schon geladen): - Vergaser abbauen (Evtl. nur Schwimmerkammer möglich?) - Schwimmernadeln von beiden Vergasern erneuern (schon bei Louis bestellt) - Vergaserteile reinigen, durchblasen und zusammenbauen - Ölwechsel, falls schon Benzin ins Öl gekommen ist (riecht etwas komisch - vielleicht täuscht das, will aber kein Risiko eingehen) Was meint Ihr? Habe ich etwas wichtiges vergessen? Ich bin leider nicht der Schrauber-Meister. |
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#2 |
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Super-Moderator
Registriert seit: 16.08.2006
Ort: Schifferstadt/Pfalz
Alter: 63
Beiträge: 10.719
Baujahr: 1995
Kilometer: 66666
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Nö, vergessen hast du nichts. Eventuell sollte man mal die Schlauchführung mit dem Plan in den FAQs vergleichen.
Zum Ölwechsel: Wenn das Öl schon älter ist und es deutlich nach Benzin riecht und/oder der Ölstand unerklärlicher Weise deutlich zugenommen hat, dann würde ich das Öl wechseln. Ansonsten ist es unwahrscheinlich, dass bereits Benzin ins Öl gekommen ist. Wenn die Schläuche nicht vertauscht waren, also der Unterdruckbenzinhahn im Stand auch abgesperrt hat, konnte nur Benzin laufen, solange auch der Motor lief. Sobald der ausgeht, sperrt der Unterdruckhahn. Deswegen kann eigentlich keine größere Menge Benzin ins Öl gelangt sein. Ein paar Milliliter verkraftet der Ölkreislauf schon, das verdunstet wieder. Es ist nicht möglich die Schwimmernadelventile zu wechseln, ohne die Vergaserbank auszubauen. Du musst aber nicht die Vergaser ganz zerlegen um an die Schwimmernadelventile zu kommen, da genügt es die Schwimmerkammern abzubauen. Vorher aber die Vergaser ganz entleeren, sonst läuft dir der Inhalt der Schwimmerkammern über die Finger. -> Tank abbauen (musst du sowieso), vorher natürlich den Absperrhahn am Tank schließen. Die Schläuche vom Benzinhahn am Tank abziehen. Passende Schläuche auf die Abgänge der Schwimmerkammern stecken und jeweils in ein geeignetes Gefäß leiten (am Besten alle beiden Schläuche gemeinsam in ein Gefäß) und die Schrauben der Abgänge öffnen. Das Benzin läuft dann, bis auf eine kleine Restmenge, aus den Schwimmerkammern. Wenn man den Unterdruckhahn dann noch auf PRI stellt, läuft auch das Benzin, was noch im Schlauch steht, aus. |
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Stammtisch Franken
Registriert seit: 26.07.2009
Alter: 54
Beiträge: 8
Baujahr: 1993
Kilometer: 18000
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Guten Morgen berndy,
vielen Dank für deine Tipps. Werd' mich dann die Woche an den Vergaser ranmachen. >... Schlauchführung mit dem Plan in den FAQs vergleichen. Habe ich schon wegen dem vorherigen Problem "stottern" ausgiebig getan. Ich habe dazu auch echt gute farbige Unterlagen gefunden. Das passt. > ... die Vergaser ganz entleeren, ... danke für die kurze Anleitung Wie aufwändig ist denn das Abmontieren des Vergasers? Sitzbank is ja kein Thema - Tank auch nicht, hatte ich alles schon. Und dann wird's kompliziert, oder? Muß ich z. B. die Züge (Gas, Choke) abklemmen bzw. aushaken? |
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#4 |
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Stammtisch Franken
Registriert seit: 06.03.2008
Ort: Kronshagen / Mistelgau (bei Bayreuth)
Alter: 38
Beiträge: 1.928
Baujahr: 1992
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sitzbank
tank benzinhahn luftfilterkasten chockzug gaszug vergaser in der reihen folge ^^ den benzinhahn links nur abschrauben sonst kriegst du den luftfilterkasten net gescheit raus und den luftfilterkasten vorm vergaser, damit man besser an den gaszug komm zum aushängen
__________________
GS 500 E KM-Stand Gekauft:39.393 Aktuelle: 57.000 GPX 600 R KM-Stand Gekauft:50.884 Aktuelle: 54.000 |
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#5 | |
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Super-Moderator
Registriert seit: 16.08.2006
Ort: Schifferstadt/Pfalz
Alter: 63
Beiträge: 10.719
Baujahr: 1995
Kilometer: 66666
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Zitat:
Es ist nicht schwer oder kompliziert, man kann es machen. Was man braucht, ist schon etwas Geduld, weil es teilweise schon fummelig ist. Ist halt wenig Platz für europäische Männerhände. Die Japaner haben anscheinend drei Nummern kleinere Pratzen. Man muss die Züge für Gas und Choke natürlich aushängen sonst kann man die Vergaser nicht aus dem Rahmen nehmen. Aber die Züge lassen sich ja leicht wieder einhängen. Beim Einbau empfiehlt es sich den Luftfilter aus dem Luftfilterkasten zu nehmen damit man durch den Luftfilterkasten die Gummitüllen richtig über die Vergaserstutzen schieben kann. Das ist einfacher als das von Außen bewerkstelligen zu wollen. Den Benzinhahn und den Luftfilterkasten muss man zumindest lockern sonst bekommt man die Vergaser nicht aus dem Rahmen. Ich hoffe, du hast außer dem Bordwerkzeug noch anderes besseres und passendes Werkzeug. |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 11.06.2008
Ort: Berlin
Alter: 53
Beiträge: 4.218
Baujahr: 1990
Kilometer: 106000
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und am besten kauft man sich vorher eine Reparaturanleitung und liest sich ein wenig ein.
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Sollte sich jemanden an meinen Posts stören, beziehe ich mich in jedem Fall auf §20 STGB |
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#7 | ||
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Stammtisch Franken
Registriert seit: 26.07.2009
Alter: 54
Beiträge: 8
Baujahr: 1993
Kilometer: 18000
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Zitat:
Zitat:
Das mit den Japanern stell ich mir jetzt grad bildlich vor ![]() Da habe ich aber keine Probleme, bin eher Bleistifthalter. Die Schwimmernadelvenile sind heute angekommen und ich werd' morgen den Vergaser mal in Angriff nehmen. Die Schwimmernadeln sehen empfindlich aus, verbiegt man die leicht (unabsichtlich)? Hab die Beiträge zum Schwimmerstand prüfen und einstellen gelesen und hoffe natürlich, dass ich da nix einstellen muss. Einfach Ventile vorsichtig austauschen und gut is, oder? Oder muss ich aus eurer Erfahrung den Schwimmerstand dann auf jeden Fall prüfen bzw. sogar einstellen? |
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#8 |
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Super-Moderator
Registriert seit: 16.08.2006
Ort: Schifferstadt/Pfalz
Alter: 63
Beiträge: 10.719
Baujahr: 1995
Kilometer: 66666
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Die Schwimmernadeln sind doch ziemlich dick und kurz, was will sich da verbiegen? Das Einziege, was da empfindlich ist, ist der kleine Gummi-Konus am oberen Ende.
Die Laschen an den Schwimmern, auf die die Drahtbügel der Schwimmernadeln aufgeschoben werden, die sind empfindlich und verbiegen sich leicht, da muss man etwas aufpassen. bei der Gelegenheit sollte man auch mal den Schwimmerstand überprüfen und gegebenenfalls einstellen. http://forum.gs-500.de/showthread.php?t=13224 |
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#9 |
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Stammtisch Franken
Registriert seit: 26.07.2009
Alter: 54
Beiträge: 8
Baujahr: 1993
Kilometer: 18000
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Nun, die Arbeiten habe ich für heute eingestellt. Die GS läuft wieder, nach anfänglichen Start-Schwierigkeiten. Ich hatte nach dem Zusammenbau versehentlich kurz auf RES gestellt (wollte eigentlich Schwimmerkammer mit PRI fluten) und habe mich gewundert, dass sie so schlecht anspringt
Übrigens, auch für einem Neuling wie mir, war klar, dass das gar nicht mehr funktionieren konnte. Das Schwimmernadelventil war ziemlich abgenutzt und glitt nicht mehr ohne sich zu verhaken, der Schwimmerkammerboden war nur in einer Ecke etwas verharzt, jedoch in der Bohrung, in dem die Führung für das Schwimmernadelventil steckte, war ein Birkenpollen oder so was ähnliches. Klar, hatte mich da etwas unglücklich ausgedrückt. Ich habe die Drahtbügel gemeint. Die Laschen, an denen die Schwimmernadeln hängen sind nachdem ich das jetzt live gesehen habe auch empfindlich - war aber hoffe ich kein Problem. Zum Schwimmerstand habe ich noch eine Frage: Welches Problem ist bei zu geringen bzw. zu hohen Schwimmerstand zu erwarten? |
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#10 |
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Super-Moderator
Registriert seit: 16.08.2006
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Beiträge: 10.719
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Bei zu geringem Schwimmerstand kommt zu wenig Benzin in die Schwimmerkammern, das kann zu magerem Gemisch, Stratproblemen oder zum Ausfall des betreffenden Zylinders führen.
Bei zu hohem Schwimmerstand kommt zu viel Benzin in die Schwimmerkammer. Der betreffende Zylinder läuft zu fett, was auch zum Ausfall des Zylinders führen kann. Es kann auch zu Startschwierigkeiten kommen. Bei starkem Bremsen kann es auch passieren, dass der Motor überfettet, weil das Benzin in der Schwimmerkammer überschwappt und der Motor ausgeht. |
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#11 |
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Stammtisch Franken
Registriert seit: 26.07.2009
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Baujahr: 1993
Kilometer: 18000
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Ich habe heute den Ölwechsel durchgeführt und bin auch mal 'ne Runde gefahren. Hat alles echt gut geklappt, nicht zuletzt wegen eurer guten Ratschläge und den echt tollen Infos hier im Formum.
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